- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel wurde an der Stelle des ehemaligen Kurhauses an der Ostseeallee errichtet - im entsprechenden Stil wirkt es sehr ansprechend. Es wurde gerade erst im Frühjahr 2011 eröffnet und glänzt daher natürlich noch durch die nagelneuen Einrichtungen. Es ist sehr großzügig gehalten, dennoch hat es eine gemütliche Atmosphäre. Mit integriert sind drei Lokalitäten: Das Wiener Café Arendsee, das Restaurant Fulgen, wo auch Frühstück und HP-Abendessen eingenommen werden und das Restaurant Brunshaupten, was als gehobene Gastronomie gilt. Eine Bar mit Kamin ist in der Lobby. Grundsätzlich bei der Buchung dabei ist das Frühstück (bis 13 Uhr!!!), das Abendessen kann dazu gebucht werden (ca. 22 EUR). Wenn, dann sollte man dies gleich tun, da es wesentlich günstiger ist, als vor Ort dann jeden Abend "mitzuessen" (ca. 34 EUR). Wir würden zukünftig aber eher auf Lokalitäten im Ort ausweichen - abwechslungsreicher. Mit zum Hotel gehört auch ein kleiner Spa-Bereich. Es gibt auch einen "Aussichtsturm" - allerdings kommt man da nur auf Nachfrage und mit Begleitung durch das Personal hoch. Parkplätze gibt es in der hoteleigenen Tiefgarage (12 EUR/Tag), die für einen Neubau erstaunlich schlecht geplant ist (sehr eng und verwinkelt). Zimmer sind es ca. 160, wobei einige auch als Allergikerzimmer angeboten werden. Es sollte auf jeden Fall ein Zimmer mit Meerblick ab Etage 4 gebucht werden!
Das Zimmer war top. Es war ausreichend groß, hatte zwei große Kleiderschränke, einen Tresor, eine Minibar (die erste Minibar-Befüllung ist kostenlos), einen Flachbild-Fernseher, ein Bett mit bequemen Matratzen, zwei Sessel, Stuhl und Tisch - bodentiefe Fenster (mit Meerblick!) und einen kleinen Balkon mit Holztisch und zwei Holzstühlen. Die Gardinen verdunkeln nachts komplett. Das Bad ist edel gestaltet mit zwei (schwarzen) Waschbecken und einer tollen Regendusche. Einziges Manko: Der Kosmetikspiegel leuchtet dauerhaft und lässt sich nicht abschalten. Die Toilette ist im Bad nochmal in einem sparaten Raum - eher überflüssig, nimmt viel Platz weg. Zusätzlich gibt es für den Aufenthalt noch eine Flasche Wasser gratis. Wer möchte, kann sich sein Kissen noch selber aussuchen: Es gibt die verschiedensten zur Auswahl.
Wir haben im Rahmen unserer HP nur das Restaurant Fulgen ausprobiert. Das Frühstücksbuffet war ok, es gab aber nicht besonderes, sondern eher den Standard: Käse (Aufschnitt, Frischkäse, gelegentlich Camembert), Wurstplatte (kein Schinken...), Marmelade, Räucherfisch, Eier, Rührei, Speck, Frikadellen, Würstchen, Honig, Fleischsalat, Cornflakes). Die Brötchenauswahl und auch das Obst waren leider eher sparsam. Dafür gibt es fünf verschieden zubereitete Matjessalate. Gut war die frische Zubereitung von Spiegeleiern und Omelettes. Es wurden verschiedene Säfte angeboten (Spezialität dort: Sanddornsaft), Milch, Sekt, Tee, Kaffee und am Tisch konnte man auch Kaffeespezialitäten oder Kakao bestellen. Als Besonderheit gibt es auch eine kleine Auswahl an laktosefreien Brotbelägen. Hervorzuheben ist die lange Frühstückszeit - bis 13 Uhr! Und zum Frühstück gibt es für jeden Gast eine Tageszeitung (Welt). Das Abendessen wird entweder als Buffet (bei entsprechend hoher Anzahl an HP-Gästen) oder als 4-Gang-Menü am Tisch serviert. Das 4-Gang-Menü ist zwar größtenteils gesetzt, kann aber auf Nachfrage auch ausgetauscht werden. "Interessant" sind die Portionsgrößen und die hochtrabende Beschreibung - Getrüffeltes Mousse von der Wachtel = Leberwurstklecks. :o) Leider gibt es kein separates Menü für Kinder - welches Kind mag schon Tartar vom Mecklenburger Weiderind = ein roher Fleischklops? Vorsicht ist auch mit dem Dessert geboten: in nahezu jedem Nachtisch ist Alkohol drin, was Kinder einfach so serviert bekommen. Im Großen und Ganzen war die Qualität der Speisen aber sehr gut. Am besten ist aber doch das Buffet. Das ganze Restaurant ist der Lage entsprechend sehr auf Fisch ausgerichtet - Fischliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Getränkepreise gerade für Wasser sind sehr selbstbewusst - Bier ist quasi das günstigste auf der Karte. Trinkgeld wird erwartet - wer zu wenig gibt, sollte die nächsten Tage etwas mehr Zeit mitbringen...
