Das Pensee Azur befindet sich ca. 40 km nördlich vom Flughafen Marsa Alam. Es bildet mit dem Utopia Beach und dem Utopia Royal ein eigenständiges Resort, umgeben nur von Strand und Wüste. Die Anfahrt dauerte hin 45 Minuten, zurück etwas länger. Es wurden noch die Hotels am Coraya Beach angefahren. Dort ist etwas mehr los, wer eher Ruhe und Erholung sucht, fährt mit dem Pensee Azur genausogut. Das Hotel verfügt über eine sehr große Gartenanlage, die es sich mit den beiden Schwesternhotels teilt (geschätzte 500 auf 500 Meter). Es wurde an einem schönen Strandabschnitt gebaut, umgeben von zwei Hausriffs. In der Bucht rund um die Bootsanlegestelle sind Schwimmschuhe nicht unbedingt Pflicht. Hier zwischen Nord- und Südriff fällt der Strand sandig und flach ins Meer ab. In den allermeisten Fällen wird man aber sowieso mit Flossen an den Füßen unterwegs sein, da man bereits 20 Meter weg vom Strand in das reinste Aquarium eintaucht. In einer Woche Urlaub habe ich neben unzähligen Doktor-, Papageien- und Falterfischen auch einen Adlerrochen und, gut versteckt, einen Kugelfisch zu sehen bekommen. Highlights waren die Muräne und der Feuerfisch früh morgens am letzten Tag. Es gab auch zweimal morgens das Gerücht, dass Delfine in der Bucht unterwegs seien. Gesehen habe ich aber nur mehrere Zodiacboote, die mit sich Tauchern vor der Riffkante in Position brachten. Der Ausflug mit dem Quad in die Wüste lohnt sich. Man fährt zuerst ca. 10 km durch ein ausgetrocknetes Flussbett, besteigt dann einen kleinen Berg mit Panorama auf die Wüste. Dann geht es zu einem Akazienbaum in der Wüste, zu dem man ein paar Details erfährt. Später gibt es einen Stopp in einer kleinen Beduinensiedlung, wo man kostenlos eine kleine Runde Kamelreiten kann. Hier gibt es auch einen Ausguck, wo man den Sonnenuntergang abwartet. Vor der Rückfahrt gibt es Tee und Shisha im Beduinendorf. Die Quadtour wird auch von einem Kamerateam begleitet, dass die verschiedenen Streckenabschnitte auf dem Quad festhält. Bei uns gab es eine CD, DVD zum Kauf (20/25.- EUR). Eigentlich eine nette Erinnerung. Achtung: Die CD ist in Video-CD-Qualität und leider etwas unscharf.
Die Zimmer waren ca. 20qm groß. Bei unserer Ankunft waren die Betten durch einen Nachttisch getrennt und wurden auf Nachfrage vom Roomboy zusammengeschoben. Das Bad war in unserem Fall in einem guten Zustand mit Badewanne und einer Duschbrause in der Wand. Im Zimmer war ein recht geräumiger Safe mit Zahlencode. Die Klimaanlage benötigten wir nicht, nur hin und wieder schalteten wir auf Luftentfeuchten nach dem Duschen. Sie dient auch als Heizung, man kann die gewünschte Temperatur eingeben oder die Klima per Timer laufen lassen. Neben einem kleinen Kühlschrank gab es auch einen Wasserkocher, den wir 2-3 mal benutzt haben.
Das Essen war für ägyptische Verhältnisse eher gut. Zum Frühstück gab es neben Zerealien, Omelettes, gekochte Eier, eine kleine Auswahl englisches Frühstück, Marmeladen und Honig in abgepackter Form, je zwei Sorten Käse und Wurst, die sich täglich wiederholen. Besonders gut ist die Auswahl an Brot, Brötchen und süßem Gebäck. Mehr als 10 Brötchenkreationen, u.a. Körnerbrötchen. Im Februar konnte man sich an der Selbstbedienungstheke verschiedene Tees aufbrühen, zudem gab es neben Neskaffee jetzt auch einen Automat mit Filterkaffee. Hin und wieder kam es vor, dass die Tassen und Tischbesteck fehlten. Nach zwei Minuten wurde es aber immer in kleinen Mengen aufgefüllt. Abends gab es immer eine Auswahl an Rindfleisch, Geflügel und Fisch vom Büfett. Dazu die üblichen Beilagen wie Reis, Kartoffelgerichte und Pasta. Alles in allem eher durchschnittlich. Das Salatbüfett haben wir nicht getestet, es war aber sehr dekorativ und reichlich. Auf der Terasse wurde jeden Tag ein Grillteller zubereitet. Meist Fisch, Steak aber auch u.a. gefüllte Pfannenkuchen. Zwei mal waren wir abends im Strandrestaurant essen, wo abends schön mit Stoffservietten eingedeckt wird. Hier gibt es italienische Küche, die Pizzen waren gut und heben sich deutlich von dem "Mittags-Snack" am Strand ab. Sehr zu empfehlen ist der Nachtisch im Strandrestaurant. Hier gab es mehrere Früchtetorten, u.a. mit Erdbeeren, gut gekühlt und sehr lecker.
