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Robert (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2017 • 2 Wochen • Strand
Schöner Urlaub mit ein paar kleinen Schwächen
4,0 / 6

Allgemein

Das Smartline Madara ist ein Hotel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. In einigen Bereichen gibt es aber noch Luft nach oben.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir waren zu fünft in einer großzügigen Suite (ca. 50qm), bestehend aus zwei Zimmern und einem großen Balkon, untergebracht. Schade war nur, dass alle Einrichtungen mit Ausnahme der Schlafmöglichkeiten nur für 2 Personen ausgelegt waren, d.h. am Balkon befanden sich lediglich 2 Stühle und ein kleiner Tisch, und auch in den Zimmern waren nur 2 kleine Hocker, es wäre also kaum möglich gewesen, sich beispielsweise mal zu fünft am Abend auf den Balkon zu setzen, was wir eigentlich schon gerne gemacht hätten. Apropos Balkon: alle Balkone des Hotels sind mit jeweils 2-3 Glaskugeln mit grellen Energiesparlampen ausgestattet, die bis 23 Uhr brennen und nicht von den Zimmern aus abgeschaltet werden können. Man sitzt also am Abend notgedrungen in einer grellen Festbeleuchtung, was nicht gerade für eine romantische Stimmung sorgt. Schlecht waren auch die drei Zustellbetten, auf denen unsere Kinder schlafen mussten. Diese bestanden aus ausziehbaren Sesseln und man lag letztendlich auf einer ca. 7cm hohen Schaumstoffunterlage auf einer Holzplatte ohne jede weitere Polsterung - für ein Kind vielleicht gerade noch hinnehmbar, für Erwachsene eine Zumutung. Ein absoluter Schwachpunkt war das Badezimmer. Hier waren die Hälfte der Lichtspots in der Decke kaputt und der Spülkasten der Toilette brauchte mehr als 30 Minuten, um einmal vollzulaufen. Einen weiteren Minuspunkt muss ich für die Zimmerreinigung vergeben: die Böden wurden nur sporadisch gereinigt (selbst wenn diese bereits deutlich sichtbar verschmutzt waren) und die Möbel wurden sogar nur ein einziges mal abgewischt, obwohl sich darauf bereits seit Tagen eine deutliche Staubschicht gebildet hatte. Benutzte Gläser wurden stehen gelassen und nicht gespült. Positiv zu erwähnen wäre dagegen, dass wir jeden Tag frische Handtücher erhalten haben. Unser Zimmer befand sich auf der "Landseite". Diese gewährt einen Blick auf einen bewaldeten Hang, auf welchem in ca. 50m Entfernung eine dicht befahrene Straße vorbei führt. Wirklich schön ist das also nicht. Da unser Zimmer im 6. Stock lag, war die "Landseite" noch ganz okay, wehe aber denen, die in den unteren Stockwerken untergebracht sind: die genießen neben dem Blick auf den unmittebar davor verlaufenden Gehweg, die Hotelanfahrt und ein paar Bäume nämlich auch eine atemberaubende Aussicht auf mehrere Container und Mülltonnen... Ach ja, eine echte Katastrophe waren die beiden Hotelaufzüge. Einer davon blieb ständig stecken und hat willkürlich eine Überlastung angezeigt (obwohl nur 3 Leute drin waren!). Außerdem waren sie extrem langsam und schlecht programmiert (fuhren oft beide in die gleiche Richtung, anstatt einer nach oben und einer nach unten). Meistens war es uns zu blöd, minutenlang auf den (meistens dann schon vollen) Lift zu warten, so dass wir meistens das Treppenhaus benutzt haben.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Mal ehrlich: wer ein bulgarisches Hotel in der Landeskategorie 4 Sterne bucht und erwartet, dass dort alles so lecker schmeckt wie zuhause, der hat irgendetwas nicht richtig verstanden. Natürlich ging es auch uns so, dass vieles, was an den Buffets angeboten wurde, uns geschmacklich nicht überzeugen konnte, aber deshalb gleich pauschal von "schlechtem Essen" zu sprechen, ist sicher nicht fair. Festzuhalten ist, dass es zu jedem Mittag- und Abendessen verschiedene Auswahlen an Fleisch (Rind, Schwein und Geflügel eigentlich immer) und Fisch gab, dazu verschiedene Beilagen und ein großes Salat- und Dessertbuffet. Man konnte also immer etwas "essbares" finden und wir hatten nie den Eindruck, dass das Essen nicht mehr frisch oder nicht richtig durchgegart gewesen wäre. Nervig für uns als fünfköpfige Familie war dagegen, dass der Speisesaal nur über wenige größere Tische verfügt und dass diese häufig schon besetzt waren (oft von Pärchen, die es offenbar einfach toll fanden, zu zweit an einem 6er-Tisch zu sitzen...), so dass wir ein paarmal mehrere Anläufe nehmen mussten um einen Platz zu finden. In einigen Bewertungen aus dem August/September 2017 ist zu lesen, die Hotelgäste hätten aufgrund des "schlechten Essens" im Hotel eine Lebensmittelvergiftung erlitten. Das ist nicht richtig. Auch vier von uns fünfen haben einen Tag mit Übelkeit und Erbrechen erleben müssen. Allerdings haben wir diese Symptome nicht zeitgleich bekommen und wir wissen von etlichen anderen Hotelgästen, die vor und nach uns (ebenfalls immer nach dem gleichen Schema) Magen-Darm-Probleme hatten. Außerdem gab es diese Probleme nicht nur im Smartline-Madara, sondern auch in den ganzen umliegenden Hotels. Fazit: Hier war ein ziemlich fieser Magen-Darm-Virus im Umlauf, mit der Essensqualität hatte das nichts zu tun.


