- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Für einen zehntägigen Urlaub in Ordnung. Schöne Lage und Preis/Leistung passt, aber auch Verbesserungsmöglichkeiten. Für mehr Infos bitte die Bewertung lesen.
Zimmer waren so gerade noch akzeptabel. Die von vielen angesprochene Nasszelle (oder Dusche, aber das wäre übertrieben) lief selbst bei meiner 1,60m großen und dementsprechend zierlichen Freundin stets "über" respektive überflutete das Badezimmer zum Teil. Im Badezimmer war es stets mächtig warm und unglaublich feucht, die Luft bekam man dort nicht heraus. Das Zimmer selbst: Spartanisch eingerichtet, die Betten haben auch schon einige Jahre hinter sich und kratzen. Dazu gab es jeden Tag im Zimmer (und auch im Ort) fleißigen Mückenbesuch - sollte also jemand ein Zimmer mit vielen Punkten auf der Wand entdecken, das waren wir...Mückenspray und weiteres Schutzzeug wird dringend empfohlen! Andere Hotelgäste berichteten von Ameisen auf ihren Zimmern, das können wir nicht bestätigen. Zum Schlafen und kurzzeitigen Aufenthalt war es in Ordnung, auch die Klimaanlage tat ihren Dienst. Für etwas mehr Komfort muss man in Griechenland allerdings offenbar entweder Glück besitzen oder (mindestens) vier Sterne buchen.
Das Hotel bietet für die Pauschalurlauber nur Frühstück an, und das von 7 bis 10 Uhr. Wir können uns den Vorrednern anschließen: In 10 Tagen wird es durchaus etwas fad. Die einzige Variation besteht aus einem täglich anderen Dosenobst. Marmelade, Schokocreme usw. kommen aus Päckchen. Immerhin gibt es Brötchen, die auch schmecken. Der Quark war auch gut. Die Auswahl ist akzeptabel, schließlich legen die Griechen auf Frühstück traditionell eher wenig Wert - dann sollte man auch keine großen Ansprüche besitzen, sondern sich anpassen. Meist kamen wir gegen 8.30 bis 9 Uhr zum Frühstück, dann wurden die Plätze gerne eng. Oft passiert es, dass sich dreckiges Geschirr stapelt und nicht mehr abgeräumt wird - und so leere Tische "belegt" sind. Der einzigen dafür zuständigen Kraft ist kaum ein Vorwurf zu machen, weil sie mit den 30 Tischen plus stetigem Nachfüllen natürlich hoffnungslos überfordert ist (und auch dementsprechend dreinschaut...). Einmal erschienen wir um 9.30 Uhr, zu dem Zeitpunkt wurden bis zum Ende hin keine Brötchen und auch keine Marmelade mehr nachgelegt. Das war schade. P.S.: Positiv zu bewerten und nicht vergessen werden darf die Poolbar, die von Mittag bis Abend mit Getränken und vielen Snacks wartet. Wir haben stets ein Baguette oder eine Pita zum fairen Preis bestellt - lecker.
Am Service lässt sich zunächst kaum etwas aussetzen. Die Damen an der Rezeption waren stets freundlich, alles verlief unkompliziert. Auch die Putzfrau hatte stets ein Lächeln auf den Lippen. Während des schweren Erdbebens wurden die Hotelgäste jedoch zunächst alleingelassen, erst nach 10 bis 15 Minuten erfolgten Hinweise seitens des Hotelpersonals. Diese Situation ist für alle Beteiligten gewiss schwer zu bewerten und danach wurden ebenso schnell die Sicherheitsbehörden angerufen. Nur in den Momenten danach fühlten wir uns wie andere Gäste enorm unsicher - auch, weil wir bislang nie ein Beben erlebt hatten.
Nah am Meer, schnellster Weg etwa 400 Meter. Problem: Der Weg führt durch ein Gartentor, und das macht um 15 Uhr zu. Wer aber geht im Hochsommer um 15 Uhr zurück, wenn kaum ein Wind weht und die Temperatur bis zu 35 Grad beträgt? Das Gartentor müsste länger geöffnet werden - oder, eine sicherere Lösung, die Hotelgäste einen Schlüssel für diese Tür erhalten. Nach 15 Uhr muss ein umständlicher Umweg gelaufen werden, an den man sich mit Dauer gewöhnt - könnte aber deutlich einfacher sein. Die belebte Einkaufs- und Ausgehmeile von Tigaki ist drei, vier Minuten entfernt. Nichts Besonderes und zum Shoppen wenig geeignet, aber dort findet man schnell eine Taverne, wo sich gut und meist günstig speisen lässt. Andere Orte lassen sich von dort mit Bus erreichen, den wir aber nicht genutzt haben. Grund: So wie wir es verstanden haben, muss selbst für eine Fahrt ins fünf Kilometer entfernte Nachbardorf zuerst eine halbstündige Fahrt nach Kos-Stadt und dann dort der Umstieg vorgenommen werden, plus die ganze Strecke zurück. Zwischenverbindungen sind auf Kos offenbar unbekannt. Im Hotel und Ort gibt es aber unkompliziert Mietwagen, die wir für die anderen Strände insbesondere im Westen der Insel sehr empfehlen. Drei, vier Tage braucht man locker, um alle Schönheiten abzuklappern.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool ist groß (25 Meter-Bahnen) und sehr angenehm warm, an heißen Tagen bietet er in der Hochsaison fast schon keine Abkühlung mehr. Die Anzahl an Liegen war groß. Ob sie auch ausreichend war, können wir nicht beurteilen. Wir waren allenfalls morgens oder abends kurz am Pool, um ein paar Bahnen zu ziehen. Außerdem gibt es einen Billardtisch sowie einen Internet-Point. Achso: Das Internet. Innerhalb der Bungalows ist meist nicht einmal mobiles Netz vorhanden, ein mäßiges WLAN-Netz gibt es nur in der Lobby und am Pool. Man sollte also eher einen Entspannungsurlaub einplanen und das Smartphone ausstellen - auch wir haben das genossen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Juli 2017 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Jan |
Alter: | 19-25 |
Bewertungen: | 2 |