Von Anfang an habe ich dieses Hotel sehr geliebt, weil es für alle Wünsche oder Erwartungen eine Antwort hat - z.B.: möchte man den Sonnenaufgang vom Fenster aus sehen, sollte man mit Blick aufs Rote Meer den linken Hotelflügel wählen und dementsprechend umgekehrt - liebt man den Untergang, sollte man ein Zimmer im rechten Flügel wählen. Ich war jetzt genau 12 Mal in diesem Hotel und ich glaube, dass es kein Geheimnis ist, dass der individuelle Zimmerservice vom zugeteilten Personal abhängig ist. Haben Sie einen guten Roomboy, dann können Sie bis in die Ecken sehen, dass er sich sehr detailliert um alles kümmert. Auf meine Nachfrage hin bestätigte mir mein Roomboy, dass er nicht unter Zeitdruck steht beim Zimmerservice. Auch ist es kein Geheimnis, dass etwas Bakshish (1 bis 2 Euro) die Zuwendung zu Ihren Wünschen fördert. Frische Handtücher, viele Teesorten und ausreichen Mineralwasser gehören zum täglichen Standard. Eine kreative Auswahl an "Handtuchfiguren" können Sie ebenfalls erwarten. Das heißt, dass ein Wasserkocher und ein Kühlschrank auf jedem Zimmer zu finden sind. Telefon und Zimmersafe allerdings nur in den Zimmern des Haupttraktes. Die näher am Strand und auch ebenerdig gelegenen Zimmer haben dies nicht. Auch müssen Sie hier - bitte nicht vergessen, dass Sie in der Natur der Wüste leben - mit Moskitos und Ameisen rechen - diese waren schließlich zuerst hier! Aber die Gärtner der Anlage versuchen täglich kurz nach Sonnenuntergang diesen "Plagegeistern" mit Chemikalien zu entgegnen - hier rate ich, stets dafür zu sorgen, dass zu diesem Zeitpunkt Ihre Zimmerfenster geschlossen sind! Zur Gästestruktur kann ich aktuell folgendes erfolgreiches Vorgehen mitteilen: der GM (General Manager) des Hotels hatte so starke Bedenken um die Qualität des Hauses, dass er vielen russischen Reiseagenturen im September den Vertrag kündigte. Dieser Schritt fiel dem Management sehr schwer, aber nach einer Beobachtungsphase und Gästebeschwerden wollten sie einfach keine Verhältnisse wie in Hurghada üblich einkehren lassen. Letztendlich ist jeder Gast selbst auch immer ein Botschafter seines Landes! Meine Tipps lauten folgendermaßen: Bitte liebe Damen, denken Sie an einen Pareo o.ä. Tücher, um sich im Beachrestaurant entsprechend zu umhüllen - bitte, liebe Herren, denken auch Sie daran, Ihren sonnengebräunten Oberkörper beim Essen zu bedecken! Ich denke, wir sind uns auch einig darüber, dass ein Stringtanga am Büfett nichts zu suchen hat... Wenn Ihre EC-Karte am Geldautomaten in der Hotellobby nicht funktioniert, können Sie sich für Ihren Chip einen Aufkleber holen, um ihn abzudecken - klingt lustig, funktioniert aber! Und bitte schlafen Sie nach dem Mittagessen nicht ohne ausreichend Sonnenschutz am Strand ein - schmunzel! Ich hoffe, Sie hatten viel Freude beim Lesen meiner Hotelempfehlung!
