- Zustand des HotelsGut
- Allgemeine SauberkeitGut
Wir waren vom 24.09. bis 03.10. mit unserem 5jährigrn Sohn im Magic Life Candia Maris. Bei Ankunft auf Kreta in Heraklion morgens um halb zehn wird man von so ekeligen Toiletten auf dem Flughafen empfangen, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Weiter ging es mit dem Taxi und die Strecke nach Amoudara lässt einen überlegen, ob man nicht gleich wieder zurück fliegen will: Müll rechts + links der Straße und ein hässliches Vorstadtgewerbegebiet zieren die Strecke. Wo sind wir hier bloß und hier soll der Magic Life sein? Dann also schnell ins Hotel und ja, man kommt dann in eine andere Welt. Da wir unsere Anreise selbst organisiert haben (habe übrigens als Deutsche über TUI Österreich gebucht, da dieselbe Reise dort 50€ günstiger war, warum auch immer), hatte ich einige Tage vorher ein Fax mit unseren Ankunftszeiten (vormittags) ins Candia Maris geschickt. Beim Einchecken bekam ich dann den Hinweis, dass die Zimmer eigentlich erst nachmittags zur Verfügung stehen, aber -Augenzwinkern- unseres könnten wir jetzt schon gleich beziehen. Dafür ein riesiges Lob, wir haben einen Tag Entspannung gewonnen und konnten schon ab 10.00 Uhr den Urlaub genießen. Die Suite entsprach der Beschreibung. Zwei riesige Balkone, prima Liegen auf dem Eckbalkon, 2 Fernseher, erträglich Matratzen… Ganz neu sind Einrichtung + Ausstattung nicht, aber völlig in Ordnung. Die Klimaanlage lässt sich gut regulieren und macht auch nicht allzu viel Lärm. Bademäntel wurden auf Nachfrage auch sofort kostenlos aufs Zimmer gebracht, ebenso (nachdem unser Kind auch hier von den Mücken entdeckt worden war) Mückenkiller für die Steckdose und zwar auch unproblematisch 2 (für jedes Zimmer einen). Die Anlage entspricht auch sonst der Beschreibung. Die Pools sind allerdings ziemlich kalt, das Meer war wärmer. Geschätzt haben wir das Mini-Hallenbad, eine echte Alternative (für die Kinder) als das Wetter schlechter war. Vom Essen waren wir angenehm überrascht. Man verzichtet auf gewissen Luxus wie Steaks en minute für den Kunden zu brutzeln, rosa Lamm frisch runter zu schneiden oder Omeletts nach Kundenwunsch zuzubereiten. Dies hat aber den erfreulichen Nebeneffekt, dass man nirgends anstehen muss und alles zügig voran geht. Besonders gut gefiel mir immer das Vorspeisenbuffet: Leckere Sachen in praktischen Schälchen oder auf Tellerchen übertrafen oft die Hauptgerichte. Hier ja schon mehrfach erwähnt aber auch wirklich gut: Die frischen Fruchtsäfte zum Frühstück. Unser Kind mochte den Wassermelonensaft ausgesprochen gerne. Und mein Mann war von der bereit gestellten Auswahl der Olivenöle begeistert und testete sich Abend für Abend durch. Wir haben 1x in der Taverne gegessen und dann auf den Italiener verzichtet. Nett und bemüht, man sitzt ganz hübsch, von der Qualität des Essens aber nicht wirklich besser als das Hauptrestaurant. Die Möglichkeit mittags in der Taverne zu essen, fanden wir etwas enttäuschend. Für nur Salat oder Pommes okay, ansonsten doch lieber Hauptrestaurant. Da man dort ja auch wunderschön draußen sitzen kann, für uns die bessere Wahl. Das einzige, was zu allen Tageszeiten gelegentlich etwas nervte, waren die überzeugten drinnen Esser, die regelmäßig hyperventilierten, wenn man die Tür nach draußen nicht binnen Sekunden wieder schloss. Wahrscheinlich war ein kleiner Luftzug dann zu viel für die Herrschaften. Übrigens: Drinnen war es gelegentlich schon recht voll mit entsprechendem Lärmpegel. Je voller es allerdings drinnen war, desto schöner wurde es draußen, wo man, auch als das Wetter etwas schlechter wurde, jedenfalls mit „leichtem Jäckchen“ noch gut sitzen konnte. Die Krönung war der Tag, als innen zum Essen Life-Musik geboten wurde. Mich hätten da keine 10 Pferde rein gebracht, so laut war es. Da ein guter Teil der Gäste aber schon das Rentenalter erreicht hatte, hatten vielleicht einige die Möglichkeit einfach das Hörgerät auszuschalten. Die Lautstärke ist aus unserer Sicht ein echter Nachteil des Candia Maris. Es ist außerhalb der Mittagzeit etwas schwierig, der Beschallung zu entfliehen: Spinning, Aerobic oder Magic Radio – irgendwas tönt immer. Und Aerobic leider auch bis zum Strand. Am Ruhepool bekommt man ab 10.00 Uhr keine Liege