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Manfred & Yvonne (51-55)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Juni 2007 • 1 Woche • Strand
Als Schnäppchen ok, sonst...
3,8 / 6

Allgemein

Durch seine geschwungene Architektur sieht man dem Hotel seine Größe auf den ersten Blick nicht an. Seine vielen kleinen Mängel allerdings auch nicht. Es ist bestimmt kein schlechtes Hotel, nur müsste langsam mal ein wenig renoviert werden. Immer wieder findet man abgeschlagene Ecken, hastig übergepinselte Holzteile usw. Man merkt der Anlage seine 10 Jahre schon an. Der Pool hat noch keinen umlaufende Wasserüberlauf sondern Ablauföffnungen in den seitlichen Poolwänden ca. 30 cm unterhalb der Pool-Oberkante. Dadurch läuft das verschmutzte Wasser nicht umlaufend ab, sondern schwappt gegen die Poolwand und hinterlässt einen eklig-braunen Schmutzrand. Dadurch das das Hotel nicht direkt am Strand liegt, halten sich die meisten Gäste vorzugsweise im Garten und am Pool auf. Um diesen Gästen Rechnung zu tragen sind nahezu alle Gänge und Wege eng an eng mit Liegen vollgestellt. Lediglich auf der schönen aufgeschütteten Sandfläche stehen die Liegen mit deutlichem Abstand. Allerdings haben alle Liegen hässliche Plastikauflagen welche in Farbe und Konsistenz Futtermittelsäcken ähneln. Eigentlich ist das Hotel nicht unbedingt hellhörig, hat aber auf den Außengängen vor den Zimmertüren sind sehr breite Fugenspalte zwischen den Fliesen. Das Reinigungspersonal ist schon ab ca. 7 Uhr: in Einsatz. Ihre Arbeitswagen haben sehr kleine Räder und diese poltern beim Schieben in diese breiten Fugen. Dieses laute Rattern und Scheppern ist auf der ganzen Etage zu hören. An ein Wiedereinschlafen ist dann nicht mehr zu denken. Ein kleiner Tipp an alle die auch im Urlaub das trainieren nicht sein lassen können: Nach 500m auf der Promenade Richtung Shoppingcenter PARIS geht vor dem Center eine Treppe hoch zum Hotel Tacande. In dessen sehr gut ausgestattetem Wellnesscenter gibt es ein ausreichend gut ausgestattetes und angenehm klimatisiertes kleines Studio. Hier kann man für 20€ die Woche trainieren.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wie schon im Service-Teil angesprochen sind die wenigen preisgünstigen Budget-Doppelzimmer im obersten Stock extrem klein. Schätzungsweise waren links und rechts von schmalem Doppelbett ca. 70 cm Platz vorhanden. Links vom Doppelbett stand z. B. ein Nachschränkchen welches verhinderte das eine der 4 Schranktüren hätte geöffnet werden können. Konnte sie auch nicht ! Sie war nämlich mit 2 Schrauben zugeschraubt worden. So einfach geht das manchmal. Die uns später angebotenen Zimmer waren dann aber ausreichen bis sehr geräumig und wenig zu beanstanden. Lediglich der 70er-Jahre Duschvorhang im Bad war für ein Hotel dieser Kategorie nicht mehr angemessen. Ebenso wenig die alten Zimmerschlüssel mit ihren großen Aufhängern. Hier sollte, schon aus Sicherheitsgründen, langsam auf das Kartensystem übergegangen werden.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Tja, hier kommen wir, unserer Meinung nach, zum Schwachpunkt des Hotels. Wir verbringen unseren Urlaub unter anderem auch deshalb in 4, 5 bis 5 Sterne Hotels weil wir Wert auf gutes Essen legen. Davon kann in diesem Hotel wirklich nicht die Rede sein. Natürlich gibt es zum Frühstück den obligatorischen spanischen Sekt dem die älteren Gäste gerne zusprechen. Es ist Ihnen auch gegönnt. Das eigentliche Frühstücksbüfett hat aber das Niveau einer einfachen Frühstückspension. Kleine, extrem harte Brötchen und trockene Brotscheiben welche schon beim Anfassen brechen. Nahezu ständig das gleiche Aufschnitt-Angebot: Immer ein und die selbe Sorte Kochschinken, eine Sorte salamiähnliche Wurst und eine dritte, wechselnde Sorte Wurst, gelegentlich mal roher Schinken. 2 Sorten Käse und wenige Sorten Marmelade. Allerdings ausreichend Müsli, Haferflocken und andere Getreideflocken und auf Wunsch frisch gepresste Fruchtsäfte. Die angebotenen Fruchtsäfte in den Karaffen am Büffet stammten allerdings vornehmlich aus dem Pappkarton. Zudem wurde der durchaus genießbare Kaffee in 2 von 3 Fällen laufwarm und in vollgekleckerten Kaffeekannen serviert. Auch das Abendessen war nicht wirklich besser. Wenige, sich ständig wiederholende Salate. Spärlicher Nachtisch hauptsächlich in Form von Dosenfrüchten, sehr weichem Eiscreme sowie 3 – 4 Kuchen und Tortenstückchen welche teilweise noch vom Frühstücksbüfett stammten. Die angebotenen Scampis waren nicht immer, aber oft hart und trocken. Besonders ärgerlich war die extrem schwankende Qualität der Steaks vom Show-Cocking-Grill. Manche Steaks waren wirklich ausgezeichnet gegrillt, wieder andere knüppeltrocken und hart. Auflösung des Rätsels: Einer der Köche salzte das Fleisch VOR !!! dem Grillen. Ein Fehler den nicht einmal Kochlehrlinge machen. Keine Frage, es wurde immer alles wunderbar präsentiert. Auf den ersten Blick sah auch alle immer sehr lecker und ansprechend aus. Aber es war halt viel Blendwerk, viel Quantität aber keine wirkliche Qualität. Schade. Wirklich enttäuschend.