Das Personal ist allgemein sehr freundlich. Viele sind noch sehr jung. Es wird sehr viel geflachst und gescherzt. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Wir empfanden es meist als angenehm. Familien mit Kindern stehen hoch im Kurs und werden regelrecht verwönt. Die Zimmer werden täglich von Zimmerboys gereinigt. Es war immer sehr sauber, egal ob Boden, Wanne oder Spiegel, alles einwandfrei. Unser Zimmerservice erkundigte sich auch fast täglich, ob wir zufrieden seien und füllte ständig die Minibar mit neuen Wasserflaschen auf. Als kleine Geste für ein Trinkgeld wurden immer schöne Handtuchkreationen gebastelt.
Das Hotelgelände umfasst den gesamten Bereich zwischen Küstenstraße und Strand. Über einen privaten Zufahrtsweg erreicht man zuerst das Hauptgebäude mit Lobby und zwei Hotelflügeln, links und rechts der Poolanlage. Hier befinden sich die neueren Zimmer, die meist als "Superior-Zimmer" angeboten werden. Wir hatten Doppelzimmer mit Meerblick gebucht und kamen hier unter. Im zentralen Gebäude befindet sich auch das Pensee Restaurant, ein Veranstaltungsraum (respektive Disco), ein Billard-Zimmer und im Untergeschoss das Wellness-Center mit Fittnessraum. Vom Pool zum Strand sind es ca. 300 m durch den Garten. In diesem Bereich befinden sich zwei mehrstöckige Reihenbungalows und kleinere Bungalows mit Meerblick. Einkaufsgelegenheiten gibt es vor dem Hotel in einem recht neuen, kleinen Shoppingcenter. Hier befinden sich mehrere Souvenirläden, die rund um eine Shishabar gebaut wurden. Für Souvenirs empfiehlt sich auch eine Fahrt nach Quesir (3,50 EUR mit dem Hotelshuttle, 2h Aufenthalt) Hier gibt es eine Hand voll Touristenläden, aber auch Läden mit Dingen für den täglichen Bedarf, einigen Boutiquen und ein paar einfache Strandrestaurants. Wir waren überrascht, wie viel ruhiger und angenehmer es hier zugeht als in Hurghada. Zur Zeit wird auch die alte Festungsanlage, das "Fort von Quesir" als Touristenattraktion hergerichtet.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Animationsteam machte hin und wieder Werbung für Aquagymnastik, Dart und Beachvolley. Beachvolleyball wurde vormittags und nachmittags angeboten, ich war zweimal dabei, das Feld ist gut in Schuss. Es gibt auch einen Sandplatz für Fussball. Wurde aber zu dieser Zeit nicht genutzt. Tennis, Boccia etc. ist ebenfalls vorhanden. Die Strandliegen sind dreireihig angeordnet. Es waren zu jeder Tageszeit ausreichend Liegen vorhanden. Um jeden Schirm gibt es einen Windfang, den wir nicht benötigt haben. (Es war erstaunlicherweise Mitte Februar bis zu 32° und meist windstill) Die Badetücher können jeden Tag gegen eine Towel-Card eingetauscht werden. Vor dem Strandrestaurant und Richtung Utopia Beach gibt es auch zwei Strandduschen, sehr angenehm um das Salz vom Gesicht und den Sand von den Füßen zu waschen. Es gibt auch drei Hotel-Pools. Einer davon wurde zu unserer Zeit auf ca. 30° aufgeheizt und verfügte über eine Poolbar, die wir nicht genutzt haben. Zwei weitere Pools hatten ca. 22°, der größere war nahezu verlassen und eignete sich sehr gut zum schwimmen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Februar 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Peter |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 8 |


