Aufgeteilt ist das relativ schmale Hotel in vier Blöcke, wobei wir den Block D empfehlen. Dieser liegt am nächsten zum Strand. Neben dem Hotel liegen östlich das Aydinbey Kings Palace und das Royal Dragon. Westlich schaut man auf einen kleinen Fluss. Wer also nicht auf ein andres Hotel blicken möchte, dem sei die Westseite und direkter Meerblick empfohlen. Es ist ein moderner Zweckbau, nicht so rotgold plüschig wie das Delphin Palace, eher mit der Einrichtung des Baruts vergleichbar. Bis auf ein paar Schweizer konnten wir nur deutsche Gäste ausmachen.
Die Zimmer sind hell, freundlich und modern eingerichtet; mit Safe, Minibar und Flachbild-schirm. Die Dusche hat einen schönen Regenduschkopf. Seife ist im Spender. Gegenüber dem Delphin Palace sind die Zimmer ein klaren Pluspunkt. Q-Tipps und Wattepads wurden leider nie aufgefüllt, die Reinigung war eher mau. Handtuchfiguren gab es keine, am Trinkgeld lag es jedenfalls nicht. Nachteilig ist aber die Hellhörigkeit. Wer sich nicht durch das Schnarchen des Nachbarzimmers und Toiletten- bzw. Duschgeräusche stören lässt, kann aber beruhigt sein.
Das Essen im Hauptrestaurant war von der Vielfalt und vom Umfang wie in einem normalen 5 Sterne Hotel in der Türkei. Man wird satt und jeder findet etwas. Selbst für die Fastfood Fans gab es immer die unvermeidlichen Pommes. Die ganz überschwänglichen Vorbewertun-gen können wir aber nicht nachvollziehen. Im Vergleich zum Delphin Palace und Barut He-mera waren viele Speisen zu schwach gewürzt, da musste man selbst mit den reichlich vor-handenen Gewürzen nachwürzen. Der trockene Weiß- und Rotwein (übrigens die gleichen wie im Delphin und Barut) sind geschmacklich in Ordnung. Das Nachtischbuffet ist ebenfalls sehr lecker und sorgt sowohl für eine Gewichtszunahme als auch für den Anstieg der Choles-terinwerte. Es gibt noch vier A la carte Restaurants, die man selbst an einem Terminal bu-chen kann. Dies funktionierte ohne Probleme. Es sind ein mexikanisches, ein italienisches, ein Fisch und ein türkisches Restaurant vorhanden. Wobei wir das letztgenannte nicht besucht haben. Das Barbeque am Strand stand im November nicht mehr zur Verfügung. Die Tische in den Restaurants sind sehr schön eingedeckt, die Kellner höflich und das Essen geschmacklich besser als im Hauptrestaurant. Am besten hat uns der Mexikaner gefallen. Zum Frühstück kann der O-Saft selbst ausgepresst werden, dies ist im Delphin Palace anders geregelt, dort stehen Karaffen am Buffet, die ständig mit frischem Saft aufgefüllt werden. Abends gab es zu den Getränken noch Nachos, Popcorn und für die gesundheitsbewußten Gurken und Karotten.
Der Service ist für ein 5 Sterne Ressort weder überragend noch unterdurchschnittlich. Sehr gut gefallen hat uns der Chef der Rezeption Meshur. Zunächst teilte uns FTI mit, dass das Evren überbucht sei, wir sollten daher ins Kumköy. Ich hatte mich dann per mail direkt mit dem Evren in Verbindung gesetzt. Nach ein paar mails konnten wir dann doch ins Evren. Dafür nochmals vielen Dank. Auch unserem Zimmerwunsch wurde entsprochen. Die Kellner waren meist gut gelaunt, Ausfälle waren nicht zu verzeichnen. Die AI-Bänder waren aus Stoff. Es bleibt einem somit das Zerkratzen der eigenen Haut erspart.
Das Hotel liegt nur durch eine Promenade getrennt am Sandstrand. Die Promenade geht zwar noch nicht direkt bis nach Side, unterwegs muss man diese wieder verlassen, um dann am Strand weiter Richtung Side zu wandern. Später kann man dann erneut auf diese wechseln und bis nach Side spazieren. Dies dauert ca. 60 Minuten im schnellen Fußmarsch. Durch die neu angelegte Promenade hat der ganze Strandabschnitt ein neues Gesicht erhalten. Als wir letztes Jahr im November im Barut Hemera den Urlaub verbrachten war die Promenade noch nicht einmal im Bau.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Negativ war für uns der eiskalte, ansonsten aber sehr schön angelegte Außenpool. Auch der Innenpool war zu kalt (so wie im Hemera, anders im Delphin: der hatte 28 Grad). Dies lässt sich aber angesichts der Meerestemperatur von ca. 23 Grad ohne weiteres verkraften. Das Wasser ist im Übrigen glasklar und fällt sanft ab, also für Kinder ideal. Liegen wurden natür-lich zeitig von eifrigen Mitgästen mit Handtüchern vorreserviert, aber man bekam von dem stets muffig gelaunten Strandboy immer noch eine zugeteilt. Besonders nervig waren die Mit-arbeiter des Spabereiches, die mit sagenhaften Geschichten jeden Tag neue Opfer suchten. Im Fitnessraum befanden sich u. a. neben Laufbändern, Kraftmaschinen und Fahrrädern, zwei Crosstrainer. Für die einzelnen Geräte fühlte sich vom Personal aber offenbar niemand ver-antwortlich, da der eine Crosstrainer wohl schon seit längerem defekt war und eine Reparatur nicht erfolgte. Dies war etwas misslich, da viele Gäste diesen natürlich benutzen wollten. Desinfektionsmittel war im Fitnessraum nicht vorhanden, was doch sehr unhygienisch und für ein 5 Sterne Ressort indiskutabel ist.
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