Wie eingangs beschrieben, war ich bisher sehr zufrieden mit meinen Zimmern. Die größeren Zimmer liegen mehr zum Meer hingewandt. Die Doppelbetten sind oft mit "Besucherritze". das heißt, sie sind lediglich zusammengeschoben - was zu überleben ist... Die Zimmer im rechten Flügel, die näher an der Hotellobby sind haben allerdings etwas mit dem Lärm oder den Gerüchen aus der Hotelküche zu kämpfen. Die Klimaanlagen waren bisher immer sehr leise, programmierbar und stufenmäßig regelbar. Der Fernseher hat ungefähr 3 bis 5 deutsche Programme - hier bitte Infos an der Rezeption holen. Auch ist nicht überall ein Fön auf dem Zimmer, den erhalten Sie gern nachträglich an der Rezeption. Hinter der Rezeption steht auch der kostenfreie Hotelsafe. Im Kühlschrank befindet sich nur Mineralwasser, es ist also keine Minibar wie im üblichen Sinne vorhanden... Das es am Roten Meer auch manchmal windig ist, rate ich eventuell Klammern oder auch eine kleine Wäscheleine mitzunehmen, wenn man sein Handtuch am nächsten Tag nicht im Garten suchen möchte...
Die Gastronomie steht und fällt mit Ihren Erwartungen... Wer keine landestypischen Gewürze verträgt, sollte bei "Trennkost" bleiben, ansonsten schlägt "Pharaos Rache" zu. Ich kann Ihnen versichern, dass unsere Durchfallmedikamente 2 bis 4 Tage brauchen, um uns wiederherzustellen. Schneller geht es mit "ANTINAL" vom Hotelarzt, das Präparat ist auf ortsübliche Beschwerden besser eingestellt. Im April 2010 durfte ich auf Anfrage mal die Hotelküche besichtigen - nur kurz und mit blauen Überziehern an den Füßen - glauben Sie mir, ich vertraue der dort gesehenen Sauberkeit und den Hygienevorschriften der Azur-Kette. Ich hatte nämlich auch Durchfall und es stellte sich heraus, dass ich Kreuzkümmel und Cumin nicht vertrage - der liebevoll angerichtete Salat war trotzdem sehr lecker! Beim Frühstück liebe ich immer das persönlich zusammenstellbare Omelett, welches extra für Sie angerichtet wird und beim Abendessen geniesse ich die Fleisch- und Obstvielfalt des Büfetts. Wer "Anstellen" nicht mag, dem kann ich versichern, dass das ganze Büfett bis zum Ende hin immer wieder aufgefüllt wird. Wer sich die "Eroberungshektik" mancher Gäste ersparen möchte, der geht in der letzten Dreiviertelstunde essen - angenehm entspannt und köstlich! Es steht Ihnen frei, Ihrem Tischkellner Trinkgeld zu geben. Als mal am Nebentisch ein Kellner direkt nach Trinkgeld fragte, war ich Zeugin dessen, dass er am nächsten Tag diesen Job verloren hatte - das Management duldet so etwas nicht. Hart, aber angemessen, so denke ich... Abends kann man in einer Shishabar vor dem Hotel oder in einem Shishazelt neben dem Diving Center gemütlich zusammen sitzen - Musik wird dort auch gespielt...
Der Service im Haus ist wie überall exakt von der Person abhängig, die Sie bedient. Man sollte hier niemals generalisieren. Die Fremdsprachenkenntnisse differieren sehr, dennoch tun alle ihr Bestes und versuchen sich sogar, Ihren Namen zu merken und Sie in Ihrer Landessprache zu begrüßen. Den Service der Wäscherei habe ich immer sehr begrüßt - er ist ausgezeichnet, ganz besonders nach einer Quadsafari durch die Wüste habe ich mich über saubere Kleidung gefreut! Für mich sehr wichtig ist, dass der hoteleigene Arzt wirklich 24 Stunden zu erreichen ist. Seine kleine Klinik liegt mit im Wellnessbereich. Der Mann ist mehrsprachig, hilft sofort, kommt auch aufs Zimmer oder ist per Telefon erreichbar. Bei einem Kreislaufzusammenbruch eines italienischen Gastes im Oktober 2010 war er innerhalb 1 Minute am Strand. Seine Bezahlung ist natürlich abhängig von Ihrem Budet bzw. Ihrer Auslandskrankenversicherung. Ich hatte mich mal darüber beschwert, dass mir unbekannterweise desnächtens Telefonstreiche gespielt werden - und auch, wenn das Hotel den Verursacher nicht herausfand, so entschuldigte sich das Management mit einem großen Korb voller frischer Früchte, welcher auf mein Zimmer gebracht wurde.
