Insgesamt war hier alles sehr entspannend und relaxed. Die Anlage mit ihren vielen kleinen, weißen Häusern mit vielen Blumen und viel Grün hat uns den ganzen Urlaub über begeistert. Jeder Weg war wie ein Spaziergang durch ein kleines Dorf. Ja, es gibt immer wieder mal Kleinigkeiten, an denen man sich stören könnte, wenn man wöllte; da ein Riss, dort nicht verputzt, hier nicht gestrichen, dort nicht renoviert. Aber man darf nicht vergessen, dass man hier in Ägypten ist und muss auch das Preis-/Leistungsverhältnis und die aktuelle Situation in der Reisebranche in Ägypten bedenken. Insgesamt aber ist das Labranda Tower Bay eine wirklich schöne Anlage.
Wir hatten ein Zimmer im ersten Stock mit eigener Terrasse und toller Aussicht auf das Meer und die Anlage. Alles war sauber, das Bad schön groß, die Klimaanlage hat funktioniert, also alles prima. Kleiner Tipp: den Schlüssel vom Stecker abtrennen und den Stecker allein in den Slot stecken, dann läuft die Klimaanlage auch, wenn man nicht im Zimmer ist - und nebenbei bemerkt, weiß dann auch nicht jeder, welches Zimmer man hat, wenn man den Schlüssel irgendwo hinlegt (auf dem Stecker steht die Zimmernummer) ;-) Wir haben uns auch noch eine zweite Liege und zwei Auflagen bringen lassen, was reibungslos geklappt hat. So konnten wir bei Bedarf zwischen gekühltem Zimmer und unserem privaten Balkon wechseln. Mehr geht nicht. Der einzige, kleine Kritikpunkt beim Zimmer ist die Minibar, die erstens nur recht wenig kühlt und zweitens nur mit Wasser gefüllt ist (und auch nur damit nachgefüllt wird). Das haben wir zwar vorher schon gewusst und war uns nicht so wichtig aber trotzdem: bei der Bezeichnung "Ultra All Inclusive" darf auch schon mal ne Cola oder was Ähnliches im Kühlschrank stehen. Wie soll das denn sonst heißen? "Ultra Maximum VIP Master Perfect All Inclusive!"??? Davon mal ganz abgesehen, dass man eine maximierende Beschreibung, wie "ALLES" nicht mehr steigern kann, auch wenn das in der Reisebranche mittlerweile üblich ist. Alles heißt alles. Punkt, aus, Öpfel, Amen, wie man bei uns in Franken so schön sagt.
Schwieriges Thema. Grundsätzlich ist die Küche im Labranda Tower Bay für Ägypten hervorragend und kann sogar mit vielen türkischen Hotels durchaus mithalten. Es gibt viele verschiedene, frische Salate, die vor allem auch geschmacklich toll waren. Dabei wurde viel mit frischen Kräutern gearbeitet und das schmeckt man einfach. Auch die Salatsoßen und die Auswahl waren wirklich prima. Beim warmen Essen war die Auswahl zwar nicht so umfangreich, wie man sie von anderen Hotels kennt aber selbst hier war unsere persönliche, geschmackliche Trefferquote überdurchschnittlich hoch. Früh gab es frisch zubereitete Eier oder Omeletts und frische Waffeln (lecker), Mittags und Abends an gleicher Stelle die Pasta-Station mit wechselnden Soßen und die Grillstation mit verschiedenen Fleisch- und Fischangeboten (abends auch draußen). Die Getränke waren immer kühl, das Bier lecker, der Wein o.k. und auch die Longdrinks an der Bar waren soweit in Ordnung und einigermaßen trinkbar aber natürlich auch mit dem üblichen, künstlichen Saftersatz gemacht und nicht mit "echten" Longdrinks vergleichbar. Trotzdem für das Preis-/Leistungsverhältnis waren die Drinks echt in Ordnung, auch wenn ich an dieser Stelle die gleiche Argumentation bezüglich "Ultra All Inclusive" noch mal aufführen könnte. So, jetzt fragt sich der geneigte Leser angesichts der bisherigen, positiven Kritik vielleicht, warum wir nur 2 von 6 Sonnen bei der Gastronomie gegeben haben und die Anlage trotz 5 von 6 Sonnen in der Gesamtbewertung nicht weiterempfehlen. Das hat einen ganz einfachen Grund: die Nachwirkungen der Gastronomie. Nicht nur meine Frau und ich hatten ab dem 3. Tag mit Darmproblemen zu kämpfen. Wie wir, leider erst am Abreisetag, erfahren haben, hatten fast alle Miturlauber, die wir in der Woche kennengelernt hatten, die gleichen Probleme in unterschiedlichen Stärkegraden. Bei einigen waren die