Wie mehrfach schon beschrieben, mit 511 Zimmern ziemlich große und weitläufige Anlage, aber mit sehr ansprechendem Ambiente. Kein Hochhaus-Stil, eher wie ein kleiner orientalischer Stadttteil mit unterschiedlichen Gebäuden. Abends mit toller Beleuchtung der Gebäude und der Pool-Landschaft. Überall wurde ständig geputzt und geschrubbt. Auch die Toilettenanlage am Strand (mit Duschen) wurde permanent gereinigt. Draußen stand immer ein Angestellter, der - sobald er eine WC-Spülung hörte - ins Gebäude kam und sich sofort ans Werk machte. Vorsorglich wurde am Waschtisch immer mal auch noch eine Räucherkerze angezündet (NICHT WEGEN MIR!!!). All-inclusive-Leistungen sind grundsätzlich ok. Wir fanden es zunächst allerdings etwas gewöhnungsbedürftig, dass es doch etliche Ausnahmen gibt, die extra bezahlt werden müssen. Beispiel: Minibar im Zimmer. Dort stehen u. a. 2 Flaschen Mineralwasser. Obwohl Wasserflaschen (0,6! l, für das Zähneputzen unerlässlich!) überall in den Restaurants und Bars "AI-erhältlich" sind, müssen bei Verbrauch der beiden Flaschen aus der Minibar (es handelt sich um ein anderes Fabrikat!) bei der Abreise 20 LE bezahlt werden. Warum dort nicht auch das "AI-Wasser" steht, ist eigentlich nicht verständlich. In den Bars kann man sich immerhin anhand der Getränkekarten auf den Tischen rechtzeitig vor der Bestellung darüber informieren, was AI ist bzw. nicht. Das lokale Bier (Luxor) ist trinkbar - insbesondere solange es kalt ist (was im Juli allerdings nicht lange der Fall war) - und die AI-Cocktails (z. B. Tequila sunrise) sowie alles Alkoholfreie (Pepsi, 7-up, ...) waren nach unserer Einschätzung auch ok. Gästestruktur: Zum weitaus überwiegenden Teil deutschsprachig, einige Niederländer und Briten. Osteuropäischer Anteil gefühlt so gut wie nicht vorhanden; in der zweiten Woche war das Hotel fest in österreichischer Hand. Generell sollte man bei sämtlichem Personal immer daran denken, für Zufriedenheit auch mal Trinkgeld zu geben. Weil diese Leute die üblichen Euro-Münzen nicht gegen einheimisches Geld wechseln können, werden Touristen immer wieder gefragt, ob sie 5 oder 10 Euro(-Münzen) in einen Schein tauschen können. Weil wir Dies (dank holiday-check) wussten, haben wir reichlich 1-US-Dollar-Noten mitgenommen, die ebenso gern genommen wurden und das Umtauschen für das Personal erleichtern. Wer sich beim Schnorcheln Schmerzen ersparen möchte, sollte - solange dort kein Steg existiert - entweder im Bereich vor dem Grand Makadi den Weg zum Riff nehmen oder ca. 300 - 400 m rechts am Strand lang (Richtung Makadi Bay) gehen. Dort befinden sich Zugänge mit überwigendem Sandanteil im Wasser. Für "Nicht-Schnorchler", die trotzdem mal unter die Wasseroberfläche schauen wollen, empfiehlt sich eine Fahrt mit dem "Sea Scope", ein Schiff mit verglastem Rumpf (kein Glasbodenboot!). Gesamtdauer ca. 2 Stunden, Kosten 32 € / 16 € (Erwachsene/Kind bis 12 J.) Wen "Pharaos Rache" ereilt, der/die sollte keine kostbare Urlaubszeit damit verlieren, die (nicht wirksamen) mitgebrachten Mittel auszuprobieren, sondern gleich zur deutschsprachigen Apotheke gegenüber gehen, wo man preiswerte Hilfe erhält!
Wir hatten eine Junior-Suite mit Blick auf den Pool, direkt über dem Restaurant Botanical Garden. Die Größe war mehr als ausreichend, stilvoll gemauerter Raumteiler, ein Teil des großen Balkons war überdacht, so dass nie direkte Sonneneinstrahlung ins Zimmer gelang. Die Klimaanlage hatten wir auf 30 Grad eingestellt, damit wir es zwischendurch auch mal "kühler" hatten. Das Zimmer wurde täglich tiptop gereinigt . Mobiliar ist nicht mehr ganz taufrisch. Die Betten waren einwandfrei, nur das Zustellbett (Schlafcouch) wies einige Flecken auf.
Wir haben nicht alle der zahlreichen Restaurants ausprobiert, weil wir uns relativ früh festgelegt hatten: Ohne benötigte Reservierung kann man stressfrei im "The Dome" und im "Melange" normal seine Mahlzeiten einnehmen. Punktabzug gibt es hier allerdings dafür, dass wir wiederholt bei Chicken und Beef teilweise nicht durchgegartes Fleisch auf dem Teller hatten. Gemeint ist innen roh! Wir führen dies darauf zurück. dass bei längeren Menschenschlangen die Köche das Fleisch vermutlich etwas zu früh vom Grill nahmen. Grundsätzlich war das Angebot aber vielfältig und es hat auch (fast) Alles geschmeckt. Spitzenmäßig waren das "Discovery" (mediterrane Küche) und für uns die Joker Bar.