Zu diesem Kriterium entnehmen Sie bitte alles Wichtige den gängigen Katalogen. Was ich hier für extrem wichtig halte, ist das wirklich einmalige Hausriff des hoteleigenen Strandes. Der Strand ist keine Minute entfernt und das Riff liegt in einer wunderschönen Lagune. Ausläufer des Riffs beginnen zum Teil schon nach 5 Metern im knietiefen Wasser, sodass auch Kinder, die mit dem Schnorcheln anfangen möchten, dabei stehen können - wunderbar! Das Riff selbst hat ungefähr 180 der 260 Arten des Roten Meeres. Haie wurden noch nie gesehen, Steinfische nur am Außenriff und ja, Nemo wohnt dort auch! Morgens zwischen 7 und 8 Uhr sowie manchmal mittags zwischen 12 und 13 Uhr kommen Delphine bis in Nichtschwimmernähe zu Besuch - das ist fantastisch! Und mein zweitwichtiges Anliegen ist, dass die täglich anwesenden Rettungsschwimmer streng darauf achten, dass niemand auf dem Hausriff steht! Ansonsten pfeifen sie per Trillerpfeife und der Gast muss die auf Schildern ausgewiesene Geldstrafe bezahlen. Ärgern tut mich jedes Mal die Missachtung der ägyptischen Kultur durch Frauen aller Nationalitäten, die "oben ohne" am Strand zu finden sind. Ohne prüde zu sein, ist dies ganz klar eine Frage der Respektlosigkeit! Einkaufen sollte man in El Quseir selbst - Dienstag, Donnerstag und Samstag sind Markttage mit frischem Obst aus dem Nildelta von Kairo. Die Ausflugsmöglichkeiten sind abhängig von den Anbietern - ich rate von Reisen nach Kairo oder Abu Simbel ab, hierzu sollte man besser nochmals anreisen. Das Tal der Könige, der Karnaktempel und der Tempel der Hatschepsut sind als Tagesausflug in Ordnung, die Preise und Serviceleistungen variieren hier. Ich rate lieber zu Tagesausflügen mit den Bootsyachten vom Strand aus - die 3 Tauchschulen bzw. Schnorchelcenter am Strand bieten günstige Ausflüge mit Verpflegung an Board schon ab 25 Euro an. Auch versucht die Bootscrew dabei immer, Schildkröten, Delphine oder die eine vorhandene Seekuh zu entdecken - natürlich gibt es hier keine Garantie! Beim Bootstrip bitte nie entsprechende Medikamente und ausreichend wasserfeste Sonnencreme vergessen - Bakshish für die Bootsjungen und geprüften Schnorchelguides sollte man auch dabei haben!
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Da ich nicht im Pool bade, sondern im Meer, kann ich dazu nichts schreiben. Mit Ihrer Towelcard tauschen Sie Handtücher beim Pool- bzw Beachboy ein. Die Handtücher des Hotels wurden im März 2011 alle ausgetauscht - vom verblassten gelb in ein flauschig-neues Orange. Am Strand sollte man die "imaginäre Grenze" zum Schwesternhotel Utopia beachten - der Beachboy kann Ihnen sagen, wie weit der Bereich geht. Sie können zwischen Sonnenschirm und Sonnenzelt frei wählen - und natürlich begegnen Ihnen Urlauber, die schon früh am Morgen alles belegen und genauso "natürlich" ist es, dass Sie bei entsprechendem Bakshish (zwischen 2 und 5 Euro) immer ihren selben Platz an der Sonne bekommen - hier entscheiden Sie allein... Die Strandliegen aus Plastik sind ungefähr 3 Jahre alt und ok soweit, die Liegen aus Holz sind logischerweise Wind und Wetter ausgesetzt... Das Animationsteam mit jungen Leuten aus allen Nationen variiert. Bestätigen kann ich, dass dem Hotel die "Nichtaufdringlichkeit" am Herzen liegt. Ihre Teilnahme am täglichen Animationsprogramm ist rein freiwillig...
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2011 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Victoria |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 4 |


