Die Gartenanlagen gehören zu den ganz wenigen positiven Eindrücken, die dieses Hotel uns vermitteln konnte. Zumindest der Hauptbau ist sehr laut. Das Zuschlagen der Zimmertüren hallt in den langen Gängen ungedämpft wider. Gleich ob Bodenbelag, Wandanstrich oder Mobiliar: das meiste ist renovierungsbedürftig. Seit Jahren wird hier nicht mehr investiert. Ein in Dimension, Stil und Atmosphäre an die Großhotels in ehemaligen sozialistischen Ländern erinnernder Betrieb, der seine besten Tage offenkundig längs hinter sich hat und immer mehr zum Massenquartier für anspruchslose oder uninformierte Gästegruppen absinkt. Dieses Hotel kommt für uns nie mehr in Frage.
Das Inventar stammt noch aus der Anfangszeit des Hotels, ist also überaltert. Der Zimmerschrank war in einem unsauberen Zustand und ließ es angeraten erscheinen, keine Kleidungsstücke darin einzuräumen. Die Wolldecken machten einen ausgesprochen unhygienischen Eindruck. Seit ihrer Anschaffung (in den 60er Jahren) waren sie offensichtlich nicht gereinigt worden, so dass auch bei niedrigen Temperaturen tunlichst auf ihre Benutzung verzichtet werden musste. Das Badezimmer besaß lediglich eine Minimalausstattung. Zu ihr gehörte ein sehr unappetitlicher Duschvorhang. Seit Jahrzehnten war er nicht gereinigt oder - besser - ersetzt worden. Hinzu kam ein übler Toilettengeruch, der auch nicht durch reichlich Chlor übertüncht werden konnte. Die vom Hotel gestellten Handtücher würde man anderswo eher in den Textilabfallsack geben.
Im Standard eines Kantinenessens, oft fad und nicht heiß, nur für Esser, die keinerlei Ansprüche an die Qualität stellen. Obstsalat aus der Büchse, Obstsaft im Discount-Niveau. Es schien uns, dass mehrfach die Reste des vergangenen Tages in veränderter Form am nächsten Abend wieder auftauchten. Von echter Abwechslung im Angebot kann also nicht die Rede sein. Die Atmosphäre bei der reinen Massenabfertigung war mit der einer Bahnhofshalle vergleichbar.
Mit wenigen Ausnahmen (Einlasskontrolle für Fahrzeuge, Reinigungspersonal) zeigte das Personal ein wenig freundliches Verhalten. Es schien häufig gestresst und überfordert zu sein. Gerade bei der Empfangsstelle kam man sich als Bittsteller und nicht als Kunde vor. Deutsch wird nur bruchstückhaft gesprochen. Bei der Abreise wurde hier die Rückgabe des Zimmerschlüssels lediglich mit ‚Thank you’ quittiert, es gab keinen Abschiedsgruß und aus gutem Grund wurde auch nicht danach gefragt, wie es einem gefallen habe.
in der Nähe des am Strandes, unweit der auch von öffentlichen Verkehrsmittel bedienten Landstraße
Beliebte Aktivitäten
- Strand
nicht genutzt
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rolf |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 1 |


