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Markus (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Mai 2007 • 1 Woche • Sonstige
Kein Hotel für Ruhesuchende
3,3 / 6

Allgemein

2002 im maurischen Stil erbautes, 5-stöckiges Haus mit ca. 300 Zimmern, verteilt auf zwei Gebäüde. Optisch sehr ansprechend und gepflegt. Sehr schöne Aussenanlage mit grossen, palmenbestandenen Liegeterrassen und hübscher Poolanlage. Der Innenbereich ist vom Erdgerschoß bis 5. Stock offen gestaltet (Atriumbaustil), was aufgrund der zentralen Lage der Abendveranstaltungsbar sowie der nachfolgend näher beschriebenen Gästestruktur zu einer erheblichen Lärmbelästigung führt. Rund 80-90 % der Gäste im Playacanela sind spanische Familien mit jeweils 3-4 Kleinkindern und Babies sowie "erlebnisorientierte" Gruppen 18-20 jähriger Spanier. Der Rest verteilt sich auf Deutsche, Belgier und vereinzelt Engländer. Von vormittags 11 Uhr bis nachts um 2 Uhr herrschte in der gesamten Anlage einschließlich der Zimmer ein -ohne empfindlich zu sein- unbeschreiblicher Lärm...fast sämtliche spanischen Kinder tobten Tag und Nacht durch die Anlage und lieferten sich mit den jungen Erwachsenen offensichtlich ein Duell im Hinblick auf die maximal erreichbare Lautstärke. Bei allem Verständnis für spanische Lebensarten....dieses Kernproblem vermieste uns den gesamten Urlaub, zumal es im Hotel als auch in der näheren Umgebung keinerlei Möglichkeiten gab, auszuweichen. Schade, denn das Playcanela hat auch durchaus seine Qualitäten. Insbesondere von Donnerstag bis Sonntag war es unerträglich ( das Hotel wird in der Vor-und Nachsaison innerhalb Spaniens extrem günstig für verlängerte Wochenenden angeboten, die Belegungsquote stieg von geschätzt 25% auf nahezu 100% ). Ein weiterer Kritikpunkt betrifft nahezu sämtliche Sitzgelegenheiten im Hotel, diese sind zwar wie die gesamte Ausstattung optisch ansprechend, aber wirklich sehr unbequem...nichts für ältere Leute oder Rückengeschädigte...Am besten konnte man noch auf den einfachen Plastikstühlen der Poolbar sitzen! Sehr empfehlenswert ist die Anmietung eines Leihwagens, zumindest tageweise. ( Bei mehrtägiger Buchung dürfte es über den Reiseveranstalter von zu Hause aus günstiger sein, als bei dem im Hotel zu kontaktierenden, absolut seriösen "Niza-Verleih" Portugal ist in rund 20 Autominuten erreicht und bietet interessantere Ausflugsziele an Küste und Hinterland als die spanische Provinz Huelva. Top-routenempfehlung für einen ausgedehnten Tagesausflug per PKW: Über die Grenze, dann nach Castro Marim (Kastell), weiter über die N 125 nach Cacela Velha (uriges Dorf auf Steilklippe über dem Meer), weiter nach Tavira ("schönste Stadt der Algarve", möglichst nahe des zentralen Platzes "Praca da republica" parken und die lebendige Atmosphäre, die Cafes (Cafe Veneza! am Platz), den Fluß, das Kastell mit wunderschönem Garten und Ausblick, die schönen Gassen und bei Bedarf Kirchen bewundern. Anschließend die N 397 über tolle Bergsträßchen in das ursprüngliche, dünn besiedelte Hinterland fahren (besonders im Frühjahr blüht es überall sagenhaft) -Richtung "Cachopo". Von dort über Martim Longo bis zum verträumten Ort Alcoutim am Rio Guadiana fahren. Dort leckeren Flußfisch essen (Restaurant Ti Afonso in Ortsmitte-schlicht, aber gut und nett empfehlenswert ) am Fluß verweilen oder die Aussicht vom Castello genießen. Schließlich die traumhafte Stecke entlang des Grenzflußes fahren (Ausschilderung Castro Marim) und über die Brücke bzw. Ayamonte wieder zurückfahren. Tip: besser auf eigene Faust per Mietwagen und mit gutem Reiseführer die Gegend erkunden.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer waren geräumig, stets top-gereinigt und mit allen gängigen Komfortextras versehen. Safe kostet wie üblich extra. Schönes Mobilar, großes Bad, geräumiger Balkon. Aber Achtung: Keinesfalls ein Zimmer im Bereich der Abendveranstaltungsbar u. Poolbar geben lassen und möglichst hohes Stockwerk verlangen! Ebenso ein Zimmer zu der Baustelle nebenan meiden.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Das Highlight im Playacanela war zweifelsohne die Auswahl und Qualität der Speisen und Getränke. Die Buffets waren wirklich vom feinsten...gehobene spanische Küche und eine Vielfalt an Fisch, Meeresfrüchten, wunderbaren Vor-und Nachspeisen. Wir haben in keinem anderen Hotel besser gegessen! Sehr zu empfehlen ist die Buchung von "all inclusive" ( in der Vor-und Nachsaison bei den deutschen Reiseveranstaltern oft zum Halbpensionspreis angeboten). Wir sind eigentlich keine Freunde dieser Verpflegungsleistung, aber im Playcanela ist sie wirklich zu empfehlen. Fast sämtliche Getränke, Cocktails, Originalspirituosen usw. sind includiert und von höchster Qualität. Neben dem Buffetrestaurant gibt es noch eine Pool/Snackbar, einen Aufenthaltsbereich in der Innenhalle sowie die oben erwähnte, in jeder Beziehung unbrauchbare Abendveranstaltungbar. Ungut: An manchen Tagen wurden Getränke nur am Tresen ausgeschenkt, es gab in den Bars keinerlei Bedienung, was teils zu "Warteschlangen" führte.


