Wir gehören an Sich überhaupt nicht zur Fraktion der Nörgler. Jedoch haben wir in allen anderen von uns besuchten 4-Sterne-Hotels bisher einen wesentlich höheren Standart in Service und Ausstattung vorgefunden als in diesem. Das mittelgroße Hotel verfügt über 5 Etagen, alle sind mit dem Fahrstuhl zu erreichen. Auch zwei Appartementhäuser gehören zur Anlage Ich würde dieses Haus als sehr Behindertengerecht bezeichnen, da alles von ebener Erde aus zu erreichen ist. Es gibt ein Behinderten WC sowie einen Behindertensessellift im Pool. Sogar Liegen wurden für eine Familie mit behindertem Kind vom Management aus freigehalten. Das Haus hat eine moderne Architektur, die mittels vorgebauten Bögen und Säulenelementen vor der Fassade dezent spanisch anmutet. Dafür, dass das Hotel als Familienhotel ausgeschrieben ist, hat einiges gefehlt. Ein Kinderbuffet, wo die kleinen auch mal allein heranreichen und kindertypisches Essen angeboten wird, sucht man vergeblich. Die kleine Gartenanlage ist sehr gepflegt. Die Auslegwaren in den Gängen bedürfen eines dringenden Wechsels. Das gesamte Hotel (außer die Zimmer) wirkt sehr abgewohnt. Toiletten gibt es reichlich, die sind auch alle wirklich sehr sauber. Auf weiße Plastik-Stapelstühle á la Eisdiele um die Ecke kann ich zur Abendanimation in einem 4-Sterne Hotel verzichten. Ein kleines Licht oder eine Kerze auf jeden Tisch gab es zum dunklen Teil des Abends auch nicht. Poolbeleuchtung und ein romantischer 1000-Watt-Flutscheinwerfer mussten ausreichen, um den viel zu kleinen Platz auszuleuchten. In der ersten Woche war das Hotel recht leer, hauptsächlich waren dort italienische und spanische Gäste. Die Deutsche Welle traf dann in der zweiten Woche unseres Aufenthaltes ein. Die Altersstruktur war sehr durchwachsen. Es waren sehr viele Familien dort, aber auch Paare mittleren Alters, ältere Paare, sehr junge Paare. Das wesentlich größere 3-Sterne-Hotel Canyamel Park nebenan scheint einen höheren Standard zu haben. Die Telefonkosten hielten sich in Grenzen. Für drei kurze Gespräche nach Deutschland vom Zimmer aus haben wir etwa 11 Euro bezahlt. Zu Wetter und Reisezeit nach Mallorca brauch ich glaube ich an dieser Stelle nichts schreiben. Fazit: Wir würden das Hotel erst dann weiterempfehlen, wenn der Reisepreis die Hälfte beträgt und das Hotel mit 3 Sternen ausgezeichnet ist. Trotzdem hatten wir einen schönen Urlaub, man hält sich ja Gott sei Dank nicht nur im Hotel auf. Wer es auch mit Familie ruhig mag und wer gerne badet, dem sei Canyamel wärmstens empfohlen.
Die Zimmer sind zwar (mit Zustellbett) recht klein, aber gemütlich eingerichtet und wirklich sauber. Auch ein tiefgründiger Blick auf die Matratzen hat keine böse Überraschung hervorgebracht. Lediglich die typische Steckdose am Nachtisch haben wir vermisst. Das Zimmer war nach der Reinigung sehr sauber, wir haben uns wohl gefühlt. Der Safe kann für 12 Euro pro Woche gemietet werden und wird mittels Zimmerkarte geöffnet (wirklich "sehr" sicher, zumal die Karte ja die ganze Nacht direkt daneben in der Wand steckt). Die gekühlte Minibar ist und bleibt leer. Auch das haben wir zum ersten mal in einem 4*-Hotel erlebt. Roomservice gibt es nicht. Der kleine Wäschetrockner auf dem Balkon ist sehr praktisch. Zur Abenddekoration gehört, dass alle Balkonbeleuchtungen eingeschaltet waren. Jedoch sind die Balkonlampen wahrscheinlich nur für diesen Zweck, und nicht zum Wohl der Gäste angebracht. Ab 23. 45 Uhr werden alle Lichter zentral ausgeschaltet. Einen Schalter für die Balkonbeleuchtung im Zimmer sucht man vergeblich. Die Klimaanlage ist auf dem neuesten Stand. Ein Fernseher steht im Zimmer, es gibt glaube ich auch drei deutsche Sender. Das Zimmer war zu unserer Freude überhaupt nicht hellhörig, sondern wirklich sehr ruhig. Geruchsbelästigungen gab es auch keine. Handtücher wurden typischer Weise gewechselt, nachdem an sie auf dem Boden liegen gelassen hat. Die Bettwäsche ebenfalls erst dann, als wir diese abgezogen haben. Unser Zimmer lag in der dritten Etage des Haupthauses, wir hatten einen schönen direkten Meerblick. Allerdings würde man eine Etage tiefer noch auf das Terassendach des Restaurants schauen. Das Haus hat eine L-Form. Daher können auch seitlich Meerblicke möglich sein. Sparzimmer mit Ausblick auf eine Mauer haben wir auch entdeckt.
