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Sebastian(19-25)Deutschland
2 Bewertungen
Vor 16 Jahren • Alleinreisend im April 2010
Vor Renovierung oder Betreiberwechsel
Betreiberwechsel im Dezember 2015. (Quelle: Hotelmanagement, Stand: Mai 2016).
Meiner Meinung nach verdient das Hotel keine 4 Sterne
2,6 / 6

  • Zustand des Hotels
    Eher schlecht
  • Allgemeine Sauberkeit
    Eher schlecht

Als Gruppe von acht Personen waren wir im Urlaub im Delphin Palace, als uns die Aschewolke überraschte. Wir konnten dort vollkommen unproblematisch drei Tage verlängern und den tollen Service weiter genießen, bis unser Reiseveranstalter Öger-Tours uns mehr oder weniger dazu nötigte, das Hotel zu wechseln, da wir sonst keine weiteren Informationen über mögliche Flüge nach Deutschland bekommen würden. Wir entschlossen und also schweren Herzens, das Delphin zu verlassen und wurden von Öger-Tours ins Majesty Mirage gebracht, wo Öger-Tours dann zumindest die Kosten für den Aufenthalt übernahm. Da wir alle 4-Sterne-Standard gewöhnt waren und nach ein bzw. bei mir sogar zwei Wochen im Delphin Palace einen rundum-sorglos-Urlaub auf Top-Niveau verbracht hatten, war der Abstieg ins Majesty Mirage deutlich spürbar. Ich möchte trotzdem versuchen, eine sachliche Hotelkritik zu formulieren - allerdings unter dem Voreindruck eines Hotels, das laut Klassifizierung nur einen halben Stern mehr haben soll. Eins vorweg: Das Majesty Mirage hat die Bewertung 4-Sterne-Plus nicht verdient. Der Ausblick auf den Taurus ist schön, die Hotelanlage ist groß und mit vielen Grünflächen und das Hotel liegt damit direkt am Meer - aber das war's dann schon mit Vorzügen. Das Personal wirkt total verunsichert, kein einziger Kellner lächelt, es ist schon schwer, überhaupt einen Kellner zu finden, der etwas sagt. Getränke muss man sich grundsätzlich selbst holen, die Kellner haben die folgenden vier Aufgaben: a) Aschenbecher austauschen. b) Gläser abräumen. c) Aschenbecher austauschen. d) Aschenbecher austauschen. Wenn wir einen Kellner beim Abräumen der Gläser damit überfallen haben, dass wir bitte noch einen Kaffee oder ein Glas Wasser haben wollen, hat er genickt, ist gegangen und nach einer halben Stunde haben wir uns dann die Getränke wieder selbst geholt. Der Aufenthalt im Speisesaal war mehr leidige Pflicht als entspannte Erholung, es war lauter als in einer Großraumkantine, die Warmhaltebehälter für das Essen waren regelmäßig leer, der angebotene Fisch jeder Tag der selbe und voller Gräten, auch die restliche Auswahl an Speisen hielt sich mit Kartoffeln, Reis, irgendein Fleisch und irgendein Gratin sehr in Grenzen. Am Salatbuffet und am Buffet für die Hauptgerichte musste man immer anstehen und bis man am Buffet selbst ankam, standen plötzlich drei oder vier Leute vor einem, die am Anfang da noch nicht gestanden hatten. Also wer sich gerne vordrängelt, ist hier genau richtig, wer sich hinten anstellt, ist es wohl selbst schuld. Die Auswahl an Getränken hielt sich ebenfalls in Grenzen, Kaffee, Wasser, Whiskey-Cola, alles kein Problem, sogar Cocktails gab es - nur nicht in der Diskothek, da gab es nur Whiskey-Cola, Wodka-Lemon und Wasser. Für ein interessantes Geschmackserlebnis ist auch der Sekt sehr zu empfehlen, der hauptsächlich nach Bier schmeckt. Das Hotel ist eher einfach eingerichtet, wir waren im Nebengebäude untergebracht, von außen ein normales einfaches Hotelgebäude, weiß mit blauen Fenstern. Von innen vom Aufzug bis zur Zimmertür auf das Notwendigste beschränkt, eine Mischung aus Behördengang, Jugendherberge und Plattenbaufluren. Die Einrichtung der Zimmer war in Ordnung, in hellen Farben gehalten und mit einer Schiebetür zum Balkon. Es gibt einen Fernseher und eine Minibar im Zimmer, jedoch keinen Safe. Den muss man sich an der Rezeption ausleihen. Das Bad war angemessen groß, ausgestattet mit Badewanne mit eingebauter Dusche. Freizeitangebote außerhalb des Hotels oder Animation haben wir nicht wahrgenommen, weil wir uns hauptsächlich in der Lobby aufhalten mussten, um nicht einen kurzfristigen Flug nach Deutschland zu verpassen. Jedoch scheint das Hotel auf Ende April noch nicht in der Hauptsaison angekommen zu sein, am Strand waren so gut wie keine Liegen aufgebaut und die Wasserrutschen wurden zumindest schon mal abgeschliffen. In der Hotellobby innen und dem angrenzenden Sitzbereich außen gab es einen kostenlosen WLAN-Zugang, sodass wir uns per Laptop über Internet über die aktuelle Flugsituation informieren konnten, und damit nicht nur einmal dem Reiseveranstalter Öger-Tours informationstechnisch einen Schritt voraus waren. Fazit: Wer einen günstigen Urlaub in einem Hotel, das meiner Meinung nach die Bewertung von 4 Sternen nicht verdient hat, verbringen möchte, keine hohen Ansprüche ans Essen und an die Getränke hat, der ist in diesem Hotel sicher richtig und bekommt für den bezahlten Preis einen angemessenen Urlaub - zum Vergleich: ein Tag im Majesty soll ca. 35€ kosten, ein Tag im Delphin Palace ca. 60€, also fast das Doppelte, man kann allerdings auch den doppelten Service erwarten - das Hotel jedoch als 4-Sterne-Hotel zu deklarieren, ist vollkommen unangemessen. Von freundlichem Service oder Zuvorkommenheit des Personals haben wir - abgesehen von einem mit Trinkgeld bestochenen Kellner - nichts gemerkt.


