Trotz der vielen (ca.600) Zimmer ist die Anlage recht kompakt. Die einzelnen dreistöckigen Häuser fügen sich gut in die schöne Gartenanlage ein. Da das Hotel am Hang gebaut ist, sind immer wieder Treppen zu überwinden, also nicht unbedingt was für Gehbehinderte. Die Anlage ist in einem guten Zustand und nach meinem Eindruck wird laufend daran gearbeitet, diesen noch weiter zu verbessern. Die Gäste kamen ca. zu 50% aus Deutschland, 20% Engländer, 20% Dänen und 10% andere Nationalitäten. Es waren viele Familien mit Kleinkindern vor Ort, ebenso ältere Paare, also vom Alter her war alles dabei! Der Kleidungsstil ist eher lässig. Was man auf Fuerte (fast) immer hat ist Wind! Deswegen unbedingt an einen guten Sonnenschutz denken, der Wind kühlt und man unterschätzt die Sonneneinstrahlung. Tagsüber konnte man gut in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs sein. Sonne war immer da, ab und zu ein Wölkchen. Abends ist zumindest während meiner Reisezeit eine Jacke oder warmer Pullover und eine lange Hose angesagt gewesen. Bei empfindlichem Hals auch ein Tuch oder Schal. Mückenschutz auch nicht vergessen! Sobald der Wind etwas nachlässt sind die blutgierigen Monster da!
Als Alleinreisende hatte ich ein Doppelzimmer zur Einzelbenutzung, und das war riesig, sogar mit Meerblick. Das Badezimmer hatte eine Badewanne, leider war die Dusche nicht höhenverstellbar. Die Möblierung und Sauberkeit waren in Ordnung. Die sonst in Hotels üblichen Toilettenartikel sind hier etwas sparsamer ausgelegt. Es gibt Duschgel aus einem Spender, zwei kleine Seifen und zwei Duschhauben. Keine Lotion, Wattestäbchen, Pads oder Kosmetiktücher. Der Fön ist wie so oft mittelmässig, aber brauchbar. Was wir Frauen schmerzlich vermissen ist ein Schminkspiegel im Bad mit vernünftiger Beleuchtung und ein Ganzkörperspiegel. Der kostenlose Safe funktionierte einwandfrei, die Klimaanlage habe ich nicht gebraucht. Toll fand ich den zusätzlichen Deckenventilator. Der kleine Kühlschrank wird nur einmal pro Woche aufgefüllt mit einer grossen Flasche Wasser, zwei Dosen Cola und zwei Dosen Fanta.
Hier muss man differenzieren. Ausgesprochen lobend erwähnen muss ich die Wunderbar in der Lobby, wo es nicht nur den besten Cappuccino gibt sondern auch die freundlichsten Worte gewechselt wurden. Das Personal an der Pool- und Plaza-Bar ist ebenfalls nett und freundlich. Die Getränkeauswahl ist nicht überragend, aber ok. Die Coktails allerdings sind ungeniessbar. Beide Bars machen auch eher einen schmuddeligen Eindruck. Die Mittag- und Abendbuffets haben mir stets gut gefallen. Die Auswahl und Qualität genügte meinen Ansprüchen absolut. Das Frühstück allerdings war für mich enttäuschend. Nur eine pappige (Weizen-)Brötchensorte und dazu nur 4 Brotsorten. Vollkorn war weit und breit nicht in Sicht, wenig frisches Obst. Dafür aber reichlich Dosenfrüchte. Und kein frisch gepresster Orangensaft, nur dieses bunt gefärbte Wasser mit künstlichen Aromastoffen,bäh. Gut, 15 Brötchensorten wie im Aldiana müssen es ja nun auch nicht sein, aber ein bisschen mehr darfs schon sein. Von der Einrichtung her ist das Hauptrestaurant mehr als verbesserungswürdig. Wenig Pepp, sehr gediegen. Sehr viele kleine Tische dicht nebeneinander, da fegt der Bauch des gutgenährten Miturlaubers auch schon mal die Wasserkaraffe um, wenn er sich durch die Gänge zwängt. Vermisst habe ich wirklich die 8er-Tische, wie sie im Robinson oder Aldiana üblich sind und die das Club-Feeling prägen. So sass jedes Paar für sich und es ergaben sich keine netten Gespräche.
Das Personal ist distanziert freundlich. Meist wird deutsch gesprochen, auf jeden Fall kann man aber mit Englisch jedes Problem lösen. Das Personal an der Rezeption könnte etwas herzlicher sein. Eine kurze freundliche Frage nach dem Flug bei der Ankunft oder ein "Wie hat es Ihnen bei uns gefallen?" zum Abschied wirkt doch gleich viel netter. Die Zimmerreinigung war ausgezeichnet, benutzte Handtücher wurden ausgetauscht, auch wenn diese nicht auf dem Boden lagen. Die Handtücher für die Liegen lagen bei meiner Ankunft bereits im Zimmer bereit und konnten täglich getauscht werden.
