Es gibt Orte, die einfach schön sind. Und es gibt Orte, die heilen. Poggio ai Santi gehört zu den letzteren. Jedes Mal, wenn ich ankomme und die Hügel mich umhüllen, das Meer in der Ferne glitzert, spüre ich, wie sich etwas in mir löst. Eine unsichtbare Hand legt sich sanft auf meine Schulter und flüstert: „Alles ist gut. Du bist zu Hause.” Der Gesang der Vögel am Morgen, der Duft von warmem Holz und Gras, die Sonne, die langsam über den Olivenbäumen aufsteigt — all das weckt in mir ein Gefühl, das ich für immer verloren geglaubt hatte. Es ist das Gefühl der Kindheit. Jener Sommer bei Oma und Opa, als die Tage endlos waren, die Welt sicher und gut. Als man keine Angst haben musste und die Zeit einem gehörte. Ich dachte lange, so etwas kehrt nie zurück. Dass Erwachsenwerden bedeutet, sich von dieser Wärme zu verabschieden. Aber Poggio ai Santi hat mich eines Besseren belehrt. Hier werde ich wieder zu jenem Kind. Hier verlangsamt sich die Zeit auf das richtige Tempo. Die Stille ist nicht leer — sie ist lebendig, erfüllt vom Rascheln der Blätter und dem fernen Rauschen des Meeres. Danke, dass ihr diesen Ort so bewahrt habt, wie er sein soll. Ich komme wieder. Ganz gewiss.
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