Das Hotel gefällt wegen seiner schönen, u. a. mit Formschnittgehölzen, Palmen und Sommerblühern nett bepflanzten Anlage, in der sich zwei- bis dreigeschossige Gebäude verteilen. Gut sind die kurzen Wege. Allgemein ist die Anlage sauber. Es gibt zwei Pools mit zughöriger Bar und eine Main-Bar. Von diesen aus wird die Umgebung mit jeweils unterschiedlicher Musik beschallt. Noch schlimmer wird die Lärmbelästigung, wenn auf der Bühne am Hauptpool die abendliche "Unterhaltung" beginnt. Dann würde man dem Lärm gerne ausweichen, was aber nicht geht, wenn man .- wie wir - sein Zimmer in unmittelbarer Nähe hat. Man muß das dann einfach bis in die späten Abendstunden ertragen. Auf dem Weg zum Strand gibt es eine Taverne, die mit ihrem Angebot von kleinen Speisen und Getränken leider nur tagsüber öffnet. Schade, hierhin könnte man abends ausweichen, um bei einem Glas Wein, vielleicht bei Kerzenlicht, dem "Klangbrei" rund um das Hauptgebäude zu entgehen. Gästestruktur: Überwiegend deutschsprachige Gäste aus D, A und CH - offenbar viele Stammgäste, zu unserer Reisezeit auffallend viele Familien mit Klein- und Kleinstkindern. WiFi an insgesamt 7 Hotspots, freie Einwahl, eher langsames Internet. Die Preise sind allgemein ziemlich hoch. 3 Euro/Tag für den Zimmersafe sind nicht gerade ein Sonderangebot, das gilt auch für die 35 Euro für die um 6 Stunden verlängerte Nutzung des Zimmers am Abreisetag. Ein Glas Bier (0,4 l) kostet 3,50 Euro, eine Flasche Wein um die 15 Euro, ein Ouzo, 2,90 Euro. Gemessen an dem, was man andernorts, insbesondere im östlichen Nachbarland, dessen Ägäisküste Kos unmittelbar gegenüber liegt, für das selbe Geld geboten bekommt, erscheint das Preis-Leistungsverhältnis eher ungünstig. Kos einmal besucht zu haben, erscheint uns ausreichend. Wir würden die Insel schon deshalb nicht erneut als Reiseziel auswählen, weil wir uns die absolut chaotische, desorganisierte und stressige Abfertigung unseres nächtlichen Rückfluges an dem viel zu kleinen Inselflughafen nicht ein weiteres Mal zumuten wollen. Wer Massentourismus - und um solchen handelt es sich auf Kos - will, muß für eine ausreichende Infrastruktur sorgen. Solange die nicht vorhanden ist, können wir einen Aufenthalt auf Kos nicht guten Gewissens empfehlen.
Die Ausstattung unseres Zimmer bot keinen übertriebenen Komfort, das gilt auch für das Bad. Das Notwendige aber war vorhanden - in allerdings einfacher Ausführung, die kaum einem Rating mit 4 Sternen genügen dürfte. Eine Badewanne mit Duschvorhang, ein Waschbecken an der Wand, ausreichend Ablageflächen fehlen. Positiv zu vermerken waren die selbst steuerbare Klimaanlage, ein gut funktionierender Kühlschrank und die Schiebetür mit Insektenschutzgitter zum Balkon. An den letzten drei Aufenthaltstagen fiel mehrfach für längere Zeit die Stromversorgung in den Zimmern aus, nachts und auch tagsüber.
Die Qualität und Auswahl der Speisen (Frühstück und Abendessen) im Hauptrestaurant (Themen-Restaurants gibt es hier nicht) war sehr gut, wenn auch Buffet-typisch. Das Restaurant erscheint gemessen an der Zahl der Gäste zu klein. Man sitzt dicht gedrängt, am besten direkt am Geländer auf der Terrasse. Wer in der "Einflugschneise" zum Buffet sitzt, wird ständig gestört durch die Gäste und das Personal, die sich zwischen den Tischen hindurchzwängen. Das Personal ist unablässig mit dem Ab- und Eindecken von Tischen beschäftigt, am Abend auch schon für das Frühstück am nächsten Morgen. Das erzeugte eine insgesamt unruhige und wenig gemütliche Atmosphäre. Das Frühstück beginnt um 7 Uhr, kann aber erst ab 8 Uhr auf der Terrasse eingenommen werden, weil diese - während des Frühstücks (!) - gekehrt und geputzt wird. Warum solche Arbeiten in einem Haus, das für sich reklamiert, ein preisgekröntes gutes Hotel zu sein, nicht vorher erledigt werden können, bleibt uns rätselhaft. Immerhin kann man sich auf diese Weise von der Ausführung der Arbeiten einen eigenen Eindruck verschaffen, während man seinen morgendlichen Kaffee nimmt. Wer das nicht mag, geht halt später frühstücken.
Das Personal ist freundlich und zugewandt. Verständigung in der Weltsprache, meist auch in deutscher Sprache. Die Zimmerreinigung war eher oberflächlich und ließ durchaus zu wünschen übrig. Ein Rotweinfleck auf dem Tisch vor dem Spiegel hielt sich tapfer mehrere Tage, eine auf dem Badewannenrand abgestellte Seifendose blieb während des Aufenthalts unberührt. Die zu kleine Ablage über der Toilette mußten wir schon täglich selbst von den Ameisen befreien, die sich dort wohlzufühlen schienen. Da half auch ein gleich am ersten Tage persönlich übergebenes nicht eben kleinliches Trinkgeld nicht weiter. Sehr dankbar waren wir dafür, daß auf Nachfrage bei der Rezeption eine verloren gegangene Blister-Verpackung mit Tabletten noch am selben Tage gefunden und retourniert wurde.
Das Hotel ist 2 km östlich von Mastichari lokalisiert, ziemlich einsam und abgelegen. Ohne Auto ist man für abendliche Spaziergänge im Ort auf ein Taxi angewiesen. Über die unbeleuchtete, viel und schnell befahrene Landstraße laufen nur suizidal Veranlagte. Ob man nach Mastichari fährt, bleibt jedem selbst überlassen. Wir haben schon attraktivere Orte besucht. Ein Bus nach Kos fährt ein paar Mal am Tag vor dem Hotel ab - von uns nicht genutzt. Angenehm ist die Nähe zum Flughafen (10 Autominuten). Gegenüber dem Hotel eine kleine Taverne, ganz nett, und ein Mini-Markt, das war´s auch schon.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
An den beiden Pools ausreichend Liegen und Sonnenschirme, nur wenige "Liegenreservierer", was angenehm überrascht. Die Liegen sind aus Aluminium und leicht zu handhaben, auch am Strand. Dort kosten zwei Liegen und ein Schirm täglich 6 Euro. Am Strand gibt es eine Dusche und eine Umkleidekabine. Da an der Nordküste auflandiger Wind vorherrscht, ist das Meer hier unruhiger und nicht so sauber, wie an den viel schöneren Stränden im Golf von Kefalos im Süden, die in einer halben Stunde mit dem Auto erreichbar sind. Hier trafen wir auf viel weniger Badegäste als am Hotelstrand und es war herrlich ruhig. Die Sport-Animation am Strand (Boccia) ist erträglich, wenn man nicht unmittelbar neben dem "Spielfeld" liegt. Die Abend-Animation auf der Bühne ist ohne jeglichen Esprit. Unseres Erachtens kann auf diese Form der Lärmbelästigung absolut verzichtet werden, ohne dass dem Gast hieraus ein Nachteil erwüchse.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ulrich |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 16 |


