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Daniel(41-45)Schweiz
1 Bewertungen
Vor 21 Jahren • Verreist als Familie im Oktober 2004
Ich würde trotzdem wieder hin...
4 / 6

Die Hotelanlage machte auf mich von aussen gesehen einen recht guten Eindruck. Vor allem aber fand ich die Gartenanlage sehr schön und gepflegt. Wer Blumen mag, und auch sich trotz der Hitze die Zeit nimmt um sich genauer umzusehen, trifft überall auf sehr schöne und interessante Pflanzen und Blumen. Das Alter der Gäste war im Durchschnitt eher etwas älter, deshalb würde ich es nicht unbedingt für Leute empfehlen die etwas in Richtung "Ballermann" suchen. Die Hotelgäste waren bunt gemischt. Vor allem aber waren viele Deutsche aus den neuen Bundesländern anzutreffen. Ich würde das Hotel als bedingt kinderfreundlich bezeichnen, für kleinere Kinder ist es meiner Meinung nach nicht zu empfehlen. Der Hin- und Rückflug war für uns das grösste Ärgernis. Beide Wege wurden von einer von Thomas Cook operierten 767 geflogen. Legehennen haben offenbar heute mehr Rechte als Menschen, auch wenn es nur (billig) Touristen sind. Es war schlicht weg eine Zumutung die Leute derart einzupferchen. Leider gab zu dem Zeitpunkt keine alternative Reisegesellschaft und auch keine Upgrademöglichkeiten mehr vor Ort. Deshalb hier wegen dem Preis/Leistungsverhältnis nur 3 Sonnen. Bei einem Besuch in Kuba sollte man sich immer im klaren sein, dass ein ziemlich restriktives Embargo seitens der USA herrscht. Es dehnt sich auch auf alle Firmen aus die mit den USA Geschäfte machen wollen. Wer „Fahrenheit 911“ gut findet, sollte sich trotz allen möglichen Komforteinbussen einen Urlaub in Kuba gönnen. Wer wirklich mal das kubanische Leben kennenlernen möchte, dem vermittle ich gerne die Adresse zu einer Familie zu der wir einen sehr guten Kontakt haben. Es stehen dort zwei kleine Zimmer ohne grossen Komfort, aber mit dem Luxus einer Klimaanlage zur Verfügung. Gekocht wird kubanisch von der Dame des Hauses und was es gerade zu kaufen gibt. Englische oder besser Spanische Sprachkenntnisse sind Voraussetzung. Vorsicht: Wer unbedingt Zigarren auf dem Schwarzmarkt kaufen will, muss unbedingt das neue holografische Siegel dazu erstehen und sich erkundigen an welcher Stelle welches Siegel angebracht werden muss. Es kostet zwar nochmals 10 US$, aber ohne dieses wird die Ware bei der Ausreise als "Fake" deklariert und beschlagnahmt. Das kleinste Risiko geht man(n) ein, wenn die "Ware" in einem verschlossenen Koffer aufgegeben wird.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten zwei Zimmer der Kategorie "Superior" belegt. Ich hatte keinerlei Erwartungen und das war auch gut so. Man sollte sich nicht auf eine Suite in einem Hyat in Köln oder einem 1500$/Tag Bungalow auf den Bahamas einstellen, auch wenn der Begriff "superior" vielleicht dazu verleiten sollte. Das Zimmer war einfach aber mit netten Möbeln eingerichtet. Ich wachte ohne Rückenschmerzen auf, also war das recht breite Bett auch in Ordnung. Leider summte der Kühlschrank und die Klimaanlage. Aber nach der ersten Nacht hat man sich daran gewöhnt. Es gab sowohl 100 V wie auch 220 V Anschlüsse und so konnten Fotoapparate, Batterien, Handys und Rasierapparate ohne Probleme geladen werden. Es war in der Nacht absolut ruhig. Das Zimmer war von einem schönen Planzungen umgeben und der Gärtner lieferte einem frische Kokosnüsse, deren Inhalt man dann selber mit Rum abschmecken konnte. :-) Es gab auch ein paar Fernsehprogramme vor allem in Amerikanischer und Spanischer Sprache, was aber dank dem guten Wetter nicht so relevant war.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Das Essen war zu Beginn beinahe ungeniessbar, mit Ausnahme der Früchte und den Salaten. Ich denke, es lag daran, dass krampfhaft versucht wird Europäisch zu kochen, was den Leuten jedoch mangels Wissen nicht gelingen will. Als aber ein Rudel Italiener eintraf, marschierten diese in die Küche und beschwerten sich. Und plötzlich war da eine reichhaltige mediterrane Küche. Die Pasta war nicht mehr verkocht es wurde plötzlich gewürzt, es gab sogar auch Zwiebeln zu den Tomaten und auch das Fleisch fing an etwas zarter zu werden. Aber zähes Fleisch bekommt man in Varadero überall, auch in den teuersten Lokalen. Es herrscht Mangel an allem, auch am Geld für den Fleischimport aus allen hehren Ländern. Aber lieber so, als das mit Hormonen vollgepumpte Fleisch aus den USA. Zudem kommt ja noch das Embargo was nun mal zu Engpässen führen kann. Nein, eine kulinarische Erlebnisreise war es bestimmt nicht, aber sie versuchen meistens das beste zu geben und sind auch für Kochtipps immer empfänglich. Zur Not: Die Hamburger am Strand waren nicht mal so schlecht. ;-) Meiner Meinung nach sollten die Reiseveranstalter mit dafür sorgen, dass die Küche besser wird, denn anderenfalls werden sie bald mal auf ihren Angeboten sitzen bleiben. Da das Essen allmählich doch recht gut wurde, gebe ich noch knapp 3 Sonnen.


