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Familie (36-40)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Familie • Juni 2004 • 1 Woche • Strand
Familienurlaub mit Einschränkungen
3,3 / 6

Allgemein

Der Gesamteindruck der Anlage ist sehr freundlich und einladend. Ältere Anlage, die erst kürzlich einen neuen, typ. blau-weissen griechischen Farbanstrich bekommen hat. Insgesamt sehr gepflegt: morgens tägliche Gesamtreinigung der Anlage, der Gärtner ist stetig mit der Gartenschere unterwegs, geht einmal etwas zu Bruch, wird es sofort wieder in Ordnung gebracht. Da die Anlage regelmäßig bewässert wird, gibt es auch genug Grünflächen, viele dickstämmige Palmen die Sonnenschutz bieten und Bananenpflanzen, die die Anlage verschönern. Trotzdem kann sie über gewisse Einschränkungen nicht hinwegtäuschen. Nachdem wir auch vorher die Hotelbewertungen gelesen haben, waren unsere Erwartungen nicht allzu hoch. Der gelegentliche Fäkalgeruch kommt daher, da sämtliche Bad/WC Fenster in den Hotelgang führen, was Auskunft gibt, über die Toilettgewohnheiten der Gangnachbarn (darüber kann man aber hinwegsehen). Nicht hinwegsehen kann man über die offensichtlichen Wasserprobleme. Bereits beim Flughafentransfer in Kos sagte die Reiseleitung, daß das Wasser aus der Wasserleitung trinkbar sei, da magenfreundlich. Ja, wenn eines aus der Leitung kommt: durch die Sonnenkollektoren gespeisen Warmwasserbehälter kommt es zu den typischen Warmwasserengpässen zu den Frequenzzeiten vor dem Abendessen. Plötzlich ist kein Warmwasser mehr da, wenn mehrere Urlauber gleichzeit duschen. Zähneknirschend duscht man halt kalt (wenn es warm genug ist, ist es ja für Erwachsene aushaltbar), bis auch dieses Wasser ausbleibt und das Shampoo im Kopfhaar... An der Rezeption wird dann erklärt, es wird ein Mechaniker geschickt, nur der kann an der Situation nichts ändern (was einem erst gegen Ende der 1. Woche ganz klar wird). Auf den Umstand, daß die Abflußrohre durch das Alter der Anlage zu dünn sind, daher das benutzte Toilettpapier in einen Mistkübel im Bad zu werfen ist, kann man sich noch gewöhnen (was ev. zum wahrgenommenen Fäkalgeruch beiträgt). Da das Hotel als Familiehotel ausgeschrieben ist, ist es natürlich in 1. Linie für Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen (und Eltern die daran gewöhnt sind, daß Kinder durch die Anlage und Restaurant tollen und die Pools unsicher machen). Erschreckend jedoch der Umstand, daß offensichtlich im Fernsehteil (großer Fernseher, Fußball EM) Planken entfernt wurden, um dem Ansturm der deutschen Fußballfans gerecht zu werden. Übrig geblieben sind die Metallsteher mit messerscharfen Befestigungsplatten, wo sich unsere kleine Tochter beim herumlaufen den Fuß fast bis ans Schienbein aufgeschlitzt hat. Toll, daß der deutschsprechende Arzt binnen 10 Minuten im Hotel war, der Badespaß für unsere (wasserverliebte) Tochter war jedoch vorüber. Der unentschärfte Metallsteher steht wahrscheinlich noch heute ungesichert (sicher bis zu unserer Abreise zumindest)... Insgesamt bleibt die Anlage in einer überschaubaren Größe und auch das Publikum war in Ordnung (da scheinbar ein reines Neckermannhotel zu 70% Deutsche, 30% österreichisch/ungarisch/polnische Gäste). Die befürchteten (Allinclusive)No(Alkoholo)Limit Gelage mit anschließenden Nachtbade und Radauexzessen sind glücklicherweise bei unserem Aufenthalt, auch durch den ausgeprägten Familiencharakter der Anlage ausgeblieben. Das Neckermann-Animationsteam war sehr angenehm und eigentlich ziemlich auf Zack. Sie haben gottlob sehr unaufdringlich gearbeitet und trotzdem zu allen Aktivitäten gut aufgelegt parat (Darts, Aquagym, Beachvolleyball, Fußball) und haben ziemlich engagiert ein ein enormes Programm abgespult (hoffentlich halten sie es bis zum Ende der Saison durch...). Das Abendprogramm richtig für einen anspruchslosen, lauen Sommerabendausklang, wo auch das Kind noch mit dabei sein konnte (also eher jugendfrei), wenn es von der Kinderdisco noch nicht schlafen gehen wollte. Auch der griechische Abend eher ein "Touristenprogramm" (1-Mann Band zu Sirtaki aus der Dose: kommen, tanzen bitte, alle, jetzt). Aber unsere Tochter hatte ihren Spaß. So wie auch beim angebotenen Kinderanimationsprogramm, das sicher die Stärke des Angebotenen war. Es lohnt sich auf alle Fälle ein Motorrad oder Auto zu mieten und die Insel ein wenig zu erkunden: Kos Stadt, Thermen (eine heiße Quelle die ins Meer fliesst und sich mit dem Salzwasser vermengt ist eine seltene Erfahrung), Pyli (Geisterstadt), Zia (wunderbarer Ausblick von der Insel), Süden/Kefalos, usw. Und es lohnt sich auf alle Fälle die Mietwagenpreise zu vergleichen (wenn man vom Hotel nach Marmari hineingeht, nach ca. 100 m auf der rechten Seite, vis a vis von einem größeren Parkplatz). Aber Achtung: ein paar Tage im voraus bestellen, da der immer ausgebucht ist! Nachdem ich früher selbst Hotelbewertungen vorgenommen habe würde ich sagen, 4 Sterne sind durch oben gennantes absolut ungerechtfertigt und entsprechen überhaupt nicht der angebotenen Leistung der Anlage (Einrichtungen, Service, Essen, Probleme). 3 Sterne wären gerecht und dem würde es auch entsprechen können und der Preis wäre immer noch passend.