    Service
  • Sehr gut
  • Wir wurden vom Personal stets freundlich und zuvorkommend behandelt.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel befindet sich am Rand der "Goldstarnd-Hotelsiedlung". DIes hat den Vorteil, dass man sich nicht inmitten des Partygetümmels befindet und es eher ruhig hat. Ich sage bewusst "eher", da es am Goldstrand eigentlich nirgends wirklich ruhig ist, man wird eigentlich in jedem Eck mehr oder weniger durchgehend mit Disco-Sound beschallt... Sowohl der Strand als auch die Touristenmeilen sind gut zu Fuß vom Hotel aus zu erreichen. Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants findet man in der unmittelbaren Umgebung ebenfalls reichlich. Eine echte "Mogelpackung" ist die Katalogbeschreibung, wonach man über eine parkähnliche Landschaft über Treppen und Wege nach 450 Metern den Strand erreicht. Die Wahrheit sieht folgendermaßen aus: Man verlässt die Hotelanlage über einen Hinterausgang und läuft geschätzt 50 Meter zwischen anderen Hotelanlagen durch einen von Bäumen und Grasflächen gesäumten Weg. Dort geht es auch an einer mitunter recht übel riechenden Kanalisationsanlage vorbei und ja, dort gibt es auch ein paar Treppenstufen! Das war's dann aber auch schon mit der "parkähnlichen Landschaft". Nun geht es weiter über ganz normale Straßen, die von Geschäften gesäumt sind. Insgesamt würde ich die Strecke zum Strand auf gut einen Kilometer schätzen. Der Strand selbst hat uns sehr gut gefallen, aber Vorsicht: Strandliegen und Schirme müssen teuer gemietet werden (2 Liegen mit Schirm und Auflagen kosten am Tag umgerechnet 18 Euro!). Hier empfiehlt es sich, bei einem der vielen Shops einmalig für umgerechnet 10 Euro einen großen Sonnenschirm zu kaufen und es sich auf den freien Strandflächen gemütlich zu machen.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Beim Thema Animation scheiden sich bekanntlich die Geister. Während die einen total darauf stehen, könnten andere gänzlich darauf verzichten - zu letzteren gehören wir. Ganz objektiv betrachtet muss man den Animateuren/-innen aber zugestehen, dass sie sich sehr bemüht haben, die animationswilligen Gäste gut zu unterhalten. Ob es allerdings notwendig ist, eine halbe Stunde lang "WOOOOLIBOOOOL!" oder "WOOOOTABOOOLOOO!" (Wasserball) durch die Anlage zu plärren, lassen wir mal dahin gestellt. Schwach war das Animationsangebot für größere Kinder und Jugendliche, das eigentlich überhaupt nicht stattgefunden hat, obwohl es laut Katalogbeschreibung angeboten werden hätte sollen. So gab es lediglich eine gemeinsame Kinderbetreuung, in der Kinder zwischen 3 und 10 Jahren mitgemacht haben, was aufgrund der Altersunterschiede natürlich dazu geführt hat, dass viele der älteren Kinder schnell wieder ausgestiegen sind.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im August 2017
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Robert
    Alter:41-45
    Bewertungen:4
    Kommentar des Hoteliers

    Lieber Robert, Sie weil uns mit ihrer Kommentare. Wir freuen uns, dass wir es geschafft, Ihre Erwartungen zu erfüllen. Wir hoffen, dass wir wieder sehen. Viele Grüsse aus Hotel Madara