In einem Steilhang errichtete sehr gepflegte mittelgroße Hotelanlage in ruhiger Umgebung. Unmittelbares Nachbarhotel ist das Design Hotel Lindos Blu. Bedingt durch die extreme Hanglage ist der Ausblick fantastisch. Preis hierfür sind viele Treppen oder die Nutzung vieler Aufzüge. Das Hotel verfügt über kostenloses WLAN in der Lobby und an den beiden Pools. Ausreichend Parkplätze am Hotel sind ebenfalls kostenlos. Da unser Zimmer in der Nähe des unteren Pools war, funktionierte das WLAN auch im Zimmer und auf dem Balkon. Die Gästestruktur ist international. Hauptsächlich Deutsche, Engländer, Russen, Franzosen und Schweizer (kein Party-Publikum). Das durchschnittliche Alter der Gäste im Mai lag deutlich über 50 Jahre. Wir hatten für die Zeit unseres Aufenthaltes einen Mietwagen, den wir direkt an der Vermietstation von Rhodos Cars im Hotel übernommen und abgegeben haben (Polo für 25 Euro/Tag incl. aller Versicherungen ohne Selbstbehalt). Es gab keine Probleme, wir hätten es allerdings einfacher gefunden, wenn wir den Wagen nicht wieder mit einem einen „¼ vollen Tank wie übernommen“ hätten abliefern müssen. Ohne Auto hat man m.E. keine Chance die Insel mit Ihren vielen Sehenswürdigkeiten in Ruhe anzuschauen. Insbesondere der schwach besiedelte ursprüngliche Süden der Insel hat uns sehr gut gefallen. Das Schmetterlingstal kann man sich im Mai allerdings sparen, da es keine Schmetterlinge aber auch kaum Besucher gibt. Wenn es Schmetterlinge gibt, ist der Besucherandrang aber, wie die kameraüberwachten eingezäunten Wege ahnen lassen, wohl dementsprechend groß. Für Rhodos Stadt sollte man mindestens zwei Tage einplanen.
Unser Zimmer war nett eingerichtet und verfügte über einen schönen sonnigen und uneinsehbaren aussichtsreichen Balkon. Das Zimmer machte einen neuwertigen Eindruck. Die Matraze hätte für unseren Geschmack etwas härter sein dürfen. Wir hatten ruhige Nachbarn, so dass bis auf das Meeresrauschen Nachts nicht zu hören war. Positiv fiel auf, dass es anstelle der meist unvermeidlichen Minibar ein Kühlschrank für die Gäste zur Verfügung stand. Es gab auch Wein- und Wassergläser, einen Flaschenöffner, Tassen, einen Heißwasserbereiter, Teebeutel und Instantkaffee. Angenehm fand ich auch, dass im Zimmer ein Safe kostenlos zur Verfügung stand. An der Wand hing ein Flachbildschirm. Neben ein paar deutschen Sendern lief internationale Kost. Die von uns kaum genutzte Klimaanlage ist sicher im Sommer nicht ganz unwichtig. Ein Detail, das ich sehr bemerkenswert fand, waren professionelle Fliegengitter vor den Fenstern und an der Balkontür. Wir hatten also richtig Glück mit unserem Zimmer und hätten sehr ungern mit Gästen getauscht, an deren ebenerdiger Terrasse wir auf unserem Weg durch die Hotelanlage vorbeikamen.
