... Das Hotel "Hopfenmarkt" ist eigentlich auf ein Restaurant mit gutbürgerlicher Küche zurückzuführen, dessen Besitzer als ehemals seefahrender Koch viel von der Welt gesehen und im Jahr 2003 mit der Übernahme des Hauses "Hopfenmarkt" als Hotel Neuland betreten hat. Mittlerweile ist auch das Haus "Aalreuse" hinzu gekommen und in absehbarer Zeit soll auch noch ein drittes Haus in fußläufiger Entfernung hinzu kommen, dass sich derzeit wohl gerade im Umbau befindet. 42 Zimmer stehen aktuell für die Gäste zur Verfügung, die auf die Häuser "Hopfenmarkt" und "Aalreuse" aufgeteilt sind. Zu beachten ist, dass die Häuser ehemals nicht als Hotel konzipiert waren und die Zimmer von daher nur bedingt den Vorstellungen eines hotelerfahrenen Gastes entsprechen. Eine Minibar und einen Schreibtisch oder dgl. suchte man in meinem Zimmer aber ebenso wie einen WLAN Anschluss und eine freie Steckdose allerdings vergeblich. Erst nach dem Abrücken eines Nachtschrankes tauchte eine baumarktübliche "Dreifachsteckdose" auf, die meines Erachtens für ein Hotel gar nicht zugelassen ist. Sowohl im Hotel als auch im Restaurantbereich hatte ich im D1 Netz überhaupt keine Probleme. Beim Übernachtungspreis bewegt man sich beim derzeit Gebotenen eher im oberen Spektrum des Vertretbaren. Da kann auch nicht wirklich trösten, dass andere Häuser am Ort tlw. deutlich teurer sind. Für Fahrradreisende ist ein separater, abschließbarer Raum vorhanden, in dem die mehr oder weniger teuren Vehikel einen angemessenen und trockenen Rahmen finden. Autoreisende haben die Möglichkeit, für 8 € statt 12 € pro Tag ihr Fahrzeug in der Tiefgarage eines benachbarten Hotels abzustellen, was allemal deutlich günstiger und bequemer ist als die regelmäßig kontrollierten Parkflächen der Hansestadt zu nutzen, bei denen man sich schnell mal ein "Knöllchen" einfängt.
Die ZImmer der "Aalreuse" sind mit 7 bis 10 m² wohl eher als winzig zu bezeichnen. Ansonsten sind die ZImmer mit einer separaten Duschzelle ausgestattet, in meinem Fall einem Tisch, zwei Stühlen, zwei, zum Ehebett zusammengestellten Einzelbetten, zwei Nachttischen sowie einem kleineren Schrank, zum Verstauen des Gepäcks und der Wäsche. Das Bad ist maximal als "zweckmäßig" zu bezeichnen. Allerdings hat mir der Hotelier in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass sich für den Herbst Veränderungen bei den Bädern im "Hopfenmarkt" ankündigen. Momentan wirken die Bäder recht lieblos, zusammengestellt von einem Laien nach dem Muster "0815". Ein Boiler von der Marke "Tatramat" vermittelt ein wenig den Eindruck eines Rückblicks in "ostzonale Zeiten". Überhaupt, an den Bädern gibt es reichlich Verbesserungsbedarf. Das WC ist nicht hängend installiert, der vorhandene Spiegelschrank ( billigster Bauart ) nach dem Vorbild eines Alibert vermag zwar neben der Deckenlampe ( verschmutzt ) ein wenig Licht ins Dunkel des innenliegenden Raumes zu bringen, hat aber im Übrigen sein "Klassenziel" verfehlt. Überhaupt fällt im Bad auf, dass die aktuell vorhandenen Installationen nicht wirklich von Fachleuten durchdacht sind. Hier sollte sich der Hoteleigner für den Umbau der Beratung von Hotelfachleuten bedienen. Bei meinem Besuch klebten jedenfalls noch Reste des vor 7 Jahren benötigten Tapetenkleisters an den oberen Partien der Fliesen und auch sonst gibt es beim "Housekeeping" den einen oder anderen Verbesserungsbedarf. Bei meinem Besuch habe ich diverse, nicht näher definierbare "Flecken" an den Wänden und auch an der Deckenlampe vorgefunden, die sich mit einem sauberen Lappen mit Sicherheit hätten entfernen lassen. Auch die vorhandenen Türrahmen, Schränke und Bilder hätten obenherum mit Sicherheit regelmäßig einen feuchten Lappen nötig und die Unterbauten der Betten sollte man auch das eine oder andere Mal mehr aussaugen. Hier ist also noch Nachbesserungsbedarf vorhanden. Mir raubte übrigens ein sehr hartes Kopfkissen ( vermutlich ebenfalls für den privaten Bereich gedacht und durch regelmäßigen Gebrauch stark komprimiert ) buchstäblich den Schlaf. Auch das Pendant des Nebenbettes vermochte nicht wirklich zu überzeugen. Ich habe allerdings vor meiner Abreise dem Hoteleigner empfohlen, dieses, ebenso wie die Duscharmatur umgehend auszutauschen und kann für nachfolgende Gäste nur hoffen, dass dieses auch der Fall war. Die Duschkabine dürfte eher für den privaten als für den gewerblichen Bereich gedacht gewesen sein und wirkt schon ein wenig klapprig. Richtig gefährlich, gerade für Kinder wird es allerdings an der Duscharmatur. Aus der kommt im Extremfall 80 Grad heißes Wasser, ein in heutiger Zeit unnötiger Wert, der auch noch stark erhöhte Nebenkosten mit sich bringt. Außerdem war die Duscharmatur falsch angeschlossen. Heiß war kalt und umgekehrt. Damit sind Unfälle mit nahezu unübersehbaren Folgen fast vorprogrammiert. Hier sollte also umgehend ein Fachbetrieb diese und ähnliche Armaturen austauschen und gegen temperaturgeregelte Modelle austauschen. Abgesehen von der Bettkonstruktion und -länge ging selbiges allerdings für die eine Nacht in Ordnung. Für die Zukunft wäre es allerdings von Vorteil, wenn die Zimmereinrichtungen tatsächlich für Hotels gedacht und die Größe der Betten auch für größere Menschen ausgelegt wären, mal ganz abgesehen, dass gerade bei verliebten Paaren im Bett ja auch durchaus andere "Aktivitäten" stattfinden als nur Schlaf, was sich bei der vorliegenden Konstruktion zweier zusammengestellter Einzelbetten durchaus als Problem hätte darstellen können.
