Sehr große Anlage, deshalb verteilen sich die Gäste auch gut über die Insel. Allerdings sollte man nicht gehfaul sein, wir haben in zwei Wochen sicher 15 Kilometer abgespult, wenn nicht mehr. Es stehen allerdings Fahrräder um 4 Dollar Miete pro Tag bereit. Man findet aufgrund der Größe eigentlich immer einen Platz, an dem man ungestört relaxen kann. Kleines Bottleneck ist der Pool, aber den braucht man bei dem Meer auch nicht wirklich. Die Bungalows waren schon etwas älter und ein bisschen abgewohnt, allerdings sauber und tadellos in Ordnung, wenn auch hellhörig, was besonders an den Discoabenden nervt, wenn man am nächsten Tag wegen einem Ausflug früh raus muss. Ansonsten hat man alles, was man braucht - Arcade-Halle, Internet-Ecke, Fitness-Center, Pool-Tische, etc. Das Angebot an Ausflügen ist überschaubar - und die Preise sind teils eine Frechheit. Beispiel: Big Game Fishing von 6 bis 14 Uhr kostet 1200 Dollar für 4 Personen... Hart. Dem Ruf als "Russian Island" wird die Insel leider gerecht, mehr als 80 Prozent der Gäste sind Russen - ziemlich raue Sitten am Buffet und (Fr)Esskultur inklusive. Richtig störend war es aber nie. Die restlichen 20 Prozent sind Italiener, Franzosen, Deutsche und Österreicher. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: UNBEDINGT HALBPENSION buchen. Man steigt in jedem Fall günstiger aus (es sei dann, man frisst und säuft rund um die Uhr...) Wie gesagt, wir haben im Vergleich zu AI rund 1200 Euro für zwei Personen gespart. Wer einen Tauchurlaub will, sollte lieber woanders hinfahren. Die Spots waren okay, aber wirklich nichts besonderes - und die Preise sind absolut unverhältnismäßig teuer. Auch muss man sich natürlich bewusst sein, dass man auf einer Insel ist: Wenn es regnet, sitzt man im Zimmer und schaut an die Decke, machen kann man eigentlich nicht wirklich was. Fazit: Schön, aber für rund 4.600,- Euro für zwei Wochen/zwei Personen doch nicht das Geld wert. Wer unbedingt weiße Strände will, findet diese natürlich dort, ansonsten würde ich jedem raten, nach zB. Bali zu fahren. Dort kommt man im selben Standard mit weiaus besserem Essen (riesengarnelen, Fisch, fisch, fisch, fisch, ....) wahrscheinlich mit fast der Hälfte des Geldes aus. Und tauchen geht man am besten immer noch in Ägypten, auch wenn das Essen und die Freundlichkeit dort nicht sooo super sind. Für Leute mit begrenztem Budget, die unbedingt auf die Malediven wollen, ist das Sun Island Resort allerdings tadellos und zu empfehlen.
Wir hatten einen Bungalow direkt am Strand mit Außendusche. Etwas älter und abgewohnt, aber völlig okay, mit 40 cm Röhren-TV und etwa 10 brauchbaren Programmen. Nachdem man - wenn das Wetter mitspielt - eh nur zum Schlafen dort ist, war das absolut okay, allerdings auch nichts wirklich besonderes.
Die "normalen" Gäste speisen im Hauptrestaurant, was völlig okay war. Allerdings ist es schade, dass man auf einer Insel immer nur den selben Fisch, wenn auch in verschiedenen Ausführungen bekommt. Täglich gibt es zwei Gerichte, die frisch zubereitet werden (Rindfleisch vom Grill, gebratenen Nudeln, Fisch, Pasta, ...), daneben gibt es immer 2 Pasta-Sorten sowie zwei oder drei zusätzliche Gerichte mit Huhn, Fisch oder Rind, beilagen sind meist Reis und Kartoffelvariationen, ein gutes Salatbuffet, 2 Currys, abwechselnde Desserts (meist 5-6 verschiedene Kuchen, Torten, Puddings und Cremen) und frisches Obst (Ananas, Apfel, Wassermelone, Bananen, Mangos, Papayas, ...) Auch gibt es verschiedene Brotsorten mit Butter. Wer Haubenküche erwartet, wird enttäuscht sein, allerdings waren wir immer satt und haben immer etwas gefunden, was gut geschmeckt hat. Neben dem Hauptrestaurant gibt es noch einen Italiener/Chinesen (lustige Kombination...) sowie ein Thai-Restaurant. ALlerdings haben wir keins davon ausprobiert, weil man für ein Abendessen für zwei dort locker über 100 Dollar ablegt, mindestens... Frühstück ist auch ganz gut, mit Toast, Schwarzbrot, Hefebrötchen (Striezel-ähnlich) und jeder Menge Süßzeug wie Muffins, Doughnuts, etc. Eier werden von Köchen je nach Vorliebe als Omelett, Spiegeleier, Rührei, etc. zubereitet, auch Pancakes werden frisch gemacht, Sonst gibts noch Obst, Joghurt, Honig, Marmeladen und eine große Auswahl an Flocken und Cerealien. Der Kaffee ist allerdings ziemlich zum K..., zumindest wenn man Kaffe-Genießer wie wir ist und zuhause einen Vollautomaten stehen hat. Geht allerdings zum Frühstück auch, besser als garnix ;) Wir saßen fast direkt am Strand, was sehr angenehm war. In der zweiten Woche hatten wir allerdings russische Tischnachbarn, die wirklich wie die Schweine gefressen haben, aber in dem Fall konzentriert man sich einfach auf sein Gegenüber ;) Wir haben Halbpension gebucht, was absolut empfehlenswert ist. FÜr zwei Wochen brauchten wir zu zweit rund 350 Euro für Getränke und Mittagessen, AI hätte uns rund 1600 Euro gekostet... Mittags waren wir meistens auf einen Sandwich oder das Tagesgericht um 10 Dollar im Vani-Cafe, wo es auch gratis wireless internet gibt.
