Sehr großzügige, grüne Anlage (etwa 6 Jahre alt), ca. 240 Zimmer verteilt auf 2 bis 4 Stockwerken. Die Anlage ist kreisförmig gebaut - man konnte alles gut erreichen, wenn man nach ein paar Tagen alle Schleichwege kannte. Es gab vor allem deutsche Urlauber, aber auch einige Spanier. Engländer waren nur sehr wenige dort. Wir waren vom 13. bis zum 20. September im Drago Park und es waren sehr wenige Familien mit Kindern dort, viele Paare von 20 bis 65. An manchen Stellen sieht man dem Hotel sein Alter an - hier und da gibt es ein paar Risse, aber das ist eigentlich normal im Süden. Am Strand kann man ganz toll die Erdhörnchen füttern - (Erdnüsse gibt es im Supermarkt) - diese Tierchen wohnen in den Felsspalten (überall zwischen Costa Calma und Playa Sotavento) und sind total zutraulich und kamerageil (Kamera nicht vergessen!). Bestimmt auch toll für Kinder. Die Reisezeit (September) ist super - das Hotel ist nicht komplett ausgebucht und das Wetter sehr gut. Es waren immer ca. 25 Grad (an manchen Tagen auch mehr) und die Sonne hat sich auch täglich rausgetraut... vormittags gab es ein paar Mal Wolken am Himmel. In Fuerteventura ist es immer ziemlich windig - deshalb sollte man sich immer großzügig eincremen und immer nachcremen. Für Empfindliche Menschen empfiehlt sich Beta Carotin und Calcium. Unsere (riesige) Reiseapotheke mussten wir nicht nutzen. Deutsche Ärzte gibt es dort auch an jeder Ecke. Toll auch: Im Meer baden. Durch den ständigen Wind gibt es auch ganz ordentliche Wellen. Telefonieren kann man an jeder Straßenecke von Telefonzellen aus - hier gibt es jedoch einige Preisunterschiede. Auf dem Zimmer sind die Telefone viel zu teuer - 1, 20 € für 2 Minuten. Die Telefonzelle im Hotel kostet auch noch verhältnismäßig viel, genauso wie die direkt am Hotel. Auf der Straße Richtung Ort findet man einige andere... den Mindestpreis kann man einfach überprüfen, indem man ohne Geld einzuwerfen die Nummer 0049-[Vorwahl] wählt. Die Telefonzelle direkt vor dem Hotel verlangt mindestens 85 cent, die andere etwas weiter weg nur 40 cent (als Startpreis). Dort haben wir für 1, 20 € fast 6 Minuten telefoniert. Wer mobil sein möchte, sollte sich ein Auto oder ein Fahrrad mieten - so kann man die Insel besser erkunden (das haben wir uns für das nächste mal vorgenommen). Alles in Allem waren wir sehr zufrieden - ich fliege schon seit meinem 3. Lebensjahr auf die Kanaren - das Klima ist super (im Vergleich zum Mittelmeer) aber die Natur kommt nicht ganz an die Karibik ran. :) Das Hotel ist sehr empfehlenswert und wir würden jederzeit wiederkommen.
Wir haben direkt über der Poolbar gewohnt - in einem Doppelzimmer. Alle Zimmer sind sehr groß und überall sind Fließen verlegt - keine Probleme für Hausstauballergiker. :) Außerdem hat jedes Zimmer einen Balkon, auf dem 2 Gartenstühle und ein Tisch stehen. Für die Wäsche gibt es dort einen kleinen Wäscheständer. Der Fernseher ist okay - es hat für die Abendnachrichten ausgereicht - trotz Schnee im Bild. Eine Fernbedienung haben wir nicht gebraucht, da man die Sender auch direkt am Gerät verstellen kann (an der Rezeption kann man sich jedoch gegen Kaution eine Fernbedienung ausleihen). Gegen Kaution hätte es an der Rezeption auch einen Föhn gegeben. Man konnte sich außerdem einen Safe (2 € pro Tag) mieten. Das Badezimmer war auch groß genug - es war alles sauber und wurde täglich gründlich gereinigt. Die Handtücher auf dem Zimmer wurden jeden Tag auf Wunsch gewechselt. Wie fast überall in Spanien sind die Zimmer sehr hellhörig. Man kann aber gut schlafen - Leute die schon bei geringem Lärm aufwachen, sollten sich vorsichtshalber Ohropax mitnehmen. Aber man kann auch Glück haben und im Nachbarzimmer wohnt nicht der kleine "Kevin" (Alter 5 Jahre), der mit Belanglosigkeiten das Stockwerk beschallt.