    Service
  • Sehr gut
  • Allen Unkenrufen zum Trotz, ich hatte niemals ein Problem mit dem Personal. Klar spielte das Trinkgeld in Form einer 1 Dollar Note vielleicht mit eine Rolle, aber da ich auch private Kontakte in Varadero pflege, weiss ich wie wichtig das für die Leute dort ist. Und was ist schon ein Dollar im sonst all inclusive Urlaub? Sie brauchen das Geld meistens um eine riesen Sippschaft mit dem wirklich Allernotwendigsten wie Schuhen, Kleidern oder dem Luxus Milch oder Käse zu versorgen. Was wichtig ist, nehmt euch die Zeit wenn es mal etwas langsamer zugehen sollte, lächelt, und ihr werdet dafür belohnt. Ausserdem sollten sich gewisse arrogante Leute in acht nehmen, denn oftmals ist das Personal weitaus gebildeter als der Gast. Unter den Security Leuten gibt es Chemieprofessoren oder Biologinnen als Service- oder Reinigungskraft usw. Sie bekommen diese lukrativen Jobs oft als eine Art Belohnung für gute Leistung an der Uni. Wer mit arroganter Miene und gewissem deutschem Akzent ein Radler oder ein Spezie bestellt, muss sich nicht wundern wenn er nicht verstanden wird. Langsames sauberes und klares Hochdeutsch wird im Allgemeinen verstanden. Die Zimmer und die Sanitäranlagen wurden immer sehr sauber geputzt. Auch der Ehrlichkeitstest wurde bestanden. Ein "zufällig" unter das Bett gefallene Silberkettchen wurde aufgehoben und auf den Tisch gelegt. Also wurde auch in ehrlicher Absicht unter dem Bett geputzt. Trinkgeld gleich am Anfang der Urlaubszeit mit einem freundlichen Lächeln zustecken und man hat sofort "Verbündete" die sich sehr dafür einsetzen dass es einem gut geht. Die Klimaanlage war zwei mal defekt. Das erste mal wurde sie nach der ersten Reklamation, innerhalb 2 Stunden repariert. Beim zweiten mal musste ich nicht mal mehr reklamieren es wurde selber bemerkt und der Schaden sofort behoben. Die "Minibar" ist bei Zimmerübernahme kontrolliert und gefüllt worden.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Wir hatten den Bungalow Nr 25 gemietet. (Tip: Nr. 26 liegt direkt am Meer) Der liegt sehr ruhig und ist etwa 100 Meter vom Strand weg. Der Strand machte während unserem Aufenthalt einen gepflegten Eindruck auch gab es in der Regel auch ausreichen Platz unter den Sonnenschirmen. Die verschiedenen Unterhaltungs- Sport- und Ausflugsangebote waren für mich mehr als ausreichend. Die Ausflüge aber nicht gleich am ersten Tag im Hotel buchen, sondern abwarten, denn es kommen, z.B. am Strand, immer wieder Leute auf einem zu, welche die selben Ausflüge (oder bessere) zu einem erheblich tieferen Preis anbieten und zudem noch perfekt Deutsch sprechen. Die offiziellen Staatlichen Taxis sind sehr teuer. Eine etwa 10 Minuten dauernde Fahrt in die Umgebung kostet zu zweit etwa 15 US$. Ich bin nicht zum shoppen (ausser Zigarren) in ein sozialistisches Land gefahren, also kann ich das Angebot nicht beurteilen. Das Wasser war sehr sauber, klar und warm, ohne Algen oder anderen Widrigkeiten, was will man mehr? Es gibt auch ein paar sehr zutrauliche Fische die einem vor allem morgens umschwärmen und stupfen, also nicht erschrecken. Auch die wollen ihr "Trinkgeld" in Form von ein paar ganz klein gezupften Brotstücken. Strand, Sonne, Meer, sehr schön, deshalb 5 Sonnen


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Ich denke, dass das Angebot an Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten ausreichend wenn auch nicht qualitativ sehr hoch ist. Ich war sehr froh, mich nicht mit nervig anhänglichen Animatoren rumschlagen zu müssen. Sie sind recht diskret und merken sehr bald wenn man einfach nicht animiert werden will und lassen einem in Ruhe. Der Pool ist schön gestaltet, obwohl ich bei dem Meer niemals reingestiegen wäre. Ausserdem wer weiss, was da so alles rumschwimmt, wenn man die "durchlauferhitzenden" Biertrinker in der selben Laune im Pool liegen sieht. Aber dafür können die Kubaner ja nichts, und es wird fleissig kontrolliert und gechlort. ;-) Leider gab es vor allem am Morgen jeweils recht penetrante Geruchsemissionen von der Raffinerie. Die verschwindet jedoch meistens im Laufe des frühen Morgens, weil dann Wind aufkommt.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

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