Qualität und Quantität der Speisen gingen für mich mit meinen nicht allzu hohen Anforderungen absolut in Ordnung - und das sowohl am Frühstücksbuffet als auch abends.. Alles, was gereicht wurde, war frisch und ansprechend auf Platten drapiert. Die Frühstückseier waren auf den Punkt gegart und auch die eher an Hausmannskoste erinnernden warmen Gerichte, etwa Rührei, Schinken, Nürnberger Würstchen entsprachen durchaus meinen Vorstellungen. Es gibt eine kleinere Auswahl an Müsli und Quarkspeisen und auch die Brot-/ Brötchenauswahl vermochte durchaus zu überzeugen. 5,00 € für ein Frühstück, nach einer Übernachtung sind in jedem Fall sehr angemessen. Wer nicht im Hotel logiert, darf allerdings mit fast 10 € deutlich mehr auf den Tisch des Hauses blättern. Dafür sollte man dann allerdings auch frisches Basilikum zum Mozarella und eine Menagerie m. Essig, Öl und Basilico erwarten dürfen. Zum Abendessen habe ich mir ein jahreszeitentypisches Gericht der deutschen Küche mit frischen Pfifferlingen kredenzen lassen. Ok, das dazu bestellte Alster ließ ein wenig lange auf sich warten, war aber gut gekühlt und schien frisch gezapft und war damit geschmacklich absolut ok. Nicht weniger gut mundete das Pilzgericht, dass meinen Gaumen dann schlußendlich eher versöhnlich stimmte und auch preislich durchaus in einem vertretbaren Rahmen lag. Die Hygiene in der Herrentoilette war zum Zeitpunkt meines Besuches durchaus ok. Um mehr Transparenz für den Gast zu schaffen, sollte man allerdings einen Aushang im Bad machen zu welchen Zeiten eine Reinigung stattfindet und diese auch jeweils durch Handzeichen der zuständigen Mitarbeiter bestätigen lassen.
Ich habe den Service im Restaurantbereich durchaus als freundlich und bemüht wahrgenommen. Allerdings ist auch hier noch Verbesserungsbedarf gegegeben. So sollten alle Mitarbeiter im Servicebereich grundsätzlich mit Namensschildern ausgestattet sein, damit man die Mitarbeiter persönlich ansprechen kann und auch weiss, mit wem man es zu tun hat. Meine tel. Zimmerbestellung nahm ein nepalesischer Mitarbeiter entgegen, dem ich nur beste Umgangsformen attestieren kann. Allerdings war ich als Frühstücksgast auch Ohrenzeuge einer Situation, bei der die Zimmerbuchung einer kleineren, skandinavischen Gruppe wohl ziemlich daneben gegangen sein muss, was letzten Endes auf fehlende Sprachkenntnisse einer Rezeptionsmitarbeiterin zurückzuführen gewesen sein dürfte. Hier wäre etwas mehr Feingefühl und die Vermittlung anderer ZImmer bei Wettbewerbern, gerade im unmittelbaren Vorfeld der "Hanse Sail" sicherlich vom Vorteil gewesen, um auch nach einem solchen Mißgeschick einen positiven Gesamteindruck zu hinterlassen. Mein Ansinnen, morgens einen Roibosh Tee, trinken zu wollen, begegnete man seitens einer zuständigen Mitarbeiterin übrigens mit Unverständnis und Kopfschütteln. Neben schwarzem Tee stand lediglich Pfefferminz- und Kamillentee sowie Früchtetee zur Verfügung. Ich habe mir allerdings erlaubt, gegenüber dem Hoteleigner auch dieses vergleichsweise geringfügige Problem anzusprechen und Nachbesserung einzufordern.
Bei dem Hotel handelt es sich um ein zentral gelegenes, einfaches Haus in ruhiger Altstadtlage von Rostock. Einkaufsmöglichkeiten aller Art in fußläufiger Entfernung. Zum Hafen sind es etwa 700 m. Die Fußgängerzone ist etwa 80 m vom Restaurantbereich entfernt und barrierefrei zu erreichen.
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