- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Das Hotel Farsaglia wurde im Jahre 1938 (laut Homepage) erbaut, wurde aber mittlerweile renoviert und ist somit durchaus gepflegt und modern. Das Haus besteht aus 3 Etagen, im Erdgeschoss befinden sich der Speisesaal, die Rezeption und eine kleine Bar, einige Sitzgelegenheiten (Tische und Stühle), das Büro und eine Krabbelecke für Kleinkinder. Über eine Treppe oder mittels eines Liftes (für 4 Personen, leider recht eng, wenn man Koffer dabei hat) gelangt man in die erste oder zweite Etage, in denen sich jeweils 30 Zimmer befinden, insgesamt gibt es also rund 60 Zimmer. Die Flure, Treppen und das Erdgeschoss sind stets sauber, es wird täglich mehrmals (insbesondere wenn die Gäste gerade beim Essen sind) gewischt. Die Ausstattung und die Farben sind schlicht aber elegant, die Wände sind in einem rosa-orange-farbenen Ton gestrichen. Ende Juli war das Hotel wohl schon recht gut gebucht, es waren hauptsächlich Familien mit jüngeren Kindern im Hotel, aber es waren auch einige ältere Ehepaare dort. Die Gäste kamen fast ausschließlich aus der Schweiz und aus Italien, dementsprechend war der Anteil der italienisch sprechenden Urlauber recht hoch. Im Preis (siehe Homepage des Hotels) sind Vollpension, Benutzung des eigenen kleinen Pools, ein Sonnenschirm mit 2 Liegen, Wasser zum Essen, Fahrräder und Klimaanlage. Alternativhotels in unmittelbarer Umgebung sind das Hotel Stella Maris, Edelweiss, Croce die Malta, Mexiko, Albatros und Lungomare. Besonders das Lungomare sieht recht nett aus und hat eine tolle Plattform mit Liegen, Sonnenschirmen und Pools. Wir haben bei der Hotelauswahl stets auch das Preis-Leistungsverhältnis bedacht und wir wurden im Hotel Farsaglia nicht enttäuscht, für 49 Euro Ende Juli ist man bei der Leistung gut beraten. Vielleicht sollte man eher zu einer anderen Zeit anreisen, dann ist die Lage etwas entspannter und man kann angesichts der Temperaturen (tagsüber meist über 35°, nachts über 25°) etwas mehr unternehmen. Als Ausflugsziel empfiehlt sich natürlich der Kleinstaat San Marino, den man am besten mit dem Auto per Autobahn (60 Cent Maut, eine Stunde Fahrzeit) erreicht. Dort kann man Handtaschen, Sonnenbrillen, Parfum, Souvenirs, etc. einkaufen, aber auch gut essen gehen und Museen (Waffen, Kuriositäten, Foltermethoden, ...) besuchen. Außerdem lohnt sich ein Ausflug in den Parco Naturale nach Cervia, wo man einige Tiere (Esel, Ziegen, Hühner, Pferde, etc.) sehen kann und einen Adventure-Parcours mit Klettergurt und Seilen bewältigen kann. Auch der Pinienwald in Zadina (zwischen Cesenatico und Cervia) ist sehr idyllisch und sehenswert.
Die Zimmer im Hotel sind recht einfach ausgestattet, es gibt ein Doppelbett, Nachttische, einen Schrank und einen kleinen Tisch mit einem Stuhl daneben und ein Bad, in dem sich Toilette, Waschbecken, Bidet und ein Duschkopf befinden. Es gibt also keine Duschkabine oder Vorhang. Wenn man also allzu ausgiebig planscht, steht schnell das gesamte Bad unter Wasser. Aber auch dies ist landestypisch. Weiterhin findet man einen Föhn vor, einen Safe, den man kostenlos benutzen kann und eine Klimaanlage, die man selbst regulieren kann (Temperatureinstellung). Auf dem Balkon finden sich noch ein Stuhl und ein ausziehbares Gestell zum Wäschetrocknen. Leider schloss unsere Balkontür nicht sehr dicht und so konnte man auch durchaus mal nachts um 4 von Musik und Lärm geweckt werden, was jedoch die Ausnahme war. Ansonsten sind die Zimmer nicht sehr hellhörig, unter Umständen hat man jedoch eine verschlossene Verbindungstür zu einem andern Zimmer nebenan, die natürlich auch nicht extrem schalldicht ist. Soweit wir dies beurteilen können, waren die Zimmer alle gleich ausgestattet. Falls man einen tollen Meerblick haben will, sollte man nach Zimmer 249 anfragen, aber auch andere Zimmer haben recht guten seitlichen Meerblick und einen Blick auf die vor allem abends belebte Straße.