mehr, also auch keine echte Alternative. Abends gab irgendein österreichisches Sternchen mal ein Life-Konzert in der Wunderbar (das Wetter war für draußen nicht geeignet) und das war dermaßen laut, dass es nur die Hartgesottenen ausgehalten haben. Vielleicht hätte man die für draußen geplante Performance mal ein bisschen anpassen können. Zu den hier bereits öfter beschriebenen Getränken aus unserer Sicht so viel: Die Cocktails sind tatsächlich ungenießbar. Aber Rotwein und Rose sind erstaunlich trinkbar und auch der Sekt ist okay. Damit kommt man schon hin. Warum man den Rotwein kalt serviert, erschließt sich uns allerdings nicht. Er war wirklich nicht so schlecht, dass das nötig wäre. Man musste also etwas disponieren und sich bei Zeiten „ein Glas warm stellen“. Pluspunkte sammelt das Candia Maris beim Personal. Alle flink und freundliche, insbesondere auch beim Essen sehr aufmerksam. Unsere Putzfrau war klasse. Wir haben sie öfter gestört, wenn wir z.B. mit Kind vom Strand kamen und er unbedingt einem Bedürfnis nachgehen musste, sie war aber immer flexibel und freundlich. Natürlich gibt es auch hier die Handtuchkunstwerke, neu für uns war allerdings eine süße Schlange für unser Kind. Das nächste ganz große Lob geht an den MUNGO-Club. Unser Sohn ging dort sehr, sehr gerne hin, zog regelmäßig vom Frühstück schon alleine ab und ging vor und aß auch lieber mit den Mungos als mit uns. Es wird ganz viel gebastelt, regelmäßig in den Pool gegangen, abends getanzt und Traumsand verteilt und und und. Ganz herzliches Dankeschön nochmal an Carolin und Fredy und alles Gute für die Zukunft auf Fuerteventura! Leider hat man sich ja im Candia maris gegen den Kunden von morgen entschieden und wird im nächsten Jahr Ü16 Hotel. Deshalb spare ich mir hier auch meine Verbesserungsvorschläge, die für Kinder in der Hotelanlage zu machen wären (z.B. Wasserhähne auf den öffentlichen Toiletten, die man mit einer Größe von 1,20m erreichen kann und einiges mehr). Mir stellt sich allerdings die Frage, wo man mit diesem Konzept hin will. Dem Vernehmen nach möchte man ja „Party-Club“ werden. Da frage ich mich allerdings, wie das mit den derzeit üblichen Gästen (viele Ü60) funktionieren soll. Und jetzt mein eigentliches Problem mit dem Candia maris, weshalb ich die Überschrift so gewählt habe und bislang das Wort „Club“ vermieden habe: Für uns, die wir mehrfache Robinson- und Aldiana Erfahrung haben, kennzeichnet einen Club eine aufgeschlossene, kontaktfreudige Gästeschar, die kein Problem im „Miteinander“ hat. Das ist im Candia Maris völlig anders, hier möchte der Großteil der Gäste definitiv für sich bleiben. Wenn die Tische besetzt sind, würde man sich lieber in den Regen stellen als zu fragen, ob man sich dazu setzen darf. Ein Kind von Mitreisenden (ebenfalls mit langjähriger Robinsonerfahrung) fragte einmal: “Mama, wieso fragt hier nie einer, ob bei uns noch frei ist?“ Und deshalb kam für uns hier auch nicht das echte Club-Feeling auf, da können sich die Animateure noch so viel Mühe geben. M.E. liegt dies auch nicht am Alter der Gäste, denn aus dem Robinson Esquinzo kennen wir es, dass vom Baby bis zur Oma alle entspannt miteinander umgehen. Und Gäste, die sich darüber aufregen, dass die Kinder abends noch in der Bar spielen, wird es dort auch nicht geben. Zu erwähnen bleibt mir noch unser Reinfall mit einem TUI-Ausflug. Wir haben ewig keinen organisierten Ausflug mehr gemacht und nachdem „Märchenhaftes Knossos“ als familienfreundlich angepriesen wurde (und uns im Übrigen von einer Bekannten empfohlen worden war, die ihn im Sommer mit 5jähriger Tochter gemacht hat), entschieden wir uns für diesen -nicht ganz billigen- Trip. Offensichtlich steht und fällt das ganze aber mit der Reiseleiterin. Unsere empfanden wir als echte Zumutung: Es begann damit, dass man uns notiert hatte, dass der Ausflug um 14.20 Uhr beginnt. Als wir um 14.11 Uhr am Bus erschienen, ging das Theater los, dass ja alle auf uns warten müssten, da der Ausflug nämlich tatsächlich um 14.10 Uhr ab dem Hotel los ging. Was das Gezeter sollte, habe ich ohnehin nicht verstanden, da es faktisch ja wohl nur um die eine Minute ging. Wenn die anderen Gäste schon ewig früher da gewesen sein sollten, ist dies ja nicht mein Problem. Ein verbindliches Wort