Das Haupthaus ist ein hergerichteter Altbau mit allen Vorteilen (Romantik, Flair, usw.) und Nachteilen (enge, verwinkelte Räume, schmale Türen und ein engesTreppenhaus, kein Aufzug, also nicht behindertengerecht). Das Haus ist gepflegt und macht einen ordentlichen Eindruck. Das zweite Gebäude haben wir nicht gesehen. Die Frühstückauswahl war reichhaltig und das Essen gut. Das Geschirr allerdings mit Resten verklebt, so daß ich vier Teller in der Hand hatte, bis ich einen sauberen fand! Der Altersdurchschnitt dürfte bei 50+ liegen. Außer bei den Leuten die nachts (2. 00 bis 5. 00) auf dem Platz vor dem Hotel rumlärmten. Leider liegen hinter dem Hotel wohl einige Sozialwohnungen mit dem entsprechenden Klientel. Empfehlenswert ist die Buchung eines Tiefgaragenparkplatzes. Ich hatte jedenfalls Angst um meinen Lack. Ich vermute, in der kalten Jahreszeit kann man es eher auf der Straßenseite aushalten, falls man mit geschlossenem Fenster schlafen kann. Sonst sollte man sich explizit ein Zimmer zur Rückseite geben lassen. Immer vorausgesetzt, man kann mit den oben beschriebenen Mängeln und Unzulänglichkeiten leben. Wir kommen jedenfalls nicht wieder!
Unser im Großen und Ganzen schön eingerichtetes Zimmer wies einige Mängel auf. Der allerschlimmste war die Lage zur Straßenseite im Haupthaus. Hier rollt der Durchgangsverkehr über Kopfsteinpflaster, was einen UNERTRÄGLICHEN Lärm erzeugt. Die Fenster konnten wir nachts auch nicht schließen, denn aufgrund der hohen Tagestemperaturen war das Zimmer trotz tagüber immer geschlossener Rolläden und Fenster EXTREM heiß (deutlich über 30°). Es half kein Lüften in der Kühle der Nacht! Auch nicht mit ganz offenen Rolläden. Der Fernseher ist mit 36cm viel zu klein. Der SAT-Empfang war auf fast allen Sendern verrauscht bis unverständlich, die Senderliste stimmte nicht. Das Bad hat einen "Bahnhofsboden" statt Fliesen. Die Silikonfugen der Dusche waren schwarz verschimmelt. Das Wasser in der Dusche wird kalt, wenn man am Waschbecken Wasser zapft. Die Zahnputzbecher sind von Ikea und der Fön ist noname und vergilbt. Das entspricht keinem 4*-Standard und ist nicht empfehlenswert!
Die im Haus befindliche "Lutherstuben" serviert Essen aus Luthers Zeit wie zu Luthers Zeit. Das gelingt sehr stimmungsvoll mit dem Pergament (=Speisekarte) und Schankmagd bzw. Becherknecht (=Kellnerin, Kellner in zeitgenössischem Kostüm) im nur mit Kerzen beleuchteten Raum. Das Essen ist fair bepreist, schmackhaft und reichlich. Ich kann das Restaurant sehr empfehlen, wenn man irgendwo in Eisenach logiert.
Die Reservierung im Vorfeld war fast nicht möglich. Ich brauchte zwei Mails (beide ohne Antwort) und 6(!) Telefonate bis ich nach 14(!) Tagen ein Bestätigungsfax erhalten habe. Die lapidare Begründung lautete: "Wir haben Thüringentag und deshalb sehr viel zu tun." Sorry Leute, das war UNGENÜGEND! Wir hatten ein "Verwöhnwochenende" gebucht. Beim Einchecken wurde uns dann mitgeteilt, daß der Begrüßungssekt vor das Abendessen verlegt wäre - aha. Wir durften uns ein Menü aussuchen, auf das wir uns auch freuten. 15min. vor dem Candle-Light-Dinner erhielten wir einen Anruf, uns würde statt des gewählten Menüs ein Überraschungsmenü erwarten. Nun, es war auch überraschend qualitativ deutlich schlechter als das unsprüngliche (trockenes Geschnetzeltes, statt feine Lende!) und sehr schwer verdaulich. Der Kellner war für ein 4*-Haus zu jovial und "relaxt". Also hier nochmal UNGENÜGEND!
Das Hotel liegt in kurzer Laufdistanz zur schön renovierten Innenstadt. Der Platz vor dem Hotel ist auch neu gestaltet und sehr ansehnlich als Parkplatz angelegt. Am Wochenende parkt man kostenlos auf diesem Parkplatz. Räumlich abgegrenzt dazu liegt der Restaurant-Außenbereich des Hotels direkt vor dem Haus. Das Hotel selbst verfügt nur über 5 kostenlose Stellplätze hinter dem Haus. Das ist zu wenig.
Beliebte Aktivitäten
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In unserem Paket war ein Tag im Keltenbad in Bad Salzungen. Wenn man Einheimische nach dem Weg fragt, kann man die fehlenden Hinweisschilder schnell kompensieren. Das Bad selbst ist schön angelegt, gut gepflegt und hat einen traumhaften Saunabereich. Die Bewertung des Eisenacher Hofes hat aber mit dem Bad nichts zu tun, deshalb gebe ich hier nur drei Sonnen. Das Bad an sich hat volle sechs Sonnen verdient.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Juli 2007 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Matthias |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


