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Steffen & Yvonne (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • April 2008 • 2 Wochen • Strand
Urlaub für Unmündige
4,4 / 6

Allgemein

Große "all inclusive"-Anlage mit ca. 360 Betten. Die Zimmer liegen in 3 unterschiedlichen "Dörfern"(Dutch, Italian und French Village genannt). Die Restaurants und der Hauptpool liegen an der Piazza, dem großen Platz hinter der Rezeption. Im Hotel machen überwiegend US-Bürger und Kanadier Urlaub. Deutsche sind dort weniger vertreten (während unseres Aufenthalts waren allerdings viele Deutsche dort, weil die Firma Claas vermutlich Teile ihrer Belegschaft mit dieser Reise belohnt hatte). Die Anlage ist sauber, der Garten sehr schön angelegt. Der Titel "Urlaub für unmündige" rührt übrigens daher, dass man nicht selbst entscheiden darf, was man machen kann und was nicht. Ist der Tennisplatz zu feucht, ist es viel zu gefährlich und im Meer darf man aus sicherheitsgründen nur in abgesperrten Zonen schwimmen (siehe weiter unten). Man kommt sich also hier und dort sehr unmündig vor. Leider hapert es beim Service und teilweise beim Essen, was bei uns zur Abwertung führte. Wir haben schon viele Hotels gesehen und müssen leider sagen, dass man für deutlich weniger Geld auch bessere Hotels bekommen kann (z. B. in Kuba und Mexiko). Dort hatten wir 4, 5*/5*-Hotels mit besserem Service und abwechslungreicherem Essen. Das ist auch der Grund, warum wir das Hotel nicht guten Gewissens weiterempfehlen können. Wir haben den Aufenthalt im Hotel mit einer Jamaica Rundreise kombiniert. Das können wir sehr empfehlen, damit man auch einen Eindruck von der Insel und den Jamaicanern bekommt.


Zimmer
  • Gut
  • Wir hatten ein Deluxe Beachfront Zimmer, welches schön eingerichtet ist. Der Balkon ist etwas klein geraten, aber ausreichend. Safe ist im Zimmer vorhanden, ebenso wie ein Fernseher, DVD-Player, eine Kaffeemaschine und Mini-Bar (mit Softgetränken). Klasse ist aber der Meerblick, den wohl baulich bedingt jedes Zimmer in den oberen Etagen besitzt (wir waren im 3. Stock). Die Wände sind gut gedämmt, von den Nachbarn haben wir nichts gehört. Der Zimmerservice war ok, arbeitet aber nicht immer ganz so gründlich. Ein besonderer Service kommt gegen Abend, schlägt das Bett auf und hinterlässt den Hotelnewsletter. Leider liegt in der Nähe des französischen Dorfs (in dem sich unser Zimmer befand) die Kläranlage. Die Geräusche der dortigen Pumpen sind außen störend, im Zimmer aber ok. Ab und zu kommt es aber leider zu einer kleinen Geruchsbelästigung.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Hotel verfügt über 6 Restaurants (Eleanor's, Jasmin's, Guiseppe's, Arizona Beach Club, The Bayside und Bluefield Beach Club) und einem französischen Café (Café de Paris). Letzteres ist wirklich gut, von morgens bis abends gibt's hier Kaffeevariationen, Crepes und allerlei süße Versuchungen, sehr zu empfehlen. Abends gibt es in allen Restaurants das Essen à-la-Carte. Morgens und mittags wird im "The Bayside" Buffet angeboten, Eleanor's serviert ein à-la-Carte Frühstück, alle anderen sind zur Frühstückszeit geschlossen. Grundsätzlich ist das Essen gut, im Eleanor's und Jasmin's wirklich sehr gut. Leider kommt das Buffet im "The Bayside" nicht so gut weg. Die Gerichte sind zwar ok, leider aber weder abwechslungsreich, noch ausgefallen. Meeresfrüchte und verschiedene Fischsorten sucht man vergebens, obwohl man gerade das in der Karibik erwartet. Vielmehr gab es Hühnchen, Reis mit Bohnen, Schweinefleisch und Würstchen. Auch die Auswahl an frischem Obst ist für die Region ein Witz (Ananas, Melonen, Papayas). Stattdessen ist das Essen eher auf amerikanische Bedürfisse zugeschnitten, z. B. Burger, Pommes, Burritos im Arizona Beach Club. Ein großes Manko ist auch die Tatsache, dass es im Bayside zum Frühstück nur einen Toaster für das ganze Restaurant gibt. Die Bars haben mit Ausnahme der Martini Bar einen eher schlechten Service. Es existieren keine Getränkekarten und die Standard-Cocktails wie z. B. Cuba-Libre, Pina-Colada, Vodka-Lemon sind dort unbekannt. Die Bestellung eines Cuba-Libre z. B. führte zu einem Gemisch aus Rum und Grenadine, der Vodka-Lemon war ein Glas Vodka mit einer Scheibe Limone am Rand. Wer sicher gehen will muss also alles haarklein erklären. Am besten fragt man einen anderen Gast was er gerade trinkt und bestellt das Gleiche. Trotzdem werden die Cocktails von jedem Barkeeper unterschiedlich gemischt und schmecken daher sowieso immer anders. Den absoluten Negativ-Knüller stellte aber die mobile Bar auf der Piazza dar. Dort wollte man uns ein Viertelstunde nach Eröffnung des Schokoladenbuffets kein Bier mehr geben mit dem Hinweis, das Fass sei leer (ein Neues anstechen scheint dort keine Option zu sein). Am nächsten Tag gab' es dann keinen Champagner mehr, die Ausrede da: "Die Bar würde jetzt geschlossen", obwohl direkt daneben die Abendshow lief. Für ein Hotel dieser Preisklasse ein absolutes "No-go"! Eine "schöne" Erfahrung hatten wir auch mit der Poolbar, die uns 20 Minuten nach Eröffnung abwies mit dem Hinweis , man wäre noch nicht soweit, wir sollten in 5 Minuten wiederkommen. Soweit noch nicht so wild, wäre nicht direkt vor uns ein anderer Gast bereits bedient worden... Alle Gäste sind gleich, aber manche sind eben gleicher als andere! Grundsätzlich wird man an der Poolbar übrigens bei der Frage was man haben möchte nicht angeschaut. Die Barkeeper sind damit beschäftigt sich untereinander zu unterhalten, in einer Gesprächspause wird man dann aus der anderen Ecke der Bar beiläufig nach dem Getränkewunsch gefragt, ohne es zu merken. Blöd, wenn man das nicht mitbekommt. Auf Wunsch kann man auch ein romantisches Dinner am Strand buchen, allerdings kostet das 120 US-$, nicht gerade günstig, wenn man bedenkt, dass man Essen und Getränke ja eigentlich schon bezahlt hat.


