Wie schon oft hier erwähnt, ist das Hotel renovierungsbedürftig, auch wenn alles funktionierte und optisch noch akzeptabel war. Was allgemein auffiel, war aber ein offensichtlich eingeschlagener Sparkurs, der viele Bereiche des Hotels betrifft. Zunächst wid offensichtlich systematisch überbucht, was auch uns betraf. Hier haben ja bereits einige Leute davon berichtet, wir mussten zwar nicht in einem anderen Hotel die erste Nacht verbringen, aber in einem Sparzimmer, und dann am Folgetag in das gebuchte Zimmer umziehen. Wir bekamen während unseres Aufenthalts mit, wie auch andere Gäste ähnliche Dinge berichteten. Allerdings muss man sagen, dass der sehr nette Hoteldirektor sich direkt an uns wandte und eine Kompensation anbot. So wurden Verzehrgutscheine oder Gratistennis angeboten, damit lässt sich der Umzug dann durchaus ertragen. Wäre das ein Einzelfall, ein Versehen, dann hätte es mich noch weniger gestört. Der Sparkurs macht sich aber auch am Personal bemerkbar, denn beim Abendessen ist zu wenig davon vorhanden. Man wird seine Getränkebestellung zwar sofor los, bekommt die Getränke auch schnell, aber für eine Folgebestelung findet sich dann kaum mehr jemand. Auch bleiben die leeren Teller der Vorspeise nicht selten bis zum Dessert auf dem Tisch. Drittens wird wohl auch im Spabereich gespart, denn hier ist es nicht behaglich warm, das Jaccuzzi ist auch nicht warm, der Hauptpool sogar sehr kalt. Die verschiedenen Wassermassage- und Sprudeleinrichtungen werden so sehr wenig genutzt, es reduziert sich also auf die beiden Dampfbäder und die Sauna. Schade, enn eigentlich macht das einen ganz guten Eindruck, dass man gerne mehr Zeit hier verbrächte. Leider wird der Spabereich auch bereits um 20 Uhr geschlossen, obwohl man nach einem ereignisreichn Tag und dem Abendbrot eigentlich gerade dann ammeisten Lust hätte, dort noch etwa zu entspannen. Das klingt nun alles negativ, insgesamt können wir das Hotel aber dennoch weiterempfehlen, denn die Kritikpunkte sind damit im wesentlichen besprochen. Nur 4Sterne superior ist wirklich übertrieben. Das Hotel sollte dreieinhalb Sterne tragen.
Zimmer-, Bad- und Schrankgröße sind gut, das Mobiliar schon etwas älter aber noch funktionell, der Badausstattunmg sieht man das Alter auch schon an. Die Federkernmatratzen unseres Zimmers waren gut, Klimaanlage leistungfähig und leise, TV mit acht(?) deutschen Kanälen OK. Schlecht: Im ganzen Zimmer gibt es keine Steckdose, das einzige Exemplar befindet sich im Bad auf dem Waschtisch. Das ist natürlich Murks. Wer legt denn schon sein Handy oder das Akkuladegerät der Kamera zum Aufladen auf das Waschbecken? Was noch negativ auffiel: Am Abend vor der Abreise kommt eine Dame und verschließt die Minibar. Offensichtlich wird dem Gast pauschal unterstellt, dass er am letzten Abend Getränke nimmt und die dann bei der Abrechnung nicht bezahlt. Ist mir so noch nie irgendwo vorgekomen. Auch ist es absolut nicht mehr zeitgemäß, einen Zimmersafe mit Safeschlüssel anzubieten. Spätestens seit den 80er Jahren funktionieren die Codesafes einwandfrei, aber hier muss man dann seinen Safeschlüssel mit an den Strand nehmen. Den Schlüssel im Zimmer verstecken führt ja die Safenutzung an sich ad absurdum. Dass die Safenutzung extra berechnet wird ist zwar nicht sehr teuer, aber dennoch ärgerlich. Ein Zimmersafe gehört heutzutage zum Inklusifstandard! So kann man zusammenfassend sagen, dass die Zimmer gut genug für einen schönen Urlaub sind, 4Sterne superior sind sie ganz sicher nicht! Da bieten auch in Spanien die meisten 3Sterne-Hotels schon besseres.
