Das Hotel ist super gelegen, direkt am flach abfallenden Sandstrand. Unser Zimmer war groß genug, nett eingerichtet. Im Gegensatz zur Umgebung sauber. Zu unserer Zeit waren zunächst überwiegend Franzosen da. Leider wuchert das Hotel viel zu wenig mit dem Pfund der warmen Temperaturen und der Meerluft, zu viel findet drinnen statt. Die Bars im Freien sind eher lieblos gestaltet. Einen deutlichen Punktabzug gibt es für das permanente Angegrapsche von Kindern, Angebaggere der Frauen und die launischen Kellner. Für uns war das erste und letzte Mal Tunesien.
Zimmer war für uns wirklich okay. Kühlschrank funktionierte anfangs nicht, aber das war nicht so wichtig. Später wurde er ausgetauscht. Viele Ameisen, aber sehr sauber und genug Platz.
Ein Hauptrestaurant sowie ein Themenrestaurant (von uns nicht genutzt). Sehr gern hätten wir draussen gegessen, drin sehr überfüllt. Leider ver- leitet auch die Anordnung der Tische zum permanten Slalomlauf. Das Essen selbst top. Pizza und Pasta frisch nach Wunsch zubereitet, dazu viel Huhn, Salat, an manchen Tagen auch Garnelen. Zum Frühstück wird Omlette frisch zubereitet. Dazu jeden Tag Fisch. Und die zarten, dünnen Rumpsteaks waren auch super. Eigentlich gibt es den ganzen Tag zu essen, sogar nachmittags noch dicke Hamburger und Pizzen (na, wer´s braucht...) Auch Dessert´s und Eis waren keine Mangel- ware. Einzig die Säfte sind unterirdisch, auch die Cocktails (Caipirinha mit Wodka und Saft, wenig Eis). Sauber war es im Großen und Ganzen. Aber gern hätten wir mal draussen gemütlicher gegessen und getrunken.
Empfangen wurden wir leider am späten Abend (Thomas Cook hat uns aufgrund Flugzeitänderungen fast zwei Tage All-In geklaut) mit einem Wust von Formularen und einem Kellner, der uns die Serviette ( ohneÜbertreibung) auf den Tisch warf. Rezeptions-Personal erwies sich aber als sehr hilfsbereit, auch wenn es darum geht, einen Arzt zu rufen. Top war unsere schmächtige Zimmerreinigerin. Sie musste sogar den Kühlschrank umtauschen, weil die Handwerker sich als tunesische Männer dafür offenbar zu fein waren. Die Kellner und Barkeeper waren mal freundlich, mal patzig. Je nach Laune, was nach Einbruch des Ramadan keineswegs besser wurde. Warum kleine Löffel zur Bückware in dem Hotel auserkoren wurden(permanentes Nachfragen nötig), bleibt wohl ihr Geheimnis. Gerade jetzt in Ramadan-Zeiten wird das Restaurant nach Gutdünken auch mal halbe Stunde später (19:30 - für kleinere Kinder wohl echt schwierig) oder halt noch später aufgemacht. Die Touris stehen Schlange vor der Tür, bis der selbstherrliche Einlasser die Tür öffnet. Die Beachbar draussen - lieblos mit Plastikmöbeln ausgestattet - glich ebenfalls einem Lotteriespiel. Waren die Kellner heute gut drauf oder nicht? Unerträglich: meine siebenjährige Tochter wurde permanent angegrapscht vom Personal. Bemerkungenwie "Mein Schatz" oder"Ich liebe Dich" mögen für den Kellner witzig sein. Wer sein Kind auch mit den Gefahren des Alltags vertraut machen will, ist aber in Tunesien offenbar fehl am Platz, denn natürlich wird die Abwehrhaltung eines kleinen Mädchens nicht akzeptiert. Die Frau muss sich ebenfalls blöd anbaggern lassen. Ich will jetzt keine Diskussion über Doppelmoral entfachen, aberin einem 4-Sterne-Hotel sollte sich so etwas verbitten. Aber natürlich gibt es auch andere Kellner. Kinderbetreuung: nett, dass die Kinder an Pool und Meer zu Aktivitäten eingesammelt werden. Auch die Kinderanimateure machen einen guten Job. Gewinnen könnte der Mini-Club aber durch ein klares, verlässliches Programm (warum werbt Ihr nicht mit Euren tollen Akti- vitäten?) und eine zentralere Lage (warum abgeschoben vor den Hotel- Eingang ?) Massagebereich: sehr empfehelnswert !
Die Lage ist top. Näher zum Strand geht´s nicht. Auch nach Midoun ist es nicht weit, mit Taxi für wenig Geld ein paar Minuten. Wer das Hotel verlässt, wird allerdings schnell mit Angequatsche jeder Art konfrontiert. Meist heißt es am Anfang noch "my friend", was mitunter bei einem Nein aber schon mit abfälligen Bemerkungen endet. Ausflüge bietet der Reiseveranstalter schon recht günstig an, sind aber unser Erfahrung nach chaotisch organisiert. Flamingoinsel beispielsweise bietet zwar eine nette Piraten-Schiffsfahrt (manchmal auf völlig überfüllten Schiffen) und ein echt gutes Essen, aber ein Stranderlebnis im Getümmel von tausenden anderen Urlaubern zwischen Bergen von Müll und Dreck sowie mehr als aufdringlichen Strand-Verkäufern, die oft ebenfalls kein "Nein" dulden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Kinderclub wie schon geschildert. Animation im Rahmen der Möglichkeiten sehr gut, zumindest tagsüber. Relativ unaufdringlich. Wassergymnastik sehr gut. Wünschenswert wären ein paar Angebote jenseits der grossen Fläche am Pool. Die Abendveranstaltungen waren unserer Meinung nach ziemlich dürftig. Das lag natürlich auch an dem Saal, der an ein DDR-Kreiskulturhaus der 70er Jahre erinnert, mit hellem Neonlicht. Grausam. Warum gibt es nicht mehr Aktivitäten draussen ? Strand: sauber. Pool ebenfalls. Nervig natürlich, dass man sich die Liegen am Besten bereits morgens vor sechs Uhr reservieren sollte. Viele Urlauber sind offenbar der Meinung, sich zu Zweit zwei Liegen im Schatten und zwei in der Sonne und dazu noch vier am Strand zu reservieren - ekelhaft !!! Oftmals haben wir an unseren reservierten Nachbarliegen zwischen 10 und 17 Uhr nie jemanden angetroffen. Interessant zu beobachten, dass dabei die Franzosen den Engländern zunehmend Konkurrenz machen. Verwunderlich für uns, warum das Hotelpersonal bereits spätestens um 17 Uhr die Sonnenschirme rigoros einklappt - mit Service hat das wenig zu tun.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im August 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Karsten |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 3 |


