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Peter (51-55)
ÖsterreichAus Österreich
Verreist als Familie • Dezember 2013 • 2 Wochen • Strand
Die landschafliche Schönheit überdeckt Schwächen
4,3 / 6

Allgemein

Die Anreise erfolgt von Male aus mit einem kleineren Flugzeug ca. 30 Minuten zum Flughafen auf die Nachbarinsel, und von dort noch ca. 20 Minuten mit einem Boot auf Sun Island. Leider werden für diese Insel keine Wasserflugzeuge mehr eingesetzt, was wirklich schade ist. Erstens muss man nun das ganze Eincheck-Procedere in Male machen, und außerdem begann früher schon alleine durch die Wasserflugzeuge die Urlaubsstimmung deutlich früher. Die Hotelanlage besteht aus Bungalows im Inselinneren, Bungalows direkt am Strand, und Overwater Bungalows. Die im Inselinneren sind zwar neuer, aber mangels Meerblick eher uninteressant. Jene am Strand bieten je nach Lage völlig unterschiedliche Qualität (Strand, Lärm, Felsen, usw.). Die Anlage selbst ist gepflegt und tropisch schön verwachsen. Aufgrund der Größe der Insel empfiehlt sich das Ausleihen von Fahrrädern, die sich dann aber schon auch mit rund 11 Dollar täglich (2 Erwachsene + 1 Kind) zu Buche schlagen. Unser Bungalow war sehr weit von den zentralen Einrichtungen entfernt, trotzdem hörte man an manchen Tagen deutlich die Disco. Leider nur an 2 eng bemessenen Stellen gibt es gratis WLAN, wo dann die Leute wie die Fliegen sitzen und das Netz überlasten. Gegen eine horrende Gebühr gibts WLAN auch an anderen Plätzen. Wie überhaupt alles unglaublich viel kostet, was nicht im All Inclusive dabei ist. Und vieles ist nicht dabei! Alkoholfreie Getränke gibt es zB ausgerechnet im Coffee Shop, der rund um die Uhr offen hat, keine gratis. Dieser undurchschaubaren Strategie begegnet man immer und überall. In der Cocktail Bar gibts All Inclusive wiederum nur 4 lustlos zusammengemixte Limonaden mit unechten Alkoholika, die zudem jedes Mal anders schmecken. Die guten Cocktails kosten dann aber wieder ab 20 Dollar aufwärts. 80% der Gäste sind Russen und Chinesen, der Rest teilt sich auf viele andere Nationalitäten auf. Leider bedienen überdurchschnittlich viele Russen mit ihrer lauten und ungehobelten Art das gängige Klischee, während die Chinesen scheinbar noch nie was Tischkultur gehört haben. Da wird von den Spaghettis über Rindfleisch, Salat, dem Obst bis hin zur Vanillesauce alles auf einen Teller aufgetürmt, und nach getaner "Arbeit" gerülpst, dass sich die Luster biegen. Fazit ist, dass die landschaftliche Schönheit etliche eklatante Schwächen beim Hotel überdeckt. Die Malediven sind auf jeden Fall eine Reise wert. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist auf Sun Island grenzwertig, auch wenn die Insel prinzipiell sehr schön angelegt ist.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer sind funktionell eingerichtet mit Aussendusche, Minibar (teilweise bei All Inclusive dabei), Wasserkocher, Telefon, Fernseher, Klimaanlage. Der Wasserdruck in der Dusche ist eher mäßig, aber ausreichend. Warmwasser gibts genug für die ganze Familie. Oft verirren sich Ameisen in allen Größen in die Zimmer. Auch Stechmücken gibts, die aber sehr dezent zu Werke gehen (man merkt die Stiche erst, wenn es juckt). Ungeziefer haben wir sonst keines gesehen.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Der Speisesaal ist recht groß. Das Essen im Hauptrestaurant ist dem Preis nicht angemessen. Es schaut viel aus, aber alle Speisen sind spiegelgleich doppelt aufgebaut. Als Erwachsener findet man sich schon was, aber für Kinder gibt es kaum Auswahl. Gekocht wird nämlich gerne würzig, oftmals auch scharf - also nichts für Kinder. Denen bleibt eigentlich nur Reis, Nudeln, Kartoffel. Fertig. Rindfleischgerichte sind ausnahmslos immer zäh. Schweinefleisch gibt es naturgemäß keines, Hühnerfleisch ist gut (aber im Laufe der Zeit auch fad). Fisch ist so gut wie nicht vorhanden. Eine Fischspeise pro Tag, und die schmeckt trocken. Die anderen Restaurants sind im All Inclusive nicht dabei und extrem teuer. Die Nachmittagsjause gibt es im Coffee Shop und es ist wirklich nur eine Jause mit zwei Sorten Brötchen, Bratkartoffel, und einem Kuchen. Dazu gibts dort als Erfrischungsgetränk nur Wasser bei All Inclusive.