Beschwerden so stark, dass sie direkt vom Arzt vor Ort Antibiotika bekommen hatten, andere hatten sich mit Hausmitteln aus Deutschland geholfen. Bei mir selbst war es so, dass die Beschwerden bis nach dem Urlaub angehalten haben, inklusive Schüttelfrost und allem was dazugehört. Bei einer Blutuntersuchung beim Arzt waren dann die entsprechenden Entzündungswerte über das 100-fache (!!!) überschritten, war mir eine Woche Arbeitssperre (-verbot) eingebracht hat. Für mich als Geschäftsführer eine mittlere Katastrophe. Ein erster Verdacht auf Hepatitis A hat sich gottseidank nicht bestätigt. Wie die meisten, mit denen wir gesprochen haben, waren wir ausschließlich im Hotel, haben nichts von außen gegessen oder getrunken und haben auch in der Anlage kein Leitungswasser o.ä. getrunken. Natürlich ist es jetzt im Nachhinein schwer herauszufinden, was dafür verantwortlich war. Mein Arzt meinte auch, dass es reicht, wenn nur ein einzelner Salat einmal etwas gehabt hat oder ein Koch einmal nicht richtig den Salat oder seine Hände gewaschen hat. Es könnte auch an sanitären Einrichtungen liegen, die man vielleicht mal barfuß betreten hat, oder, oder, oder. Auf jeden Fall lag die Ursache irgendwie oder irgendwo in der Anlage und hat durch die Erkrankung, den sonst durchweg positiven Eindruck des Hotels DEUTLICH geschmälert - und natürlich auch den ganzen Erholungswert ... Hätte ich irgendeinen Nachweis oder Beweis, würde ich wahrscheinlich eine Entschädigung oder Schmerzensgeld vom Hotel fordern, denn die eine Woche Erholung im Urlaub (schon mit Darm-Problemen) hat sich durch die eine Woche Krankheit (bedingt durch den Urlaub) im Anschluss auch erledigt. Aber den Aufwand und Ärger erspar ich mir.
Hier schließen wir uns gerne den positiven Vorbewertungen an. Das komplette Personal war durchgehend freundlich und zuvorkommend. Vom Zimmerservice über die Bedienungen im Restaurant und den Bars, den Verkäufern bis hin zum Animationsteam, waren alle Mitarbeiter immer gut gelaunt, haben Witzchen gemacht und sich mit den Gästen unterhalten. Allerdings muss ich im Gegensatz zu einigen Vorkritiken hinzufügen, dass etwas Englischkenntnisse hier schon sehr hilfreich sind. Die wenigsten Angestellten sprechen wenig Deutsch, außer "Hallo Chef, alles gut?" etc. Trotzdem werden die meisten Bestellungen auch auf Deutsch verstanden. Die Gästebetreuerin Anita, die hier auch die Kritiken kommentiert haben wir zwar gesehen aber nicht gesprochen aber auch nicht gebraucht, was ja auch nicht schlecht ist ;-)
Insgesamt sind die An- und Abfahrtszeiten mit ca. 20 min. zum Flughafen ohne Stopps bei anderen Hotels recht kurz. In die Innenstadt geht es ebenfalls ziemlich flott mit dem Taxi. Die exponierte Lage an der Spitze einer Halbinsel ist toll. Zudem gibt es so gut wie keinen Lärm von Nachbarhotels durch die (fast) Alleinlage. Die Umgebung außerhalb des Hotels ist bis auf das Meer eher eintönig: Sand, Steine und sonst nix. Wer, wie in der Türkei aus dem Hotel raus und gleich shoppen will, ist hier definitiv falsch. Aber für uns, zum relaxen, war die Lage prima.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation im Hotel war dezent aber immer sehr lustig. Es gab zwei Animationsteams, eines eher für italienische Gäste und eines für den Rest. Das ist zwar, bei gefühlt 90% deutschen Gästen, etwas verwunderlich, hat aber nicht gestört. Die Animateure haben sich abends auch mal zu den Gästen gesetzt und lustige Geschichten erzählt oder sich am Pool bei 36 Grad in verschiedenen Kostümen zum Honk gemacht und waren durchweg sehr lustig und freundlich. Bei den Abendshows gab es 1-, 2-Mal Unterhaltung von externen Anbietern (Zauberer, Ägyptischer Abend mit Bauchtanz usw.), die das übliche Niveau hatten. Heißt: kann man sich durchaus anschauen, ohne dass man sich zu Begeisterungsstürmen hinreisen lassen wird. Hat aber gepasst. Beim Rest würde ich sagen: die Animateure haben sich bei der Abendunterhaltung stets bemüht. Manchmal war's schon peinlich, meistens