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Thiemo(19-25)Deutschland
6 Bewertungen
Vor 16 Jahren • Verreist als Paar im Mai 2010
Erholung pur in traumhafter Lage
5 / 6

Das Hotel Nerton ist ein mittelgroßes Hotel, in dem eine eher familiäre Atmosphäre herrscht. Es besteht aus einem Hauptgebäude mit komfortablen und wohnhaften Zimmern und einem Nebengebäude mit engen und ungemütlichen Räumen. Der hoteleigene feinsandige Strandabschnitt führt flach ins Meer, ist sauber und bietet viel Liegeraum. Die Holzliegen können individuell umgestellt werden. Sonnenanbeter und Schattenfreunde finden hier gleichermaßen einen geeigneten Platz. Im sehr gepflegten Außenbereich des Hotels befinden sich zwei Pools mit Liegemöglichkeiten, eine Poolbar, eine Sitzlounge sowie eine überdachte Sitzecke mit Bühne, auf der die abendliche Animation startet. Das Hotelpersonal spricht Deutsch und Englisch. In der letzten Maiwoche befanden sich in erster Linie deutsche aber auch wenige russische und türkische Urlauber im Hotel. Auch eine dänische Familie war vor Ort. Wir sind 23 und 25 und haben das Durchschnittsalter (ca. 60 Jahre) stark gesenkt. Wir hatten ein All Inclusive-Angebot gebucht. Neben den drei Haupt- und zwei Nebenmahlzeiten (siehe unten) waren sämtliche nicht-alkoholische (Ausnahme: frisch gepresster O-Saft) und lokale alkoholische Getränke (Bier, Vodka, Raki, Brandy, Amaretto) bis 24 Uhr im Preis inbegriffen. Sie durften in Plastikbechern auch am Strand oder in den Zimmern verzehrt werden. Tipp 1: Zimmer Wir haben es am eigenen Leibe und auch bei anderen Urlaubern erlebt: Neu anreisende Urlauber wurden oftmals im unkomfortablen Nebengebäude untergebracht. Sofern Sie jedoch nicht Economic gebucht haben, haben sie ein Anrecht auf ein Zimmer im Hauptgebäude. Sie sollten sich daher unverzüglich an der Rezeption melden und ein solchen anfordern. Sofern Sie kein besseres Zimmer bekommen, sollten Sie Ihren Reiseleiter darauf aufmerksam machen. Unser Leiter hat das Hotelpersonal sofort unter Druck gesetzt und ein neues Zimmer gefordert - zwar nicht zur Freude der Rezeption, dafür aber mit Erfolg. Tipp 2: Manavgat-Tour Die Reise zum großen Markt nach Manavgat (montags ab 9 Uhr) ist unserer Meinung nach ein absolutes MUSS (donnerstags findet der kleine Markt statt). Die Straßen von Manavgat gleichen einem Labyrinth aus Lederwaren-, Textilien-, Parfüm-, Taschen- und Schmuckständen. Hinzu kommt ein riesiger Bauernmarkt, auf dem die lokalen Bauern frisches Gemüse und Obst anbieten. Wer hier die Orientierung behält, sollte großzügig belohnt werden. Zum Markt gelangt man mit dem so genannten Dolmus (siehe oben). Tipp 3: Antalya-Tour An unserem dritten Urlaubstag haben wir an einer von unserem Reiseveranstalter angebotenen Antalya-Shopping-Tour teilgenommen. Der Trip hat uns aber nicht gefallen. Gerade einmal zehn Euro für zwei Personen kostete die Tour im Reisebus. Das umfangreiche und leckere Mittagessen in Buffetform war inbegriffen. Im Gegenzug haben wir uns bereit erklärt, eine Juwelier- und eine Lederwarenfabrik zu besuchen. Derartige Trips werden staatlich gefördert. Allerdings sind die beiden Visiten weitaus länger ausgefallen als ursprünglich geplant. Jeweils eineinhalb Stunden haben wir in den beiden Outlets verbracht. Erst anschließend ging es weiter in Richtung Antalya. Aufgrund eines längeren Staus hatten wir in der tollen Stadt nur zwei Stunden zur freien Verfügung. Ein Hinweis: Antalya liegt 40 Meter über dem Meeresspiegel. Der Blick auf den Hafen und das Meer vom