Die 2002 fertiggestellte Anlage besteht aus etwa 18 Häusern mit je 2-3 Etagen, verteilt auf einer. In jeder Etage sind bis 4 Appartements mit Balkons, bzw. mit Terrassen (Parterre). Sie sind locker auf einem großen, parkähnlichen Gelände um 2 Pools gruppiert. Ein großes, einstöckiges Gebäude beinhaltet den Empfangsraum mit Rezeption, Aufenthaltsraum mit Restaurant, Internetcafé und einen Konferenzraum. Ein Geschäft mit Sport- und Badebekleidung, wo auch Reiseliteratur und Zeitschriften verkauft werden, ist auch vorhanden. Im Untergeschoss gibt es einen gut bestückten Fitnessraum, Tischtennisplatten, einen kleinen Supermarkt und einen Raum für Filmvorführungen oder Konferenz und eine Sauna Im Nebengebäude befindet sich der Speiseraum. Die Gästestruktur kann ich wenig beurteilen. In der Nachsaison sah ich überwiegend Familien mit Kindern, meistens aus Bundesländern, die gerade Ferien hatten. Auch viele Schweizer sind mir aufgefallen. Außenanlage. Am Rezeptionsgebäude, außen, ist eine kleine Taverne mit Zugang zum Restaurant. Es gibt im Hotel 2 große Pools. An einem Pool, im unteren Teil, finden auf einer Bühne abends Veranstaltungen statt. Sie enden zwar gegen 22. 00 Uhr, jedoch würde ich Familien mit kleinen Kindern die Häuser am anderen Pool empfehlen. Dort ist es ruhig, zudem gibt es dort ein separates Kinderbecken. An beiden Pools ist eine kleine Snackbar. Toiletten und Umkleidekabinen fehlen aber leider noch. Liegen und Schirme sind kostenlos und genügend vorhanden. Eine „Reservierung“ ist nicht nötig und wurde auch nicht praktiziert. Gegen Gebühr können 4 Tennishartplätze genutzt werden, davon 2 mit Flutlicht. Ein Platz für Basketball ist auch vorhanden Die Anlage ist sehr gepflegt. Täglich wird gegossen. Besonders haben mir die vielen Rosen gefallen. Die Wege sind gepflastert mit einem fugenfreien Belag. Die Anlage eignet sich deshalb auch für gehbehinderte Menschen, denn alle Unebenheiten können über Rampen überwunden werden. Günstig auch für Kinderwagen. Parkplätze sind vor dem Rezeptionsgebäude genügend vorhanden. Die Zufahrt erfolgt über einen Eingang, der mit einer bewachten Schranke ausgerüstet ist. Das Hotel hat auf mich einen zwiespältigen Eindruck gemacht. Einerseits ist die Anlage sehr modern, anderseits fehlen an den Pools sanitäre Anlagen. Die Zimmer haben moderne Klimaanlagen, es fehlen aber Geschirr und Infos über die Hoteleinrichtungen. Auch das Rauchen am Buffet ist nicht mehr zeitgemäß. Ein überaus freundliches Personal und eine beinahe familiäre Atmosphäre trösten nicht über die hohen Getränkepreise. Für den von mir gezahlten Reisepreis in der Nachsaison wurde sehr viel geboten. Den hohen Saisonpreis (ca. 1400 €) würde ich aber für dieses Hotel nicht zahlen.
Die Zimmer. Es gibt 2 Zimmerkategorien: das normale Zimmer (DI) und das Familienzimmer (DK). Die Ausstattung ist ähnlich. Gemeinsame Elemente sind das Satelliten-FS (ZDF, RTL, DW und einige griechische, italienische französische und englische Kanäle), Telefon, Kühlschrank, das Bad mit WC und Föhn und Balkon mit Meerblick. Mit einer Zimmerkarte wird die Stromversorgung des Zimmers beim Betreten aktiviert. Die Möblierung ist ausreichend: 2 Betten, ein kleiner Tisch mit 2 Sesseln, eine Frisierkommode mit Beleuchtung, sowie auf dem Balkon, 2 Stühle und ein Tisch. Ein Safe war vorhanden, wurde aber von uns nicht genutzt. Das „Familienzimmer“ hat zusätzlich noch eine kleine Kochecke und einen 2. Raum mit einer ausziehbaren Schlafcouch. Dort befindet sich auch der Kühlschrank. In allen Räumen befinden sich lokale Klimaanlagen, die per Fernsteuerung (wie beim Fernseher) auf die gewünschte Temperatur gebracht werden können. Mit der Klimaanlage kann das Zimmer nicht nur gekühlt, sondern auch erwärmt werden. Sie deaktiviert sich automatisch, wenn die Balkontür geöffnet wird. Die Kochecke hat zwar einen Herd und Schränke, jedoch fehlt das Kochgeschirr und Besteck. Der angebotene Meerblick sollte wörtlich verstanden werden. Bis auf 4 Häuser, die direkt auf der Meerseite stehen und wirklich vollen Meerblick haben, hat man in den anderen Objekten lediglich die Möglichkeit, zwischen den Häusern ein Stück Meer zu sehen. Ein kleines Stück Meer! Immerhin kann man vom Strand die Nachbarinsel Kalymnos und sogar am Horizont die Stadt Bodrum in Kleinasien (Türkei) sehen.
