Das Hotel ist schon etwas älter, mehrere 3-4-etagige Häuser. Die Sauberkeit in den Hallen, im Garten und rund ums Hotel war o. K. Die Gäste kamen aus vielen verschiedenen Ländern, etwa je zur Hälfte Westeuropäer und Osteuropäer Also, ohne Trinkgeld geht gar nichts, und mit Trinkgeld klappt auch nicht immer alles. Es ist halt eine Frage der eigenen Einstellung, ob man mit dieser Art von "erkaufter Freundlichkeit" oder "Korruption im Kleinen" klar kommt. Mein Ding war es nicht. Ebenfalls nicht das obligatorische Handeln auf den Märkten und in den Geschäften. Es gibt zwar Festpreisgeschäfte, aber das ist eher teurer, als wenn man handelt. Hier kann man sich aber ganz gut orientieren, wie die "realen" Preise sind.
Die Zimmer waren recht klein und hellhörig. Wir hatten als Familie zwei kleine Zimmer mit Verbindungstür, da wir in einem Zimmer noch ein Babybett stehen hatten, war alles ziemlich eng. Für 4 Personen wäre die Größe gerade noch akzeptabel. Gut war, dass man auch 2 Badezimmer hatte. Leider war das Zimmer trotz reichlicher Trinkgeldgaben nicht sauber, die totgeschlagenen Kakerlaken des Vortages wurden beim "Durchwischen" in eine andere Ecke gefegt, das war`s...Bei der Ankunft stanken die Zimmer extrem nach irgendeinen Reinigungs- oder Insektenvertreibungsmittel, man bekam kaum Luft. Es gab in jedem Zimmer Fernseher mit deutschen, russischen und französischen Programmen.
Das Essen war reichhaltig und schmackhaft. Klar, dass sich das eine oder andere wiederholt, aber das ist ja normal. Es gab mehrmals Themenabende Italienisch, französisch, tunesisch, englisch...). Das Frühstück war wohl eher auf englische Gäste ausgerichtet, es gab viele warme Speisen, aber immer abwechselnd entweder 1 Sorte Wurst oder 1 Sorte Käse. Es sah zwar alles immer sauber aus, aber wir bemerkten, dass die Gläser, wenn man ein weiteres Getränk bestellte, zwischendurch nicht gespült wurden. Es wurde zwar immer tischweise abgeräumt, aber es ist nicht auszuschließen, dass man anschließend das Glas des Tischnachbarn serviert bekam (was innerhalb einer Familie kein so großes Problem ist, aber manchmal wurden Einzelreisende oder Paare zu Tischgemeinschaften zusammenhgesetzt..). Leider hatten wir auch nach einer Woche heftigen Durchfall bekommen, der sich erst nach 14 Tagen zu Hause wieder legte. Allerdings haben wir auch wirklich alles gegessen, auch die Salate.
Die Zimmermädchen waren nett, aber unfähig. Unsere Kellner im Hauptrestaurant waren auch sehr zuvorkommend, da mit Trinkgeld geschmiert. Alle anderen waren superunfreundlich, am schlimmsten in der Snack Bar. Das Problem an dem Hotel ist, dass außer den all inklusive Gästen auch solche mit Frühstück oder HP anwesend waren, und diese wurden immer bevorzugt bedient. Aber als all inklusive- Gast wird man schlimmer behandelt als ein Kassenpatient!! Alle sprachen sehr gut deutsch, unser Schulfranzösisch haben wir nicht gebraucht. Die Kinderbetreuung sah so aus, dass die Kids in einem Raum beaufsichtigt wurden. Es fand aber keine Animation statt. Diese Aufsicht ging durchgehend von ca. 10 bis 15. 30 Uhr
Das Marhaba Salem liegt zwar in der Nähe der Hauptverkehrsstraße zwischen Sousse und Port el Kantaoui, aber die Zimmer liegen nicht direkt an der Straße. Zu den Orten je ca. 1, 5 - 2 Stunden zu Fuß, aber Taxis, Tuktuktaxis und sogar die Kutschen sind preiswert. Bei der Kutsche unbedingt verhandeln! Es war kaum teurer als die 2 Taxen, die wir zu fünft imer brauchten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation haben wir nicht in Anspruch genommen, und man wurde damit auch nicht belästigt. Außer der oben erwähnten Kinderverwahrung im Schwesterhotel gab es eine Kinderdisco, die so war wie überall. Abends wurde ein Abendprogramm geboten, erst Bingo und dann irgendetwas anderes, wir haben es nie gesehen, nur gehört, weil es sehr laut war. Wen man die Zimmer zur anderen Seite heraus hatte, war es auch laut durch den Nachtclub. An Schlaf vor Programmende war nicht zu denken, blöd, wenn man kleine Kinder hat! Die Pools waren in Ordnung, aber im Oktober sehr kalt, ca. 20-21 °. Der Salzwasserpool des Schwesterhotels, der wie alle anderen Einrichtungen mitbenutzt werden konnte, hatte auch mehrere Wasserrutschen, die stundenweise in Betrieb waren und offiziell für Kinder unter 10 Jahren nicht erlaubt, woran sich aber keiner gehalten hat. Der Strand selbst war Klasse, im Vergleich zu den Nachbarhotels sehr lang und sehr breit und super Sand, ganz flach ins Wasser abfallend. Zum Strand kam man durch einen kleinen, gepflegten Park, und auch der Strand wurde saubergehalten - außer nach einem Unwetter, da hat es 3 Tage gedauert, bis der angeschwemmte Müll abgefahren war Das Wasser im Oktober 22 °. Leider wurden ab ca. 15 Uhr die Liegestühle weggeräumt, sobald ein Gast sie verlassen hat, und wenn man sich wieder einen holte, wurde man mit den Blicken des Strandboys getötet. Ab 16. 30 Uhr wurde man aufgefordert, den Stuhl zu räumen - unmöglich! Morgens nach 9. 30 Uhr war auch kein Liegstuhl mehr zu kriegen, wie überall!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Helmut |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 4 |