Atatürk-Denkmal aus ist besonders empfehlenswert. Tipp 4: Side Die Hafenstadt, die bequem über die Strandpromenade zu erreichen ist, ist vor allem am Abend einen Besuch wert. Viele Urlauber säumen die Straßen, kaufen in den zahlreichen Läden ein oder verweilen am schönen Hafen. Tipp 5: Wetter Wie nicht anders zu erwarten war, kamen wir in den Genuss von Sommerwetter. Dabei wurde es jeden Tag ein bisschen wärmer. Auffällig waren, bedingt durch die Bergnähe, feuchte Luftmassen. Selbst auf der Liege sind wir ins Schwitzen geraten. Der Meereswind machte die hohen Temperaturen am Tage aber erträglich. Bereits in den frühen Abendstunden wurde es dunkel (dank einstündigen Zeitvorsprungs und geographischer Lage des Landes). Ich fand es auch noch in T-Shirt und kurzer Hose angenehm. Meine Freundin hat aber ein wenig gefröstelt und lange Oberteile bevorzugt. In den folgenden Sommermonaten (Juni bis August) soll es immer heißer werden. Temperaturen bis 50 Grad seien Einheimischen zufolge keine Seltenheit. Tipp 6: Zeitverschiebung Die Türkei ist Deutschland um eine Stunde voraus. Tipp 7: Sport am Morgen Sportlich aktiv waren wir nur in den frühen Morgenstunden (bis halb 9). Sporteinheiten zu späterer Stunden hätten sich bei uns in Kreislaufproblemen geäußert. Tipp 8: Geld Schon vor unserem Urlaub hatten wir erfahren, in den Urlaubsregionen auch mit Euro bezahlen zu können. Zur Sicherheit hatten wir aber noch Euro in Türkische Lira umgetauscht. Das hätten wir uns auf jeden Fall sparen können. Alle Einkäufe (ob in Manavgat oder Side) haben wir in Euro bezahlt. Tipp 9: Essen Das leckere Buffet wartet mit einigen kulinarischen Highlights auf, die uns besonders geschmeckt haben. Meine Freundin war begeistert von den Tomaten und Gurken, die weitaus weniger wässrig als hierzulande und wesentlich schmackhafter sind. Als Fan des süßen Frühstücks hat mich der Honig überzeugt. Besonders lecker fanden wir auch das am Abend frisch zubereitete Fladenbrot (mit und ohne Füllung). Ferner hat die Kaffemaschine viele vorzügliche Kaffeesorten produziert.


Zimmer
  • Gut
  • Während unseres Urlaubs sind wir in zwei Zimmern untergekommen, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Daher ist es schwierig, hier eine gemeinsame durchschnittliche Bewertung für beide Räume abzulegen. Die Bruchbude, der wir in der ersten Nacht zugeteilt worden sind, hat nicht mehr als eine Sonne verdient. Das Zimmer, das wir am darauf folgenden Tag erhalten haben, war eines Vier-Sterne-Hotels jedoch würdig. Dazu sollte gesagt werden, dass das Hotel aus zwei Komplexen besteht: Dem Hauptgebäude mit den geräumigen Standardzimmern und dem Nebengebäude mit seinen engen unkomfortablen Räumen, in denen Gäste untergebracht werden, die Economic gebucht haben (oder die gerade angereist sind). Jedenfalls mussten wir unsere erste Nacht (wir sind um 2 Uhr nachts eingetroffen) in einem engen, verdreckten und sehr unkomfortablen Zimmer verbringen. Die Matratzen waren durchgelegen. Die Dusche wurde nur durch einen Vorhang vom Rest des Badezimmers getrennt. Der Duschvorgang setzte das Bad daher unter Wasser. Nachdem uns unser Reiseleiter am Folgetag jedoch darauf aufmerksam gemacht hat, dass wir Standard gebucht und daher Anspruch auf ein Zimmer im Hauptgebäude hätten, sind wir nach Reklamation an der Rezeption in einem sehr ansprechenden Zimmer untergekommen. Im vierten Stock gelegen, bot es vom Balkon eine tolle Aussicht auf Meer und Taurusgebirge. Das Badezimmer verfügt über WC, Dusche (mit Türen!!!), ein riesiges Waschbecken und Fön. Der mit Teppich ausgestattete Schlaf- und Wohnraum bietet ein bequemes Doppelbett mit Nachttischschränkchen, eine große Schrankwand, eine Kommode mit Fernseher und eine Sitzecke (2 Stühle und Tisch). Da wir nur eine Nacht in der kleinen Bruchbude geschlafen haben und problemlos ein Zimmer im Hauptgebäude erhalten haben, bewerten wir die Unterkunft mit 5 Sonnen.