Die Gastronomie. Die Mahlzeiten werden im Speiseraum in einem speziellen Gebäude eingenommen. Der Speiseraum ist zweigeteilt: Links der Raum für Nichtraucher, teilweise mit einer Stufe wegen 2 Ebenen und rechts ein größerer Raum. Hier sind die Buffets aufgestellt und hier darf auch geraucht werden. Dass neben ausgestellten Speisen geraucht werden darf, halte ich für kritikwürdig. Bei warmem Wetter wird auch im überdachten Außenbereich gegessen. Am Eingang wachte der Restaurantmanager, der auch auf korrekte Kleidung der Gäste achtete. Während der Mahlzeiten zeigte er sich auch manchmal unerwartet am Tisch und fragte die Gäste, ob sie zufrieden wären. Frühstück. Ab 7. 00 Uhr wird der Saal geöffnet (Ende: 10. 00 Uhr) und die Kellner stehen bereit, den Gästen Kaffee in Thermoskannen einzuschenken. Obwohl das Angebot 14 Tage konstant war, war die Auswahl groß, so das man selber für Abwechslung sorgen konnte. Verschiedene Brotsorten, frische Waffeln und Semmeln, Kuchen und Croissants waren die Grundlage. Milch, Joghurt, Quark, Feigen, Nüsse und Cornflakes rundeten das Angebot ab. Es gab auch verschiedene Käse- und Wurstsorten, Marmelade, Schinken, Eier und Rührei. Fruchtsäfte (instant) aus Getränkespendern. Kein Problem mit Abwechslung. Abendessen (18. 45 – 21. 30) Das Salatbuffet bestand aus etwa 25 Sorten, die aber jeden Tag gleich waren. Wenn man aber auch einige griechische Speisen vom kalten Buffet dazu rechnet, war auch hier für Abwechslung gesorgt. Verschiedenes Fleisch, unterschiedlich zubereitet und auch Fischspeisen wurden angeboten. Als Beilage konnte man zwischen Kartoffeln, Nudeln oder Reis wählen. Jeden Tag gab es eine andere Suppe. Diese war allerdings nicht das Werk eines Spitzenkoches. Eine große Versuchung war das Angebot zum Nachtisch. Köstliche Torten, frisch eingelegte Feigen und Datteln lockten schön dekoriert an. Dazu noch Speiseeis mit verschiedenen köstlichen Soßen. Ganz standhafte Gäste begnügten sich mit frischem Obst. Die Getränke waren recht teuer. Eine Flasche Mineralwasser kostete 2, 80 €, 1 Bier 4 € und eine 0, 75L Flasche Wein 13 €. Für Familien mit Kindern sehr teuer. Auf Wunsch wurde die Rechnung unterschrieben und vor der Abreise für den ganzen Aufenthalt zusammen bezahlt. Auch mit Karten bargeldlos. Daher war es üblich, der Bedienung, je nach Mühe, 50Ct oder 1 € auf dem Tisch zu lassen. Die Bestellungen auf Deutsch oder Englisch wurden von der Bedienung gut verstanden. Sie war sehr freundlich und sehr aufmerksam. Ein Kellner erklärte mir in fließendem Englisch, dass er mit seinem Medizinstudium fast fertig sei und hier nur einen Ferienjob macht
Service und Personal. Das Einchecken war problemlos, man bekam die Zimmerschlüssel, das Gepäck wurde mit einem Aufkleber gekennzeichnet und mit einem Elektrotaxi zusammen mit den Gästen bis vor die Haustür gebracht. Auch bei der Abreise wurden auf Wunsch die Koffer abgeholt. Alles ruhig und freundlich, ohne Hektik. Obwohl wir ein normales Zimmer gebucht hatten, bekamen wir, weil vorhanden, ein Familienzimmer im 1. Stock. Am Abfahrtstag durfte das Zimmer kostenfrei bis 18. 00 Uhr genutzt werden, da die Abreise erst um 21. 00 Uhr erfolgte. Das Zimmer wurde unauffällig täglich gut gewartet. Das Zimmermädchen habe ich kaum zu Gesicht bekommen. Das Personal in der Rezeption war sprachkundig und freundlich. Die Bedienung im Restaurant, wie bereits erwähnt, besonders nett und freundlich. Auch ohne Trinkgeld! Die Animation. Das Animationsteam bestand aus jungen Leuten aus der Slowakei. Sie konnten sich mit deutschsprachigen Gästen recht gut verständigen. Außer Beachvolleyball und Abendveranstaltungen, lag der Schwerpunkt der Animation eher bei der Unterhaltung der Kinder.