Es gab sowohl zu Frühstück als auch zum Abendbrot eine riesige Auswahl am Buffet. Zum Frühstück alles mögliche von Brot, Brötchen Toast, Obst, Müsli, Flocken, Salat bis zum kompletten warmen Sortiment mit Eiern, Speck, Wurst, Röstis... Getränke gab es auh in sehr großer Auswahl, wobei O-Saft und Kaffee aus solchen Spender-Automaten kamen, wohl aus Pulver hergestellt. Der O-Saft schmeckte sehr künstlich und übersüß, schlimmer stand es allerdings um den Kaffee. Zwar nett, wenn man am Automaten Cappuccino, Milchkaffee und Espresso wählen kann, alles schmeckte aber kaum nach Kaffee, roch nur ein bisschen danach und wirkte nicht, wie erwartet. Ganz dünnes, braunes Wasser. Das Abendbrotbüffet war ebenfalls riesig in der Auswahl, wobei Vorspeisen eigentlich nur aus der (großen) Salatuswahl bestanden. Dazu zwei Hauptgerichte (meist ein Fisch- und ein Fleischgericht), dazu ein Gericht vom Spieß und noch zwei vom Grill (auch meist ein Fleisch- und ein Fischgericht). Dazu eine wirklich große Auswahl an Beilagen. Es hat alles ganz gut geschmeckt, es war alles sehr frisch, aber letztendlich war es oft nicht gut abgeschmeckt. Schärfe fehlte ganz und gar, selbst am Chili con Carne, Salz war oft etas zu reichlich, am mallorquinischen Kräutergarten sollten die Köche sich auch öfter und reichlicher bedienen. Dessertbüffet ebenfall reichlich, mit Torten, Kuchen, Eis, Obst, Pudding, uvm So kann man zusammenfassend sagen: Die Auswahl genügt gehobenem Standard, die Kochleistung ist nur Mittlmaß, hier könnte mit wenig Mehraufwand viel mehr erreicht werden!
Das gesamte Personal war sehr nett und freundlich, immer hilfsbereit, alle sprachen gutes deutsch, englisch... Auch die Kellner waren schnell und freundlich, nur, wie oben bereits erwähnt, ein paar zu wenige. Einen absolutes gastronomisches "No-Go" gab es aber auch: Als wir draußen auf der Terasse saßen, nach dem Abendbrot noch bei einem Glas Wein, kam plötzich die Kellnerin an den Tisch, griff zwei Zipfel der Tischdecke und forderte uns auf, die Gläser hochzunehmen. Gerade die Gläser in der Hand, entzog sie uns die Tischdecke! Das fand dann ebenso auch an allen Nachbartischen statt, scheint dort wohl normal zu sein! Was soll das? Die können die Decken ja runternehmen, wenn jeweils der Tisch frei ist. Sehr unangenehm und überflüssig.
Das Hotel liegt sehr nah am Strand, am Rande eines Naturschutzgebiets. In direkter Umgebung gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Restaurants, etc. Dennoch ist dieser Teil Cala Rajadas eher ruhig, die "Ballermann"-Kneipen und nächtlichen Remmi-Demmi findet man in der Nähe des Hafens, ca 15 gemütliche Gehminuten vom Hotel entfernt. Spanische Kneipen oder Restaurants sucht man aber weit und breit vergeblich, man wird überall sofort auf deutsch angesprochen, mallorquinischer Flair, spanischer Einfluss ist gänzlich verdrängt worden. Hier hätte uns etwas Abwechslung für das abendliche Ausgehen besser gefallen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Nur kurz: Der Außenpool ist recht klein, sieht aber schick aus. Animation gibt es wenig, ist nicht nervig. Jeden Abend wird etwas Unterhaltung geboten: Mal Livemusik, Karaoke, Zaubershow, Flamenco. Das beste war eigentlich die Sketchshow der Hotelbelegschaft, inklusive Direktor, die sich einiges hatten einfallen lassen. Witzig, aber nicht für Kinder... Im Spabereich gibt es einen Raum mit Sportgeräten und Freihanteln. Das ist eine ganz ordentlich Ausstattung. Jeden Abend findet von 21Uhr bis 21.30 eine Kinderdisco statt, alerdings für kleine Kinder von 3-8. Entsprechende Lieder werden gespielt, wer nach dem Abendbrot auf der Terasse geblieben ist, oder seinen Balkon zum Poolbereich hat, darf sich das dann anhören. Ist natürlich für alle, die schon älter sind als acht, sehr nervig.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im August 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefan |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


