- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
An sich eine schöne Anlage mit in einem wunderschönen Park eingebetteten Bungalows. Achtung: Überwiegend Gäste aus russischsprachigen Ländern und Ostblock (95%). Wer kein Russisch oder Türkisch spricht, hat verloren. Kaum bis schlechte englische Kommunikation seitens des Servicepersonals (bis auf 2-3 Ausnahmen an der Poolbar). Durch das Gästeklientel bzw. deren Verhalten sinkt leider das Niveau dieser Anlage, sodass wir nicht wieder hier buchen würden. Sternemäßig würden wir das Hotel als 3 Sterne-Haus einstufen, keinesfalls 5. Die Mitnahme eines Wörterbuchs Deutsch-Russisch oder Deutsch-Türkisch ist empfehlenswert.
Das Zimmer war modernisiert und von der Größe her OK. Die Einzelbetten haben wir kurzerhand zusammengeschoben. Geschlafen haben wir außerordentlich gut dank der guten Matratzen und Kissen. Das Bad war auch modern ausgestattet und verfügte über eine Waschkonsole mit Auflagen, Föhn, Toilette sowie einer sehr großen Dusche. Oberflächlich wirkte das Zimmer täglich gereinigt, wenn man jedoch barfuß durchs Zimmer ging, waren die Fußsohlen schwarz (also unbedingt die bereitgestellten Hotelschlappen nutzen). Hier sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur trocken "gewischt" wird. Die Glasflächen der Dusche wurden während des Aufenthalts gar nicht gereinigt. Der Schrank hatte eine ausreichende Größe; ein Safe wurde hierin verbaut und die Benutzung war kostenlos. Es steht ein Wasserkocher zur Verfügung sowie Instant-Kaffee und Teesorten. Die Minibar war mit Softgetränken bestückt. Es ist ein Flachbildschirm vorhanden, der 3 dt. Programme beinhaltet (ARD, RTL, VOX) und drölftrillionen russische Kanäle. Der Balkon ist zwar klein aber ausreichend für 2 Personen und Wäscheständer. Ärgerlich war, dass die Zimmer außerordentlich hellhörig waren, sodass man jedes mal wach wurde, wenn die Nachbarn die Türen knallten oder lautstark über den Flur brüllten (das haben sie gerne gemacht und scheint üblich zu sein).
Mh, das Essen.... Was soll man dazu sagen, wenn die Gäste sich mehrere Teller vollhauen als gäbe es kein morgen, den ganzen Kram ungegessen stehen lassen und keinerlei Tischmanieren haben? Darauf scheint sich die Küche eingestellt zu haben, denn Köstlichkeiten konnten wir keine entdecken, eher Massenware. Wenig Abwechslung und im Prinzip immer das gleiche, nur mal anders dargereicht (Huhn, Hackfleisch, Fischfilet). Wir haben aufgrund dessen von 7 Tagen 3 mal in der Stadt gegessen. Schlimm war das Verhalten der Gäste: zusätzlich zu den hinterlassenen Schlachtfeldern auf den Tischen wurde das Essen tellerweise aus dem Restaurant rausgeschleppt und vermutlich im Zimmer gebunkert (wo zum Teufel stiefelt man abends im Dunkeln mit vollen Tellern hin?). Es gab sogar mehrere Exemplare, die Plastiktüten mitbrachten und das Obst ungeniert einpackte ohne Rücksicht, ob für andere Gäste noch etwas übrig war (besonders beliebt waren Pfirsiche). Das Kuchenbuffet sah regelmäßig aus, als wäre der Bagger durchgefahren. Insgesamt wirklich traurig anzuschauen, denn dadurch sinkt das Niveau erheblich. Nähere Erläuterungen zur Atmosphäre erübrigen sich an dieser Stelle.
Tja, der Service... Die Kellner im Restaurant waren zwar da aber 5 Sterne-Niveau hatten sie leider nicht. Es fing schon bei der Sprache an (Englisch), die sie kaum beherrschten. Russisch ist die Sprache, die jeder dort beherrscht, beherrschen muss, weil der Russe (egal ob Ukrainer, Kirgise oder was auch immer) furchtbar böse wird, wenn ihn mal einer nicht versteht (kein Witz). 2 x haben wir mitbekommen, dass die einem Kellner und einem Animateur fast an die Gurgel gegangen wären - sehr sehr unangenehm. Eventuell lag es am literweisen Konsum von "Schampanski" und Vodka. Die Kellner an der Poolbar waren alle sehr bemüht, auch nicht-russische Gäste zufriedenzustellen. Dort insgesamt sehr freundliches und zuvorkommendes Personal. Generell konnten wir feststellen, dass das Personal einen ziemlich erstaunt ansah, nur weil man freundlich war - das sind die Armen nicht gewohnt... Service an der Rezeption eine Katastrophe weil auch dort -wenn überhaupt- schlecht bis kaum Englisch gesprochen wird. Wir hatten an einem Abend mehrfach einen Stromausfall im Zimmer. Der Anruf bei der Rezeption brachte nichts, da dort niemand ans Telefon ging. Als wir selbst vorbeigegangen sind, war es schon schwierig verständlich zu machen, welches Problem vorlag (das Kommunikationsproblem... aber der junge Mann sprach wenigstens ein paar Brocken Englisch). Irgendwann hieß es dann, dass wir als Gäste nicht registriert seien und überhaupt unsere Zimmernummer nicht existiert (holy moly). Am Ende konnte alles geklärt werden aber wir waren froh, dass nichts Gravierendes bzw. Kompliziertes zu regeln war. Am Abreisetag waren wir die einzigen Gäste, die abgereist sind. Beim Check-out morgens um 06:30 mussten wir einen Rezeptionisten aus den Federn klingeln (soweit kein Problem). Der kam dann vor, kassierte die Zimmer- und die Handtuchkarten, murmelte etwas und verschwand wortlos dahin wo er herkam. Nix vonwegen "hatten Sie einen schönen Aufenthalt?" oder geschweige denn "gute Heimreise". Am Ende war es aber vielleicht auch gut so, dass nicht nachgefragt wurde, denn was hätten wir ihm wohl antworten sollen? Pff.... Das ist alles meilenweit von 5 Sternen entfernt. Schade um die wirklich schöne Anlage.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poolanlage ist sehr schön, jedoch ziemlich eng mit Liegen und Schirmen bestückt. Das Poolwasser ist extrem kalt und es kostet schon einiges an Überwindung hineinzusteigen. Aufgrund der Eiseskälte kann man sich nicht lange im Wasser aufhalten. Wellness: wir haben lediglich jeweils eine Bali-Massage gebucht, die auch soweit OK war. So herausragend, dass man gleich ein ganzes Massage-Paket bucht, war sie dann aber doch nicht. Am Pool dreht täglich und wiederkehrend ein Mitarbeiter des Wellnessbereichs seine Runden und versucht, seine Anwendungen an den Mann zu bringen (gleich ganze Pakete mit mehreren Massagen und Anwendungen). Zur Animation können wir nicht viel sagen, da uns diese eigentlich nicht interessiert. Wir wären allerdings am liebsten schreiend weggelaufen bei der Aquagymnastik. Die junge Dame, die mit Trillerpfeife und russischen Kommandos (Lieblingsbefehl: davai davai!) die Meute im Wasser antrieb, nannten wir nur Drill-Sergeant. Das war kaum zu ertragen und echt übel.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im September 2016 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Melanie |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 4 |