Es ist eine relativ große Clubanlage (1800 Betten), die aber nach kurzer Eingewöhnungszeit in die Wege sehr überschaubar ist. Es ist auch keine neue Anlage, aber der Erhaltungs- bzw. Renovierungszustand kann als wirklich gut bezeichnet werden, da kenne ich aus anderen Ländern viel Schlimmeres. Ein fleißiges Heer von Mitarbeitern kümmert sich ständig um die schöne Grünanlage und andere Bereiche, in denen Renovierungen oder auch nur kleine Ausbesserungen nötig sind, sowie um Sauberkeit. Gästestruktur: Bunt gemischt von Paaren aller Altersgruppen über Familien, scheinbar wenige Singles. Auffällig sind die vergleichsweise wenigen öffentlichen WC-Räume in der Anlage, sie zu finden ist nicht ganz einfach am Anfang. Wie schon oben genannt: Unbedingt ein Auto mieten und die Insel entdecken! Unbedingt auch mal (genug Trinkwasser mitnehmen!) am Meer entlang Richtung Costa Calma gehen, zurück per Linienbus, das ist wie Sylt in den Subtropen. Wer häufig in die Heimat telefonieren oder erreichbar sein will oder muss, sollte sich (verschiedene Shops in Morro Jable) eine spanische Prepaid-Karte für sein Handy holen. Fuerteventura gilt als Windsurferparadies, damit ist klar, dass es auf Fuerteventura selten schwachwindig ist. Wer sich (siehe einige Vorberichte) über Wind beklagt, hat sich vorher nicht entsprechend informiert. Wer großen Wert auf einen weiträumigen Strand incl. FKK legt, muss ab Magic Live täglich mit dem Bus nach Morro Jable und zurück fahren oder sollte dann lieber ein anderes Hotel buchen.
Dem relativ hohen Standard der Anlage entsprechend fehlt es an nichts, was Mensch im Urlaub braucht. Der Zimmerservice macht seine Arbeit gut. Es gibt diverse Zimmerlagen, von direktem Meerblick bis weitgehend verbauter Blick sowie gegen Aufpreis die Private Lodge. Da man aber eigentlich als aktiver Urlauber den ganzen Tag über draußen lebt und nicht im Zimmer, gebe ich hier keine Abzugssterne.
Es wurde schon in einigen Vorberichten angemerkt, dass das Hauptrestaurant ein wenig des Charmes einer Bahnhofshalle hat. Das ist aber bei 1800 Gästebetten kaum verwunderlich, wer das nicht mag, sollte in kleinere Hotels einbuchen. Ferner gibt es einige Spezialrestaurants mit wenigen Plätzen (nicht genutzt). Wer auf den wirklich großen und vielfältigen Buffets nicht findet, was er essen mag, sollte zu Hause bleiben und auch im Urlaub in die Werkskantine gehen! Es ist wirklich für jeden Geschmack immer mehr als genug zu finden, und es wird auch ständig frisch nachgeliefert. Dass gängige Getränke wie Cola und Bier per SB verfügbar sind, anstatt sie beim Kellner zu bestellen, sehe ich als klaren Vorteil an. Lediglich der Nachschub an Gläsern stockte öfters. Ein Manko war der Personalmangel hinter dem Tresen in der Plaza Bar. Wer etwas anderes als ein Standardgetränk zum Selbstzapfen haben wollte, muss Schlange stehen.
Wie es in den Wald hineinschallt ... Beim Lesen diverser Vorberichte drängt sich der Verdacht auf, dass einige Vorschreiber meinen, sie hätten im Reisepreis ihren privaten Butler gleich mitgebucht. Auch die Mitarbeiter sind Menschen, die sich freundliche Ansprache und Anerkennung ihrer Arbeit wünschen und es mit großer Freundlichkeit danken! Und dass man mit wenigen schnell erlernbaren Brocken der jeweiligen Landessprache viel Dankbarkeit zurückbekommt, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben.
Sehr schön auf dem Plateau oberhalb des Meeres gelegen. Zum Strand führt eine Treppe (Manko für Gehbehinderte, für die damit der Strand kaum erreichbar ist), die Treppe sorgt aber auch dafür, dass geschätzt 95 % der Gäste am Pool bleiben und der bei Hochwasser eher schmale Strand trotzdem nie überfüllt wirkte, außerdem stehen dort keine Liegen und Schirme. Es gibt ein paar Läden im unteren Bereich der Anlage (Textilien, Souvenirs usw.). Wem dieses Angebot nicht ausreicht, muss mit dem halbstündlich verkehrenden Bus für 1,20 Euro in die Einkaufsmeile von Morro Jable fahren. Rechts von der Rezeption ist ein Buchungstresen eines Autovermieters. Es ist unbedingt jedem Urlauber zu empfehlen, sich für mindestens einen Tag ein Auto zu mieten und die Insel auf eigene Faust zu erkunden (Kompaktklasse-PKW reicht aus, das Straßennetz der Insel ist inzwischen gut ausgebaut).
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Animationsteam: Im Vergleich zu manch anderer Clubanlage wohltuend unaufdringlich. Sportangebot: Von Aerobic über Tennis und Tauchen bis Bogenschießen ein breites Angebot, nur so etwas wie Golf oder Reiten fehlt (regionsbedingt). Wassersport direkt am Strand wird nicht angeboten. Es gibt mehrere Pools unterschiedlicher Wassertiefen und Zweckbestimmung, die selbst bei Vollbelegung mehr als ausreichend groß sind, also durchweg eher wenig frequentiert.