Wir hatten AI gebucht, wurden aber sehr enttäuscht. Behandelt wird man als Gast 3. Klasse - Service ist in diesem Hotel so und so Fehlanzeige (Es gibt nur "Aufpasser", kein Servicepersonal). Es gibt ein Restaurant und eine Bar. Plastikbecher am Pool sehe ich ein. Plastikbecher jedoch zum Abendessen und zum Frühstück sind kein 4-Sterne-Standart. Ebenso die erschütternde Tatsache, dass man sich ALLE Getränke stets selbst zapfen muss, sogar die "Harten Sachen" muss man alleine Mixen - wie in einem Selbstbedienungsrestaurant. Im IKEA-Restaurant sehe ich das ein, in einem Hotel ist uns so etwas noch nie untergekommen. Die unfreundlichen Barkeeper hat man sich kaum getraut anzusprechen. Sie hatten keine Zeit, waren ja auch schließlich die ganze Zeit damit beschäftigt sich selbst abzufüllen. Die Begehrten Terassenplätze wurden zu den Mahlzeiten nicht einmal eingedeckt, dort musste man sich sogar das Besteck alleine aus einem großen Kasten holen, in welcher der Rest der Gäste auch nach Messer und Gabel grabbelt. Wenn man ganz großes Glück hat, werden die Tische sogar abgeräumt bevor man sich hinsetzt. Die Krümel der Vorgänger bleiben sicherheitshalber liegen, es könnten ja noch mehr dazukommen. Mit dem Schimmel um die Klimagitter im Restaurant hätte man Eimer füllen können. Vogelkot auf den Stühlen ist im Freien nichts Besonderes. Dass er jedoch zwei Wochen drauf klebt schon. Besteck und Geschirr waren stets sauber. Das Essen war sehr gut, relativ umfangreich und wirklich lecker. Es wurden viele einheimische Gerichte angeboten.
Die Angestellten - außer die drei Barkeeper - waren allesamt sehr freundlich. Ein- und Auschecken gingen jeweils sehr zügig und Problemlos. Die Zimmer wurden stets super gereinigt. Es gibt auch einen Miniclub, in dem aber nicht wie angekündigt deutsch, sondern nur italienisch (!) gesprochen wird. Gegen eine Kaution von je 10 Euro und einer Wäschegebühr von je einem Euro kann man sich an der Rezeption Pooltücher ausleihen. Achtung: für die Strandbenutzung der Tücher zahlt man denn schon 3 Euro Reinungsgebühr pro Tuch. Ansonsten gibt es keinerlei zusätzlichen Service. Nicht einmal eine Kofferwaage gibt es in diesem Hotel. Wieder einmal eine Bestätigung, dass es sich hier um kein 4-Sterne-Hotel handelt.