Der Speisesaal ist in der Hauptsaison recht voll, teilweise sitzen dann Gäste aus unterschiedlichern Zimmern zusammen am Tisch. Der Andrang ist bereits kurz vor Öffnung des Saals recht groß und man muss für die Antipasti etwas anstehen. Ansonsten kommen die verschiedenen Gänge doch recht schnell, nach einer guten dreiviertel Stunde ist man mit den 4 Gängen fertig. Das Frühstück wird von 8 bis 10 Uhr eingenommen, durch die relativ große Zeitspanne kommt es hier nicht zum Gedränge. Es gibt die landestypischen trockenen Brötchen, aber auch normales Weißbrot. Dazu kann man sich verschiedene Wurstsorten, Käse, Marmeladen, Nuss-Nougat-Aufstrich oder Kuchen holen. Es gibt zwei (hin und wieder wechselnde) Müslisorten, zwei Joghurtsorten und auch abgepackte Kekse. Dazu kann man sich die Tasse an einem Kaffee-Automaten mit Kaffee, Schokolade, etc. befüllen oder man nimmt sich kleine Plastikbecher und wählt aus zwei Limonadesorten aus bzw. trinkt Milch oder Wasser. Das Mittag- und Abendessen wählt man (wie auch in anderen Hotels in Italien üblich) am Vortag aus: als Vorspeise kann man ein Nudelgericht wählen oder Suppe, als Hauptgang hat man die Wahl zwischen Fleischgerichten oder Fisch, es gab jedoch meist auch eine vegetarische Option. Als Nachspeise fand man stets die gleichen Auswahlmöglichkeiten Sorbet, Obst und "Desert", wobei das Desert jeden Tag ein anderes war (Pudding, Creme, Kuchen, in jedem Fall aber sehr süß). Bevor das Nudelgericht serviert wird, bedient man sich an einem Antipasti-Buffet: Salatsorten, Oliven, Artischocken, gefüllte Teigwaren, Tomaten, Mais, etc. können gewählt und mit Essig und Öl abgeschmeckt werden. Die Nudeln mundeten uns stets vorzüglich, beim Hauptgang sollte man anmerken, dass es keine großen Beilagen gibt, zu Fleisch und Fisch werden meist Kartoffeln und Gemüse in dekorativer Art beigelegt. Das Essen war stets ansprechend angerichtet und schmeckte auch zumeist. Wir haben aber in den 9 Tagen Aufenthalt nie einen Koch gesehen, was uns Anlass zur Spekulation gab...
Das Hotelpersonal ist stets freundlich und hilfsbereit, jedoch spricht nur eine Dame an der Rezeption etwas deutsch, die Bedienungen, Putzfrauen und auch die Hotelbesitzer sprechen kein deutsch oder englisch. Man kann sich jedoch auch so recht gut verständigen. Die Zimmerreinigung findet während des Frühstücks statt, meist ist bis 10-11 Uhr dann alles fertig. Mit den Putzfrauen waren wir absolut zufrieden. Auch bei Problemen (der Bankautomat hat meine ec-Karte eingezogen und nicht wieder ausgespuckt) reagiert die Rezeption nett und hilfsbereit, wir konnten sogar jetzt im Nachhinein per Überweisung bezahlen.
Das Hotel liegt einerseits direkt am Strand und verfügt sogar über einen eigenen kleinen Strandabschnitt mit 16 Schirmen für die Hotelgäste. Andererseits befindet sich das Haus direkt an der Viale Carducci, die vom Hafen Cesenaticos bis Gatteo reicht und abends sehr rege frequentiert wird. Von Valverde bis Gatteo kann man abends nach dem Essen prima vor den Hotels spazieren gehen, in kleineren Läden einkaufen (bis Mitternacht!) oder in Spielsaloons Spaß haben. Die gepflasterte Viale delle Nazioni in Gatteo (nur wenige Schritte vom Hotel entfernt) ist abends für Autos gesperrt und wird zur Fußgängerzone, in der man sich von Künstlern portraitieren lassen kann, Haare flechten lassen kann, etc. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich Bars, Cafes, Eisdielen (Gelateria), eine Apotheke und ein Fahrradverleih für 2- bzw. 4-sitzige Fahrräder (das Hotel besitzt jedoch auch eigene Fahrräder). Wir sind mit dem Auto angereist, insofern kann ich nur sagen, dass man per Flugzeug nach Forli oder Rimini fliegen kann und von dort mit dem Taxi oder dem Bus auch zum Hotel kommt. Einen Autoverleih habe ich dort nicht entdeckt. Der Bahnhof von Gatteo befindet sich in etwa 500m Entfernung. Etwas umständlich ist die Situation mit den Parkplätzen: Man kann auf einem etwa 600m entfernten bewachten Parkplatz parken, der jedoch auch von anderen Hotels angeboten wird. Man findet dort eigentlich immer einen Platz, allerdings muss man immer ein gutes Stück laufen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport- und Unterhaltaltungsmöglichkeiten sind außer dem Pool fast keine vorhanden, man kann lediglich für 1 Euro pro viertel Stunde im Internet surfen (haben wir nicht ausprobiert) oder man kann sich an der kleinen Bar einen Drink bestellen (auch das haben wir nicht ausprobiert). Für Kinder im Krabbelalter gibt es eine durch einen Wall begrenzte Fläche mit Spielsachen. Im Preis inbegriffen sind zwei Liegen und ein Sonnenschirm direkt am Hotel, neben dem Pool befinden sich Toiletten. Ein Bagno trennt das Hotel und seinen kleinen Privatstrand vom Meer, man läuft also noch wenige Schritte, bis man im Wasser steht. Die Strände und das Meer sind recht sauber, der Sand um die Sonnenschirme und Liegen wird abends von den Bagninos stets gereinigt. Das Meer ist sehr flach, man kann sehr weit reinlaufen (auch als Kind) und dann noch ein Stück schwimmen. Die Wellen werden größtenteils von den Wellenbrechern im Meer unterbunden, Vorsicht ist jedoch geboten, falls man mit dem Gedanken spielt, diese Felsformationen im Meer zu besteigen, da diese mit sehr scharfkantigen Muscheln übersät sind und man sich sehr schnell Fleischwunden zuziehen kann. Zur Animation lässt sich noch sagen, dass an zwei Abenden etwas besonderes Geboten wurde. Einmal gab es in der Bar nebenan eine Aperitiv-Bowle mit kleinen Piadina- und Pizza-Schnittchen, die sehr lecker schmeckten. An einem anderen Abend wurde um 21: 30 Uhr ein Nachplanschen im Pool veranstaltet und dazu Wassermelone gereicht. Im Pool waren jedoch nur Kinder.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Juli 2007 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Manuel |
Alter: | 19-25 |
Bewertungen: | 17 |