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das kulinarische Angebot war umfangreich und ausgewogen. Die Hauptmahlzeiten (Frühstück, Mittag- und Abendessen) wurden im großen Restaurantbereich in Buffetform angeboten und bedienten jeden Geschmack. Es wurden sowohl landestypische Speisen (u.a. Lamm, Köfte) als auch deutsches Essen (u.a. Kartoffelpüree, Spargel) angeboten. Frühstück (7.00 - 10.30 Uhr): Wie auch in anderen europäischen Ländern war das Brot toastähnlich und nicht mit den bissfesten deutschen Sorten zu vergleichen. Neben frischen Brötchen, Baguette und Toast gab es frisch gebackene Sesamringe, Blätterteig-Brötchen und Croissants (sehr lecker). Neben Wurst und Käse standen verschiedene Konfitüren zur Auswahl (Aprikose, Erdbeere, Kirsche, Traubensirup, Nussnougatcreme, Honig (LECKER!). Müsli und Cornflakes konnten mit unterschiedlichen Joghurt-Sorten und frischem Obst (Melone, Aprikose oder Banane, Orangen, Äpfel) kombiniert werden. Die Milch hat mir überhaupt nicht geschmeckt. Diejenigen, die es schon morgens eher deftig mögen, kamen mit Würstchen, Speck, Rührei, überbackenen Tomaten usw. auf ihre Kosten. Ein Koch richtete vor den Augen der Gäste je nach Wunsch frischen Pfannkuchen, Crèpes oder Rührei an. Mittagessen (12.30 - 14 Uhr): Neben einem großen Salatbuffet wurden bereits sechs verschieden warme Gerichte offeriert. Dazu zählten auch die Beilagen (Reis, Nudeln und ein Kartoffelgericht). Neben verschiedenen Obstsorten konnte der Gast nun auch auf sehr sehr süßes Dessert zugreifen (Kuchen, Gebäck, Pudding). Abendessen (19 - 21 Uhr): Das Abendessen war unser kulinarisches Highlight des Tages. Wir konnten auswählen aus einem riesigen Salatbuffet (frische grüne Salate, eingelegte Salate, Tomaten, Gurken, Partysalate, ver-schiedene Dressings) und sechs verschiedenen warmen Gerichten (z.B. panierte Hähnchen; gedüns-teter Fisch; Pilz-Risotto; Kartoffelpüree). Ergänzt wurde das Angebot durch verschiedene Brote und eine Tagessuppe. Besonders beliebt waren die vor den Augen der Gäste zubereiteten Mahlzeiten: Döner, Truthahn, Fisch; Ravioli; Gemüsepfanne. Zudem wurde Fladenbrot (auch mal mit Hack oder Schafskäse gefüllt) gebacken. Speisen wurden übrigens permanent nachgefüllt. Neben den Hauptmahlzeiten gab's an der Poolbar ab 11.30 Uhr mit Hamburger und Pommes noch sehr leichte und figurfreundliche Speisen. Nachmittags wurde zudem Kuchen und Gebäck serviert. Da wir All Inclusive gebucht hatten, konnten wir aus einer großen Getränke-Vielfalt auswählen: Wasser, Sprite, Cola, Fanta, verschiedene Säfte; Bier, Raki, Brandy, Vodka. Außerdem standen drei große Kaffeeautomaten zur Verfügung. Die verschiedenen Kaffeesorten (Kaffee, Capuccino, Espresso, Hot Chocolate etc.) haben uns vorzüglich geschmeckt. Der Punktabzug bei der Bewertung ist der Rücksichtslosigkeit vieler rauchender Hotelgäste zu verdanken, die es nicht fertig gebracht haben, während der Mahlzeit auf ihr Nikotin zu verzichten und stattdessen den Qualm ihrer Zigaretten in die Richtung der Nichtraucher bliesen. Das Restaurant-Management sollte unserer Ansicht nach ein Rauchverbot im Außenbereich des Restaurants einführen.