    Service
  • Eher gut
  • Das Personal ist wie in allen bisher besuchten Riu-Hotels extrem freundlich und hilfsbereit. Die Damen und Herren der Rezeption sprechen auch hier durchgehend sehr gut deutsch. Sie sind freundlich und sachlich vorgetragener Kritik sehr aufgeschlossen und tun Ihr möglichstes um zu helfen. Da dieser Urlaub nur ein Kurzurlaub werden sollte, hat uns unser Reisebüro ein preiswerteres, sogenanntes Budget-Zimmer empfohlen. Dieses Zimmer war allerdings so klein das wir uns geweigert haben es zu beziehen. Ohne Probleme wurden uns mehrere, auch hochwertigere Zimmer ohne Aufpreis zur Auswahl angeboten. Uns hat´s gefreut. Auch wenn das Reinigungspersonal kaum deutsch gesprochen und verstanden hat, wurden Bitten um Kaffeetassen, Löffel, zusätzliche Wassergläser und solche kleine Extras prompt erfüllt. Allerdings wirken 10€ Trinkgeld am Anfang jeder Woche auch wahre Wunder. Da wird aus einem großen Badetuch schon mal ein Schwan geformt, oder die Bett-Überdecke mal designermäßig drapiert. Wirklich nette Gesten. Weniger nett war ein Gespräch mit dem Hotelmanager bezüglich des unten beschriebenen Essens. Indirekt gab er nämlich zu das das Hotelmanagement die Anweisung hat in Zeiten der Sommersaison im Mittelmeer das Angebot in seinem Hotel auf Teneriffa zu beschränken. !? Aha ! Auch der in diesem Hotel herrschende Missstand der Liegenreservierung ginge ihn trotz eigenem Liegenreservierungsverbot nicht wirklich etwas an. Das mögen die Gäste doch bitte unter sich ausmachen.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel liegt wie schon vielfach beschrieben in einem schönen Garten am Ende der Costa Adeje. direkt am Meer mit aufgeschütteten steinernen Brandungsbarrieren allerdings ohne Sandstrand. Zum ersten unbewirtschafteten Strand muss man ca. 300-400m laufen. Es liegt noch ein Sheraton an der nördlichen Grundstücksgrenze des Hotels, danach fängt die karge Umgebung an. Wo es keine karge Landschaft gibt, breitet sich eine schier endlose Betonwüste in Form von riesigen Apartmentanlagen aus welche sich die Berge hochziehen.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Der angebotene Fitnessraum entpuppte sich wie so oft in vielen Hotels als spärlich ausgestattete Abstellkammer mit einigen wenigen ohne Sachverstand zusammengekauften Geräten. Der darauf angesprochen Chef des Wellnessbereichs behauptete das dem vorwiegend älteren Publikum dies reichen würde. Ich trainiere selbst seit Jahren in einem Profi-Sportstudio mit vielen gleichaltrigen Mitgliedern und weiß daher das auch ältere Semester hohe Ansprüche an die Ausstattung bzw. Geräte eines Studios stellen. Die angebotenen Unterhaltungsshows haben wir wenig besucht und können deshalb kein Urteil dazu abgeben. Uns ist aber aufgefallen das, seit in Spanien ein striktes Rauchverbot in Hotels herrscht, der Showrom immer sehr sehr gut besucht war. Vorher wollte wohl kaum einer in die vollgequalmten „Höhlen“ gehen.


    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im Juni 2007
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Manfred & Yvonne
    Alter:51-55
    Bewertungen:7