Das Playitas ist in erster Linie ein Sporthotel, wenn nicht sogar ein Trainingscenter insbesondere für Triathleten. Auf anderen Urlaubsreisen werden wir oft ein wenig verwundert angesehen, weil wir "schon wieder" in Sportklamotten unterwegs sind. Hier war es eher umgekehrt. Die meisten waren in irgendeiner Form sportlich unterwegs und die Pause im Liegestuhl war nur eine Ruhephase zur nächsten sportlichen Aktivität. Das Sportangebot ist demnach hoch und in guter Qualität, auf vielen Tennisplätzen, ein großer Raum für Spinning, das Olympiabad, das große und perfekt ausgestattete Fitnesscenter, die Stepkurse, die Bikestation mit Mountainbikes, Renn-, Touren-, Kinderräder usw.. Alles ist top in Ordnung und sauber. Das gilt für das gesamte Hotel, sowie auch die Zimmer. Nirgends ist Luxus angesagt, sondern eher praktisch und gut, halt für ein Trainingscenter. Davon ausgenommen sind wohl die Villen am Golfplatz mit jeweils eigenem Pool. Diese können wir aber nicht beurteilen, da wir eine Junior Suite im Hotel hatten. Suite steht hier nur für Größe nicht aber für Ausstattung. Das meiste wird extra berechnet. Spinnnig kostet pro Person und Stunde 2 Euro. Fahrräder kosten zwischen 20 und 30 Euro am Tag. Der Olympia Pool wird ebenso extra berechnet, sowie frische Strandhandtücher, sämtliche Getränke und viele andere Aktivitäten. Dazu geht man an die "Sportbox" im Sportgeschäft. Zur Rushhour muss man dann auch eine Portion Geduld mitbringen, weil soviel Andrang ist. Auch WiFi wird extra berechnet mit 7 Euro pro Tag. Es gibt an der Rezeption keinen freien Internetzugang. Auch die Geschwindigkeit insbesondere auf den Zimmern ist eher mager. Das entspricht in keinster Weise dem aktuellen Standard und wird für eine Familie zum ordentlichen Kostenfaktor. Durch die verschiedenen Verpflegungsmöglichkeiten gab es für jeden das obligatorische Armband mit unterschiedlichen Farben. Damit bekam man dann Zutritt zu den jeweiligen Restaurants. Die Villen und Apartments haben ein anderes Restaurant als das Hotel. Das Essen soll jedoch identisch sein. Die Qualität und Auswahl der Buffets ist gut, aber nicht herausragend. Da haben wir schon in manchem 3 Sterne Hotel ein besseres Essen gehabt. Satt wird aber mit Sicherheit jeder. Die Gästestruktur ist international, ca. 30% Deutsche, 30% Skandinavier, 20% Spanier und der Rest aus ganz Europa. Amtssprache ist spanisch, aber mit englisch kommt man überall gut durch. Ein paar wenige, insbesondere an der Rezeption, sprechen auch deutsch. Beim Sport ist alles auf englisch. Für Kinder ist dies eher ein Problem. Da hat man dann schon mal die große Not die Kinder für die Kinderbetreuung zu begeistern. Trotz Osterferien waren daher auch nicht sehr viele Kinder zu sehen, meist nur zwischen 5 und 10 Kindern. Wer jedoch seine Kinder für den Sport begeistern kann, ist hier richtig. Auf den Tennisplätzen, im Olympiabad, auf den Kinderrennrädern oder sogar beim Kinder Triathlon waren die Kinder schon mit vollem Einsatz dabei. Selbst 1 mal die Woche gab es Spinnig für Kinder. Dementsprechend hatten sich nur wenige Pauschaltouristen ins Hotel verlaufen. Den meisten konnte man auch ihr Unwohlsein ansehen, wenn um einen herum die Trainingsanzüge der unterschiedlichsten Wettkämpfe unterwegs waren. Die Anlage liegt weit entfernt von anderen Hotels, bzw. Restaurants, so dass es kaum Alternativen gab. Im kleine Fischerdorf nebenan gibt es 2 Restaurants, die wir aber nicht besucht haben. Die ganze Anlage ist sehr weitläufig und der Hotelbereich am Hang gelegen. Hier gibt es dann auch den berüchtigten Schrägaufzug, der die einzelnen Gebäude miteinander verbindet. So mal eben vom Restaurant zurück ins Zimmer ist nicht so einfach. Für uns bedeutete dies, eine Treppe runter, durch die Halle, um dann 3 Treppen hoch zu gehen. Dann aus dem Gebäude rausgehen und um das Gebäude drumherum hochgehen bis zu "unserem" Gebäude. Dann die Außentreppen hoch (3 Etagen), um dann im Gebäude ein Etage wieder nach unten zu gehen, durch den Gang durch und um am Ende das Zimmer zu erreichen. Das wäre architektonisch besser zu machen gewesen. Vom Hotelkomplex bis zur Kinderbetreuung ist man dadurch auch rund 10 Min unterwegs. Da ist der Apartment Komplex kompakter gebaut. An manchen Stellen ist die Anlage in die Jahre gekommen und könnte mal wieder überholt werdn. Das gilt für die Zimmer, Restaurants und den Sportberiech. In Summe: Ein Muss für Sportler! Die Tour zum Leuchtturm ist sowohl mit dem Fahrrad als auch zum Laufen bestens geeignet und eine ideale Trainingsstrecke. Fuerte ist kein ausgewiesenes Mountainbike Revier. Daher sollte man sich eher auf die Rennrad- oder Laufstrecken freuen.
