Die Hotelanlage ist wirklich wunderschön, nur zweistöckig, die Gebäude sind in Bögen angeordnet, so dass alle (?) Zimmer zum Pool bzw. Garten rausgehen oder sogar Meerblick haben. Der Garten ist top gepflegt, die Poolanlage ist sehr weitläufig und echt klasse. Das Restaurant liegt mit einer großen Terasse im ersten Stock des Hauptgebäudes zum Meer hin, ist kreisrund mit einer Fensterfront auf der einen Seite (die andere Seite das Raumes ist leider etwas dunkel) und dem Buffet in der Mitte, Frühstück (von 7 bis 10 Uhr zu unserer Reisezeit) und Abendessen (von 19 bis 22 Uhr). Im Erdgeschoss gab es noch ein Restaurant, in dem man ganztägig essen konnte, wir haben es allerdings nicht genutzt. Dort ist auch eine Art Bar, in der auch (eine ziemliche peinliche) Abendanimation angeboten wird, von der wir aber ebenfalls Abstand genommen haben. Im Verwaltungstrakt gibt es kostenlose Wertfächer, die auch (meistens) von einem Mitarbeiter des Hotels bewacht werden. Schlüssel gibts an der Rezeption. In der Lobby ist noch ein Geldautomat und zu festen Zeiten ein Bankmitarbeiter, bei dem man Bargeld tauschen kann (Kurs war bei uns okay). Dringend abraten kann ich nur von den drei oder vier kleinen Geschäften rechts vom Hoteleingang, die Inhaber sind unangenehm aufdringlich. Nur der Apotheker war sehr freundlich und kompetent. "Heikes Corner" hat leider dicht gemacht, ab Oktober soll es aber in der Lobby einen Internetzugang geben. Absolut überzeugend war die Sauberkeit der gesamten Anlage! Alles in allem hat uns das Hotel wirklich gut gefallen, wir würden aber nicht unbedingt nochmal hinfahren wollen. Die Lage ist doch sehr weit ab vom Schuss und nach einiger Zeit wird's dann eben auch langweilig. Schwer gefallen ist uns auch der Umgang mit der Mentalität der Händler in bzw. vor Geschäften. Wir haben es als sehr unagenehm und zudringlich empfunden, aber darüber mögen die Meinungen vielleicht auseinandergehen. Man (aber auch insbesondere frau) sollte wissen, worauf man sich in einem arabischen Land einläßt, sonst gibt's böse Überraschungen!
Die Zimmer sind wunderbar groß, alle mit Balkon oder Terasse, zwei großen Betten (schön, wenn man nicht als Paar reist!), Fernsehen (ARD, ZDF, RTL und einige englischsprachige Sender) und Kühlschrank / Minibar. Den Zimmerservice für Speisen und Getränke haben wir nicht genutzt. Das Bad war ebenfalls angenehm groß und pingelig sauber (hin und wieder klopft auch ein Kammerjäger an und versprüht irgendwelche grauenhaften Chemikalien, also am besten für eine Zeit flüchten). Der Fön macht zwar Wind - aber keine Wärme, sollte frau wissen und evt. den eigenen einpacken. Die Klimaanlage funktioniert gut, ist aber ziemlich laut. Kleiner Trick: man muss eigentlich die Türkarte in ein Lesegerät stecken um Strom zu haben, jede andere Karte in dem Format tut's aber auch (und schon kann man die Klimaanlage laufen lassen, wenn man abends aus dem Zimmer ist, und es ist später dann kühl. Okay, das ist nicht besonders ökologisch, aber bei den heißen Temperaturen Notwehr!!!)
Das Essen (früh und spät in Buffetform) war toll, reichhaltig und abwechslungsreich. Besonders der "süße Bereich" war unglaublich! Die Finger sollte man allerdings dringend vom Salat und dem Frühstückssaft lassen, hier drohen die ortsansässigen Durchfallbakterien (aber wie gesagt: der Apotheker ist sehr hilfsbereit, und das Zeug - was immer es war - hat auch geholfen). Die Preise für Getränke sind okay.
Viele Mitarbeiter (alle männlich) sind wirklich sehr freundlich, wir sind jedoch auch mehreren Exemplaren begegnet, denen man anmerkte, dass sie ihre Arbeit als deutlich unter ihrer Würde empfanden. Freundlich waren sie genau so lange, wie man tat, was sie wollten, ansonsten fühlten sie sich schnell beleidigt. Als Frau muss man irgendwie damit umgehen können, Luft zu sein - während mit dem männlichen Gast neben einem freundlichst geplaudert wird. Alle Mitarbeiter sprachen englisch, einige auch ganz gut deutsch, die Verständigung ist also überhaupt kein Problem. Mit einem kleinen Trinkgeld, das man hin und wieder im Zimmer läßt, klappt die Zimmerreinigung perfekt. Allerdings sollte man wirklich nichts an Bekleidung im Zimmer liegen lassen, man findet alles (!!!) ordentlich gefaltet an irgeneinem anderen Ort wieder (oder eben auch nicht).
Der Garten- / Poolbereich grenzt direkt an den wirklich sehr schönen Strand (Sonnenschirme, Liegen, Auflagen und Strandlaken gibt es gratis). Für Schwimmer ist das Meer an dieser Stelle jedoch leider komplett ungeeignet - außer man wandert nebenher auch noch gerne! Man muss ca. 250 m ins Wasser marschieren um wenigstens bis zum Bauchnabel im Wasser zu stehen. Das Wasser ist badewannenwarm, Abkühlungseffekt gleich null. Dafür musste dann der Pool herhalten... Vorsicht vor der Sonne! Es ist ständig windig und man verbrennt extrem schnell. Sonnenschutz bei normaler Haut am Anfang mindestens 25. Im Wasser am besten Aquaschuhe tragen, man kann sich schnell verletzen. Wenn man das Hotel verläßt, steht man unvermittelt im Niemandsland. Im direkten Umfeld ist absolut gar nichts! Eine etwas größere Hotelanlage mit einigen kleinen Geschäften wäre zwar einigermaßen in Fußmarschweite, der Weg dorthin ist aber lebensgefährlich!!! Die dort herführende Straße hat nichts, was einem Gehweg ähneln könnte, ist nicht beleuchtet und wird von lebensmüden Sammeltaxifahrern bevölkert. Lasst es besser bleiben! In die belebteren Teile von Hurghada kommt man eigentlich nur mit diesen Sammeltaxis (ratsam ist vorher Eigenblut zu spenden und sein Testament zu machen!), man stellt sich an die Straße, einer der Fahrer geht voll in die Eisen, man verhandelt den Fahrpreis (vorher unbedingt bei der Reiseleitung den üblichen Kurs erfragen, sonst wird man gnadenlos ausgenommen - und immer selbstbewußt auftreten!), und es geht kamikazemäßig los - nun ja, wer's mag.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Am Pool wird man leider den ganzen Tag "zwangsbeschallt". Es schien jeweils an einem Tag ein Thema (z. B. Balladen, arabische Musik, usw) zu geben und die dazu eingelegte CD dudelte dann den ganzen Tag - der Erfinder der MP3 Player sei gepriesen! Ich fand es jedenfalls extrem nervig, vor allem wenn der hin und wieder anwesende "DJ" die Lautstärke voll aufgedreht hat. Lustige Poolanimation gabs auch, eben das übliche fröhliche Rumgehopse im und neben dem Wasser, Beachvolleyball und Massage (letztere gegen Gebühr, aber wohl recht günstig).
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 1 Woche im September 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Tanja |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 3 |