Lage des Hotels. Das Hotel liegt im nordwestlichen Teil der Insel, etwa 2 km östlich von der kleinen Ortschaft Mastichari (ΜΑΣΤΙΧΑΡΙ). Zu der Hauptstadt Kos-Stadt sind es 20 km. Der Flughafen liegt ganz in der Nähe, dadurch dauert der Transfer nicht mehr als 15 Minuten. Da die Flugschneise weit weg ist, hört man die Flugzeuge kaum. Außerdem ist der Flugverkehr gering. Die Anlage liegt direkt am weitläufigen Strand. Auf der Rückseite der Hotelanlage verläuft eine kleine schmale Nebenstraße mit einer Haltestelle für den öffentlichen Bus. In der Nachbarschaft in östlicher Richtung gibt es das Hotel Marmari Palace, noch etwas weiter die Hotels Marmari Beach und Neptune. Dann nichts wie Einsamkeit pur. Einsam ist es auch in Richtung Mastichari. Wer nicht am Strand gehen will, braucht in den Sanddünen Schuhe, denn überall wachsen stachelige Disteln. Hippokrates würde vor Stichen warnen! Tipps für Ausflüge. Wer die Einsamkeit nicht so mag, könnte sich ein Auto mieten. Die vom Veranstalter angebotenen Fahrzeuge kosteten je nach Modell 61 - 116 € für 1 Tag. Entsprechend 136 – 239 (3 Tage) bzw. 228-391 (7 Tage). Mit dem Linienbus war es billiger. So kostete die Fahrt nach Kos Stadt 2 € einfach. Leider fuhr der Bus an Werktagen nur 5 mal, in Abständen von ca. 2 Stunden. Ab Kos konnte man aber jede Ortschaft der Insel gut erreichen. Die weiteste Strecke Kos – Kefalos kostet 3 € einfach. Einige Ausflugsziele. Leute, die gerne laufen, können am Strand nach Mastichari (ΜΑΣΤΙΧΑΡΙ) gehen. Dort gibt es schöne Tavernen und gute Geschäfte. Wenn man einen Rucksack dabei hat, kann man in den dortigen Supermärkten günstig einkaufen. Wer nicht weit laufen möchte, geht in die urige Bar „Tamtam“ gelegen am Hang etwa 150m vom Hotelgelände. Dort bekommt man zu fairen Preisen Griechische Spezialitäten und auch Getränke. Ob man Bodrum in die Türkei, oder andere Griechischen Inseln besuchen möchte; im Hafen warten viele Schiffe auf Touristen. (Preisbeispiel: Bodrum 10 € hin und zurück) Mit dem Linienbus Nr. 5 kommt man vom Hafen für 1, 20 € zu der Empros-Therme. Dort fließt aus einer Felsspalte ein 49°C heißes Wasser ins Meer. Im Naturbecken aus Felsbrocken kann man im Meer die Heilkräfte dieses Quellwassers nutzen. Besonders bei Nacht! Man kommt aus Kos auch gut auf dem Fahrrad, teilweise auf einem speziellen Fahrradweg, dorthin. (12 km) Nicht nur per Bus, sondern auch mit dem Fahrrad kann man in rund 20 Minuten Asklepieion erreichen. Das Antike Heiligtum und Krankenhaus liegt 4 km vom Stadtzentrum auf einer Anhöhe. Von dort hat man einen wunderbaren Blick auf die Umgebung. Tipp: Beste Zeit ist der späte Nachmittag, da sind die Reisebusse weg. Kefalos (ΚΕΦΑΛΟ) am südwestlichen Ende der Insel zeigt sich als eine Ortschaft, die noch nicht vom Tourismus überrannt wurde. Sie thront 100m über der Bucht auf einem Plateau. Aus dieser Gegend kommt der bekannte Thymian Honig. Außer der schönen Landschaft ist hier nichts los.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Strand. Da die Hotelanlage auf einem Hang gelegen ist, führt der Weg zum Strand abwärts mit relativ kleinem Gefälle, vorbei an einer kleinen Strandtaverne. Der Strand ist relativ breit, feinsandig und sauber. Teilweise gibt es hier kleine Dünen. Dort sieht man häufig Familien, die zum Teil auch die Gebühren für die Liegen nicht zahlen wollen (2 Liegen und 1 Sonnenschirm 5 € pro Tag), oder sich in der Nähe eines kleinen Spielplatzes aufhalten möchten. Das Wasser ist sehr sauber. Es gibt keine Strömung und keine großen Wellen. Allerdings muss man etwa 100m ins Meer gehen, um eine Schwimmtiefe zu erreichen. Natürlich gut für kleine und große Nichtschwimmer. Süßwasserduschen gibt es am Strand. Umkleidemöglichkeiten und WC sind auf der Rückseite der erwähnten Strandtaverne knapp vorhanden. Außer Beachvolleyball werden am Strand keine Aktivitäten angeboten. Diese hat man in den o. g. Nachbarhotels Marmari Beach und Neptun.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Edmund |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 25 |