Zimmer
  • Schlecht
  • Eher klein und fast zu wenig Stauraum für 3 Personen im DZZB. Aber sauber, Fön und Klimaanlage inklusive. Negativ und deswegen nur 2 Sonnen wegen den Wasserproblemen und den dünnen Abflußrohren, die die für uns ungewohnten Maßnahmen erfordern. Man geht zwar eh nur zum Schlafen und Umziehen aufs Zimmer und daher würde die eher geringe Größe nicht stören, aber eben auch zum Duschen!


    Restaurant & Bars
  • Schlecht
  • Na ja. 1 Restaurant für Frühstücks- Mittags- und Abendbuffet, 1 Poolbar für Getränke tagsüber und 1 Bar für Abends/Nachts ist ein bisschen dürftig für diese Kategorie, wäre aber irgendwie noch OK. Ich bin ein großer Fan griechischer Küche und war dementsprechend über das Kulinarische enttäuscht: Das Frühstück war noch in Ordnung, mit Auswahl an Marmeladen, Eierprodukten (abwechselnd Spiegeleier, Eierspeis und Omlettevariationen), warmer Süßspeise (Strudel), Müsli, Johghurt, ein wenig Obst (Unterschied war die Apfelsorte). Beim standardmäßigen Sommerkaffee gab es auch keinen Grund zum Bluthochdruckalarm. Jedoch beim Mittag- und Abendessen wurde klar, wo bei dem Angebot gespart wurde. Aus den scheinbar günstigsten Lebensmittel wurde halt das Schnellstmögliche gemacht. Es hat schon Sinn warum es landestypische Spezialitäten gibt (Lamm, Moussaka, Fisch- und Meeresfrüchte, Zuchini, Melanzani, versch. Vorspeisenvariationen, Kalamata-Oliven, usw. usw.). Weil das unter den gegebenen Umständen am besten wächst, zubereitete werden kann und für die Verhältnisse am Bekömmlichsten ist. Das macht auch den Reiz einen fremden Landes aus. Mir völlig unverständlich warum man trotzdem versucht halbherzig irgendwelche fast ungenießbare Pommes, Wiener Schnitzel (aus irgendeinem panierten zusammengeschusterten Fleischwirrwarr), ständig die Speisen in (ich vermeide jetzt den Ausdruck ekelig, so schlimm war es dann lt. der Beschreibung von Anderen dann doch nicht) seltsamen Sossen und Tunken zu zu bereiten und warm zu halten. Billigst Senf-und Ketchup, Kompotte, etc. bottichweise vorzusetzen. Es kommen einem fast die Tränen, wenn man dann bei Ausflügen sieht, welch (lokale) Köstlichkeiten selbst einfachste Tavernen anbieten. Na ja, wenigsten einmal haben wir in dieser Woche richtig griechisch gegessen: beim Ausflug auf eigene Kosten in einer griechischen Taverne, köstlichst.... Die ganze Woche sonst täglich mittags und abends griechischen Salat mit Tsatziki und Weißbrot. Gottseidank waren wir nur eine Woche... Wenigstens unsere Tochter konnte täglich ihre Spaghetti essen (ist aber sonst auch gerne Fisch oder Fleisch). Trotzdem muß man sagen, daß sie sich bemüht haben, das was sie da gemacht haben, ansehnlich und geschmacklich bestmöglich aufzubereiten - offensichtlich ist das was sie angeboten haben auf Druck der Urlaubsgäste entstanden, ansonsten wäre nicht ein generell positiver Tenor bei der Gastronomie. Und es war reichhaltig vorhanden. Sobald von einer Speise weniger als 5 Portionen da war, wurde sofort frisch nachgebracht. Im Transferbus haben uns dann Gäste die wir schon vom Hinflug gekannt hatten, von der Speiseauswahl in ihrem Hotel erzählt, was ich sofort wieder verdrängt habe...


