Im Vergleich zu den sonstigen Bettenburgen ist das Evren ein kleines Hotel, das auch ohne den sonstigen Glitzer wie beleuchtete Türmchen oder Drachen an den Zinnen auskommt. Es hat 5 Stockwerke mit 4 Wohneinheiten. Jede Einheit hat einen Fahrstuhl. Die Sauberkeit beginnt im Foyer und endet am Strand. Wir haben noch nie so viele Mitarbeiter gesehen, die geputzt, die Gartenanlage oder den Strand in Schuss gehalten haben. Die Gästestruktur ist international: viele Deutsche, weniger Russen, Türken und Schweden. Auch der Altersdurchschnitt ist sehr gemischt. Viele Eltern mit kleineren Kindern waren jetzt im Hotel, aber auch Paare, Familien mit Teenagern und ältere Semester. Wem das Essen im Hotel nicht ausreicht, kann auch im Schwesternhotel Kumköy (1 € mit Dolmus) essen. Es soll noch besser sein. Wir waren nicht dort, da uns das Angebot im Hotel gereicht hat. Das Hotel bietet sogar an, dass man sich das Kumköy anschaut und an den Veranstaltungen dort (Hotelführung oder auch Kochkurs) teilneimmt. Am Abreisetag müssen die Zimmer bis 12 Uhr mittags geräumt werden. Am Tag zuvor kann man an der Rezeption nachfragen, ob ein Late-Check-Out möglich ist. Wem dies nicht vergönnt ist, kann sich im Wellness-Bereich vor der Abreise frisch machen.
Wow, wie modern eingerichtet! Heller Laminatboden, Braun- und Grüntöne findet sich in der sonstigen Einrichtung. Bilder sind ja genügend vorhanden! Die große Dusche mit dem Regenduschkopf war klasse. Die Getränkeversorgung wird durch eine Minibar, die tgl. aufgefüllt wird und einen Wasserkocher, Tee und Kaffee sichergestellt (all inclusive). Auch der Safe im Einbauschrank ist kostenlos. Die Klimaanlage kann manuell eingestellt werden. Sie ist recht leise und kann damit auch nachts laufen, wenn es draußen zu wenig abgekühlt hat.
Wir haben in wenigen anderen Berichten gelesen, dass das Essen langweilig und eintönig wäre. Wir müssen uns fragen, was diese Menschen meinten und erwarteten. Wir haben hier zum einen "all inclusive" und zum anderen sind viele Familien und damit auch Kinder im Hotel, für die man nun einmal Standards wie Spaghetti und Pommes anbieten muss, da sie mit Garnelen nicht unbedingt viel anfangen können. Was am Strand, am Pool und am Hauptrestaurant täglich aufgefahren wurde, hat uns die ersten Tage von der Vielfalt gesehen erschlagen: verschiedene Fleischsorten (außer Schwein natürlich) als Döner, als Geschnetzeltes als Filet oder gegrillt, Fisch und Meerestiere in Hülle und Fülle und wunderschön drapiert, Gemüse, Reis und Nudeln, eine Salatbar und eine Dessertoase und für die, die mit den süßen Verführungen nichts anfangen können: Eis. Alles war bekömmlich, manches musste man nachwürzen, was aber besser als verwürzt ist. Das Abendessen begann um 19 Uhr und auch eine Stunde später bekam man von allem etwas, da nachgefüllt wurde. Und obwohl wir Salat und Eis gegessen haben, hatten wir keine Probleme mit dem Verdauungstrakt. Und auch das Frühstück konnte sich sehen lassen. Erwähnenswert finden wir die Säfte, die von der Bedienung aus Tetra-Packs ausgeschenkt wurde. Für uns was besonderes, da wir auch die Anti-Variante des Pulversafts aufgelöst in Wasser von anderen Hotels kennen. O-Saft kann selbst frisch gepresst werden, Honig gibt´s frisch mit Wabe, Müsli-Bar ist vorhanden...und...und...und. Themenabende im Hauptrestaurant, ein Fischrestaurant, ein Mexikaner, ein Italiener und ein türkische Restaurant, Strand- und Poolbar, ein Café im Souterrain und die Lobbybar, hier konnte man fast rund um die Uhr essen und trinken. Trinkgelder sind natürlich gerne gesehen. In jedem Restaurant und in jeder Bar stehen Tip-Boxen, in die man was reinwerfen kann.
Von allen All inclusive-Hotels, in denen wir bisher waren, war das Evren Beach das beste! Das Personal ist ausgesprochen freundlich und auch wenn nicht jeder perfekt deutsch spricht, dann kommt man doch trotzdem mit allen zurecht...auch mit Hanife aus der Küche. Die Zimmerreinigung erfolgt täglich gegen Nachmittag. Je nachdem wie viele Zimmer für neue Gäste vorbereitet werden müssen. Wir hatten ein Eckzimmer am Ende des Gangs und kamen naturgemäß immer als letzte dran. Das war aber nie ein Problem, da wir entweder am Strand oder auf Tour waren. Unser Fernseher wurde umgehend nach unserer Meldung an der Rezeption repariert. Und wir bekamen über die Guest Relations Managerin auch noch einen Tisch im Restaurant, obwohl alle Tische dort über Tage ausgebucht waren.
Von Antalya ist Evrenski 70 km oder 1 Autostunde entfernt. Side erreicht man nach 10 km oder 10 Minuten mit dem Dolmus. Managat dauert nur unwesentlich länger. An der Hauptstraße findet man Shoppingmöglichkeiten (Apotheke, Taschen, Schuhe, Uhren, Schmuck, Kleidung) und Anbieter von Ausflügen, die ihre Fahrten günstiger anbieten als es die Reiseveranstalter im Hotel tun. Ein Vergleich lohnt sich! Aber auch im Hotel bekommt man Dinge des täglichen Bedarfs: Sonnencreme, Süßigkeiten, die Bildzeitung, Postkarten (Achtung: 1 Postkarte kostete 80 Cent, draußen bekommt man 15 für 1 €), Briefmarken und Schwimmhilfen, aber auch Schmuck und Kleidung. Das Hotel liegt direkt am Strand. Man muss nur über die Strandpromenade gehen. Diese ist nicht befahren. Es laufen dort wirklich nur Hotelgäste und Einheimische, die zum Strand wollen, herum. Der Hafen, der wohl in der Vergangenheit für Unmut sorgte, ist fertig.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Hier vergeben wir einen Stern weniger und das auch nur, weil die Teenager unserer Meinung etwas zu kurz kommen. Die Kleinen werden gut von den Animateuren unterhalten und die Großen auch. W-LAN in der Lobby ist frei (und hier haben wir auch schon die am intensiv genutzte Unterhaltung der Teenager). Liegen und Sonnenschirme sind an den Pools und dem Strand ausreichend vorhanden. Es wird nur wenig reserviert. Wenn man mal etwas später dran ist, dann bekommt man auf jeden Fall einen Platz sobald die Familien mit den Kleinkindern zum Mittagsschlaf auf dem Zimmer sind.
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