Wir haben Halbpension gebucht und nur im Hauptrestaurant gegessen. Die Auswahl und Qualität der Speisen war sehr gut. Neben einem Buffet mit täglich wechselnden Gerichten, zwei Suppen, Vorspeisen und Salaten, gab es auch immer drei „Hauptgerichte“, die serviert wurden. Wir haben uns nach dem ersten Abend, zur besseren Kontrolle der Kalorienzufuhr, nur noch am Buffet bedient. Beim sehr leckeren Nachtischbuffet fielen entsprechende Beschränkungen etwas schwerer. Der Preis für eine Flasche sehr leckeren „Emery-Weiß“ aus Rhodos betrug angemessene 14 Euro. Eine große Flasche stilles Wasser kostete etwa drei Euro. Eine mit Zeremoniell eingeschenkte Flasche Erdinger kostete stolze 5 Euro. Wir fanden sehr angenehm, dass man im Restaurant professionell plaziert wurde. Dadurch gab es zwar manchmal eine kleine Schlange, die aber unangenehmes Gedränge vermied und auch zu manchem netten Kontakt zu anderen Gästen führte. Highlight des Restaurants ist die große Terrasse mit Ganzglasgeländer, von der man einen grandiosen Blick auf die Bucht hat! Das Frühstück war dementsprechend komplett. Es gab für südliche Länder sehr viele ansprechende Brotarten und einen professionellen Durchlauftoaster. Wenn jemand nicht auf sein unschlagbares Brot aus der Hofpfisterei in München verzichten kann, muss er eben zu Hause bleiben.
Der Service und die Zimmerreinigung war sehr gut. Alle Angestellten sprechen englisch („Amtssprache“), manche auch deutsch und andere Sprachen der Gäste. Wenn wir uns an die Rezeption wandten, wurde uns immer prompt geholfen.
Das Hotel liegt über der Bucht von Vlicha ca. 2,5 km von Lindos entfernt. Der „übliche“ Fußweg nach Lindos entlang der doch relativ stark befahrenen Straße macht nicht wirklich Spaß. Wir hatten ein Auto und sind deshalb nie entlang der Straße gelaufen, andere Gäste haben diesen Ausflug aber nur einmal gemacht. Entsprechendes Schuhwerk und mittlere Fitness vorausgesetzt können wir aber den direkt am Strandausgang des Hotels beginnenden Wanderweg querfeldein zum Grab des Kleobulos empfehlen. Der Weg ist durch blaue (teilweise auch rote) Punkte und Steinmännchen bis oberhalb des Strandes von Lindos markiert. Danach kann man sich auf ausgetretenen Wegen nicht mehr verlaufen. Es duftet sehr gut (wilder Salbei, etc.) und man hat einen sehr schönen Blick auf Lindos mit seiner Akropolis. Ich fand aber auch das Grab des Kleobulos (geb. im 6. Jh.v.Chr.), ein intakter aus exakt behauenen Quadern mörtellos errichteter Rundbau, sehr beeindruckend. Es gibt eine Bushaltestelle (Verbindung nach Rhodos-Stadt) direkt am Hotelparkplatz. Die Busverbindung selbst haben wir allerdings nie benutzt. Einen kleinen Supermarkt und eine Taverne findet man fußläufig am Strand.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Wir fanden den direkt unterhalb des Hotels gelegenen Sandstrand sehr angenehm und gepflegt. Der Strand eignet sich zum Joggen nicht sehr gut, da man an den meisten Stellen relativ tief einsinkt. Etwas vom Hotelstrand entfernt, begannen die Vorbereitungen für die üblichen Wassersportaktivitäten. Für Hotelgäste sind die Liegen unter Sonnenschirmen kostenfrei. Während unserer Reisezeit waren auch zu Spitzenzeiten nur etwa die Hälfte der Liegen in Benutzung. Es gibt Süßwasserduschen und Umkleidekabinen. Der Strand wird vom Hotel aus bedient, d.h. man konnte Getränke und Snacks zum normalen Hotelpreis an seinen Liegestuhl ordern. Wir haben den sehr netten „Beachboy“ bewundert, der den ganzen Tag seine Runden drehte und nebenher den Strand in Ordnung hielt. Animation wollten wir nicht haben und haben wir auch nicht wahrgenommen. Dies kann natürlich auch daran liegen, dass wir meist tagsüber mit dem Mietwagen auf der Insel unterwegs waren. Wir haben nur den sportlich kühlen und sehr sauberen unteren Pool gelegentlich morgens schon vor dem Frühstück genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Mai 2014 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jutta |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 2 |


