Es hat nur 1,5h gedauert bis ich angefangen habe, dieses Hotel zu hassen. Manchmal wünscht man sich im Urlaub nur eines: am Pool liegen, ein Buch lesen, entspannen. Ein bescheidener Wunsch – dachte ich. Stattdessen bekam ich hier ein unfreiwilliges Experiment im Fachgebiet „Wie zerstöre ich jede Urlaubsatmosphäre in Rekordzeit“. Das Rezept des Hauses: am Pool gleichzeitig laute Musik von der Bar und noch lautere Elektrobeats aus einem Brüllwürfel. Zwei Soundquellen, die sich gegenseitig bekämpfen wie streitende Nachbarn mit zu viel Koffein. Das Ergebnis? „PooMusik“ – ein einzigartiges Klangbild, das jeden Herzschlag zuverlässig auf 120 bpm treibt, ohne dass man auch nur den Liegestuhl verlassen muss. Wellness mal anders. Und damit kein Missverständnis entsteht: Ich rede nicht von der Animation oder Shows. Nein, das ist einfach der normale Dauerzustand am Pool. Wer Ruhe sucht, ist hier ungefähr so falsch wie ein Buchclub auf einem Rave. Zur Krönung kommt die Anlage selbst: sichtbar in die Jahre gekommen, Grünflächen im Zustand „gerade so überlebt den Sommer“, Wege so, als hätte man sie nur aus nostalgischen Gründen nicht komplett aufgegeben. Die Lage? Katastrophal. Am sprichwörtlichen Ende der Welt. Ohne Auto null Chance. Der Shuttlebus? Eher ein Witz – wenn er denn überhaupt auftaucht. Fazit: Wer Poolurlaub als Ausdauertest für Nerven und Trommelfelle versteht, wird hier glücklich. Alle anderen sollten dringend woanders buchen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im August 2025 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Thorsten |
Alter: | 51-55 |
Bewertungen: | 1 |