Prinzipiell ist die Anlage schön angelegt. Kein Gebäude über 3 Etagen. Nach Auskunft der Hotelleitung liegt die Kapazität bei rund 1.500 Gästen und das ist einfach zu groß. Was wir toll fanden war, daß sich das Hotel um Katzen kümmert. Da Tiere "im Süden" allgemein eher schlecht behandelt werden, waren wir darüber sehr erfreut. Die Möbel in der Lobby gehörten zu einem großen Teil auf den Sperrmüll. Die roten Stoffsessel waren z.T. aufgerissen, alle waren schmuddelig und verfärbt. Die Korbmöbel waren zum Teil beschädigt und hatten Löcher. Der Boden war nicht so sauber, wie man es in der Lobby erwartet und z.T. beschädigt. Die Glastische wären besser aus Milchglas gewesen. Was den Club angeht, ist das Preis/Leistungsverhältnis nicht gerechtfertigt. Wir waren enttäuscht und konnten zum Glück in die Private Lodge wechseln. Das hat uns trotz saftigem Aufschlag entschädigt. Wenn wir nochmal fahren, dann lieber individuell in eine kleine Pension oder Ferienwohnung. Das ist trotz Mietwagenkosten und Selbstversorgung deutlich günstiger und erholsamer. Wer gern von früh bis spät mit vielen fremden Leuten nah zusammen ist und wer auf Qantität bei Speisen und Getränken Wert legt und weniger auf Qualität, der ist hier gut aufgehoben. Auch die ständige Beschallung mit unpassender Musik oder Geschirrgeklapper muß man mögen. Dagegen ist der "Lärm" von spielenden Kindern eine Wohltat.
Die Zimmer sind ausreichend groß. Leider liegen WC und Bad in einem Raum. Die Tür ist eine Lamellentür. Die Fliesen machten einen alten Eindruck, Badewannenboden war z.T. abgeschlagen. In der Private Lodge wurde täglich gewischt. Die Minibar war gut gefüllt.
Das Essen im argentinischen Restaurant war eine Enttäuschung. Als am nächsten Tag der "Koch" mit einer Schüssel zum Erhitzen von Convenience-Food ein sog. Curry im Thai-Restaurant nachfüllte, war das für mich auch erledigt. Wir essen zu Haus ganz normal aber es gibt mir zu denken, wenn die anderen Bewerter das Essen als toll bewerten. Toll war das Essen ohne Frage in der Private Lodge. Alkoholische Getränke sind im Club "No Name". In der Private Lodge Markenartikel. Vor unserem Umzug in die Private Lodge haben wir in dem Bahnhofshallen-artigen Speisesaal gegessen, der mich sehr an meine Bundeswehrzeit erinnert hat. Nur da war das Essen besser. Spätes Frühstück war eine Herausforderung, da man sich die Papiertischsets, Besteck, Tassen usw. zusammensuchen musste. Das Personal war einfach überfordert und das ist nur ein Vorwurf ans Management. Die Tischdecken hatten noch die Flecken vom Abendessen vorher.
Die "Qualität" des Personals an der Rezeption ist sehr unterschiedlich. Alle sprechen sehr gut deutsch, viele sind Deutsche. Man darf sich aber nicht darauf verlassen, daß zugesagte Dinge auch wirklich veranlaßt werden. Am 3. Tag abends hat uns zum ersten Mal beim Essen ein Kellner angelächelt. Alle anderen waren genervt und uns hat es leid getan, sie zu stören, indem wir frühstücken oder abendessen wollen. An den Bars war es etwas besser. Mit etwas Trinkgeld hat sich die Stímmung vieler gebessert, was ich sehr gut verstehe. In der Private Lodge war der Service früh sehr gut, im La Perla perfekt. Personal, dem man in der Private Lodge begegnet, lächelt und grüßt, so wie wir es unmöglicherweise auch im normalen Club als Gäste erwartet hatten.
75 Minuten vom Flughafen. Ohne Bus oder Auto ist keine Ortschaft oder ein anderes Lokal, Geschäft außerhalb der Anlage zu erreichen. Außer man hat Lust über eine Stunde am Strand zu laufen und das gleiche zurück. Wenn man wissen will, wie man sich auf dem Mond fühlt, muß man ins Inland fahren. Viel zu sehen gibt es auf der Insel nicht. Das Hotel selbst liegt oberhalb des Meeres mit toller Aussicht. Das Meer hat wunderschöne Farben. Unser erstes Zimmer war trotz Meerblickbuchung eher mit Fenster zum Hof, danach bekamen wir ein anderes, da war dann nur diagonal eine Mauer, die den Blick aufs Meer zu 50% versperrte.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Sportangebot war sehr umfangreich. Die Trainer nett. Über die Qualität können wir wenig sagen. Ich war überrascht, als ich mittags das Fitnessstudio verlassen sollte - Mittagspause! Disco hängt immer vom Musikgeschmack ab, vielen hat es anscheinend gefallen. Gut war, daß es viele Pools gibt, leider nur einer beheizt. Da macht im Sportbecken das Bahnen-Schwimmen keinen Spaß, wenn die LuftTemp bei 15° liegt. Strandtuchausgabe hat ebenfalls Mittagspause. Am Pool gab es bis zu 4 Reihen Liegen hintereinander. Der Wellnessbereich ist klein aber fein. Personal supernett, FKK möglich, was uns entgegenkam.