    Service
  • Eher gut
  • Eine Klarstellung zu Anfang: Der Service ist teilweise sehr unterschiedlich! Von sehr zuvorkommend in den besseren Restaurants bis lausig an den Bars. Es war alles dabei. Der Check-in war noch sehr vielversprechend mit feuchten Tüchern und Champagner. Leider lässt dieser Service schnell nach wenn man einen nicht vorhandenen Schirm reklamiert (4 Tage, 3 Nachfragen), oder einen Cocktail an der Poolbar bestellt. Das Hotel wirbt mit bereits im Reisepreis inkludierten Trinkgeldern, wir hatten den Eindruck, dass es ohne nicht wirklich funktioniert. (Trinkgelder werden entgegen manch landläufiger Meinung übrigens angenommen.) Teilweise hat man auch den Eindruck, dass es sehr bürokratisch ist. Einen Ausflug mit Glasbodenboot oder Schnorcheltour muss man genau 1 Tag im Voraus anmelden, ein spontaner Ausflug ist nicht möglich, obwohl ein halb leeres Boot gerade am Steg wartet.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Das Hotel liegt direkt am Strand, der Weg dorthin sind also nur ein paar Meter (ausschlaggebend für Bewertung). Zur Hotelumgebung oder Ausflügen können wir nichts sagen, da wir vor dem Aufenthalt im Hotel bereits eine Rundreise gemacht hatten und somit keine Notwendigkeit mehr für weitere Ausflüge bestand. Von seitens der Reiseleitung wissen wir aber, dass eine Fahrt nach Negril zu Rick's Cafe pro Person mit 52 US-$ zu Buche geschlagen hätte, nicht gerade ein Schnäppchen. Angeboten werden aber noch Fahrten nach Black River, YS-Falls, Appleton Estate usw.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt mehrere Pools in der Anlage, auch mehrere Whirlpools (die übrigens wirklich sehr warm sind). Leider hat es die Filteranlage nicht immer geschafft, die Pools sauber zu halten und so war das Wasser oftmals eher milchig weiß als klar (Abwertung). Tennisplätze, Squash und Fitnessmöglichkeiten sind vorhanden. Der Strand ist schön, es sind ausreichend Liegen und Schirme vorhanden, man bekommt also auch mittags noch ein Plätzchen. Außerdem stehen einige Bäume dort und sorgen zusätzlich für angenehmen Schatten. Das Wasser ist sauber, durch die Regenfälle war es bei uns aber teilweise aufgewühlt. Eine große Enttäuschung waren für uns die Schwimmzonen im Meer. Wer denkt, er könnte einfach irgendwo im Meer baden, der irrt. Es ist nur erlaubt innerhalt der markierten Zonen ins Wasser zu gehen, dort geht das Wasser aber allenfalls bis zum Bauch. Zum Schnorcheln eher ungeeignet, auch wenn sich ein paar Seesterne in die Schwimmzone verirrt haben. Dafür kann man aber die Schnorcheltour mitmachen. Wasserski gibt es auch, leider war das zugehörige Boot während unseres Aufenthalts defekt, somit Wasserski nicht möglich. Animation ist in der Anlage vorhanden, aber nicht aufdringlich. Für diejenigen, die ein bisschen Geld loswerden wollen gibt es in der Anlage ein Souvenirladen, ein Kleidungsgeschäft, eine Kunstgalerie und einen Juwelier.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im April 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Steffen & Yvonne
    Alter:31-35
    Bewertungen:6