Auch wir haben vor unserem Urlaub die Bewertungen gelesen und dachten: ach so schlimm kann es gar nicht werden. Glauben Sie uns: es geht! Wir haben einen entspannten Strandurlaub mit gutem All-Inclusive-Service erwartet. Jedoch hat uns dieses Hotel nicht selten durch wiederholte Kleinigkeiten auf die Palme gebracht. Dass das Wetter nicht perfekt war; dafür kann das Hotel rein gar nichts. Jedoch hätte das Drumherum für rund 820 Euro bei 13 Tagen stimmen müssen. Tipp 1: Touristenfallen: Lassen Sie sich am Flughafen nicht von Kofferträgern ihr Gepäack aus der Hand reißen. Diese erwarten natürlich wie immer ein großzügiges Trinkgeld. Sie versuchen Sie direkt zu überrumpeln. Auch auf dem Rückweg zum Flughafen stellen sie Ihre Koffer direkt auf Gepäckwagen. Werden sie notfalls etwas lauter. Zweite Touristenfalle: Wenn jemand in Sousse auf sie zukommt und behauptet er sei Angestellter in genau ihrem Hotel: glauben Sie ihm kein Wort. Er will Sie nur in sein Geschäft bringen. Tipp 2: Handeln so viel wie geht. Beispiel Taxi. Eine Fahrt nach Sousse bekommen sie für 3 Dinar. Die Fahrer fangen gerne bei 8 Dinar an. Drohen Sie einfach, sich ein anderes Taxi an der Straße anzuhalten und machen Sie Anstalten zu gehen. Der Taxifahrer wird noch einverstanden sein. Nur Nachts müssen sie mit Nachzuschlag rechnen. Auch in den Läden ist Handeln angesagt (außer es bestehen Festpreise). Beispiel: Eine "Goldkette" mit Anhänger wurde uns erst für 150 Dinar angeboten. Wir haben schließlich 20 Dinar gezahlt.
Die Größe der Zimmer ist in Ordnung. Sie sind mit Schrank, Bett, zwei Nachschränken, Tisch, 2 Stühlen und Fernsehschrank mit kleinem Spiegel gut gefüllt. Die Einrichtung weist schon (teilweise starke) Gebrauchsspuren auf, auch wenn das Hotel angeblich neu renoviert ist. Ein Balkon bzw eine Terrasse gehört dazu. Das Badezimmer wäre angemessen groß, wenn in unserem Fall nicht etwa 2m² fehlen würden, da die verkleideten Rohrleitungen durch unser Zimmer liefen. Die Badewanne mit dreckigem Vorhang könnte für große Leute wie uns gerne durch eine angemessen große Dusche ersetzt werden. Auch das Waschbecken und die Toilette haben schon bessere Tage gesehen. Wasserdruck bestand in der Dusche keiner. Kleiner Tipp: Abflussdeckel immer geschlossen halten, damit kleine Krabbeltierchen nicht den Weg ins Zimmer finden. Zimmerfazit: Größe vollkommen okay, Zustand: bestimmt nicht neu renoviert.
Im All-inclusive-Paket ist Frühstück, Mittagessen und Abendessen im Hauptrestaurant, spätes Frühstück, Nachmittagssnack und Mitternachtssnack in der Snackbar am Pool und Mittagessen mit Nachmittagssnack an der Strandbar enthalten. Außerdem gibt es vier Bars an denen man zwischen 9 und 24 Uhr allerlei Getränke bekommt. Das Essen war überall sehr eintönig. Man könnte fast sagen, dass man zwei Wochen täglich das gleiche gegessen hat. Lediglich die Auswahl an Dessert war vollkommen ausreichend und abwechslungsreich. Man sollte immer darauf achten, dass man Salz und Pfeffer am Tisch hat, denn mit Gewürzen wird stark gespart. Außer bei Gerichten "tunesischer Art" verbrennt man sich fast den Mund. Am Buffet findet man Pommes, Pizza, Pasta, Gemüse, viel Truthahn/Lamm/seltener Schwein oder Rind, Kartoffeln in allen Varianten und Reis. Dazu gibt es ein Salatbuffet, Desserts inkl. Eis und Brot. Im Restaurant ist es sehr laut. Zum einen da viele Kinder da sind und sich gewissen Nationen lauter als gewohnt unterhalten. Zum anderen achten die Kellner keineswegs darauf Besteck und Teller leise einzusammeln oder sich untereinander leise zu verständigen. Lokale Biersorten und Weine, Softdrinks, Wasser und einige Spirituosen und Liköre gehören zum All-inklusive-Angebot der Getränke.
