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Carmen (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2009 • 1 Woche • Strand
Vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Das Hotel La Santa Maria Playa hat seit Juli 2011 ein neues Management und hat zusätzlich umfassend renoviert. (Quelle: Hotel La Santa Maria Playa)
Lust auf Diät, hier ist man richtig!
3,7 / 6

Allgemein

Das Hotel ist im Gegensatz zu den nahe liegenden Bettenburgen eher klein. Laut Aussage des hoteleigenen Prospekts wurde es 2005 renoviert, was man in den Zimmern schon sieht, nicht aber an manchen Stellen der Außenfassade, wo der Putz abbröckelt. Die Zimmer sind relativ groß. Das Reinigungspersonal müsste teilweise gründlicher arbeiten. Wir hatten all inclusive gebucht, was sich vor allem durch die konsumierten Getränke ausgezahlt hat. Im Vistamer sind Gäste aller Altersgruppen vertreten, v. a. Deutsche, Österreicher und Engländer. Wie gesagt, man sollte Lunchpakete auf eigene Faust aufbessern. Wenn ruhige Nächte gewünscht sind, dann am besten nach einem Zimmer fragen, das nicht auf der Vorderseite des Hotels liegt. Ausflüge kann man z. B. durch den Veranstalter buchen (z. B. Inselrundfahrt von Neckermann mit Bus, Schiff und Zug für 60,50 Euro - sehr empfehlenswert!)oder auf eigene Faust unternehmen (Drachenhöhlen im 10km entfernt gelegenen Porto Cristo: mit dem Linienbus Bus Red fahren, Hin- und Rückfahrt p.P. 3,30 Euro + Eintritt Drachenhöhlen 10,50 Euro), da dieser Ausflug organisiert von Neckermann 35 Euro kostet.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer im Vistamer sind von ausreichender Größe. Der Schrank hat leider nur eine Stange zum Aufhängen von Blusen etc., Fächer für T-Shirts sucht man vergeblich. Auch das Bad ist nicht zu klein. Durch Gespräche mit anderen Hotelgästen haben wir erfahren, dass wir zu den wenigen Glücklichen gehörten, deren Bad ein Fenster besitzt. Die Klimaanlage im Zimmer arbeitet sehr gut! Der Safe kostet 13 Euro pro Woche. Fernseher und Telefon funktionieren. Das Reinigungspersonal arbeitet, wie bereits erwähnt, nicht immer so gründlich, wie man sich es wünschen würde. Generell kann man sagen, dass die Zimmer sehr hellhörig sind, d. h. wenn die nicht mehr ganz nüchternen Nachbarn morgens um 5 Uhr aus der Havanna-Bar heimkommen, ist man live dabei. Der Balkon ist groß und mit Wäscheseilen und zwei Stühlen ausgestattet. Wir konnten, wenn wir um die Ecke geschaut haben, auch einen ca 50m langen Abschnitt von Strand und Meer sehen. Ansonsten ging der Blick in die Gartenanlage des benachbarten Hotels Said bzw in den Hinterhof des Vistamer, was uns aber 1000mal lieber war, als auf der Vorderseite jede Nacht die laute Musik der Havanna-Bar etragen zu müssen. An unserem Abreisetag passierte etwas, womit man nicht unbedingt rechnet: Bis 12 Uhr sollten wir das Zimmer räumen und waren gegen 10.30h gerade beim Packen, als von außen plötzlich die Zimmerkarte in den Schlitz gesteckt wurde und eine wildfremde Frau mit ihrem Gepäck in der Tür stand und darauf bestand, das sei jetzt ihr Zimmer. Wir beharrten natürlich auch auf unserem Recht (oder wollte sie sich als Neuankömmling im ungesäuberten Zimmer ihrer Vormieter ausbreiten?), woraufhin uns die spanische Putzfrau zu Hilfe kam und die neue Urlauberin mit den Worten "recepcion, recepcion, weg, weg!!!" verscheuchte. Also immer damit rechnen, dass ein Fremder im Zimmer stehen kann, ohne dass man vorher ausgecheckt hat! Übrigens waren wir auch im Speisesaal nicht mehr eingeplant, bekamen von den Kellnern dann aber sofort ein Gedeck.