und alles wäre doch wohl gut gewesen. Auf die insistierende Frage, wer mir denn diese Zeit gegeben hätte, die ja auch noch schön auf unserer Buchung stand, antwortete ich: Die Kollegin von der TUI. Au weia, das war der nächste Fehler. Ich bekam jetzt nämlich einen Vortrag, dass diese nicht Ihre Kollegin sei. Diese Frauen würden nur Gäste am Flughafen empfangen und Reisen verkaufen, sie sei aber Reiseleiterin – ob ich denn wüsste, was das sei – sie habe mit Kultur und Geschichte zu tun, bla, bla, bla. Anstatt gleich wieder aus dem Bus auszusteigen, sparte ich mir sogar den Kommentar, dass der markante Unterschied für mich darin bestünde, dass die TUI-Frau freundlich sei und trollte mich nach hinten in den Bus, es sollte ja ein schöner Familienausflug werden. Allerdings war die Führung absolut langweilig, insbesondere für unseren Sohn. Nix von kindgerecht, es wurden die Geschichten und Fakten runter geleiert, die man auch im Reiseführer lesen könnte. Der passende Abschluss kam dann noch als die Dame sich verabschiedete. Sie teilte sinngemäß mit, dass der Bus pünktlich um 18.00 Uhr am Hotel sein werde, weil die Deutschen ja immer um sechs essen wollten, was ihr ja völlig unverständlich sei, die Griechen würden mindestens bis 21 Uhr am Strand bleiben und erst danach ginge es los. Ah ja! Dass die (doofen) Deutschen ja wohl offensichtlich auch Ihr Gehalt bezahlen, spielte keine Rolle. Wenn wir Knossos am Tag vorher noch mit unserem Mietwagen angefahren hätten, hätten wir bestimmt mehr Spaß gehabt. Man kann sich nämlich vor Ort in so ziemlich allen gängigen Sprachen einen Führer mieten (10€ pro Person) der einen dann ganz individuell führt und vielleicht auch noch nett ist. Unser Fazit insgesamt zum Magic Life Candia Maris Kreta: Wir hatten einen schönen Urlaub und ich bin ganz froh, dass mir die Entscheidung abgenommen worden ist, ob wir hier noch einmal wieder her kommen würden, da unser Sohn ja nicht mehr willkommen sein wird. Kreta ist Ende September entgegen meiner Erwartung nicht „wettersicher“ und da wir nä. Jahr nur noch in den Ferien (also noch später) fahren können, wäre mir wahrscheinlich das Wetterrisiko zu groß. Uns fehlte hier auch die oben beschriebene Clubatmosphäre. Als Hotel ist das Candia Maris aber eine schöne Anlage mit gutem Essen, das ich ohne weiteres empfehlen kann.
- ZimmergrößeSehr gut
- SauberkeitSehr gut
- Ausstattung des ZimmersSehr gut
- Atmosphäre & EinrichtungEher gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischSehr gut
- EssensauswahlGut
- GeschmackEher gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr gut
- Rezeption, Check-in & Check-outSehr gut
- Kinderbetreuung oder SpielplatzGut
- FamilienfreundlichkeitGut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher schlecht
- FreizeitangebotGut
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Zustand & Qualität des PoolsGut
- Entfernung zum StrandSehr gut
- Qualität des StrandesGut
- Lage für SehenswürdigkeitenEher gut
Sehr geehrte Frau Pamela, Wir möchten uns für Ihre Bewertung bedanken und dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben Ihre Meinung und Ihre Erfahrung mit anderen Urlaubern zu teilen. Wir haben uns gefreut, dass sie zufrieden mit Ihrem Zimmer waren und dass ihr Sohn eine schöne Zeit beim Kidsclub hatte. Erlauben Sie uns bitte den Hinweis, dass es 14 verschiedene Themenabende gibt. Es gibt auch Abende wo frisches Fleisch runtergeschnitten wird und beim Frühstück haben die Gäste die Möglichkeit das Omelett nach Kundenwunsch zubereitet zu bekommen. Wenn Sie uns während Ihres Aufenthaltes diesbezüglich angesprochen hätten, hätten wir es Ihnen gerne angeboten. Die Snackbar bietet für das Mittagessen einen verschiedenen Buffet, und man kann auch draußen sitzen und das Mittagessen genießen. Beim griechischen Abend haben wir immer griechische live Musik wo nach dem Abendessen getanzt wird. Bezüglich des Konzeptes, das ab der kommenden Saison bei uns verwirklicht wird, möchten wir Ihnen mitteilen, dass es nicht ein “party hotel” sein wird, sondern ein 16+ Hotel. (ab 16 Jahren ).Bei Magic Life gibt es immer ein Hotel, das dieses Konzept führt. Wir wünschen Ihnen alles Gute und viel Gesundheit! Mit freundlichen Grüßen Das magic Life Candia Maris Hotelmanagement


