Das Hotel Hyde Park Lane ist eine über Puerto del Carmen hinaus bei jedem Taxifahrer bekannte große familienfreundliche Boungalowanlage. Die Anlage ist ganz im typischen Lanzarotestil mit weiß getünchten ein - oder zweistöckigen Boungalows gehalten. Die Bepflanzung um die Boungalows ist nett arrangiert, mit heimischen Pflanzenarten darunter. Zur Hauptreisezeit sind Engländer, Deutsche und ab Ende Augsut auch Spanier stark vertreten. Zu Lanzarote: Als Partyinsel für junge Leute ungeeignet, da das Alter zwischen 18 und 25 unter Einheimischen und Urlaubern ausgestorben zu sein scheint. Für Familien und Pärchen ist es aber genau das Richtige. Als Badeuralub ist Lanzarote wegen zahlreicher und traumhaft schöner Strände mit klarem Wasser eine sehr gute Möglichkeit. Von der Lage her sollte man sich für Hotels und Boungalows eher in Richtung Zentrum orientieren, wo man den windgeschützten Playa Grande gleich vor der Tür hat. Wie es dort mit Lärm aussieht, weiß ich leider nicht. Ein Ausflug nach Arrecife, egal ob bei Tag oder Nacht, ist auf jeden Fall zu empfehlen.
Die Größe des Boungalows - wir nutzten ihn zu dritt - war in Ordung, wir haben uns aber gewundert, dass ein leerer Wasserspeicher, Dachpool.. - wir sind nicht drauf gekommen, was es darstellen sollte - nicht als zusätzliche Wohnfläche genutzt worden ist. Die Türen konnten nur geknallt werden und dank diesen war die Wohnung auch ziemlich hellhörig, wir lagen auch noch zur Straße hinter der Anlage raus. Empfehlung: auch wenn es heiß wird, lieber die Fenster und Türen zur leisen Seite die ganze Nacht offen lassen und die zur Straße hin schließen. Nachdem ein Wasserschlauch hinter unserem Boungalow ein Loch hatte, fing es an unangenehm zu riechen, aber nachdem wir es der Rezeption gemeldet hatten, wurde das Problem sofort behoben. Ein Tipp: nicht zögern sich bei der Rezeption eine Fernbedienung auszuleihen, sonst funktioniert der Fernseher nicht; man muss nur eine Kaution von 6 € hinterlegen. An deutschen Programmen gibt es ARD, Sat 1, Pro Sieben
Der Gastronomiebereich wirkte einladend und es gibt bis auf spätabends keine langen Anstellschlangen. Die Zeit für das Frühstück ist für Langschläfer und Ausflügler von 8 - 10 Uhr sehr kurz gehalten; wir nutzten einen Ausflug, bei dem um 8. 30 Uhr Abfahrt von San Antonio war, das heißt wir mussten in einer Viertelstunde frühstücken um den Bus noch zu erwischen. Das Abendessen, das es von 18 Uhr bis 21. 30 Uhr gibt, ist hingegen sehr weit gefasst. Die Getränkepreise sind in Ordnung, die Cocktailpreise in der Bar sehr billig. Hände weg von "Fruchtsäften" am Frühstück, Zuckerwasser trifft es eher, die Tees sind bis auf den Kamillentee auch nicht zu empfehlen, Kaba mit purer Milch gemischt ist eine gute Alternative. Abends gibt es, typisch für Hotelanlagen in dem Preisbereich, immer wieder das Gleiche in anderen Varianten, vor allem Kartoffeln, die im Gegensatz zur Lasagne und manchen Nudelarten auch immer schmecken. Die Nachspeisen waren lecker. Wenn Tellermangel herrscht, sollte man nicht geschockt sein, wenn einem das Teller unter der Nase weggezogen wird.
Die Rezeption fällt eher klein und unscheinbar aus, tagsüber ist sie, als wir dort waren, durchgängig besetzt gewesen, ab einer bestimmten Uhrzeit waren nur noch ein spanisch sprechender Nachtportier da, der sich auf das Taxirufen oder Decken besorgen verstand. Das Personal war in der ganzen Anlage sehr freundlich, in der Gastronomie dauerte es seine Zeit bis man vollständig "in der Gemeinschaft aufgenommen" war. Die Zimmerreinigung war aber, obwohl wir nicht sehr penibel sind, einfach nur unsinnig: Wir mussten unsere Schränke wegen Dreckrückständen, vielleicht noch vom Vorgänger, nachputzen. Die tägliche Reinigung hat nichts bewirkt, da nur schnell der Boden durchgewischt wurde, anstatt vorher den Dreck vom Boden wegzukehren. Das heißt Sand-, Staub- und Haarwolken blieben auf dem Boden übrig und die Ecken blieben ganz ausgespart. Die Putzfrau war zwar freundlich, ließ sich aber nicht abwimmeln, wenn sie nicht erwünscht war, und so wurden wir Zeugen, während wir auf dem Balkon warteten, dass sie höchstens 5 Minuten saubermachte.
Hyde Park Lane liegt etwas erhoben in einer Seitenstraße ca. 500 m vom Playa de los Pocillos, dem gigantischen und größten aber auch windigsten Strand des Touristenortes entfernt. Die nächste Bushaltestelle San Antonio ist leider noch weiter entfernt, man läuft dorthin fast einen Kilometer und ist erst am Anfang angelangt um mit dem Bus (1 € für eine einfache Fahrt) wirklich in den Touristenort Puerto del Carmen zu gelangen, der 8 km lang ist. An der Rezeption kann man sich auch jederzeit ein Taxi rufen lassen, was wir zur Genüge getan haben, da die letzten Busse um 23 Uhr fahren. Mit 4 bis 5 € sollte man für eine Fahrt ins Zentrum rechnen, je nachdem welchen Weg der Taxifahrer wählt. Zu empfehlen ist ein Ausflug in die Straße der Nacht San José Antonio in der Hauptstadt Arrecife, wo man noch ohne Massenauflauf von Touristen mit den Einheimischen feiern kann. Ende August, um den 25. herum, findet in Arrecife außerdem eine Art Oktoberfest mit riesigem Feuerwerk, Liveevents und keinem Touristen weit und breit statt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die abgewetzten Liegen und der fehlende Schatten machen keinen guten Eindruck, aber die Pools sind sauber und weil sich die Gäste auf zwei Pools verteilen, gibt es dort auch immer einen freien Platz. Keine Animation, aber oft Lifeguard für die kleinen Kinder. Abends gab es mehrmals die Woche musikalische Unterhaltung in der Hotelbar, wo auch auch ein Kicker steht. Diesen kann man genau wie den Billiardtisch neben dem Pool gegen eine Gebühr nutzen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Julia |
| Alter: | 14-18 |
| Bewertungen: | 1 |