Der Service im Hotel ist uns am schlechtesten in Erinnerung geblieben. Zwar haben wir schon vor dem Urlaub gelesen, dass tunesisches Personal persönliche Gespräche der eigentlich zu leistenden Arbeit vorzieht. Jedoch hat uns der tatsächliche Umgang mit den Gästen erschrocken. 1. Ohne Trinkgeld läuft im Restaurant gar nichts. Getränke werden nur an den Tisch gebracht, wenn man dem zuständigen Kellner zuvor ein großzügiges Trinkgeld in die Hand drückt - oder man ihn wiederholt (lauter) auf seinen Wunsch aufmerksam macht. 2. Freundlichhkeit wird ebenfalls nicht besonders groß geschrieben. Sowohl die Kellner, als auch die Rezeptionisten und Kofferträger sind uns arg unfreundlich gegenübergetreten. Auf Beschwerden und Nachfragen wird entweder gar nicht, oder nur sehr halbherzig und "pampig" reagiert. Ausnahme sind die Zimmermädchen und der Chef im Restaurant. Nachdem uns ein Kellner im Restaurant lauthals angemeckert hat, da wir aufgrund von Platzmangel zu zweit an einem Tisch saßen, der für mehrere Personen vorgesehen war, haben wir uns bei dem Chef des Restaurants freundlich beschwert. Daraufhin wurde der entsprechende Kellner auch auf arabisch laut zurechtgewiesen und er musste sich uns gegenüber entschuldigen. 3. Aufgrund der Nationenvielfalt im Hotel beherrschen einige Kellner viele Sprachen zumindest bruchstückhaft. Ansonsten wird am liebsten auf arabisch und französisch, notfalls auf englisch kommuniziert. 4. Die Zimmer waren nach der Reinigung top sauber. Lediglich die Hand-/Duschtücher sollten mal ersetzt werden, da diese teilweise starke Gebrauchsspuren aufweisen.
Das Hotel liegt direkt am Strand. Die größeren Städte Sousse und Kantaoui sind mit dem Taxi in 5 bis 10 Minuten erreichbar. Auch eine Bimmelbahn und Kutschen fahren auf dieser Strecke. Der Transfer zum Flughafen (abhängig von Verkehr und angefahrener Hotels) dauert etwa 40 Minuten. Einige Einkaufsmöglichkeiten sind im Umkreis von maximal 500 Metern erreichbar. Auch eine Apotheke ist nur etwa 5 Gehminuten entfernt. Ansonsten liegen einige weniger einladende Eisdielen in der Nähe. Die direkte Hotelumgebung (nicht die Anlage selber) ist sehr dreckig. Überall am Straßenrand liegt Müll, in denen ab und an einige Katzen und Hühner zu sehen sind. Dies scheint in Tunesien normal zu sein, da uns dies schon auf dem Weg von Flughafen zum Hotel negativ aufgefallen ist.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation können wir nur teilweise bewerten, da wir nicht aktiv an allen Angeboten teilgenommen haben. Die Animateure machten jedoch einen eher unmotivierten Eindruck. So verließen sie z.B ohne ein Wort den Strand, wenn sich ihrer Meinung nach zu wenige Spieler zum Volleyball gemeldet haben. Auch die Shows am Abend haben wir im vergangenen Urlaub vor zwei Jahren wesentlich besser erlebt. Die Abendunterhaltung besteht aus Minidisco, drei (!) Clubtänzen, einer Show (jede Woche die gleichen) und Tombola bzw Bingo. Das ganze dauert bis 24 Uhr bei voller Lautstärke. An Schlafen ist also für die Zimmer, die zum Pool schauen, vor 24 Uhr nicht zu denken. Der Sandstrand ist weitesgehend im guten Zustand. Man sollte jedoch darauf achten wo man hintritt, da sich manchmal abgebrochene Plastiklöffel und anderes im Sand wiederfinden. Liegen sind leider nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Deshalb werden diese schon um 6 Uhr mit Handtüchern blockiert, wobei die Gäste frühestens gegen Mittag erscheinen. Netter Service: Stecken sie dem Mann, der die Auflagen hin und her trägt einfach ein großzügiges Trinkgeld zu (etwa 20 Dinar die Woche), dann reserviert er die Liegen für sie und sie müssen sich um nichts kümmern. Das Meerwasser ist häufig stark verdreckt, da mit Steinen eine künstliche Bucht gebaut wurde, in die der Müll hineingespült wird. Am Strand gibt es lokale Anbieter von Wassersport und Ausflügen. Pools gibt es vier Stück, wobei die größten zwei Salzwasserpools sind. Auch der Pool mit vier Rutschen ist mit Salzwasser (und Chlor) gefüllt. Achtung: Lieber keine weißen Schwimmsachen anziehen; die sind später gelb. Die Pools sind weitesgehend sauber. Leidiglich etwas Sand verirrt sich ab und an.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Simone |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 3 |