Es gab ein Hauptrestaurant und die Poolbar. Man konnte jeden Morgen im Hauptrestaurant frühstücken - es gab immer Spiegeleier und die Auswahl an warmen Speisen (wie Speck, Rührei, Pommes...) variierten täglich. Außerdem gab es Belag (die Auswahl war nicht riesig, aber naja) und Joghurts und Müsli. Der Kaffee ist absolut untrinkbar! Sowohl die "Flüssigkeit" in den Kannen, als auch der Instant-Kaffee, der auf den Tischen lag. Lieber bis 10 Uhr warten und einen Kaffee aus dem Automaten in der Poolbar trinken - hier gab es auch heiße Schokolade, Espresso... Für Teetrinker gab es hingegen immer eine große Breite an Sorten zur Auswahl. In der Poolbar gab es immer vormittags einen Snack, den wir aber nicht wahrgenommen haben. Um 13. 00 Uhr gab es dort dann Mittagessen - Salatbuffet, Beilagen (Pommes - es gab immer irgendwo Pommes!) und vom Grill frisch zubereitetes Fleisch/Fisch, was immer gut war (vor allem der Fisch). Nachmittags konnte man hier dann Kaffee & Kuchen essen - das haben wir einmal gemacht, weil wir das Mittagessen verpasst haben... es war nicht sehr extravagant, aber wir sind satt geworden. Das Abendessen fand im Hauptrestaurant statt - und das Angebot war genauso wir am Mittag (Fleisch, Beilagen, Salat, Nachtisch). An einem Abend gab es ein "China-Special" mit Frühlingsrollen und Chinesischem Gemüse... war ganz okay... aber die Wan-Tan-Suppe hätte man sich sparen können (danach haben wir auch kein einziges Mal mehr Suppe gegessen). An unserem letzten Abend gab es ein "Kanaren-Special" mit Kanarischen Kartoffeln (die ich liebe - aber das ist geschmacksache :) ) und landestypische Mojo-Soße. Außerdem hat eine Gitarren-Gruppe das Restaurant mit ihrer Musik beschallt - war ganz lustig, aber man konnte sich nicht mehr unterhalten... nichtmal in der letzten Ecke des großen Raumes). Sauber war eigentlich fast alles. Das Besteck hatte zwar einige Wasserflecken, aber das hat mir nichts ausgemacht. Störend waren nur die Teller, die manchmal noch Essensreste auf sich hatten - aber wenn man etwas gesucht hat, hat man einen sauberen Teller gefunden. Zum Essen allgemein: Man hat immer etwas gefunden - sicherlich war das Essen nicht berauschend und die Pasta immer verkocht, aber es war weder verdorben, noch ungenießbar. Ich habe schon bessere Hotels erlebt, aber auch viele schlechtere (und ich vergleiche den Drago-Park mit ca. 15 anderen 4(5)-Sterne-Hotels (seit 1990) auf den Kanaren). Außerdem fliege ich nicht wegen dem Essen in Urlaub... Es gab 2 Bars. Die erste (oben) war immer etwas voller. Hier gab es auch eine schöne Terrasse, auf der man sitzen konnte. Aber die Plätze waren sehr schnell belegt (es kam uns manchmal so vor, als ob sich die (ausgebliebene) mit-Handtuch-Liege-reservieren-Panik auf die Terrasse verlagert hat. Viele Leute haben sich beschwert, dass die Barkeeper nicht schnell genug waren. Auf der anderen Seite waren es auch die Leute, die immer gleich 5 Getränke auf Vorrat geholt haben... wenn die Barkeeper sich an die nur-2-Getränke-pro-Person-Regel gehalten hätten, wäre alles ein wenig schneller gegangen... aber dann hätten sich wieder ein paar Leute beschwert, dass sie sich nicht eine Wagenladung Wodka Lemon bestellen konnten. Die zweite Bar war im Salon Marilyn - hier war viel weniger Betrieb und man hat sein Getränk sehr fix bekommen. Der Barkeeper dort war wirklich immer freundlich und hat uns sogar darauf hingewiesen, dass der "Cocktail des Tages" eigentlich ein "Fruchtsaft des Tages" (= Kindercocktail) war (lustigerweise stand auf der Karte etwas von "Kiwi Liqueur", was für uns eher alkoholisch klang). Zu den Getränken allgemein: Es gab Softdrinks aus der Zapfanlage - diese waren immer gut gekühlt. Zur Auswahl standen Pepsi, 7UP, Kas (=Fanta) Lemon und Orange, Mineralwasser und drei Säfte (diese waren gut. nur an einem Tag etwas wässrig). Die Longdrinks und Cocktails waren Kopfschmerzgaranten - zum Mischen wurde billiger Fusel verwendet... wir können uns gar nicht vorstellen, wie sich manche Hotelgäste hier so abschießen konnten. Wer besseren Alkohol trinken will, muss bezahlen... aber die Preise waren in Ordnung - für uns hätte sich die Investition gelohnt, da wir am nächsten Tag immer früh aufstehen wollten, um etwas zu unternehmen.
