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Stefan (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • Oktober 2013 • 3 Wochen • Strand
Hotel mit besonderen Standorteigenschaften
4,4 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Schlecht

Bei dem 8-stöckigen Hotel Gorriones handelt es sich um alleinliegendes Hotel südlich der Costa Calma direkt am Strand (genaueres siehe unter Lage), das Ende der 70 Jahre gebaut und mehrfach renoviert, 2005 zuletzt aufwändig kernsaniert wurde. Aus der Ferne wirkt der Bau eher abschreckend (groß), dieser Eindruck verfliegt jedoch innerhalb der Gartenanlage, da der Bau aus mehreren gewinkelt aneinander gesetzten Flügeln besteht. Die an den Rand der Gartenanlage platzierten "Casa del Mar" (separat zu buchen) teilen sich dabei Infrastruktur, Garten und Restaurants des Hotels. Eine weitere Besonderheit ist die Aufteilung in normale und "level" Gäste (ordentlicher Aufpreis). Die levels können einige Einrichtungen exklusiv nutzen (eigenes Restaurant, Terasse und launch) und kommen in den Genuss einiger Zusatzleistungen. Konsequent ist dieses Konzept aber nicht wirklich. Das Hotel befindet sich einer großen, beindruckenden Gartenanlage mit altem Baumbestand, die auf Fuerteventura ihresgleichen sucht. Die Bäume garantieren eine hohe Anzahl an Schattenplätzen und helfen geschickt den Eindruck der Überfüllung zu vermeiden. Die Gartenanlage besitzt drei Pools (einer davon wirklich groß) und auf der Ostseite befinden sich weitere Freizeitangebote (Tennisplätze, verschiedene Kinderanimationsangebote). Ein zusätzliches Liegeangebot ergibt sich durch das in 2013 am Rande der Anlage eröffnete Rene Egli Kite Center (gehört nicht zum Hotel, Liegen sind kostenpflichtig, 4 EUR je Liege/Tag), das hervorrangend in die Anlage integriert ist und bei gefüllter Lagune durch seinen Palmenbeschatteten Liegen Karibikfeeling aufkommen lässt. Im Hotel selber sind zwei (Mini)-Supermärkte und mehrere kleinere Geschäfte enthalten. Im Erdgeschoss gibt es außerdem mehrere Internet Terminals und mittlerweile auch Wifi (jeweils kostenpflichtig). Für den Abend stehen zwei Barbereiche zur Verfügung, in denen abends auch life Musik präsentiert wird - insgesamt sind die Bars aber eher schwach besucht. Die Bar im Erdgeschoss schließt um 23 Uhr. Während der Garten liebevoll und aufwändig gepflegt wird (und in den letzten Jahren auch etwas aufgeräumt wurde), sind bei der Bausubstanz stellenweise Mängel erkennbar: die Platten am Pool sind stellenweise sehr aufgeraut, teilweise treten Löscher und Spalten auf. Die Sauberkeit ist dennoch insgesamt gut, sowohl außen wie innen. Auch das all inclusive macht sich hier kaum negativ bemerkbar. Das Publikum ist international mit Deutsch/Spanischer Dominanz. Durch die Lage und die Kooperation mit Rene Egli findet sich eine beträchtliche Surfraktion. Insgesamt herrschen mittlere bis höhere Altersklassen vor mit einem hohen Anteil Stammpublikum in den Herbstmonaten. Unter 30 dünnt es sich dann aber schnell aus - dies ist einfach kein Party Hotel. Auch Alleinreisende sind eher rar (abgesehen von der Surf Fraktiion) und für Urlaubsflirts gibts sicher bessere Hotels. Bei diesem Hotel muss man wissen, auf was man sich einlässt. Die Fuerteventura nachgesagte Aussage, man kommt hier nie oder immer wieder, gilt speziell auch für dieses Hotel. Für wen ist es also geeignet: - für Kiter und Surfer ist er der nächste Standort zu den Spots - wer Einsamkeit und Ruhe sucht und den Stress hinter sich lassen möchte. - Strandwanderer mit Vorliebe für einsame Strände - Liebhaber von Nordsee-artigen Stränden