    Restaurant & Bars
  • Sehr schlecht
  • So, hier kommen wir zur größten Schwäche des Hotels. Der Speisesaal im Kellerbereich wartete zwar immer mit einem langen Buffet auf, doch beim näheren Herangehen wurde schnell klar: Quantität ist nicht gleich Qualität. Das Salatangebot wiederholte sich bis auf kleine Variationen ständig und war auch recht übersichtlich. Für mich fiel dies besonders schwer ins Gewicht, da ich sowohl Fisch als auch Geflügel und Wild nicht esse. Daher möchte ich diese drei Kategorien auch nicht bewerten. Wer jetzt aber denkt, man könnte sich mit Nudelgerichten, Gemüse, Reis, Schwein und Rind "über Wasser halten", der täuscht sich. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich so verkochte oder geschmackslose Spaghetti, Ravioli, Tortellini oder Lasagne vorgesetzt bekommen. Somit lief die Woche nach dem Motto: "Kartoffeln - in welcher Form heute?" Als Pommes, Country Potatoes, Kartoffelpüree oder ganze Kartoffeln waren sie quasi der Rettungsanker. Jeweils noch ein wenig Gemüse und Fleisch dazu und schon waren die "kulinarischen Köstlichkeiten" komplett! Wenn aber auch noch das Rührei beim Frühstück mit Wasser gestreckt wird und der Käse mehr oder weniger ungenießbar schmeckt und auch andere "Allesesser" sich nicht gerade positiv über das Essen äußern, dann muss hier wohl einiges schieflaufen, oder? Die Desserts zeichneten sich vorwiegend durch die Attribute "pappig" und "süß" aus, was aber wohl landestypisch ist. Positiv anzumerken ist, dass man sich als all-inclusive-Gast beliebig oft an den Getränke-Zapfhähnen bedienen kann. Erwähnt werden muss aber unbedingt das überaus lukullische Lunchpaket. Dieses besteht aus zwei (ungetoasteten) Sandwiches mit jeweils einer Scheibe Käse und (ungenießbarer) Wurst. Worauf man dann aber den mitgegebenen Schmelzkäse oder das Nutella streichen soll, hat uns keiner erklärt. Tipp: das Lunchpaket auf eigene Faust mit Brötchen aufbessern. Dazu kamen noch je ein Apfel und eine Orange sowie für einen Ganztagesausflug (!) eine 0,33-Liter-Flasche Wasser. Ist ja ausreichend und gesund bei 35 Grad, oder? Am Ende bin ich aber bezüglich der Gastronomie-Bewertung noch nicht. Man wird als Neuankömmling zu anderen Gästen an den Tisch gesetzt. Wenn das, wie bei uns, ein älteres, mürrisches, kaum deutsch sprechendes Paar ist, macht das Essen noch weniger Spaß (falls das überhaupt noch möglich ist). Glücklicherweise entpuppten sich deren Nachfolger als sehr nettes Pärchen, mit dem wir viel Spaß (auch beim Beurteilen der zubereiteten Nahrungsmittel) hatten. Fazit: Eine Diätwoche für weit über 500 Euro ist schon ein ziemlicher Hammer!


    Service
  • Eher gut
  • Die Damen an der Rezeption sind immer sehr hilfsbereit und sprechen sehr gut deutsch. Im Speisesaal schauen die Angestellten zwar etwas mürrisch, räumen das Geschirr meist aber flott weg. Das Reinigungspersonal arbeitet einerseits etwas oberflächlich (Haare im Bad von links nach rechts gewischt), andererseits etwas übereifrig (übriggebliebene volle Flasche aus Lunchpaket wurde einfach mitgenommen). Manchmal sehr lustlos kam uns der Barmann vor, die Getränke wurden aber immer schnell zubereitet. Im Speisesaal lagen die dreckigen Tischdecken oft noch zwei bis drei Mahlzeiten lang auf dem Tisch. Teilweise schaffte die Spülmaschine es nicht, die gesamten Speisereste von den Tellern zu entfernen. Den Besteckbestand sollte das Vistamer auch dringend aufstocken, da oft zu wenig Gabeln oder Kaffeelöffel vorhanden waren.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Wer wie wir ein Hotel in Strandnähe (ca 300m)sucht, ist hier absolut richtig. Die Fußgängerzone von Cala Millor mit Souvenirläden, Spar-Märkten und unzähligen Bars ist quasi gleich um die Ecke. Für junges erlebnishungriges Publikum ist die Havanna-Bar gegenüber dem Hotel natürlich äußerst günstig gelegen. Wer allerdings eher die Ruhe sucht und ein Zimmer auf der Vorderseite des Hotels erwischt, wird ohne Ohrenstöpsel nachts kaum Ruhe finden. Der Transfer vom Flughafen dauert ca eine Stunde, was man aber vorher schon ahnt, wenn man sich die Karte von Mallorca mal angesehen hat. Ausflugsmöglichkeiten gibt es ohne Ende, es kommt nur darauf an, was man selbst aus seinem Mallorca-Urlaub macht.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Sport wird kaum angeboten, was aber auch so im Katalog steht, so dass man als Aktivurlauber einfach von vorneherein ein darauf ausgerichtetes Hotel buchen muss. Animation sieht so aus, dass einmal wöchentlich ein spanischer Alleinunterhalter dem Publikum die Möglichkeit gibt, eine flotte Sohle aufs Parkett zu legen, ein Bingo-Abend oder ein Mallorca-Quiz veranstaltet wird. Kinderclub, Disco oder Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Vistamer nicht, Internetzugang gegen Gebühr schon. Der Pool ist klein, wer aber bei diesem feinen Sandstrand und dem glasklaren türkisblauen Wasser nicht ins Meer geht, dem ist eh nicht zu helfen. Im Hotel sind Liegen und Schirme kostenlos, am Strand nicht, sodass man sich am besten entweder auf sein Handtuch oder eine Luftmatratze legt und sich für den Urlaub einen Schirm (ab ca 6 Euro)kauft. Am Strand sind (manchmal eher schlecht funktionierende) Duschen vorhanden, Toiletten dagegen nicht.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im August 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Carmen
    Alter:31-35
    Bewertungen:2