Das Hotel Ljuljak, das in hiesigen Veröffentlichungen als 3, 5-Sternehaus verkauft wird, hat jedoch nur 3*. Es ist ein relativ kleines Hotel mit 98 Zimmern. Entsprechend klein sind auch die Rezeption und die sich anschließende Lobby. Die Lobbybar ist scheinbar nur in der kühleren Jahreszeit besetzt (das Hotel ist bis zum 15. Oktober geöffnet). Dafür ist die Außenbar jedoch über den ganzen Tag in Betrieb und geöffnet, bis die letzten Gäste sich zurückgezogen haben. In der Lobby stehen ein Fernseher, 2 PCs mit Internetanschluß (1/2 Std. = 3 Leva, 1 Std. = 5 Leva) und bequeme Sitzgelegenheiten. Der Tresorkomplex befindet sich im Bereich der Rezeption. Über seinen Tresorschlüssel und einem Zusatzschlüssel, der in der Rezeption vorhanden ist, bekommt man sein Tresorfach bei Bedarf ausgehändigt. Mietpreis für 14 Tage: 40 Leva. Links von der Rezeption ist ein Fahrstuhl und links daneben geht es zum Restaurant (man kann jedoch auch von der Poolseite über die Außentrasse in das Restaurant gelangen). Das Hotel besitzt 5 Stockwerke. Sowohl von der Lobby als auch vom Ende des Flures kann man auch über die Treppen sein Zimmer erreichen. Hinweisen möchten wir auf eine Gefahrenquelle für Kleinkinder: Auf den Treppenabsätzen der runden Treppe am Ende des Ganges befinden sich in Fußbodenhöhe kleine, etwa 60 cm hohe Fenster, die häufig noch offen stehen, auch in der 5. Etage. Der Poolbereich ist sehr schön. Liegen (Benutzung kostenlos) waren während unseres Aufenthaltes immer ausreichend vorhanden. Sonnenschirme (ebenfalls kostenlos) gab es relativ wenig, jedoch findet man unter den schattenspendenden Bäumen immer ausreichend Platz. Am Strand gibt es in der Regel einen Einheitspreis für Liegen, Sonnenschirme und Auflagen (in der Nähe des Hafens sollen Liegen und Sonnenschirme um 1 Lv. preiswerter sein; dort würden wir uns jedoch nicht hinlegen, weil der Strand unsauber ist und es auch nicht sonderlich gut riecht). Die Preise für eine Liege (7 Lv.), einen Sonnenschirm (7 Lv.), und eine Auflage (3 Lv.) ist schon recht heftig. Es geht jedoch auch, dass man sich einen Sonnenschirm mietet und dann auf seine Luftmatratze - so vorhanden - legt. Eine interessante Ausfahrt ist die Halbtagestour zur Halbinsel Kaliakra. Auch die Tagesreise nach Nessebar wird von der Reiseleitung angeboten. Da wir jedoch im vergangenen Jahr am Sonnenstrand waren, haben wir von dort auch Nessebar besucht. Sollten Sie einmal den Sonnenstrand ins Auge fassen, kann ich das Hotel Tiara Beach (4*) sehr empfehlen (um Klassen besser als das Ljuljak). Die Handyerreichbarkeit war von überall am Goldstrand sehr gut. Geldumtausch im Hotel Ljuljak ist bis spät abends fast durchgängig möglich, jedoch ist der Kurs mit 1 zu 1, 83 nicht so gut. An der Rezeption vom Hotel Green Park galt ein Kurs von 1 zu 1, 85. Bucht man eine Reise bei der Reiseleitung und zahlt in Euro wird auch ein Kurs von 1 zu 1, 85 angeboten. Noch besser konnte man in der Raiffeisenbank (hinter dem Hotel Admiral in Richtung Hafen in der Passage) und einer weiteren Bank (Name ist mir entfallen) in der Nähe des Admirals im Verhältnis 1 zu 1, 88 tauschen. Ob jedoch im nächsten Jahr der gleiche Kurs gilt, ist fraglich. 2007 haben wir am Sonnenstrand selbst im Hotel 1 zu 1, 87 getauscht. Und bei der Crown-Kette, die damals von der Reiseleitung empfohlen wurde, die aber am Goldstrand nicht existiert, war der Kurs sogar 1 € zu 1, 91 Leva. Vorsicht beim angebotenen Geldumtausch auf der Straße (Varna). Auch in den Wechselstuben (Stände) soll man, so empfiehlt es die Reiseleitung, nicht tauschen, weil man auch hier betrogen werden kann.