    Service
  • Gut
  • Abzüge bei der Service-Bewertung sind der Rezeption und der Putzfrau geschuldet. Letztere hat entweder zu nachlässig (fehlende neue Handtücher) oder zu gründlich (Putzen der Magnesium- und Calcium-Tabletten) agiert. Das Personal am Empfang (insgesamt drei Männer) standen bei diversen Anliegen zwar mit Rat und Tat zur Seite, hätten unserer Meinung aber etwas freundlicher auftreten können. Ein neues Zimmer im Hauptgebäude (siehe weiter unten) haben wir wohl nur so schnell bekommen, weil der Reiseleiter Druck gemacht hat. Nichts zu bemängeln haben wir am Service-Personal des Gastronomie-Bereichs, das charmant und freundlich aufgetreten ist und sehr aufmerksam war. Getränke wurden zügig serviert, Essenreste und benutztes Geschirr schnell beseitigt. Der wohl fleißigste Mann des Hotels war der Service-Mann am Strand, der schon die Frühaufsteher mit Auflagen für die Liegen ausstattete und für einen tadellos sauberen Zustand des Strandes sorgte. Der Mann war so eifrig, dass er an unserem heißesten Urlaubstag mal eben einen Steinweg von der Promenade zum Meer gepflastert hat. Die Hotelanlage war sehr gepflegt. Mehrmals täglich säuberten Reinigungskräfte Toiletten, Außenbereich, Foyer und Restaurant. Doch Vorsicht: Der frisch geputzte Außenbereich ist spiegelglatt.


    Lage & Umgebung
  • Sehr gut
  • Die Location des Hotels ist schlicht großartig. Der hoteleigene feinsandige Strand liegt direkt vor der Haustür und führt flach ins Meer. Ein schmerzfreier Eingang ins Wasser ist somit gewährleistet. Der großflächige Abschnitt, der stets in einem sehr sauberen Zustand vorzufinden war, bietet ausreichend Liegeraum für die Hotelgäste, die ihre Holzliegen (mit Auflagen) individuell verstellen können. Die antike Hafenstadt Side mit ihren verwinkelten Einkaufsgassen ist zu Fuß in zehn Minuten über die neu gebaute, sehr gepflegte Strandpromenade zu erreichen. Vor allem in den Abendstunden ist Side sehr belebt - sehr zur Freude der einheimischen Händler, die mit Lederwaren, Textilien, Schmuck, Sonnebrillen etc. locken. Bei Interesse an bestimmten Produkten hat sich ein Feilschen bewährt. Die Verkäufer haben ihre Angebote um 10-20 Euro nach unten korrigiert. Den Montagmorgen haben wir auf dem riesigen Markt in Manavgat verbracht, der mit dem Dolmus (1,50 € pro Person) in 15 Minuten zu erreichen ist. Die kleinen alten Busse fahren die Stadt im 5-10-Minutentakt auf der Hauptstraße an. Feste Haltestellen gibt es nicht. Ein einfaches Handsignal an den Busfahrer hat genügt. Obwohl der Bus bereits überfüllt war, sind wir noch eingelassen worden. In Manavgat hätte eine Kotztüte daher gut getan.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Den Tag haben wir mit einer vierzigminütigen Laufeinheit über die Promenade und am Sandstrand begonnen. In den wolkenlosen frühen Morgenstunden hatten wir dabei einen fantastischen Blick auf den Ozean und das umgebende Taurusgebirge - GROßARTIG! Anschließend stand Gymnastik am Strand oder eine Schwimmeinheit im ca. 24 Grad warmen Meer an. Das im Reisekatalog angepriesene "Fitnesscenter" des Hotels war ein absoluter Witz. Das so genannte Center besteht aus lieblos in der dunkelsten Ecke des Hotels abgestellten, defekten Fitnessgeräten. Einzig die Auswahl an Hanteln ist akzeptabel. In Anbetracht der Tatsache, dass wir einen einwöchigen Erholungsurlaub gemacht haben, ist der katastrophale Zustand des "Fitnesscenters" aber zu verkraften. Der saubere Poolbereich (2 Pools) bietet schöne Sitzgelegenheiten. Vor allem der Loungebreich verfügt über bequeme Stühle. Die Pools selbst haben wir aber nicht genutzt. Die sympathischen Animateure (je zwei junge Frauen und Männer) haben am Strand zu Boccia-, Dart- und Volleyballeinheiten aufgerufen. Ihre Aufführungen am Abend (Theater, Comedy, Tanz) haben uns leider überhaupt nicht gefallen.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

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