Zimmer
  • Eher schlecht
    • Zimmergröße
      Eher gut
    • Sauberkeit
      Eher schlecht
    • Ausstattung des Zimmers
      Eher schlecht

    Restaurant & Bars
  • Schlecht
    • Atmosphäre & Einrichtung
      Schlecht
    • Sauberkeit im Restaurant & am Tisch
      Schlecht
    • Essensauswahl
      Schlecht
    • Geschmack
      Schlecht

    Service
  • Schlecht
    • Freundlichkeit & Hilfsbereitschaft
      Schlecht
    • Rezeption, Check-in & Check-out
      Schlecht

    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Kommentar des Hoteliers

    Wir möchten anlässlich der Bewertung die Gelegenheit nutzen, um allen Gästen, die uns in dieser Notsituation des Vulkanausbruchs für eine kostenlose Übernachtung und eine gute Betreuung Ihre Anerkennung und ein Lob für schnelle und unbürokratische Hilfeleistungen seitens der Öger Gruppe ausgesprochen und geschrieben haben, danken. Die Gäste hatten die Möglichkeit, während viele andere auf den Flughäfen teilweise tagelang abwarten mussten, in den Anlagen der Öger Gruppe kostenlos bis zu Ihrem Flug zu übernachten und das Angebot zu nutzen oder die Alternative eines kostenpflichtigen Verbleibs in den gebuchten Anlagen freiwillig wählen. Diese kostenlose Möglichkeit wurde in etlichen Punkten unsachgemäβ beschrieben: denn - Safe ist in jedem Zimmer kostenfrei vorhanden , - Strand und Liegen waren seit Anfang April gemäβ Belegung und Wetter vorbereitet und vorhanden, - das all-inclusive Angebot der Getränke umfasst alle nationalen und viele importierte Alkoholika, sowie ein reichhaltiges Angebot an Softdrinks und das Speisenangebot beinhaltet neben einer grossen Auswahl an Vorspeisen, Salaten, Hauptgerichte, Aktionsbuffets, verschiedenste Fleisch- und Fischsorten, ein grosses Dessertbuffet, neben Diätbuffet, Obstbuffet, Kinderbuffet und Babyecke. Desweiteren bieten wir 4 Spezialitätenrestaurants, ein Spezialitätenfrühstück und viele andere Annehmlichkeiten wie Sandwichcorner, Gözlemezelt, Eispavillon und Mitternachtssnack. Wir können verstehen, dass Gäste in solch einer Situation aufgeregt und beunruhigt sind und aufgrunddessen auch nicht alle Dinge objektiv bewerten können. Dies haben wir versucht, sei es von seiten der Agentur, aber auch seitens des Hotels, aufzufangen und die Gäste fast rund um die Uhr gut zu betreuen. Aber dennoch danken wir auch allen Gästen für konstruktive Kritik und freuen uns auch diese Saison auf zufriedene Gäste, was die hohe Anzahl der Stammgäste zeigt. Eine schöne Zeit und immer wieder: Herzlich Willkommen in der Türkei.

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