dann aber doch irgendwie lustig - aus welchem Grund auch immer ;-) Das einzige, was wir vermisst haben, war eine Möglichkeit zum (Paar)tanzen. Egal, am schönsten war eh, einfach draußen sitzen und das tolle Klima und den sanften Wind genießen. Die 2 Pools (ein Ruhepool) sind sehr sauber, das Wasser war sehr angenehm und liegen sehr schön in der Anlage. Vom "Animationspool" hat man auch eine sehr schöne Sicht aufs Meer. Für die Fitness-Begeisterten gibt es einzelne Geräte, die im Freien stehen aber wir haben niemanden gesehen, der die genutzt hat. Den Massage-Bereich haben wir nicht genutzt aber meine Frau hat sich eine Gesichtsbehandlung mit diversen Cremes und so Schnickschnack gegönnt und war sehr begeistert über die Qualität. Das Riff an sich ist am linken Einstieg (Schwimmsteg) eher mau. Hier gibt es in Sharm el Sheik deutlich schönere Abschnitte mit mehr und unterschiedlichen Fischen. Dazu kommt, dass hier in den letzten Jahren anscheinend nicht sehr auf die Erhaltung des Riffs Wert gelegt wurde. Gefühlt sind hier mind. 30-50% der Korallen hinüber. Auch heute noch gibt es keinen Riff-Guard, wie in anderen Hotels. Am rechten Riff mit dem Betonsteg ist das Riff noch besser in Schuss. Hier kann man schön rechts und links an der Riffkannte entlang schnorcheln und sieht auch viele schöne Fische. Einen Punkt Abzug gibt es auch bei uns für die beiden Zugänge ins Meer. Mal ehrlich Leute: das ist einfach unzumutbar. Der Betonsteg ist glatt wie ne Rutschbahn und die Halterungen sind total wackelig. Der Schwimmsteg ist grundsätzlich ja in Ordnung aber die Treppe am Ende hat nur zwei (2) Stufen, eine noch über und eine unter Wasser. Da braucht es schon eine gewisse Sportlichkeit, um da wieder raus zu kommen. So, und was passiert dann: sobald das Wasser einigermaßen hoch genug ist, steigen alle Leute direkt vom Ufer aus ein und schnorcheln über das Riff zur Kante, wie auch bei uns im Urlaub. Einigermaßen geübte Schnorchler kommen so bestimmt über das Riff zur Kante ohne das Riff zu berühren aber viele Gäste richten sich zwischendrin mal auf, stellen sich auf das Riff, werden abgetrieben und halten sich irgendwo fest usw. Und auch hier gab es niemanden, der irgendwie eingeschritten wäre. Auch die "Bademeister", die oben am Ende (manchmal) auf ihrem Stuhl sitzen machten keinerlei Anstalten einzugreifen. Zudem können sie von dort auch nur einen Teil der Riffkante einsehen. Ein Gast hatte berichtet, dass er beim Schnorcheln an der Riffkannte Kreislaufprobleme bekommen hatte und sich bemerkbar machen wollte aber niemand reagierte. Gottseidank ging alles gut aus aber die Punkte sollten vom Management noch mal überdacht werden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2018 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael und Ute |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrte Gaeste, viele Gruesse vom LABRANDA Tower Bay. Vielen Dank, dass Sie nach Ihrer Rueckkehr die Zeit gefunden haben Ihre Erfahrung mit unserem Haus hier auf HolidayCheck zu teilen. Ihre Bewertung is ja nicht durchweg negativ, jedoch bedauern wir sehr, dass Sie uns nicht weiterempfehlen. Bzgl. der Minibar wird diese gem. unserer Ausschreibung befuellt. Sie haetten sich gern an unsere Gaestebetreuung oder an uns als Management wenden koennen, um die Minibar gem. Ihren Wuenschen fuellen zu lassen, selbstverstaendlich gegen Entgelt. Eine Reise in ein Land mit anderen klimatischen Verhaeltnissen als in Europa, setzt auch vorraus, dass man seinem Koerper die Zeit gibt sich daran zu gewoehnen. Der Konsum von kalten Getraenken oder eine zu kalt eingestellte Klimaanlage sollte generell vermieden werden. Unsere Hygienevorschriften sind gem. HACCAP, durch umfangreiche, taegliche Kontrollen entsprechen wir diesen Maßstaeben.Wir freuen uns jedoch, dass Sie unseren Service positiv hervorheben und Ihnen auch das Zimmer zugesagt hat. Mit freundlichem Gruss, Katharina - Executive Assistant Manager info.towerbay@labranda.com