    Service
  • Eher schlecht
  • Das Service ist zum Großteil recht gut und sehr freundlich. Speziell "unser" Kellner im Speisesaal war ausnehmend nett. Wie schon oben erwähnt haben die Mitarbeiter an der Rezeption da noch reichlich Luft nach oben. Dort erreicht man nur was durch Hartnäckigkeit. Flexibilität ist denen generell fremd. Beschwerden werden erstmal abgewimmelt. Beispiel: unser Bungalow war bei der Anreise nicht frei, also hat man uns ein "Upgrade" für 2 Nächte aufgeschwatzt, was sich dann eher als Downgrade herausgestellt hat: ein Bungalow im Inneren der Insel ohne Meeresblick mit (aufgrund eines nicht behebbaren Defekts) ausschliesslich kaltem Wasser (ganz toll mit Kind). Der Beschwerde begegnete man mit dem Argument, dass dafür die Einrichtung neuer sei. Erst nach einer größeren Streiterei bekamen wir als Ersatz die Fahrräder gratis. Dafür durften wir aber den im "Upgrade" enthaltenen Ausflug nicht mitmachen. Kinderbetreuung gibt es keine. Die Zimmer waren jeden Tag gekehrt, aber nicht mehr. Sonnencremeflecken am Boden begleiten einen so den ganzen Urlaub lang. Auch die Trinkgläser wurden nie getauscht, selbst wenn sie offensichtlich schmutzig waren. Handtücher gibt es dafür jeden Tag neue, auch wenn man die alten noch durchaus verwenden hätte können. Ebenfalls Tücher für die Strandliegen. Die Bedienung in der Cocktail Bar ist extrem langsam. Obwohl an manchen Zeiten nur wenige Gäste die Bar bevölkern, sitzt man erstmal lange, bevor sich ein Kellner herbequemt. Vielleicht liegt das aber auch am All Inclusive - Band ums Handgelenk. Nach dem Motto "Nur nicht zu viel konsumieren".


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Maldiven bieten ein Naturschauspiel sondergleichen. Wunderschönes glasklares Meer, weißer Sandstrand (teilweise mit einem etwa einen Meter breiten Streifen abgebrochener Korallenstücke, die man überwinden muss), herrliches Klima, manchmal Regen, immer warm. Die Souvenirshops sind (bis auf den Juwelier) eher schlecht ausgestattet und zum Teil (wieder mal) extrem teuer (ein T-Shirt kann da auch schon mal 45 Dollar kosten). Wie man von anderen Gästen erfahren hat, hatten die Shops früher ein weit größeres Sortiment. Warum sich das geändert hat, ist nicht in Erfahrung zu bringen. Der früher im All Inclusive inkludierte Ausflug auf eine Einheimischeninsel wurde durch "Sunset Fishing" ersetzt. Für Kinder völlig uninteressant. Ein Tausch ist nicht möglich, wie überhaupt jeder Extrawunsch - wenn überhaupt - nur dann umgesetzt wird, wenn man den Mitarbeitern an der Rezeption dermaßen auf die Nerven geht, dass sie den Chef rufen. Der macht dann Manches möglich, den Ausflugtausch in unserem Fall aber leider nicht (man darf aber darauf verzichten, hat er gemeint). Wir haben dann über Intervention des Reiseveranstalters doch noch den Ausflug auf die Einheimischeninsel bekommen. Dort sieht man allerdings nur Sandstrassen, halbfertige Häuser, und jede Menge Müll. Und ein paar Shops für die schwindende Anzahl an Ausflüglern, wo man keinesfalls mehr als die Hälfte des verlangten Preises zahlen sollte.


    Aktivitäten
  • Sehr gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Das Pool ist sehr schön angelegt. Rutschfest, palmenumsäumt, großteils nicht sehr tief und daher auch für Kinder sehr gut geeignet. Liegen gibt es am Pool und auch am Strand ausreichend viele. Für Trinkgeld werden Liegen auch vom Poolservice reserviert. Die Sportmöglichkeiten sind sehr vielfältig, wurden von uns aber nicht genutzt. Abends gibt es in der Cocktail Bar immer ein Abendrogramm. Zum Teil dermaßen laut, dass man es trotz der Größe der Insel auch im entlegensten Winkel hört.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Dezember 2013
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Peter
    Alter:51-55
    Bewertungen:3