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer sind groß (größer als bei neueren Hotels) und besitzen bis auf einige Lagen einen beeindruckend großen Balkon, der zwei Liegen enhält. Das Zimmer ist aufgeteilt in Schlaf- und Wohnbereich und enthält ein Sofa mit Tisch, einen langen Schreibtisch mit Hocker, Lcd-Fernseher und einen kleinen Kühlschrank - die üblichen Standards eben. Bis auf die Abnutzungsspuren an den ehemals hochwertigen Möbeln und toten Mücken an der Decke gibts hier nicht viel zu sagen. Im (ebenfalls großzügigen) Badezimmer sieht man den Zahn der Zeit nagen: diverse Ausbesserungen, manchmal fehlende Abdeckungen, Rost - das trübt dann etwas den Eindruck.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Das Restaurants ist für mich der Schwachpunkt des Hotels. Für Nicht-Level Gäste gibt es ein Restaurant mit einer Terasse (ca 30 Tische). Zu den Stoßzeiten herrschen hier hohe Lautstärken an der Grenze des Zumutbarem und das Ganze erinnerte mich stark an meine frühere Schulmensa. Ich bin immer auf die Terasse geflohen. Dies bedingt aber dass man früh isst, oder man wartet Das Essensangebot ist formal zwar abwechslungsreich, es mangelte mir aber immer wieder an der Qualität (z.B. Essen zerkocht, Standardgewürz Knoblauch, Fleisch und Fisch totgegrillt, Braten nicht gar, eher preiswerte Zutaten, Spezialitätenecke ist Augenwischerei) und die Darreichung ist nüchtern-kantinenhaft gehalten. Es drängt sich der Eindruck der Lieblosigkeit auf. Etwas positives: In all den Jahren habe ich hier kein Hygieneproblem erlebt. Ergänzung Terasse: das Tauben- und Spatzenproblem der früheren Jahre besteht nicht mehr. Die Vögel sind weg.


    Service
  • Eher gut
  • Alle Personen, mit denen ich zu tun hatte, waren freundlich. Die Deutschkenntnisse sind leider sehr unterschiedlich und reichen im allgmeinen nicht, um ein wirkliches Gespräch zu führen. Die Zimmerreinigung ist OK, ich fand aber regelmäßig lange Haare auf dem Boden, die nicht von mir waren.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage des Hotels ist auf ihre Art einzigartig, man sollte sich jedoch mit ihr gut auseinandersetzen: Das Gorriones liegt einsam am nördlichen Teil einer 4 km langen und 400 m breiten Lagune auf einem 20 m hohen Hügel und ein kurzer Weg führt aus der Anlage direkt auf den Strand. Möchte man zum Meer, dann sind jedoch noch einmal weitere 400 m zu bewältigen, so dass das Hotel zwar direkt am Strand, aber nicht direkt am Meer liegt. Wem es auf einen schnellen Sprung ins Meer ankommt, ist in anderen Hotels besser bedient! Bei dem eigentlichen Strand handelt es sich um die äußere Sandbank der Lagune, die in den Tagen um Neumond und Vollmond überflutet wird - dies ist für Strandaufenthalte einzuplanen und zu beachten. Der Strand selbst ist leer (manchmal mit einer Person pro Kilometer) und es hier keinerlei Infrastruktur vorhanden - ein Paradies für Liebhaber einsamer Landschaften, das rege für FKK genutzt wird. Flutkalender mit den Zeiten und Wasserständen gibts im Hotel oder per download auf der rene-egli website. Die Wassertiefe in der Lagune beim Durchqueren vor dem Hotel beträgt bei Flut ca 1 m - durchaus machbar, aber nicht für jeden mehr geeignet. Eine weitere Besonderheit ist die Windsituation. Dies ist einer der windigsten Strände der Insel (und daher ein Paradies für Surfer und Kiter) und bis Ende August herrscht hier zumeist Starkwind. Erst ab September kommt es hier auch zu längeren Perioden mit wenig Wind. Tageweise (Tiefwasserlagen bei Halbmond in Kombination mit warmem Wetter und wenig Wind) treten am Strand und auch in der Hotelanlage Schwärme von kleinen Insekten auf, die zustechen und hässliche Quaddeln verursachen. In der Vergangenheit war das Hotel auch schon mehrere Mal von normalen Mücken verseucht - diesmal jedoch nicht. Durch den Ausbau des Kiting-Angebots in 2013 wird leider ein erheblicher Teil des Strandes (ca 1 km) bei Wind für das Kiting genutzt. Schwimmen und Liegen ist dann nicht ganz ungefährlich und man muss ein ganzes Stück gehen um seine Ruhe zu haben. Die Lage des Hotels ganz für sich alleine hat Auswirkung vor allem auf die Gestaltung der Abende. Wer gerne abends nach dem Essen noch eine Runde drehen möchte oder ein alternatives Unterhaltungsangebot sucht, kommt hier ohne Aufwand nicht auf seine Kosten. Man braucht dann entweder einen Mietwagen oder muss ein Taxi bemühen. Direkt am Hotel gibt es eine Bushaltestelle um zur Costa Calma oder nach Morro Jable zu gelangen.


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlechtHotel entspricht der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
    Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:3 Wochen im Oktober 2013
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Stefan
    Alter:46-50
    Bewertungen:2