    Service
  • Eher gut
  • Wie man in den Wald hineinruft, so tönt es auch heraus... Wo Angestellte im Diensleistungsgewerbe kaum mit Trinkgeldern zu rechnen haben (durch All Inklusive), gibt es diese monetäre Motivation eben nicht und es macht daher auch überhaupt keinen Sinn, dem Personal irgendwie grantig zu kommen und sich hinterher zu beschweren. Das haben wir gewusst und daher den Kellnern in Poolbar, Restaurant, Bar und am Zimmer sehr freundlich entgegen gekommen. Sie haben es stets mit einem freundlichen lächeln und im Restaurant mit steten Spässen quittiert und wir hatten auch unsere Freude.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage ist ausgezeichnet. Durch eine wirklich wenig befahrene Uferstraße vom schönen Sandstrand getrennt, wo Liegen und Schirme gegen Gebühr zu mieten sind. Oder man macht es so wie viele Gäste: Liegen nach deutsch(sprachigen) Vorbild morgens mit Handtücher belegen, den Tag am Pool verbringen und zum Meerbaden durch den Seiteneingang (damit man nicht in der Badekleidung bzw. nass durch die Hotelhalle laufen muß) am Strand. Es gibt eine Stranddusche wo man sich abduschen kann und dann vor dem Hoteleingang Fußduschen um sich den Sand abzuduschen. Marmari (350 Meter) ist leicht zu Fuß durch einen Gehweg entlang der Stranddünen erreichbar, gibt außer ein paar Tavernen, Hotels, Supermarkt, einem Tanzcafe (Disko), einem Bankomaten und den wesentlich günstigeren Leihwagenfirmen und den Fahrrad-Moped-und Motorradverleihern nicht viel her. Also eher ruhiger. Trotzdem waren einige jüngere Paare in dem Hotel, die dann weiter in das ca. 4 Km entfernte und lebhaftere Tigari bzw. zum High-Life nach Kos-Stadt (günstige Taxis) gefahren sind. Direkt neben dem Hotel gibt es nichts, bis auf ein paar weidende Kühe, die hin und wieder ihren Durst in der griechischen Sonne vermelden, aber dafür unglaublich schöne Sonnenunteränge. Wie wir erfahren haben, ist Kos eine der windigsten Inseln Griechenlands. Es wehte daher fast ständig ein auflandiger Wind, was stete Wellen zur folge hatte (und wir durchaus unseren Spaß damit, aber nichts für Sportschwimmer!) und eine angenehme Brise die die hohen Temperaturen im Schatten der Palmen auf den Liegen um den Pool sehr angenehm machte.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Der Swimmingpool ist zum planschen und abkühlen, sowie zum Aqua-Gym absolut ausreichend, richtige Schwimmer werden sich hier aber nicht austoben können. Auch das Kinderbecken war total in Ordnung. Beides wurde täglich gereinigt und auch unsere Tochter hatte trotz sehr empfindlicher Haut keine Probleme mit den täglichen Chlorgaben und der Beschaffenheit des Wassers (solagen sie halt noch ins Wasser durfte). Super (neue) Liegen waren in ausreichender Stückzahl in 3 Liegewiesenbereichen vorhanden (1 x beim Kinderbecken, 1 x beide Pools überblickend und ein eher ruhigerer Bereich). Auch Sonnenschirme und schattenspendene Palmen waren da. Animation war wie gesagt angenehm unaufdringlich, Abendprogramm kinderfreundlich aber eher anspruchslos und die Kinderanimation supergut (unsere Tochter war total begeistert von den Stücken die sie einstudieren, der Kinderdisko, die Aktivitäten und den Lärm den sie miteinander machen). Fast wie ein Ganztageskindergarten wenn man das möchte. Der Minimarkt ist auch OK, man bekommt dort das Notwendigste, den Rest dann in den örtlichen Supermärkten.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im Juni 2004
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Familie
    Alter:36-40
    Bewertungen:1