Der Großteil des Personals ist sehr freundlich und zuvorkommend, stressen lässt man sich allerdings nicht, vor allem die Kellner. Oft muss man sich ein bisschen mit Händen und Füßen verständigen, weil das Englisch der Mitarbeiter teils richtig schlecht ist, was aber auch nicht nervt. DIe Zimmerreinung ist schnell und gründlich, hier gibts nix zu meckern. Zum Umgang mit Beschwerden: ich musste mich nur einmal beschweren, weil wir zwei Tage in Folge bis 1 Uhr morgens die Discobeats der Open Air Disco im Schlafzimmer hatten. Mir wurde dann ein Zimmerwechsel angeboten, man entschuldigte sich auch freundlich. Als wir schließlich abends ins Zimmer kamen, war das Bett mit Blüten geschmückt und ein Zettel mit "Have a nice Day ;)" lag daneben, was nett war.
Von jeder Wohnung ist man in wenigen Gehminuten am Strand, zum Restaurant können es schon mehrere Hundert Meter sein. Einkaufs und Unterhaltungsmöglichkeiten sind natürlich überschaubar, ist ja auch eine Insel... Man sollte aufgrund der Preise so ziemlich alles, was man braucht, von zuhause mitnehmen (Sonnenöl, Cremen, etc.) Die Ausflüge wie oben beschrieben sind überschaubar und unfassbar teuer. Nachdem wir eigentlich einen Tauchurlaub geplant hatten, war das für uns auch das wichtigste - und da wurden wir doch enttäuscht: Pro Tauchgang muss man 47 Dollar ablegen, das gilt leider auch fürs Hausriff, wenn man eigentlich nur eine Flasche und Blei braucht - ohne Guide. Also 47 Dollar für Flaschenmiete ist dann doch heftig. Die 4 restlichen Trips waren vom Boot, was pro Halbtag 18 Dollar extra kostet. Schön, aber nicht so spektakulär wie erwartet. Wer in Ägypten tauchen war - und das waren wir - wird nicht überbegeistert sein... Toll ist natürlich die große Wahrscheinlichkeit, einen Walhai zu sehen, was uns jedoch leider verwehrt blieb. Mehr oder weniger kann man alles in allem für 10 Tauchgänge vom Boot mit etwa 500 Dollar rechnen, Leihausrüstung NICHT inklusive. Diese kostet pro Stück 5 Dollar (BCD, Anzug, Regulator, Computer, etc.) PRO TAUCHGANG, was auch nicht sooo super ist. Verhandeln ist zwecklos, auch gibt es keine Packages für die Ausrüstung.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Aufgrund des miesen Wetters war ich 7 mal im Gym, was eigentlich alles bietet, was man braucht - und meist schlecht besucht ist. Ich hatte also ein Fitnesscenter mit Flat-TV für mich alleine - für 8 Dollar pro Besuch schwer okay. Tauchen hab ich oben schon beschrieben: Gute Chance, Walhaie zu sehen, das wars aber auch schon. Das Hausriff bietet meist 5 Meter sicht und sieht aus wie nach einem nuklearen Fallout, die meisten Korallen dort sind tot... Wassersportbasis ist vorhanden, die Preise sind allerdings völlig geistesgestört, also haben wir nichts davon in ANspruch genommen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 2 |


