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David (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • September 2018 • 1-3 Tage • Arbeit
Etwas angestaubtes Wendehotel mit Mängeln
4,0 / 6

Allgemein

Das Hotel selbst ist ein Wendebau, der letztlich älter ist als der Wiederaufbau der Frauenkirche selbst. Es hat fünf Stockwerke, im vierten Stock ist ein Executive Floor und im fünften Stock ein Business Floor. Es handelt sich um einen architektonisch eher langweiligen Quaderbau. Der Eingang liegt in einer Seitenstraße. Es gibt eine große, repräsentative Lobby mit viel Marmor und Stein, Rezeption, Businessraum um die Ecke. Drei Aufzüge führen in die Etage. Es gibt keine ordentliche Treppe oder Treppenhaus. Die Etagen sind mit hellem Teppichboden ausgelegt und auch sonst sehr hell und licht. Zimmertüren sind leisegängig. Das Hotel macht stilistisch einen sehr amerikanischen Eindruck. Auf den Etagen gibt es dementsprechend auch Ice-Machines. Es gibt auch eine Executive Lounge. Der Stil war schon etwas angestaubt und stammte aus den späten 80ger Jahren. Aber es war alles sauber und gut in Schuß.


Zimmer
  • Eher gut
  • Mein Zimmer lag im vierten Stock. Es war geräumig mit breitem Bett, etwas zu dünner Zudecke und vier Kissen, die mir eine Idee zu hart waren. Ich habe gleichwohl gut darauf geschlafen. Weiter hatte das Zimmer eine befüllte Minibar, einen Wasserkocher mit Kaffee und Tee, einen schönen Wandschreibtisch aus Glas mit Bürostuhl, ein kleines Tischchen mit Glasplatte und Sessel mit Fußteil davor, Teppichboden. Das Design war konservativ und nicht mehr ganz neu aber gut in Schuß, komfortabel und hell. Als ich ins Zimmer eintrat lief eine überflüssige „Klimaanlage“ und kühlte das Zimmer unnötig herunter. Lüften ließ sich das Zimmer nicht richtig, da das breite Fenster sich nur – und dies auch nur teilweise – kippen ließ. Es gab eine Heizung unter dem Fenster, die aber nicht funktionierte. Der Blick fiel auf eine Nebenstraße zwischen Frauenkirche und Elbe, in der abends reger Gastronomiebetrieb mit entsprechender Emmissions- und Immissionsbelastung herrschte. Ich hielt mein Fenster daher geschlossen. Nach rechts aus dem Fenster sah man die Frauenkirche teilweise, nach links die Elbe. Da man das Fenster nicht öffnen konnte, war die Sicht allerdings eingeschränkt. Gegenüber waren Wohnhäuser, die sehr nah waren, so daß ich mich im Zimmer etwas wie auf dem Präsentierteller fühlte. Ich nutze ungern Gardinen. Im übrigen gab es keine Rolläden oder Jalousien sondern nur dicht schließende Vorhänge. Es lag als Aufmerksamkeit Obst mit Messer und es stand eine Flasche Wasser ohne Gas bereit.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Im Erdgeschoß befand sich eine schöne Bar und ein schönes Restaurant. Frühstück habe ich nicht genutzt, da mit 15 bzw. 23 Euro überteuert.


    Service
  • Eher gut
  • Check-in war unproblematisch. Es wurde meine Kreditkarte überprüft, was ich unzulässig finde. Der Check-out war unmöglich, weil die Kraft an der Rezeption mich mal wieder mit der rechtswidrigen „Bettensteuer“ verärgert hat. Ich habe daher nicht ausgecheckt und das Hotel ohne Bezahlung verlassen. Anschließend erhielt ich per Email eine fremdsprachige Rechnung, in der die „Bettensteuer“ dreist berechnet war. Noch dreister war die niemals vereinbarte Blockung von zusätzlich 50 Euro für nicht erbrachte Phantasiedienstleistungen, die ich nie in Anspruch genommen habe. Meine Kreditkarte wurde einfach und ohne mein Wissen mit dem ohnehin üppigen Übernachtungspreis und der „Bettensteuer“ belastet und zusätzlich mit 50 Euro geblockt. Dieses Hotel fakturierte unseriös. Die Blockung wurde nach dem Check-out aber aufgehoben. Nach zwei Beschwerden wurde mir die Bettensteuer erstattet und es wurden auch meine hierfür angefallenen Anwaltsgebühren bezahlt. Das Hotel entschuldigte sich zudem schriftlich.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel liegt mitten in der Innenstadt zwischen der wiederaufgebauten Frauenkirche und der Elbe. Es liegt für Touristen ganz günstig, für Geschäftsreisende ziemlich ungünstig. Es gibt keinen öffentlichen Nahverkehrsanschluß. Ratsam ist ein Taxi oder man läuft ca. 20 Minuten zum Hauptbahnhof. Von dort bestehen Nah- und Fernverkehrsverbindungen sowie eine S-Bahn-Verbindung zum kleinen Flughafen Dresden, die rund 20 Minuten unterwegs ist. Der Lauf zum Bahnhof ist im ersten Abschnitt vor dem Hotel beschwerlich, da rund um die Frauenkirche ein unmögliches Kopfsteinpflaster gelegt ist; mit Gepäck sehr unbequem.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Im ersten Stock ist ein sehr großer Fitness- und Wellnessbereich. Zu rügen ist, daß dieser für manche Gäste 3 Euro kostet. Die Frau an der Rezeption hat mir gegenüber auch behauptet, Sauna und Schwimmbad kosteten 3 Euro. Am Eingangsbereich zum Wellnessbereich gibt es einen Schalter, an dem mir dann aber gesagt wurde, daß ich als Silber-Kunde dort nicht zu zahlen hätte. Die Information an der Rezeption war daher falsch. Der Fitnessbereich ist sehr groß mit einer großen Zahl an Geräten, davon allein fünf Laufbändern. Im Wellnessbereich gibt es leider keine Unisex-Umkleiden, die Saunen liegen dann aber zwischen den Mann-Frau-Umkleiden und können grundsätzlich von allen Geschlechtern genutzt werden. Es gibt allerdings in den beiden Seitensaunen Nutzungszeiten, die nur für bestimmte Geschlechter reserviert sind, was ich nicht gut und rechtlich problematisch finde. Es gab eine Bio-Sauna/Sanarium, 55 Grad, eine 80-Grad-Sauna und eine heiße 90-Grad-Sauna. Letztere war recht geräumig und außergewöhnlich im Design: es gab dunkle, breite Naturholzplanken, Marmoreinlagen an den Wänden und insgesamt eine recht aufwendige Gestaltung. Nachteil war, daß die Planken sehr heiß wurden. Die beiden anderen Saunen waren eher gewöhnlich, kleiner und mit den üblichen hellen schmalen Holzplanken ausgestattet. Daneben gab es einen großen Schwimmbadbereich mit einem Hallenschwimmbad und in einem Freiluftbereich einen gut frequentierten Whirlpool. Zu rügen war, daß die Sauna, die komplett im fensterlosen Innenbereich lag, keinen Kaltluftbereich hatte. Man mußte durch den Schwimmbereich laufen um in den Außenbereich um den Whirlpool zu gelangen. Es gab auch keinen Eisbrunnen und kein kaltes Wasser im Wellnessbereich. Das Schwimmbad war groß und nicht sehr stark frequentiert.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:1-3 Tage im September 2018
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:David
    Alter:46-50
    Bewertungen:724