Die Zimmer sind geräumig. 2 als Doppelbett zusammengestellte Betten und ein Sessel, der als 3. Bett umgebaut werden kann, sind neben einem kleinen Fernseher (Empfang von ARD, ZDF, RTL, VIVA, MTV und Eurosport), einem kleinen Kühlschrank im Zimmer vorhanden. Der Fernsehempfang war in unserem Zimmer auf der Poolseite griesig. Wir haben aber ohnehin wenig ferngesehen. Der Fußboden ist gefliest, was wir praktisch und hygienischer als einen Teppichboden fanden. Ein Telefon gibt es auch auf jedem Zimmer. In einem Nachttisch ist eine Radioanlage eingebaut, die wir jedoch nie zum Laufen gebracht haben (dafür hätten wir an dieser Stelle lieber ein Schubfach, das sind nur in dem 2. Nachtschrank befand, gehabt. Der Kleiderschrank war ausreichend groß. Genügend Kleiderbügel waren vorhanden. Sehr angenehm empfanden wir die über eine Fernbedienung individuell einstellbare Klimaanlage, die 1oC-weise verändert werden kann. Da es zwar in der Nähe der Zimmertür einen Schacht für eine Hotelcard gibt, eine Karte jedoch nicht verfügbar ist, wird auch die Klimaanlage nicht bei Verlassen des Zimmers ausgeschaltet. Der Balkon, mit einem Tisch und 2 Stühlen bestückt, war ausreichend groß. Auch mit dem Bad waren wir zufrieden. Die Badewanne, die ca. 60 cm hoch ist, wird für ältere Menschen schwierig zu „betreten“ sein. Weil sie etwas schmal ist, mangelt es beim Duschen an Bewegungsfreiheit. Sogar ein Bidet ist im Bad vorhanden. Besonders angenehm empfanden wir im Zimmer auf der Poolseite, dass Bad und Toilette getrennt waren. In Bad gab es leider keine Zahnputzbecher. Man sollte scheinbar die Trinkgläser, die sich im Zimmer befanden, dazu mit nutzen. Die Handtücher wurden, auch wenn man sie nicht auf dem Boden legte, etwa aller 2 Tage gewechselt. Sie waren jedoch teilweise grau und fleckig. Als Wannenvorlegetuch hatten wir zweimal ein Mini-Handtuch in der Größe von ca. 25 cm x 50 cm. Den Zimmerschlüssel kann man bei Verlassen des Hotels abgeben, muss es aber nicht.
Die Gastronomie ist der Schwachpunkt des Hotels. Das Personal ist freundlich und schnell. Das Frühstück ist akzeptabel, wenn auch nicht super abwechslungsreich. Kaffee, Kakao, Espresso und Tee gab es täglich. Auch Käse, Wurst, Gemüse, wobei die Auswahl nicht groß war. Aber, wie gesagt, sind wir in einem 3*-Hotel. Zum Abendessen gibt es einige Kritikpunkte. Reis (sehr zusammen gepappt, nicht körnig), Nudeln auch nicht appetitlich angeboten und Pommes gab es täglich, Kartoffeln nur etwa jeden 2. Tag. Auch die Beilagen waren nicht besonders abwechslungsreich. Es gab zwar fast jeden Tag Fisch, der sich über 14 Tage häufig wiederholte. Geschmacklich war er auch nicht immer gelungen. Positiv fanden wir das Obstangebot. Es war zwar nicht super umfangreich, jedoch für ein 3-Sterne Hotel ok. Uns hat’s geschmeckt. Und auch mit den Torten waren wir zufrieden. Für ein kleines Glas Bier (0, 3l) haben wir einen angemessenen Preis von 2, 4 Lv. bezahlt. Beim Essen scheiden sich die Geister. Wir wissen von Urlaubern, die auf das Hotelabendessen an manchen Abenden verzichtet haben und außerhalb Essen gingen, weil es ihnen absolut nicht zugesagt hat. Lustig fanden wir das Besteck. Es scheint aus verschiedenen Einkäufen (oder Versteigerungen?) zusammengekauft worden sein, denn es passte überhaupt nicht zusammen. Wenn man beim Kofferpacken Platzprobleme hat: Abendgarderobe kann man für das Betreten des Restaurants getrost zu Hause lassen, weil hier scheinbar keinen Wert darauf gelegt wird und kaum einer von den männlichen Urlaubern mit langen Hosen anzutreffen war.