Die Service-Kräfte waren durchweg freundlich. An der Rezeption hat man uns immer verstanden (in Deutsch und in Englisch) und vor allem der junge Rezeptionist sprach fließend deutsch. Die Zimmermädchen waren sehr gründlich - ich bin Allergikerin und sehr penibel was Schmutz angeht - aber mir ist nichts negativ aufgefallen. Reparaturen waren hier und da nötig - diese wurden immer während dem Mittagessen vorgenommen (so wurde niemand am Pool gestört) Außerdem wurde der Pool und die Anlage täglich gereinigt - immer morgens zwischen 8 und 10 Uhr. Da auch die Liegen abgespritzt wurden, konnte niemand um 5 Uhr schon Plätze reservieren.
Die Lage ist leider nicht so gut. Das Hotel liegt auf einem Hügel und man läuft bis ins Ortszentrum etwa 15-20 Minuten. Dort gibt es ein paar Shopping-Zentren, in denen man eigentlich fast alles erwerben kann. Besser Einkaufen kann man in Jandia - es gibt einen Linienbus, der Puerto del Rosario und Morro Jable / Jandia verbindet. Die Fahrt dorthin kostet pro Person 2, 30 € und die Busfahrer sind sehr freundlich und verstehen auch gut Englisch (aber das einzige Gespräch, was man mit ihnen führen muss, ist eigentlich nur "Jandia?" bzw. "Costa Calma?" und die Antwort die man bekommt ist entweder "Si" oder "No" :) ). In 30 Minuten erreicht man so die Einkaufspromenade von Jandia, wo man wirklich alles (Parfüm, Zigaretten, Souvenirs, Speisen...) kaufen kann. Auch der Strand von Jandia ist wirklich wunderschön. Wer gut zu Fuß ist, hat eigentlich kein Problem mit der Lage. Wir fanden es sogar eher angenehm viel zu laufen, zum Rumliegen ist dieses Hotel zwar auch okay - aber so wird es einem nicht langweilig. Und wer gerne Ausflüge macht, dem macht auch der ein oder andere Spaziergang nichts aus. Den Costa Calma-Strand erreicht man in 20 Minuten - man kann gut dorthin laufen (den Bus vom Hotel haben wir nie genutzt). Der erste Strandabschnitt ist nicht so schön - hier gibt es viele Steine. Aber wenn man ein paar Meter weiter läuft (hinter dem Crystal Beach Hotel) kann man super Baden gehen. Wir sind an einem Tag mal 6km am Strand Richtung Süden gelaufen... am Playa Esmeralda vorbei bis zum Playa de Sotavento (einem sehr langgezogenem, weißen Sandstrand). Man kommt erstmal an einem FKK-Strand vorbei und dann an einigen kleinen Buchten, in denen man auch gut schwimmen kann. Der Costa Calma "Markt" (also eher der afrikanische Markt), der immer Sonntag und Mittwoch von 9 bis 14 Uhr in der Nähe des Hotels stattfindet, ist überhaupt nicht zu empfehlen. Hier gibt es nur billige Taschen-, Uhren-, Gürtel- ... Fälschungen und afrikanische Skulpturen und Bilder... wer Souvenirs sucht, ist fehl am Platz. Besser einen Tagesausflug nach Jandia machen und dort Geschenke für die Daheimgebliebenen kaufen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool war wirklich eisig - leider! Sogar das Meer war einiges wärmer. Man konnte sich aber ins Wasser trauen und mein Partner ist sehr viel geschwommen. Der Pool war immer sauber - hier und da haben ein paar Kacheln gefehlt, aber es bestand keine Verletzungsgefahr. Die Liegen waren gut. Wenn man wusste, wie man sie teilweise wieder zusammenstecken muss, war es auch kein Problem sich hinzulegen. :) Kaputte Liegen habe ich keine einzige gesehen. Zur Animation: Ein Glück gab es keine aufdringlichen Animateure, die einen von der Liege gezerrt haben. Für einen Hoteltanz sollte man lieber ins Nachbarhotel von 1-2-Fly gehen. Kinder waren wenige da, aber da sie nicht wirklich gestört haben, muss es eine Unterhaltung für sie gegeben haben. :) Abends gab es im Salon Marilyn immer eine Show - BINGO, ein "Musikquiz", was nicht wirklich etwas mit Musik zu tun hatte *hust*, einen Abend "Wunschmusik", Papageienshows (die wir uns nicht angesehen haben), einen eher lachhaften Tanzwettbewerb... Der Chef-Animateur hat nicht wirklich gut Deutsch gesprochen - aber wir verstehen sehr gut Englisch und der junge Herr hat sich relativ verständlich ausgedrückt... Alles in Allem die perfekte Dosis Animation - für uns zumindest.