Da das Hotel in Hanglage liegt, müssen zunächst einige Stufen zum Strand überwunden werden. Die in vorherigen Bewertungen stark kritisierte Treppe wurde nun insoweit "entschärft", dass im unteren Bereich eine zusätzliche Holztreppe gebaut wurde. Dennoch ist der untere Teil dieses Strandzuganges nicht ohne, deswegen empfehle ich, lieber die Treppe in der Private Lodge zu benutzen. Dort ist der Strand eh viel schöner. Wenn man am Strand (nach rechts) spaziert, kommt man in ca. 30 Minuten zum Aldiana, von da sind es noch einmal ca. 30 Minuten bis zu diversen Geschäften und Lokalen. Der Weg am Wasser ist aber nur bei Ebbe wirklich empfehlenswert! Bei Flut ist teilweise ziemliches Klettern über Felsbrocken angesagt. Die Gezeiten sind in der Lobby des Hotels veröffentlicht. Der Transfer zum Flughafen dauert ca. 70 Minuten.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Die Animation ist stets präsent, da der Club aber sehr weitläufig ist und es mehrere Pools gibt, kann man sich auch gut zurückziehen. Es gibt ausreichend Liegen, leider werden auch hier die Liegen gern schon im Morgengrauen mit Handtüchern besetzt. Bei der Sauna gibt es einen schönen, ruhigen FKK-Bereich, der zudem auch windgeschützt ist. Hier kann man ganz entspannt Sonne tanken. Da die Pools fast alle unbeheizt sind, wurde kaum geschwommen. Ebenso trauten sich auch nur ganz Eiserne ins Meer. Die Sauberkeit des Wassers war aber durchweg sehr gut. Es gibt im Club ein paar Einkaufsmöglichkeiten, Internetzugang in der Lobby für 20 Minuten kostenlos. Sport kann man reichlich treiben, ich habe Spinning bei Hedi (sehr gut!) gemacht und diverse Group-Fitness-Kurse besucht. Die Kurse wurden von Mitgliedern der bulgarischen Tanztruppe durchgeführt und ich bezweifel, dass diese fundierte Trainerausbildungen hatten. Aber Spass hat es trotzdem gemacht, und der Ausblick von der Sportterrasse aufs Meer entschädigt für vieles. Die Kurse sind immer gleich. Vormittags Aerobic und Step Aerobic für Anfänger, danach Bauch-Beine-Po oder Aqua Fit. Nachmittags Tanzkurs, Aerobic und Step Aerobic für Fortgeschrittene danach Pilates. Das wars. Kein Zumba, kein Salsa, kein Yoga, kein Langhanteltraining. Bisschen langweilig, aber wenn man nur eine Woche da ist, ist es ok. Vom Tennisspielen hab ich abgesehen, nachdem ich die Tennisplätze inspiziert hatte... die sind ziemlich heruntergekommen, werden aber gerade renoviert, also zukünftig vielleicht wieder bespielbar. Die Abendunterhaltung ist ungefähr so: Ab 21.30 Uhr ca. 45 Minuten "Show" im hässlichen Theater, die bulgarische Tanztruppe tanzt bemüht je nach Motto (z..B. "Salsa" oder "Bollywood"). Dazwischen lockern die Animateure die Stimmung mit ein paar Sketchen oder Slapstick-Nummern auf. Danach Paartanz-geeignete Live-Musik (gern mit einem Mitglied der bulgarischen Tanzgruppe) in der Plaza-Bar bis 24.00 Uhr. Danach noch 2 Stunden Beschallung in der Disco. Alles Geschmackssache, aber wer die Shows im Aldiana oder Robinson kennt und mag, schaut sich hier höchstens zwei an. Samstags haben fast alle Animateure und Tänzer frei, da gibts nur ein ganz kleines Sport- und Unterhaltungsprogramm. Abends dann Kino, wow. Es gibt übrigens keine Angebote für Alleinreisende, was ich schade finde. Natürlich knüpft man schnell Kontakt bei den Sportkursen, wenn man andere anspricht, aber nicht jedem fällt so etwas leicht. Der "Alleinreisenden-Treff", der in anderen Clubs üblich ist, den gibts hier nicht. Nur einen "Single-Tisch" ganz am Eingang des Restaurants. Wer setzt sich da schon freiwillig allein hin und fühlt sich abgestempelt?