Das Hotelpersonal ist freundlich und hilfsbereit und spricht recht gut deutsch. Auch die Putzfrauen sind sehr nett. Am Pool ist von früh bis gegen 18: 00 Uhr meistens ein Schwimmmeister anwesend, doch ist er hauptsächlich mit dem Lesen von Zeitschriften und Büchern beschäftigt. Massage wird auch angeboten, haben wir jedoch nicht genutzt. Ob sich Massageangebote in solch einem kleinen Hotel lohnen, ist fragwürdig. Wir haben niemand gesehen, der sich massieren lassen hat. Vielleicht lag es auch am Preis.
Nach ca. 1 Std. haben wir vom Flughafen Varna unser Hotel erreicht. Das Hotel befindet sich in einer Nebenstraße, wobei rechts und links weitere Hotels vorhanden sind, was von uns nicht als störend empfunden wurde. Die Geräuschkulisse wurde in vielen Hotelbewertungen als gering geschildert. Wir fanden sie jedoch auf der Straßenseite als laut, zumal doch recht häufig laute, knatternde Fahrzeuge entlang fahren. Und wir wissen auch von einem jungen Paar, dass gern von der Straßenseite zur Poolseite wechseln wollte. Wir hatten übrigens, nachdem wir ein Hotelzimmer zur Straßenseite zugewiesen bekamen, auf Nachfrage an der Rezeption und bei der Reiseleiterin, nach 3 Tagen das Glück, auf die wesentlich angenehmere Poolseite zu wechseln. Die Zimmerpreise sind auf der Straßenseite und Poolseite die gleichen. Die Entfernung zur Strandpromenade, wo eigentlich der Trubel am Goldstrand beginnt, und zum Strand, ist, wie in den Katalogen angegeben, mit 400 bis 450m doch recht knapp bemessen. Generell sollte man darauf verweisen, dass es viele Stolperstellen in Bulgarien gibt. Oft sind Fußwege wesentlich höher gelegen, als die Straße, also hohe Bordsteinkanten. Auch fehlen manchmal Teile von Treppenstufen oder es ragt mitten auf dem Weg ein kleiner Baumstumpf oder ein kurzes Rohr aus dem Boden. Vor allem im Dunkeln (nicht überall gibt es Straßenbeleuchtung) besonders vorsichtig sein. Zum Strand gelangt man, in dem man entweder in linker als auch in rechter Richtung aus dem Hotel geht, wobei wir glauben, dass es nach rechts etwas kürzer und – vor allem bei Dunkelheit – etwas sicherer ist. Kurze Wegbeschreibung in rechter Richtung: Am Eingang vom Hotel Green Park (dort ist der nächstgelegene Laden) vorbei, links liegt das Hotel Milia, rechts das Paint Ball-Areal, an der links liegenden Orthodoxen Kirche vorbei, über die Straße, die Treppe herunter und über den Parkplatz erreicht man die Strandpromenade und dahinter den Strand. Übrigens kann man bei Helligkeit diese Stecke ein wenig abkürzen, indem man über die Poolseite vom Hotel Ljuljak geht. Hier nach links in Richtung der Treppe, die zum Hotel „Green Park führen, nicht die Treppen herunter gehen, sondern rechts den Trampelpfad nehmen. Man kommt dann in Höhe des Paint Ball-Geländes auf die Straße. Von dort aus in rechter Richtung weiter, wie beschrieben. Auf der Strandpromenade angekommen geht es links zum Hafen und rechts zum „Trubel“ (Orientierungspunkte: Riesenrad und Eifelturm in Kleinformat). In linker Richtung, wenn man das Hotel verlässt, kommt man ebenfalls zu Strand und Strandpromenade, wobei dies der kürzere Weg ist, wenn man zum Hotel Admiral will (dort sind die meisten Treffpunkte zu den Ausfahrten). Hier geht es am Hotel Diana vorbei, dort links abbiegen, ca. 80 m von der Ecke die Treppe herunter, die Straße überqueren, weiterhin geradeaus, dann leicht rechts eine Treppe mit kleinen Stufen herunter, eine weitere Straße überqueren, wieder einige Treppen herunter und man erreicht das Hotel Admiral und dahinter die Strandpromenade und den Strand. Für den Weg zum Hotel Admiral haben wir im relativ straffen Schritt 8 Minuten benötigt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Vom Hotel wurde nichts angeboten. Das wussten wir jedoch und haben auch nichts vermisst. Billard und Tischtennis konnte man gegen Bezahlung spielen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Manfred |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 7 |