Positiv fällt der gute und persönliche Empfang auf, wo in einer kleinen Sitzecke bei Sekt oder O-Saft das Einchecken stattfindet. Das Personal ist sehr freundlich, hilfsbereit und stets bemüht - aber es läuft noch nicht alles ganz rund. Es wirkt alles noch nicht so ganz gut strukturiert, so dass man teilweise längere Wartezeiten in Kauf nehmen muss (Restaurant - es sei denn, man hinterlässt gleich am ersten und jedem weiteren Abend ein fürstliches Trinkgeld, dann wird man bevorzugt bedient... nicht so ganz die feine Art...). Das Personal ist aber sehr aufmerksam und merkt sich auch erstaunlich gut evtl. "Besonderheiten" für die nächsten Tage. Die Zimmerreinigung war top. Etwas schade waren die fehlenden Informationen: Gleich am ersten Frühstückstag gab es als Besonderheit Brunch ab 10 Uhr - wovon uns leider nichts erzählt wurde. Wir waren um halb 10 beim Frühstück - und um 10, wo die warmen Gerichte aufgetragen wurden, schon relativ satt. Woher soll man das wissen?
Die Lage ist wirklich ein Traum. Das Hotel liegt direkt an der 3200 m langen Strandpromenade mit einem wunderschönen, fast freien Blick aufs Meer. (Ab der 4. Etage versperrt auch wirklich kein Ast vom Baum mehr den Blick.) Nach hinten raus liegt der Wald. Sowohl nach Kühlungsborn Ost als auch nach West sind es ca. 800 m. Dort gibt es jeweils diverse Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants - und auch der Yachthafen mit der guten Gastronomie (Tipp: Edel & Scharf für den kleinen Snack) ist nur noch weitere 500 m entfernt. Direkt neben dem Hotel befindet sich das Rathaus und das Haus des Gastes.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Vom Spa-Bereich waren wir eher enttäsucht - der Pool- und Saunabereich ist eher klein. Es gibt im Hotel einen eigenen Aufzug dahin (1. Stock), so dass man bequem im Bademantel dorthin kommt. Der Bereich ist modern, angenehm entspannend und gemütlich gestaltet und hat für die wärmeren Monate im Jahr auch eine Terrasse. Der Pool ist eher nur für Schwimmer gedacht (ca. 28° C), dafür allerdings mit ca. 4 x 15 m zu klein. Mehr als 3 Personen sollten nicht gleichzeitig schwimmen, da man sich sonst in die Quere kommt. Es gibt Massagedüsen, die aber sehr schlecht als solche genutzt werden können. Man sollte sie eher als "Gegenstromanlage" beschreiben. Rund um den Pool sind bequeme Liegen und auch Wärmeliegen. Der Saunabereich besteht aus einer finnischen Sauna, einer 65°-Sauna, einem Dampfbad, einem Tepidarium und Erlebnisduschen nebst Regenstraße. Nicht wirklich viel im Angebot. In den Saunen gibt es zu bestimmten Zeiten besondere Aufgüsse, die im Fahrstuhl auch angekündigt sind. Geöffnet hat der Bereich bis 22 Uhr. Das Hotel bietet auch geführte Ausflüge an (Aushang im Fahrstuhl). Für die eigenen Ausflügen können Leihfahrräder (normal oder E-Bikes) angemietet werden.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 3-5 Tage im Dezember 2011 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Nadine |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 25 |