Die Zimmer im Hotel waren vollkommen ok. Die Möbel sind schon etwas in die Jahre gekommen und die Matratzen könnten auch mal wieder gewechselt werden. Die Junior Suite war für uns (2 Erwachsene und ein Kind) groß genug. Die Sauberkeit ließ keine Wünsche offen. Die Erreichbarkeit der Zimmer (von der Rezeption bzw. den Sportstätten) war nicht optimal gelungen. Direkte Wege gibt es nicht. Das bedeutet, das man immer um die Gebäude drumherum gehen muß, Treppen rauf – Treppen runter. Für Sportler ist das kein Problem, wenn auch nicht praktisch. Mit einem Kinderwagen ist das schon sehr lästig.
Es gab 2 Buffetrestaurants, die getrennt nach Hotel und Apartments waren. Für die Nicht-Halbpension Gäste gibt es 2 Restaurants. Des weiteren gibt es 2 Snackbars und einen Supermarkt. Das Essen ist eher international mit einem spanischen Einfluß. Die Qualität ist gut, aber nicht überragend. Bis zum Schluß der Essenzeiten wird ständig frisch nachgefüllt. Der Stil der Restaurants ist eher kühl bis Kantinen ähnlich. Eine Neugestaltung wäre hier angebracht. Auch die Stuhlkissen geben die Vielfalt des Essens wieder.
Die Mitarbeiter waren durchweg sehr freundlich. Mit deutsch kommt man so gut wie überall durch. Besser ist jedoch Englisch, da die Aktivitäten durchweg in englischer Sprache sind. Die Kinderbetreuung ist auch ganz gut, aber nicht mit den Aktivitäten der großen deutschen Clubs zu vergleichen.
Die Anlage liegt nur rund 25 Minuten entfernt vom Flughafen. Vom Fluglärm bekommt man allerdings so gut wie nichts mit. Unsere Anlage wurde als erstes angefahren und wir wurden als letztes abgeholt – praktisch! In der Nähe sind so gut wie keine Restaurants oder Geschäfte. Der nächste größere Ort ist rund 6 km entfernt. Man ist also schon stark auf die Anlage fixiert. Nightlife? Was ist das? Es gab eine Abendunterhaltung. Diese ist aber nicht zu vergleichen mit den Angeboten der einschlägigen Clubs. Ab 22:00 Uhr war eh ein Großteil der Gäste im Bett, um sich von den sportlichen Anstrengungen des Tages zu erholen und auf den nächsten Trainingstag vorzubereiten. In der Anlage gibt es neben den beiden Buffetrestaurants zwei italienische Restaurants, 2 Snackbars und eine Bar für die Abendunterhaltung. Daneben gibt es einen gut ausgestatteten (kleinen) Supermarkt mit angemessenen Preisen. Die zwei Sportgeschäfte runden das gesamte Angebot ab.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Sport ist hier das Thema. Da kann kein klassischer Club mithalten. Hier werden eigene Triathlon Veranstaltungen durchgeführt. Die Trainingsbedingungen sind 1A. Wer einen Trainer braucht bekommen den auch (kostenpflichtig) zur Verfügung gestellt.Mal eben auf den frischen Radstrecken um die Insel – kein Problem. Laufentouren rund um die Anlage oder hoch zum 8 km entfernten Leuchtturm – kein Problem. 6 Stunden auf der abgesperrten Bahn schwimmen - kein Problem. Der Strand besteht aus dunklem Sand und ist öffentlich. Zu Ostern waren ein Hand voll Leute am Strand. Die Pools waren da schon stärker frequentiert. Derer gibt es 4 Stück, ein Olympia Becken (gegen Gebühr), ein "Kinderpool" an den Apartments, ein Pool an der Rutsche und ein Pool am Hotel. Der Kinderpool war meist gut besucht, ist aber unbedingt renovierungsbedürftig. Hier blättert die Farbe ab. Uns hat am besten der Pool am Hotel gefallen, wenn er auch ein wenig kälter war.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im April 2014 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Gerd-Uwe |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 3 |


