Dieser Urlaub war für uns kein Urlaub, sondern purer Stress, Ekel und Enttäuschung. Direkt nach unserer Ankunft hatten wir Bettwanzen im Zimmer. Kurz darauf bekam ich starke allergische Beschwerden und vermutlich eine asthmatische Reaktion. Das Schlimmste daran: Selbst nach dem Zimmerwechsel hörten die Beschwerden nicht auf. Inzwischen wissen wir aus anderen Foren, dass offenbar mehrere Zimmer betroffen sind – unter anderem im 3., 5. und 6. Stock. Für Allergiker ist das einfach eine Katastrophe. Mitten in der Nacht um 1 Uhr mussten wir hektisch unser komplettes Zimmer räumen, alles wieder einpacken und umziehen. Statt anzukommen und den Urlaub zu genießen, standen wir nachts unter Stress und Angst, dass sich die Bettwanzen bereits überall verteilt haben könnten. Unsere Kleidung und Koffer mussten behandelt werden. Am nächsten Tag konnten wir den Urlaub praktisch vergessen. Ich hatte am Ende nur noch einen Pyjama und einen Kaftan für den Strand übrig. Das Hotel selbst hat zumindest versucht zu helfen und Lösungen zu finden. Dafür möchten wir fairerweise Verständnis zeigen. Trotzdem war auch das neue Zimmer voller Mängel: defekte Klimaanlage, kaputte Duschkabinentür und allgemein schlechter Zustand. Das eigentliche Problem war jedoch die Reiseleitung TUI – und genau dort fühlten wir uns komplett im Stich gelassen. Keine echte Hilfe. Kein Mitgefühl. Kein ernsthaftes Interesse an unserer Situation. Nach einer kurzen Standard-Entschuldigung per Mail wurde das Gespräch einfach beendet mit den Worten: „Wir beenden das Gespräch.“ Einen Tag später erhielten wir dann aber eine Nachricht mit Angeboten für neue Ausflüge und weitere Buchungen. Dieses Vorgehen ist extrem respektlos und unprofessionell! Wer mit gesundheitlichen Problemen, Bettwanzen und schlaflosen Nächten kämpft und Unterstützung benötigt– wartet nicht auf Verkaufsnachrichten. Zusätzlich wurde vor der Reise von der TUI mit keinem Wort erwähnt, dass im Hotel Bauarbeiten stattfinden. Dazu kamen mehrere defekte Aufzüge, schlechtes Essen und dauerhaftes Chaos. Besonders schockierend fanden wir außerdem den Umgang einiger Mitarbeiter untereinander. Türkische Kellnerinnen machten sich offen über philippinische Kolleginnen lustig und ignorierten deren Bitte, Englisch zu sprechen. Gleichzeitig wurde plötzlich von den selben Kellnerinnen „kein Englisch verstanden“, sobald wir selbst einfache Wünsche äußerten. Wir hatten so einen Umgang noch nie erlebt! Am Ende bleibt für uns vor allem eines hängen: Das Hotel hat zumindest versucht, die Situation irgendwie zu retten. Die Reiseleitung hingegen hat uns in einer extrem belastenden Situation komplett alleine gelassen. Genau so zerstört man Vertrauen und das eigene Image.