    Service
  • Eher schlecht
  • Das Hotelpersonal war fast durchweg ausgesprochen freundlich und qualifiziert. Die nötige Kommunikation war sowohl in Deutsch als auch Englisch völlig unproblematisch. Zwei unschöne Auffälligkeiten: Spanier (mitunter vordrängelnd) wurden bevorzugt bedient, genossen Sonderrechte(z. B. durften spanische Kleinkinder trotz offiziellen Verbotes den Whirlpool benutzen, Deutsche hingegen nicht!) und die ansonsten brauchbare Rezeption zeigte bei einem sehr ärgerlichen Vorkommnis herzlich wenig Interesse: Uns wurde am ersten Tag/erstem Aufenthalt an der Poolterrasse ein Rucksack samt Literatur etc., glücklicherweise ohne Bargeld gestohlen! Das Thema "Sicherheit" (Südspanien ist für Diebstähle etc. nicht unbekannt) existierte im Playacanela überhaupt nicht...jeder konnte Tag und Nacht die Anlage durch das stets unverschlossene Gartentor oder den Haupteingang betreten, einen Sicherheitsdienst oder Videoüberwachung gab es im Gegensatz zu vielen anderen Hotels überhaupt nicht. Dem Krach auf der Anlage wird in keinster Weise Einhalt geboten.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Das Hotel befindet sich in der andalusischen Strandurbanisation Punta del Moral, welche sich benachbart von der Hotelsiedlung Isla Canela bis zum portugisischen Grenzfluß Rio Guadiana erstreckt. Diverse Hotels (z. B. Riu, Iberostar) sowie spanische Appartementkomplexe bilden eine optisch noch akzeptable Bebauungsreihe. Ansonsten gibt es knapp 15 Fussminuten entfernt einen netten Jachthafen mit ein paar Bars und Restaurants. Dahinter befindet sich etwas schlecht erreichbar das kleine, wenig interessante Fischerdorf Punta del moral. Landeinwärts besteht ein Naturschutzgebiet mit Wasserkanälen, Salinen etc...Der nächste größere Ort ist die ca. 8 KM entfernte Grenzstadt Ayamonte. Eine Bushaltestelle ohne Fahrplan gibt es nur relativ weit entfernt an der Zufahrtsstraße zu dem o. g. Fischerdorf, Taxis sieht man in dieser recht abgelegenen Region kaum. Die Transferzeit betrug vom portugisischen Flugplatz Faro weniger als eine Stunde, da die Autobahn genutzt und keine weiteren Hotels angefahren wurden. Wenig erfreulich: Unmittelbar neben dem Hotel entsteht aktuell ein weiteres Haus der Playakette (soll angeblich Mitte 2008 fertiggestellt sein, was aber unwahrscheinlich erscheint)...Hier wird von morgens sieben Uhr bis abends 21 Uhr mit schweren Geräten gearbeitet, was neben Staubwolken ganz erheblich in dem gesamten Garten/Poolbereich als auch den Zimmern des östlichen Hoteltraktes zu hören ist! Eigentlich sollte nur vom Oktober-April weitergebaut werden, aber dem war leider nicht so. .. Überhaupt entstehen entlang der gesamten Küste derzeit Unmengen an Hotelbauten. Sehr positiv zu bewerten ist der tolle, rund sieben Kilometer lange, breite und gepflegte Sandstrand. Herrlich für Strandspaziergänge, zum Baden und zum Muschelsuchen. Der Zugang erfolgt direkt vom Hotelgarten aus über einen nett angelegten kurzen Weg durch die Dünen. Sehr schön auch die lange, palmenbestandene Promenade zwischen den Hotels und den Dünen.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Sonstiges

    Eine Sportanimation gab es nur sehr begrenzt, der Kinderclub öffnet erst im Juni, was früher mehr als sinnvoll wäre. Neben dem Aussenpool gibt es ein kleines Hallenbad. Internetzugang besteht, des weiteren gibt es einen Friseur und einen wirklich brauchbaren Shop mit Getränken, Zeitungen usw. Grottenschlecht war das Unterhaltungsprogramm in der Abendbar: Eine Mischung aus Klamauk, viel zu lauter Musik und spanischer "Moderation" zuzüglich schrecklicher Bestuhlung vetrieben regelmäßig alle nicht-spanischen Gäste. Zudem mutierte die Bar wie auch der Rest des Hotels bis tief in die Nacht zum wilden Kinderspielplatz.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Mai 2007
    Reisegrund:Sonstige
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Markus
    Alter:36-40
    Bewertungen:2