Eins vorweg: diese Bewertung bezieht sich ausschließlich auf den separaten Teil der Private Lodge. Die gesamte Clubanlage ist sehr groß und weitläufig, die Private Lodge ist ein kleiner Bereich, sozusagen ein Hotel im Hotel. Der Private Lodge kann man ruhigen Gewissens 5* vergeben. Mit 59 Zimmern ist der Bereich klein und familiär. Dem entsprechend geht es hier ruhig zu. Keine Animation, 2 Pools (leider nur einer beheizt), genügend Liegen sind vorhanden. Die gesamte Clubanlage ist sehr sauber und schön angelegt. Die Gästestruktur in der Private Lodge war mehrheitlich deutsch und österreichisch, Altersdurchschnitt 30 bis 70 Jahre, weniger Familien mit Kinder. Unsere Empfehlung: Magic Life Fuerteventura ja, aber nur in der Private Lodge. Folgende Vorteile bietet der separate Bereich: - klein und überschaubar - sehr guter persönlicher Service - sehr ruhig - überdurchschnittliche Qualität der Getränke und Speisen Wir hatten uns auch mit anderen Gästen der Private Lodge unterhalten und alle waren der Meinung, dass sie ausschließlich nur diese buchen würden.
Wir hatten eine Suite Typ 2 gebucht. Diese war sehr groß, gefühlt mind. 60 qm. Der Höhepunkt ist der riesige Bad mit Bidet, grosser Dusche und riesigem Whirlpool, in den man locker zu zweit passt. Die Möblierung bestand überwiegend aus dunklem Holz. Leider wird aber langsam eine Renovierung der Zimmer fällig, weil hier und da waren auch kaputte Fliessen und Verfugung zu sehen. Aber im grossen und ganzen noch gut im Schuss. Die Aussicht direkt aufs Meer war genial, die Suite hatte sogar zwei Balkone. Minibar wurde im Gegensatz zu der normalen Anlage jeden Tag aufgefüllt, ein Obst- und Plätzchenkorb wurde von uns im Zimmer vorgefunden. Sogar eine Flasche Rotwein befand sich bei der Ankunft im Zimmer. Die Suite besteht aus 2 Zimmern durch eine Tür getrennt, einmal Schlafzimmer mit Doppelbett und Zustellbett für unsere Tochter. Hier war auch genügend Stauraum für unsere Sachen vorhanden. Das andere Zimmer war mit Sofa, zwei Sesseln und einem grossen Tisch ausgestattet. In jedem Zimmer war ein Fernseher vorhanden. Im Schlafzimmer sogar DVD Player und CD Anlage.
Hier trennt sich Spreu von Weizen. Die Qualität der Speisen in der Private Lodge war überdurchschnittlich gut. Das Frühstück ausreichend, es wurden alle Arten von Eierspeisen am Tisch serviert, sogar richtige Kaffee Getränke wie Latte Macchiato oder Cappuccino wurden zum Tisch gebracht. Es gab frisch gepresste Säfte, mehrere Wurst und Käsesorten und vieles mehr. Zum Mittagessen gab es Vorspeisenbuffet und zwei Hauptgerichte zur Auswahl: Fisch oder Fleisch. Die Qualität war bis auf ein paar kleine Ausrutscher sehr gut. Das Beste war aber Abendessen im Restaurant La Perla. Es gab meist 5-Gänge Menü mit Suppe und zwei Vorspeisen, Hauptspeise und Nachtisch. Alles war sehr lecker und auf hohem Niveau gekocht. Das Entrecote wurde genau nach Wunsch medium oder rare serviert: Klasse! Der Wein war auch gut. Kellner sehr aufmerksam und immer bereit. Zwei mal waren wir im Hauptrestaurant Magico. Leider versprüht dieser Charme einer Bahnhofshalle, laut und zu groß. Die Qualität der Speisen lässt zu wünschen übrig. Der Thunfisch und Steaks wurden regelrecht tot gebraten, so das sie ungeniessbar war. Geschmacklich waren die anderen Gerichte auch nicht so toll. Der servierte Wein nicht so gut wie in der Private Lodge. Getränke musste man sich selbst holen. Ich kann die guten Bewertungen des Magico nicht nachvollziehen, hier wird wahrscheinlich Quantität mit Qualität verwechselt. Einmal haben wir das kanarische Restaurant ausprobiert: Das Niveau war mit Magico zu vergleichen: Thunfisch tot gebraten, Lammkeule zäh und ungenießbar.
Der Service in der Private Lodge ist sehr gut, das Personal und Gästeservice freundlich und aufmerksam. Das Personal hat mehrheitlich deutsch und englisch verstanden. Beschwerden wurden sofort bearbeitet und behoben. Zimmerreinigung war sehr gut, alles sauber. Erwähnenswert ist, dass der Hoteldirektor fast jeden Abend im Restaurant in der Private Lodge vorbeigeschaut, alle Gäste persönlich begrüsst und nach dem Befinden gefragt hatte. Das kenne ich von anderen Anlagen nicht.
Die Anlage ist auf eine Klippe mit schöner Aussicht gebaut. Einzig der Strandzugang ist für ältere Menschen nicht einfach zu bewältigen, da es zum Strand über eine steile Treppe geht. Der zweite Weg hinter der Private Lodge ist einfacher. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich in Morro Jable, zu erreichen mit Taxi, Mietwagen oder Bus in ca. 10 Min. Fuerteventura an sich ist recht kahl und es gibt eigentlich nicht viel Sehenswertes.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
In der gesamten Anlage waren leider nur 2 Pools beheizt, obwohl theoretisch alle beheizbar sind. Beheizt wurden der Aktivity Pool in der grossen Anlage und der kleine Pool in der Private Lodge. Der letztere wurde nach Beschwerde am nächsten Tag wärmer beheizt, so dass auch unsere Tochter stundenlang darin plantschen und baden konnte. Liegen waren ausreichend vorhanden, Handtuchreservierungen eine Ausnahmeerscheinung von einem russischen und deutschen Pärchen. Sportangebot war groß aber von uns grösstenteils nicht genutzt, bis auf Fitness. Massagen sind sehr gut, wenn auch nicht billig. Dafür durchgeführt von einem professionellen Masseur.


