Die Hotelanlage ist sehr weitläüfig und durch verschieden große Zimmerblöcke architektonisch sehr gelungen. Sauberkeit und Verpflegung waren ok. Wem diese Naturzerstörung einerlei ist, wer nicht im offenen Meer schwimmen will und wer kein Gerne-Schnorchler ist wie wir, der ist hier gut aufgehoben.
Die Zimmer sind ok. Die Dusche war jedoch eine 40 cm breite Badewanne mit einem Duschvorhang welchen man ständig an sich kleben hatte. Der Föhn macht zwar heiß, wer jedoch mehr als 10 Haare pro qcm auf dem Kopf hat sollte sich einen Föhn mitbringen.
Die Qualität und Auswahl der Speisen und Getränke war gut. Den Whisky konnte man jedoch noch nicht mal zum desinfizieren nutzen. Es war reiner Fusel.
Keine Beanstandung außer der Hochnäsigkeit der ignoranten deutschen Gästebetreuung.
Die beiden Schwesterhotels Makadi Palace und Grand Makadi liegen an einem gemeinsamen Küstenstreifen direkt am Meer. Zwischen Hotel und Meer ist ein aufgeschüttet Sandstreifen mit Liegen und Sonnenschirmen. Es gibt keinen Strand. Zwischen den Liegeplätzen und der Riffplatte hat man entlang der Hotelanlagen nicht überwindbare Korallenstücke aufgebaut. An 4 Stellen ist dieser Korallenwall unterbrochen. Zwischen diesem Korallenwall und der Riffkante befindet sich das 50 bis 100 Meter breite Riffdach. Hinter der Riffkante ist das offene Meer. Schwimmer und Schnorchler müssen nun um das offene Meer erreichen zu können über die Riffplatte und die Riffkante trampeln. Wir haben in unserem jetzt 23. Aufenthalt in Ägypten eine solche bewußte Zerstörung der Natur noch nicht erlebt. Hier gibt es keine Korallen mehr und logischerweise kaum noch Fische. Die paar Fische werden dann noch pfundweise mit Brot gefüttert um dann so schnell wie möglich einzugehen. So viele Menschen mit Schürfwunden haben wir noch nie gesehen. Als Schnorchler konnten wir uns vor der Riffkante die Gefahrenstellen ansehen, doch als Schwimmer, welche ja auch mal im Roten Meer baden wollten, tritt man in die Korallenlöcher, rutscht ab, oder haut sich die Knie beim schwimmen an den zwar zerstörten aber trotzdem noch scharfen Korallen auf. Laut Management hat man vor 5 Jahren den Bau eines Steeges beantrag. Jetzt braucht man den 100% ig nicht mehr. Die gleiche Zerstörung wird nach Fertigstellung eines weiteren Hotels an dieser Küste weiter betrieben werden müssen. Wenn den vielen Touristen keine ander Möglichkeit zum Erreichen des offenen Meeres geboten wird, ist die Zerstörung unumgänglich. Der tägliche Anblick der dazu gezwungenen Korallen-Trampel hat uns sehr bedrückt.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Nichts davon in Anspruch genommen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2008 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Karl |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 10 |