Das Hotel liegt - lediglich von einer schmalen und kaum befahrenen Straße getrennt - unmittelbar am Strand. Der Ort ist herrlich ruhig, die Bucht mit dem flach ins Meer fallenden Sandstrand ein Traum. Zum Wochenende kommen ach viele Einheimische an den Strand. Wer es lieber felsig und abgelegen mag, wird in dieser Buch ebenfalls auf seine Kosten kommen. Es gibt einige kleine Läden in einer kleinen Straße. Dort bekommt man alles, was man am Strand oder zur Selbstverpflegung so braucht. Einen Zeitschriftenladen und ein Tabacco-Shop gibt es dort ebenfalls. In den kleinen Straßen stehen noch einige wenige kleinere Hotels. Zwischendrin findet man herrlich gemütliche kleine Restaurants und Bars, aber auch einige coole Chillout-Gärten. Dort gibt’s dann auf gemütlichen Sesseln oder Couches unter bunt angestrahlten Palmen tolle Cocktails am Pool (reinspringen erwünscht), ab und zu Live-Musik oder auch mal nen Salsa-Abend. Ein solcher Garten befindet sich mit der absolut unpassenden Bezeichnung "Biergarten" in direkter Nachbarschaft des Hotels. Ist wirklich empfehlenswert. Mit dem Auto sind es nach Palma knapp 75 Kilometer. Man ist in einer guten Stunde dort. Direkt vor dem Hotel ist eine Bushaltestelle. Für 1, 55 Euro pro Person fährt man nach Cala Ratjada - dort ist dann auch Party Abends. Dafür kann man in Canyamel getrost ab 00: 00 Uhr die Balkontür aufmachen und der Meeresbrandung lauschen. Es ist dann wirklich im Hotel und auch in den anderen Nachtruhe angesagt. Da es keine Discos gibt, fehlen auch grölende Straßen-T(erro)(our)risten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Eine Tischplatte, eine Dartscheibe, ein defekter Billardtisch, ein defektes "4-gewinnt"-Spiel sowie ein defekter Shuffle-Puck -Automat stehen zur Verfügung. Der FitnessRAUM ist tatsächlich vorhanden. Dass dort auch FitnessGERÄTE drin stehen stand freilich nicht in der Hotelbeschreibung, die waren dann auch schlichtweg nicht da. Der Raum wurde als Lagerhalle für die Liegen und Auflagen genutzt. Die Liegen Waren eine Unfallquelle - fast alle kaputt. Wenn man nicht aufpasst oder einmal aus hygienischen Gründen auf die versifften Auflagen verzichtet hat, waren gefährliche Verletzungen möglich. Dass die Schirme in keiner Weise ausreichten ist nicht ganz so schlimm wie die Tatsache, dass die vorhandenen auch ALLE kaputt waren und nur noch halben Schatten spendeten. Den wirklich ungemütlichen Indoor-Pool sowie den Jacuzzi haben wir mit Ekel gemieden. Der Außenpool jedoch war wirklich sauber und nicht überchlort. Ebenso der nebenan liegende Babypool. Als Sportanimation wurden gelegentlich Wassergymnastik, Volleyball, Dart und Boggia angeboten. Wobei man sagen muss, dass der Animateur wirklich gute Arbeit geleistet hat. Wer in Ruhe gelassen werden wollte, wurde es auch. Nachmittags gab es kleine lustige Poolspiele. Die Abendanimation war nett, allerdings wöchentlich gleich. Liegen und Schirme gab es auch vom Hotel aus am Strand gegen Gebühr. Allerdings muss man den Hoteleigenen Strandabschnitt finden, man wird nicht darauf hingewiesen. Die Show-Bühne bestand aus einem etwas erhöhten Absatz; der Vorhang aus liebevoll auf eine durchhängende Wäscheleine geklammerte Decken. Am Pool gab es auch zwei Duschen. Der Internetzugang ist preiswert (1 Euro für 10 Minuten). Dafür holt man sich Tastatur und Mouse von der Rezeption. Der Monitor steht auf einem Kartenspieltisch und ist mittig in den stets besuchten Empfangs-Fernseh- und Spieleraum ausgerichtet. Man sollte also keine allzu streng vertraulichen Emails anschauen. Der Miniclub ist für kleinere Kinder okay. Es wird gebastelt, auch mal ein Film angesehen. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich die 4-jährigen einen echten Harry Potter (ab 12 J.) reinziehen. Ansonsten passiert außer einem einmal wöchentlich stattfindenden Poolspiel für die Kinder leider nichts. Abgesehen von der obligatorischen Mini-Disco - die findet jeden Abend statt. Der "Kinderspielplatz" ist zwar schön schattig gelegen, besteht jedoch aus einer Baby-Plastikrutsche, einer Schaukel und einem sehr kleinen Kletterhäuschen. Ein fehlender Minimarkt ist abkömmlich, da die Einkaufsmöglichkeiten drei Gehminuten entfernt sind.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marco |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrter Gast, schade, dass es Ihnen bei uns nicht so gefallen hat, wie Sie sich dies vorgestellt haben. Wir nehmen Ihre Kritik zum Anlass um weiter an unserem Service zu arbeiten. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie auch im nächsten Jahr wieder bei uns begrüssen könnten, um unsere Fortschritte zu beurteilen. Benjamin M. Direktion Hotel Canyamel Classic****


