- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel ist wohl eher eine Pension als ein Hotel, trotzdem ist es ob der pittoresken Lage fürs erste ganz ansehnlich. Der große Schwachpunkt ist wie gesagt die Definitionslosigkeit dieses Gästebeherbergungsbetriebes. Die hoteleigene Tauchstation und das dazugehörende Restaurant nehmen eine sehr dominante Rolle ein, sodass man sich als "normaler", noch dazu nicht die Halpension konsumierender Hotelgast, etwas fehl am Platze vorkommt und das sollte auf keinen Fall so sein.
Fairerweise muss man zugeben, dass wir über die Einfachheit der Zimmer bescheid wussten, ein Ventilator im Zimmer muss aber angesichts der teilweise unerträglichen Hitze Pflicht sein. Manche Zimmer hatten einen, wir wussten aber nicht ob die "privat" gekauft wurden oder vom Hotel verliehn wurden. Wir hatten Zimmer # 5 mit riesen Terrasse und echt atemberaubender Aussicht (Aufpreis € 175/Woche) Ansonsten war die Reinigung wirklich gut und der Zustand des Zimmers auch in Ordnung.
Hier kann nur Frühstück bewertet werden und das war Mittelmaß und wirklich nicht besonders erwähnenswert. Auf die Frage ob es denn einen normalen Schnittkäse gibt, bekam ich die flapsige Antwort einer Servicemitarbeiterin "Cueso no!" Grazie.
Ich reise im Jahr bis zu 5mal und habe beruflich sehr sehr viel mit dem Tourismus zu tun und habe bis jetzt noch nie ein Hotel auf Holidaycheck "nicht weiterempfohlen". Aber was zuviel ist, ist es eben und das hat in erster Linie mit dem in manchen Rezensionen als "äußerst sympathisch" beschriebenen schweizer Hotelbetreiber zu tun. So ein, teilweise unfreundliches und anmaßendes Verhalten, noch dazu von einem "Hoteldirektor" habe ich bis dato noch nicht erlebt und ich so wie auch meine Frau sind mit Sicherheit keine prätentiösen Hotelkunden, die sich darüber beschweren, dass sie beispelsweise nicht oft genug vom Reinigungspersonal angelächelt wurden. Einige Anekdoten zur Untermauerung meiner Bewertung: 1. Was denkt man sich als zahlender Hotelgast, wenn man nach stundenlanger Reise in freudiger Erwartung endlich im Hotel ankommt und einen Mann an der Rezeption sitzen sieht, der einen zunächst eimal beiläufig nur ansieht und den ich als Gast zuerst grüßen muss?!! Dann gehts weiter, wer jetzt darauf wartet, dass einen der Chef des Hauses vielleicht frägt, wie die Reise denn war oder geschweige denn wie es einem geht wird entäuscht werden, seine Worte waren "Pässe?, da die Zimmerschlüssel und Frühstück ist von 7 bis 10". Mehr geht nicht. 2. Was denkt sich der Hotelgast, wenn einem der Hoteldirektor das an der Rezeption liegen gelassene Navi (Wert ca. 200 €, eingepackt in ein Säckchen) mit den Worten "ihr habt da was vergessen" quer von der Rezeption in den Hof des Hotels ( Entfernung ca. 12 Meter) zu wirft?? Auch wenn er nicht wissen konnte was da drinnen war, weil eben verpackt, so etwas kann ich speziell als Hotelführer nicht bringen!!! 3. Als wäre das nicht eigentlich schon genug an Impertinenz gegenüber dem Gast kam noch mehr. Auf die Frage wo denn der nächste Supermarkt sei, meinte mein neuer Freund derHerr "Hoteldirektor" ganz lapidar "links und rechts und dass ihr mir ja keine Speisen mit aufs Zimmer nehmt, außerdem könnt ihr kalte Getränke auch bei mir kaufen." Ab diesem Zeitpunkt war es uns dann zu dumm, so etwas kann doch nur versteckte Kamera sein, wars aber nicht. Es gab dann noch ein paar nette Überraschungen u. a. dass der weiße Spritzer (Weißweinschorle) 2,50 € kostete, bis zu dem Tag als wir ihn bei Erich dem Direktor selbst bestellten, da kostete er dann auf einmal 3,50 €!! Auf meine Anfrage wie das denn so sein könne kam die Antwort, "bei wem hast du 2,50 bezahlt? da is ja mehr Wein drinnen, sonst wirst du nicht besoffen", Schweizer Humor, Gott sei Dank bauen sie ihre Uhren nicht so wie sie lustig sind. Eigentlich klingt es ja ganz lustig, wenn es nicht so traurig wäre, meiner Frau und mir ist jedenfalls das Lachen gründlich vergangen. Ich brauche an dieser Stelle nicht zu erwähnen, dass uns der Hotelleiter weder während des Aufenthalts noch bei der Abreise ein einziges mal gefrägt hätte wie es uns denn gefäfft oder dergleichen. Gegrüßt wurden wir seinerseits, so ca. jeden 4ten Tag. Der Rest vom Personal war ganz ok, aber wie gesagt überschattet von dem Fehlverhalten seines Chefs leider nicht besonders erwähnenswert, aber auch nicht zu kritisieren.
Über die Lage wurde schon viel geschrieben, sie ist wirklich kaum zu überbieten und das ist wahrscheinlich auch zugleich ein Nachteil, denn irgendwie hat man das Gefühl, dass man sich vonseiten der Hotelführung all zu sehr auf diese naturgegebene Konstante verlässt und darüber hinaus auf wesentliche Faktoren einer professionellen Gästebetreuung vergisst oder bewusst verzichtet? Aber und das ist ganz stark hervorzuheben, wer generell Ruhe sucht ist hier absolut nicht gut aufgehoben. Aufgrund der nicht vorhandenen Ventilatoren oder Klimaanlage ist man gezwungen die ganze Nacht die Fenster oder (in unserem Fall) Terrassentüre offenzuhalten, weil die Hitze sonst unerträglich werden würde. Somit hat man die ganze Palette an Geräuschkulissen die man sich nur vorstellen kann und das beinahe 24 Stunden nonstop. Besonders hervorzuheben die vielen Hunde die sich teilweise nichtenden wollende Kläffkonzerte lieferten, oder diverse Partymacher die noch um 4 Uhr in der Früh am Strand herumlärmten. Ansonsten einige mittelmäßige Restaurants und Supermärkte in der Nähe.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2010 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Martin |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 84 |