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Stefanie (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2009 • 3-5 Tage • Arbeit
Hat den Charme einer Reha-Klinik aus den 70ern
3,8 / 6

Allgemein

Das Hotel Moselpark erscheint dem Reisenden von außen wie eine Betten- und Betonburg aus den späten 1970er Jahren. Jedoch sollte man sich von diesem äußeren Eindruck nicht durchgängig abschrecken lassen. Auch wenn die Wahl so mancher Teppichbödenmuster immer noch eindeutig auf die 70er oder 80er Jahre verweist, zumindest die Zimmer scheinen in den letzten Jahren renoviert worden zu sein, gleiches gilt auch für die Restauration und den Wellnessbereich. Ich war geschäftlich wegen einer Schulung dort untergebracht und konnte somit auch die Tagungsräumlichkeiten sehen, die sich in der obersten Etage befinden. Hier knallt die Sonne aufs Dach, so daß wir schon frühmorgens tropische Temperaturen zu erleiden hatten. Zwar war die Klimaanlage in unserem Tagungsraum der reinste Schockfroster, der Vorraum, in dem unsere Kaffeepausen serviert wurden, erinnerte jedoch sehr bald an ein Terrarium, dem auch mit heftigsten Lüftungsaktionen nicht beizukommen war, woraus sich schließen lässt, daß hier leider keine zeitgemäße Isolierung bei Wärme vorhanden ist. Angesichts des Klimawandels und der Tatsache, daß man deswegen eigentlich weitestgehend auf Klimaanlagen verzichten sollte, wäre hier dringend eine zeitgemäße Renovierung angebracht. Die Altersstruktur der Gäste liegt bei etwa 50+, wobei jedoch auch einige Familien mit kleineren Kindern anwesend waren. Zudem scheint das Hotel auch bei niederländischen Reiseagenturen sehr beliebt zu sein.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Größe des Zimmers war durchaus ausreichend und dank meines Balkons hatte ich einen schönen Ausblick über die Weinberge. Auf dem Balkon befanden sich zwei einfache Plastikstühle, leider keine stabile Liege oder ähnliches. Das wirkte dann schon etwas sehr einfach. Eine Minibar suchte ich vergeblich, was bei Außentemperaturen um die 30° mehr als bedauerlich ist, da man gerade bei einem solchen Wetter die Vorzüge eines Kühlschranks zu schätzen weiß. Das Bad war zwar renoviert, verfügte jedoch leider über eine Lüftung, die dermaßen laut war, daß ich mich nicht länger als nötig im Bad aufgehalten habe, da es mir einfach zu laut war. Der Schminkspiegel war direkt neben dem Föhn angebracht, so daß es unmöglich war, sich damit zu schminken. Ganz grausam: die furchtbar dünnen Plastikbecher, die als Zahnputzbecher herhalten sollten. Eine derartig billige und dünne Qualität würde ich nichtmals meinem ärgsten Feind auf einer Party darbieten wollen. Zumal Plastikbecher ein absolutes No-Go für ein 4Sterne-Haus darstellen sollten. Als ich diese Becher nach 2 Tagen wegwarf, da beide aufgrund der billigen Qualität zerbrochen waren, wurden sie auch nicht vom Personal ersetzt.


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Die Qualität der Speisen war durchaus unterschiedlich und schwankte dermaßen heftig, daß ich mir nach 3 Tagen das Mittagessen regelmäßig geschenkt habe. Mitunter hatte ich das Gefühl, aufgekochtes Convenience-Food serviert zu bekommen, das zudem auch noch ziemlich geschmacksneutral war, da half auch alles Würzen nicht mehr viel. Die in den Kaffeepausen während der Schulung servierten Häppchen und Kuchen waren entweder arg vertrocknet oder aufgebackene Fertigteile von Doktor Oetker aus der Tiefkühltruhe, das darf in einem 4Sterne-Haus einfach nicht passieren! Auch so manche Nachspeise beim abendlichen Büffet sah eher aus wie aus der Chemiefabrik denn selbstgemacht. Nachfragen bei Gästen, die schon öfters zu Schulungszwecken in diesem Haus waren, ergaben, daß die Küche wohl immer wieder Anlass zu Beschwerden gibt und daß -über die Jahre verteilt- die Qualität des Essens immer wieder schwankt. Auch das darf in einem 4Sterne-Haus nicht passieren!


    Service
  • Gut
  • Das Personal war sehr freundlich und immer zuvorkommend. Sowohl an der Rezeption wie auch in der Gastronomie und im Wellness-Bereich wurde ich jederzeit freundlich beraten. Da gerade das Ausbildungsjahr begonnen hatte, waren einige der Azubis vor allem in der Gastronomie etwas überfordert, allerdings kann man jemanden in seiner ersten Dienstwoche dafür keinen Vorwurf machen, die Freundlichkeit hat diese kleineren Schwächen locker ausgebügelt. Einziger Minuspunkt: wer ein Saunatuch bzw. einen Bademantel geliehen haben möchte, muß an der Rezeption einen Pfandbetrag hinterlegen, der bei Rückgabe wieder erstattet wird. Bei einem 4Sterne-Hotel sollte man eigentlich erwarten können, daß einem diese Sachen ohne Pfand bereitgestellt werden. Ebenfalls lästig: wer den Internetzugang im Foyer benutzen möchte, muß sich mit Name und Zimmernummer in eine Liste ein- und nach dem Ende seiner Sitzung wieder austragen.


    Lage & Umgebung
  • Eher schlecht
  • Das Hotel liegt ziemlich weit weg vom Schuß auf einer Anhöhe. Wer zu Fuß nach Bernkastel-Kues möchte, muß einen mindestens 45 minütigen Weg durch die Weinberge einschlagen. Die Anbindung an den ÖPNV ist leider nicht gerade berauschend, was die örtlichen Taxianbieter durchaus wissen. Preise für Taxen sind entsprechend hoch wie in Großstädten. Einen Fahrradverleih gibt es nur im Ort selber, leider nicht im Hotel, so daß man ohne eigenen PKW doch ziemlich abgeschnitten von der Außenwelt ist.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Geschäftsreise

    Der Pool war angenehm groß, so daß man bequem seine Bahnen ziehen konnte. Sind allerdings mehr als 5 Schwimmer unterwegs, kann es durchaus zu "Staus" kommen. Nachmittags gibt es eine beaufsichtigte Kinderstunde, in der die lieben Kleinen nach Herzenslust planschen können. Der Poolbereich war sauber und gepflegt und der diensthabende Schwimmmeister durchaus freundlich und hilfsbereit. Die Sauna habe ich nicht genutzt.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:3-5 Tage im August 2009
    Reisegrund:Arbeit
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stefanie
    Alter:26-30
    Bewertungen:7