Wie man in den Wald ruft ... Egal wo und wen man vom Personal trifft, ein Blick in die Augen, ein freundliches "hello" und schon kommt das ebenso freundliche "hello, Alles klar?" zurück. Wir haben das Personal grundsätzlich in Englisch angesprochen, haben im Laufe der Zeit allerdings den Eindruck gewonnen, dass doch Viele auch Deutsch zumindest verstehen. Das Zimmer wurde täglich tiptop gereinigt. Bei unserer Ankunft morgens um 5 Uhr fehlten in unserem Zimmer das Bettzeug für das Zustellbett und das Strandtuch für die 3. Person. Außerdem war der Safe im Schrank nicht (mehr) an der Wand befestigt (hätte also weggetragen werden können ...) und war verschlossen, so dass wir keine eigene (vierstellige) Ziffernkombination programmieren konnten. (Danke an unsere Zimmervorgänger, die leider übersehen hatten, dass der Safe bei Abreise geöffnet bleiben soll ... ;-), nur dann funktioniert die Programmierung. Diese Probleme teilten wir unserem Roomboy mit und sie wurden innerhalb von ca. 15 MInuten abgestellt. Das Personal im Discovery und insbesondere in der Joker Bar verdient ein extra Lob. Im Discovery sehr aufmerksam und zuvorkommend, in der Joker Bar (Nomen est omen) zusätzlich immer für einen Spass zu haben. Auch das Personal am Strand (Getränke, Liegen/Auflagen) war immer sehr aufmerksam, sehr nett. Eine Überraschung hält das Hotel übrigens für jedes Geburtstagskind bereit (ich z. B.durfte dies erleben), die ich hier aber nicht näher verrrate ....
Das Hotel befindet sich ca. 30 km südlich von Hurghada, Transferzeit vom Flughafen ca. 30 Minuten. Es liegt in der Landeanflugschneise für den Flughafen; uns haben aber die gelegentlichen Überflüge nicht gestört. Das Hotel liegt zwar direkt am Strand. Von unserem Zimmer brauchten wir allerdings ca. 7 Minuten (mehrere hundert Meter) bis zum Strand, die sich bei ca. 40 - 45 Grad ziemlich in die Länge zogen ... Rings um den Hotelkomplex einschließlich des Schwesterhotels Grand Makadi und der Neubaustelle Makadi Spa gibt es in erster Linie viel Wüste! In der Anlage gibt es einen selbst ernannten "Aldi-Markt" und am Strand ein paar Shops mit dem üblichen Angebot (Handeln nicht vergessen!). Ausflugsmöglichkeiten werden zwar vielfach angeboten, angesichts der Hitze haben wir allerdings darauf verzichtet (nächstgelegenes Ziel ist Luxor, 275 km entfernt, Tagestour von morgens um 6 Uhr bis abends um ca. 21.30 Uhr mit dem Bus). In einer anderen Jahreszeit kann man da sicherlich aktiver sein.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Da wir des Meeres und des Schnorchelns wegen dort waren, haben wir uns überwiegend am Strand und im Wasser aufgehalten. Animationsangebote, die es wohl gegeben hat, haben wir nicht mitbekommen und können uns deswegen auch nicht hierzu äußern. Das Hausriff war (bis auf die abgestorbenen Teile) traumhaft und erinnerte uns an frühere Malediven-Urlaube.Eigentlich 6 Sterne wert! Allerdings gibt es auch hier Punktabzug dafür, dass der Weg vom Ufer zur Riffkante - zumindest im Bereich direkt vor dem Makadi Palace - kaum schmerzfrei möglich war. Ohne Badeschuhe geht gar nichts und wer - wie wir - mit Flossen schnorchelt, muss entweder soweit man es aushält, barfuss gehen und dann die Flossen anziehen und rückwärts laufen. Dabei wird man immer wieder in Löcher treten und ins Wanken geraten und eventuell hinfallen, was zu entsprechenden Hautabschürfungen führt.. Dies ist wirklich nicht zu unterschätzen. (Alternative: Flossen mit Schuheinlagen). es fehlt hier eindeutig an einem vernünftigen Steg (s. a. Tipps). Jetzt kommts: Wer am Pool eine Liege haben möchte, sollte spätestens um 6:15 Uhr (so unsere Beobachtung am Anreisetag) sein Handtuch dort abgelegt haben (trotz ausgeschildertem Reservierungsverbot ...). Am Strand hat man hingegen rund eine Stunde länger Bedenkzeit, welche Liege es denn sein soll. Für eine 5-Sterne-Anlage eigentlich unmöglich. Aus der Türkei z. B. kennen wir andere Ressourcen, aber wir waren ja in Ägypten.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Holger |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


